Verhaltensregeln zwischen Althund und Welpe
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Hallo zusammen
Jetzt hab ich schon so viele Foreneinträge gelesen und bin doch noch nicht schlauer. Also muss ich doch meine Frage(n) ganz gezielt stellen.Wir hatten schon immer Hunde, hauptsächlich Schäferhunde. Unsere letzte Hündin hieß Kira und liebte meinen Vater abgöttisch, der aber vor 5 Jahren starb. Damit Kira sich nicht so einsam fühlte, hat mein Bruder vor etwa 4 Jahren seine Hündin Lana bei uns gelassen, als er berufsbedingt auf eine Insel ging und sich nicht mehr richtig um sie kümmern konnte. Leider ist unsere Kira dann vor etwa zwei Jahren im Alter von etwa 15 Jahren gestorben und so war Lana nun allein. Was an sich nicht so schlimm war für sie, weil sie von uns allen immer bekuschelt wurde. Aber mein Bruder möchte seine Lana nun im Laufe dieses Jahres zu sich auf die Insel holen. Und wir wollten nicht ohne Hund bleiben, also hab ich in letzer Zeit im Internet recherchiert, um einen passenden Hund zu finden. Und seit Sonntag gehört Cookie ebenfalls zu unserer Familie. Sie ist eine etwa 3 Monate alte Labradormixhündin aus einer Tötungsstation aus Kroatien und sehr verschmust
Lana und sie spielen miteinander und auch sonst machen die Beiden den Eindruck, als würde Lana sie "adoptieren". Natürlich habe ich Cookie eine eigene Decke, Spielzeug und - ganz wichtig - ihr eigenes Futter"geschirr" gekauft. Das wurde auch alles von beiden Hunden akzeptiert, wobei Lana am Anfang auch aus Cookies Napf das Welpenfutter fressen wollte. Dieses habe ich aber gleich sofort verboten, ebenso, dass Cookie an Lanas Napf geht. Funktioniert inzwischen auch ganz gut 
Nun ist aber heute folgendes passiert: Cookie hat es sich in Lanas "Körbchen" gemütlich gemacht, als Lana nicht darinnen lag. Lana hat es anscheinend toleriert, jedenfalls hat sie sie nicht deswegen "zurechtgewiesen" (angeknurrt), was sie sonst schon tut, wenn Cookie beim Spiel zu übermütig wird. Jedenfalls hat sie dann nur davor gelegen und keine Anstalten gemacht, sich ebenfalls ins Körbchen zu legen. Dabei wäre genug Platz, denn das "Körbchen" ist eigentlich eine Wanne für einen mittelgroßen Hund (den hatte mein Bruder vor Lana). Nach dem Füttern ist Lana dann zuerst wieder in ihr Körbchen geklettert, doch als Cookie sich dazugesellen wollte, hat sie einfach das Feld geräumt!
Ist das normal??? Und wie sollen wir uns verhalten? Zumal Cookie doch ihre eigene Decke hat, auf der sie auch durchaus liegt und schläft.
Ich denke halt, dass die Beiden sich schon einig werden, aber Lana hat doch die älteren Rechte, ist hier die "Chefin", hat das Revier von Kira übernommen. Fällt Cookies Verhalten noch unter den Welpenschutz oder sollte ich eingreifen und Cookie dann immer aus Lanas Körbchen holen und sie auf ihre Decke verweisen?Ich bin dankbar für jeden Tip und jede Hilfe

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Hallo,
hast du hier Verhaltensregeln zwischen Althund und Welpe schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Die Frage wer die Decke nutzt würde ich die Hunde unter sich klären lassen. Geduld, in 3 Wochen liegen sie aneinandergekuschelt drin, als wäre nie etwas anders gewesen ;-)
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Hallo,
bei dem Körbchen würde ich es genauso handhaben, wie beim Futter.
Es ist die einfachste Variante und beugt eventuellen Ressourcen-Streitigkeiten, die sich in der Zukunft noch entwickeln könnten, vor.
Es sind im Grunde deine Ressourcen, die du verwaltest und zuteilst.Für Welpen, allgemein für Hunde, die neu hinzukommen, ist es auch einfacher, wenn er weiß, "wo der Hase langläuft" bzw. welche Schlafplätze, Fressnäpfe usw. einfach tabu sind.
Denn hier ist ein gutes Beispiel, wie es enden kann, wenn der Mensch zu spät in das "Ressourcen-Geschehen" unter den Hunden eingeift und keine klare Anordnungen gibt.
https://www.dogforum.de/zickenterror-t163377.html
Viele Grüße und viel Spaß mit dem Zwerg!
