Bin verzweifelt, operieren oder nicht?
-
-
Zitat
Wo hast du die Zahl 85% her? Hast du dafür eine Quelle, ich halte das nämlich für Unsinn.
Das mit der Histologie ist auch nicht ganz richtig, man könnte das, wie du das schreibst so verstehen, als könnte man das erst untersuchen, nachdem die Knoten rausoperiert sind
. Richtig ist aber, das man vorher klären kann mit einer Feinnadelbiopsie, ob der Knoten bösartig ist, um dann zu entscheiden, ob OP oder nicht. Das geht ganz ohne Narkose, ist wie eine Impfung, wird beim Mensch auch so gemacht.Ja, das ist immer so eine Sache mit den Studien. Man muss sich immer fragen, wer hat die Studie wann und wo erstellt. Es gibt Studien, die belegen, dass 85 % der Gesäugetumore bösartig sind, es gibt Studien, die belegen, dass 85 % der Tumore gutartig sind.
Ich persönlich glaube eben eher den letztgenannten Studien, aufgrund von 40-jähriger Erfahrung mit eigenen Hündinnen und unzähligen Tierschutzhunden, welche ich betreut habe. Nach meiner eigenen Erfahrung waren/sind die meisten Gesäugetumore gutartig.
Zur Feinnadelbiopsie:
Man kann in der Histologie meistens mit Sicherheit bestimmen, ob ein Tumor, welcher heraus operiert wurde, bösartig war oder nicht.
Sicher kann man auch eine Gewebeprobe durch Feinnadelbiopsie histologisch untersuchen lassen. Hier liegt die mögliche Fehlerquote der Ergebnisse aber bei 50 %. - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Glaubt Ihr wirklich, dass ein Hundehalter, der sich freut, dass die OP 120 Euro billiger werden wird, erst noch weiterführende Untersuchungen durchführen lässt, die es ja sicher nicht kostenlos gibt? Ich nicht :-/
Aber ich hätte auch Bedenken, dass der Billigpreis-Arzt Knoten übersehen hat.
Und da mein Hund für diverse Untersuchungen eh in Narkose müsste, würde ICH auch gleich die OP durchführen lassen. Mit der schonendsten Narkose, die es gibt.
-
Zitat
Von daher ist diese Aussage
schlicht und ergreifend sehr gefährlich und fahrlässig.
(v.a. wenn man bedenkt, dass sie einem anderen Mitglied von der Kastration abrät ohne die Grundbedingungen zu kennen.)[/quote]
Wie ich schon geschrieben habe, gibt es sehr unterschiedliche Aussagen und Studien.
Dazu mal die Angaben aus einer Doktorarbeit an der Uni Giessen:ZitatAlles anzeigenDie Angaben zum Anteil der malignen Entartungen an den Mammatumoren stellen sich ebenfalls uneinheitlich dar, was nach BRODEY et al. (1983) vor allem an der Vielzahl der
verwendeten Klassifizierungssysteme liegt. Während MOULTON et al. (1986) den Anteil
maligner Tumoren mit 10% angibt, wird er von BRODEY et al. (1983) mit 20 - 40% und
von PRIESTER et al. (1979) mit 57,2% beziffert.
Regelmäßig über 60% maligne Neoplasien finden sich in pathologischen Erhebungen, was mit einer gehäuften
Einsendung klinisch bösartig erscheinender Geschwülste zusammenhängen kann
(DAHME et al.1958, NERURKAR et al.1989).
Der von SIMON et al. (1996) gefundene Anteil der malignen Entartungen von 75,6% erscheint hoch, wobei eine gesonderte Betrachtung der Prozesse mit niedrigem Malignitätsgrad nicht vorgenommen wurde, als
histologisches Referenzsystem lag die WHO-Klassifikation von 1974 zu Grunde.http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/…-2003-07-07.pdf
Ja, ich denke oft, dass eine Kastration im Zuge der Milchleistenentfernung evtl. übertrieben ist. Wenn man bedenkt, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Tumore überhaupt hormonabhängig entstanden ist - siehe dazu auch die Bielefelder Kastrationsstudie.
Mammatumoren treten auch hormonunabhängig bei kastrierten Hündinnen auf, und dabei handelt es sich sehr viel häufiger um maligne Tumoren als bei den hormonabhängigen Tumoren der unkastrierten Hündinnen.
Aber darum geht es in diesem Thread ja nicht.
-
Gerade wegen dieser Doktorarbeiten finde ich es sehr schade, dass du anderen Mitgliedern das hier schreibst:
ZitatGesäugetumore sind recht häufig bei älteren Hündinnen und sehr oft gutartig!!!
Man kann davon ausgehen, dass circa 85 % gutartig sind.ODER
ZitatGesäugetumore/Knoten sind nicht selten bei Hündinnen, aber zu 85 % gutartig!!! Von den 15 %, welche bösartig sind, ist auch nur ein kleiner Prozentsatz hormonabhängig entstanden. Also besteht kein Grund zur Kastration.
Du widerlegst mit der zitierten Doktorarbeit deine eigene Aussage, die du hier mehrfach im DF geschrieben hast.
Man kann eben NICHT davon ausgehen, dass ca 85% gutartig sind.
Gesäugetumoren sind eben NICHT zu 85% gutartig.
Bitte, bitte versteh doch endlich, dass ich mich nicht an deiner Meinung störe, sondern an der Art wie du deine Meinung präsentierst.
Dies hier ist gerade ein schönes Beispiel.Wenn du schreibst: "Meiner Meinung nach sind 85% aller Mammatumoren gutartig" steht das auf einem anderen Blatt als "Gesäugetumore/Knoten sind nicht selten bei Hündinnen, aber zu 85 % gutartig!!!"
Du darfst mich gerne wieder ins Lächerliche ziehen, ich habe ein Versprechen ggü einer Moderatorin abgegeben und ich werde dir ggü in Zukunft mehr als sachlich bleiben, aber kommentarlos hinnehmen muss ich das ganze deswegen nicht.
Außer es wird zu sehr OT, dann ziehe ich mich natürlich auch zurück sobald ein Warnschuss folgt

-
ALso, um das jetzt mal klar zustellen, ich habe beim Tierarzt angerufen und es läuft so ab, das sie erst eine Beruhigungs Spritze bekommt und das dann eine Inhalations Narkose folgt, die Frau vom Tierarzt , auch Tierärztin sagte ben am Tele. Das es so schonend wie möglich gemacht wird. SIe bekommt vorher auch noch gründlich eine genauere Untersuchung , das Röntgen fällt weg, da ich das schon beim anderen Tierarzt machen lassen habe, und die Bilder auch mitnehmen werde. ES geht mir nicht nur um das Geld, mir ist das wichtig, wie und wer an meinem Tier rum doktort. ER sprach auch davon, das man nur de betroffenden Zitzen wegnimmt, aber das die komplette Leiste am Sinnvollsten wäre.
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!