Die Qual der Wahl - welche Leine?
-
-
Zitat
Seitdem zerrt er zielstrebig zu der Stelle hin, und dort geht dann sofort die Nase runter.
Hört sich so an, als ob Ihr ihm das Ziehen erfolgreich beigebracht habt!
Er zieht - Ihr lauft hinterher! - Erfolg!Erste Regel, um das zu beenden, sobald Leine stramm, stehen bleiben! Nicht einen Schritt hinterher!
Und vorallem keine Familienausflüge mehr, Du mußt Dich voll auf den Hund konzentrieren!
Bis die Leinenführigkeit sitzt. Wenn die Kinder dann wieder mitkommen, wirst Du das Programm wohl von vorne durchziehen müssen, denn der Hund merkt sehr schnell, wenn Deine Gedanken wo anders sind, und er wird es dann nochmal wieder probieren. - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Die Qual der Wahl - welche Leine? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Das schlimme ist ja, dass er immer genau weiß, wo ich hin will. An jeder Kreuzung biegt er richtig ab, auch wenn ich heute mal links und morgen mal rechts gehen will
Unglaublich das Tierchen :)Wie beschrieben, ist er dann heute im Stop-and-go geführt worden. Teilweise komm ich mir vor wie ein Zinnsoldat und marschiere auf der Stelle.
Ich bleibe stehen, er springt in Position neben mir und schaut mich an. Ich verlager Gewicht um ersten Schritt zu machen, Fuß noch am Boden, er hängt in der Leine. Ich steh wieder fest, warte, er in Position, ich hebe Fuß, er hängt in Leine. Das Spielchen können wir 10 Minuten treiben
Irgendwann liegt er dann neben mir, ich mache einen ganzen Schritt, er hängt in der Leine...Im Winter habe ich vor einem Fußweg die Arbeit vom Räumfahrzeug übernommen. Er wusste, dass ich in den Weg abbiegen wollte, also zieht er dahin. Ich geh gerade aus, bis er wieder bei mir ist. Dann zieht er nach vorne, ich dreh mich um, und geh wieder zurück. Er zieht wieder seitwärts zum Weg, ich gehe gerade aus weiter, bis er neben mir ist,...
Ich bin spaßeshalber immer parallel zur vorherigen Spur gelaufen. Der Schnee auf der Straße war danach auf der kompletten Breite platt getreten. -
Ich würde keine Familienausflüge mehr machen , schon gar nicht, wo ihr euch trennt.
Das scheint Stress pur zu sein und so KANN sich die LF nicht verbessern.
Belohnst du ihn auch zwischendurch ?
Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Genervt, enttäuscht? -
Guten morgen
Ich Frage mich gerade was habt ihr das erste Jahr gemacht. Oder war er die ganze Zeit krank.
Ich habe es ähnlich hier. Einen unsicheren selbstbewussten Hund.
Ich habe von Anfang an das nicht ziehen und Fuß laufen geübt und da auf gassi Gänge in denen ich ohne Kids unterwegs war. Oder jemand dabei hatte als Aussicht. Nämlich beides in der Stadt und ein gestresster Hund geht gar nicht.
Ich habe auch nicht direkt in der Stadt das üben angefangen. In der Stadt war laufen erstmal Nebensache. Ich habe geschaut das er sich auf mich konzentriert. Futter und viel Ruhe. Wir haben meist irgendwo gesessen, gewartet oder gestanden. Dann sind wir wieder heim.
Für einkaufen oder Ausflüge hab ich ihn zu der Zeit nicht mitgenommen. Oder es war noch jemand dabei so das meine Aufmerksamkeit nur dem Hund galt.
Generell gestalten sich meine Spaziergänge so mit den Kindern das Hunde und kids rennen können. Also Feld oder Wald mit wenig Ablenkung.
Anfangs lief Merlin dabei auch oft an der Schleppleine.
Ich bin mehrmals täglich alleine raus um Fuß oder lockeres nebenher laufen zu üben. Fuß ist mit Futter an Anfang am einfachsten. Und bietet meinem Hund einen guten Anreiz. Oder Spielzeug wenn er darauf mehr steht.
Anfangs wurde Fuß und lockeres laufen an 1meter Leine und Halsband geübt. Mittlerweile nehmen wir die Retriever Leine. Gerade in der Stadt oder aufs Feld wenn die Hunde dann eh frei laufen. An der Retriever Leine darf nicht gezogen werden ein lockeres nebenher und selten Fuß.Vorlaufen und Flexi gibt es bei uns abends letzter gassigang oder morgens. Da übe ich auch auch das vorrauslaufen. Es hilft super wenn man den Knopf ignoriert und einfach den Hund über Stimme lenkt. Brauch Übung aber es stärkt das Selbstbewusstsein. Und um die Zeit gibt es eh keine großen Ablenkungen.