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Ich würde die Hunde das auch unter sich ausmachen lassen, wer wo liegt.
Hunde haben nicht das Denken "das ist mein Korb".
Das ist menschliches Denken.In einem Rudel würde ein erwachsener Hund auch keinem Junghund den Platz streitig machen. Die legen sich woanders hin und fertig.
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Meine dürfen sich auch hinlegen, wo sie wollen!
Bei zwei Rüden, 9 + 5 Jahre, bis letztes Jahr beide intakt, klappt es hervorragend.
Allerdings würde ich beim ersten Anzeichen von Problemen regelnd eingreifen. -
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Ich finde es wichtig die Althündinn auch dabei zu beachten. Meine hatte der Welpe in der ersten zeit genervt. So wurde dem kleinen ihre Ecke verboten und umgekehrt. Ist auch praktischer wenn man beide auf ihre Plätze schicken will oder halt mal nur einen einzeln. Das einzige Kommando was bei beiden wirklich unterschiedlich ist.
Im Grunde bin ich eher ein Freund von klaren Regeln.Liebe Grüße
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In die Bettenwahl habe ich nicht eingegriffen, solange jeder Hund genügend Ruhe gefunden hat. Wenn es der Chefin wichtig genug ist, wird der Welpe den Platz räumen - wenn nicht, wird sie es tolerieren. Der Althund hat es nicht nötig, ständig den Chef raushängen zu lassen.....
Ich habe drei Schlafplätze für meine zwei Hunde, je einen persönlichen und einen allgemeinen. Ich habe da nach den ersten zwei Eingewöhnungswochen möglichst wenig eingegriffen, meine Regel war nur, dass bei Licht aus Ruhe herrscht im Schlafzimmer. Der Welpe hat öfters im Bett der Althündin probegelegen, sie hat ebenso sein Bett getestet... Das war eine kurze Phase, dann war lange alles wie vorgesehen. Den dritten Schlafplatz hat meine Althündin lange für die erste Hälfte der Nacht beansprucht, bevor sie dann in ihr eigenes Bett gewechselt hat. Mit nunmehr zweieinhalb Jahren liegt mein Junior zunehmend zuerst drin, bleibt aber nicht. Irgendwelche Vertreibungsaktionen gibt es nicht. Wer zuerst drin ist, hat es bis zum Verlassen.
Ich habe anfänglich das Probeliegen in fremden Betten auch unterbunden, bin aber rasch davon abgekommen. Das gehört zu den Kompetenzen meiner Hunde, und es wurde keiner schikaniert. Wollte meine Althündin einen Platz oder ein Spielzeug als ihres markieren, hat sie das klar kommuniziert, aber über Belanglosigkeiten hat sie sich keinen Kopf gemacht. Hätte ich immer alles nach meinen Vorstellungen steuern wollen, hätte es sicher mehr Stress gegeben.
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Wir machen es genauso bei unseren beiden.
Jeder hat sein eigenes Hundebett - da hat die Kleine nix beim Großen im Bett zu suchen.
Immer wenn der Große nicht drinne liegt und sie es doch mal wieder versucht, schick ich sie raus.
Wenn er aber drin liegt und sie es versucht, dann schau ich ob er drauf Lust hat - meist wenn nicht, dann geht er von alleine und dann schick ich sie aber auch wieder raus.
Der Große hat es erst gar nicht versucht, sich in ihr Bett zu legen - naja, da würde auch mal gerade bloß sein Hinterteil reinpassen
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Zitat
Hunde haben nicht das Denken "das ist mein Korb".
Das ist menschliches Denken.Das ist so nicht richtig, Schlafplätze können als wichtige Ressource verteidigt werden, "können", nicht müssen, es kommt aber vor.
Wenn es in der Hinsicht unter Hunden keine Probleme gibt, muss man auch nicht regulierend eingreifen.Viele Grüße!
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Ich würde mir den Stress auch nicht machen, den Welpen von einem Liegeplatz zu vertreiben, wenn der Ersthund das so locker toleriert. Denn dann musst Du das auch konsequent durchziehen, sonst macht das keinen Sinn.
Meine beiden haben keinen festen Einzelplatz, jeder liegt mal da, mal dort, wobei es natürlich deutliche Lieblingsplätze gibt- aber es gab nie Zoff um einen Platz - und wenn mal unbedingt beide gleichzeitig an einer ganz bestimmten Stelle liegen möchten, dann eben neben- und übereinander

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