Unsere 2 Meter Leine benutze ich selten. Nur wenn ich weiß das ich die Hunde anbinden muss. Oder zB Zugfahrt wo der Hund Platz haben muss zum hinlegen.
Ich denke du musst mit viel Ruhe und Zeit an die Sache ran. Vor allem alleine mit dem Hund üben. Konsequent bleiben.
Auch übe ich das Leinenpöbeln extra. Meistens lenke ich ihn ab, oder er bekommt ein scharfes Nein und muss absitzen. Ich warte dann auch gerne bis der andere Hund an uns vorbei ist.
Kontakt erlaube ich dann generell nicht. Wer dumm macht hat Pech. Kundenkontakt gibt es eh genug mit bekannten im Freilauf.
Ich glaube du musst dir Zeit nehmen. Konsequent sein. Nicht heute so und morgen so.
Ich wünsche dir viel kraft und Durchhaltevermögen. Es wird besser!
!!!Handy getipselt!!!
-
Ich hab leider kein Patent-Rezept, aber ich denke auch, dass du erstmal nur mit ihm alleine trainieren solltest. Mit Kindern wird das nix. Hab selber zwei, ich weiß wovon ich rede.
Wenn die Kids dabei sind, ist MEINE Ablenkung zu hoch um irgendwas ordentlich üben zu können.
Bei Max haperts zwar nich an der Leinenführigkeit, unsere Baustelle is die elende Pöbelei; aber wenn die Kinder dabei sind (sein müssen) geh ich Hundekontakten wirklich bewusst aus dem Weg. Wir fahren auch ganz oft aufs Feld. Also wirklich alle rein ins Auto, 5Min Weg bis zum Feldweg, dann alle raus & los. Hundi kann offline sein Ding machen, Kinder können rennen (& toben & kreischen) ohne, dass ich groß gucken muss, ich kann auch ma nen Gedanken zu Ende denken - is einfach entspannter.Für Situationen, in denen es nich anders geht (also Kids dabei, Hund an der Leine) wär vielleicht ein Gürtel mit Ring & Karabiner dran nich schlecht. Dann kannst du zumindest, wenn du schnell die Hände frei haben musst, die Leine da einfach dranhaken. Ohne großes Gefummel, Umgebinde & Länge einstelln.
Mir hat das bei meiner letzten Hündin geholfen, als die Große noch klein war & ich permanent Nase putzen, Schuhe zubinden, Handschuhe anziehen, what ever musste. -
-
Zitat
Vielen Dank für die Idee, aber genau das machen wir fast täglich - erfolglos.
{...}Es hört sich zwar sehr ähnlich an, wie mein Vorschlag, aber es ist nicht das genau das selbe. Kurz gesagt, wollte ich Dir vorschlagen, dass Leinentraining erstmal von allen anderen Aktivitäten, wie Freilauf oder Familienausflügen strikt zu trennen.
Und mit "bekannter Umgebung" meinte ich eigentlich, dass Du direkt bei Dir vor der Tür mit dem Training anfängst; dort wo's richtig langweilig ist: 200 m die Strasse rauf und wieder zurück, vielleicht mal kurz im Kreis durch den Garten und wieder 200 m die Strasse rauf. Mal im Zickzack, vor, zurück und geradeaus, mal schnell, mal langsam... Damit Dein Hund lernt, dass Leine nicht bedeutet, dass es jetzt zielstrebig irgendwo hingeht, sondern "folge dem Frauchen". Wenn's daheim ordentlich klappt, könnt ihr den Radius vergrössern. Und lob ihn ordentlich, besonders, wenn er ein gewünschtes Verhalten freiwillig anbietet.
Leinentraining extra. Nicht mit was anderem verbinden (z. B. Spaziergang). Das meinte ich. Und wenn es doch mal nicht anders geht, dann zieh' ihm ein Geschirr an und lass ihn ziehen, ohne ihn zu korrigieren. Das ordentliche Training ist dafür immer am Halsband, so dass er den Unterschied lernt.
-
Zitat
Guten morgen
Ich Frage mich gerade was habt ihr das erste Jahr gemacht. Oder war er die ganze Zeit krank.
mh, ja, was haben wir das erste jahr gemacht...
Gute Frage, anscheinend alles falsch
Wir waren vor den OPs in der Welpengruppe. Übungen wie Sitz, Platz, oder Abruf, alles super.
Aber er war da schon nervös und schreckhaft, hat sich nicht anfassen lassen. "Sie müssen ihm Sicherheit vermitteln. Lassen sie ihn die Welt erkunden." Also viel Freilauf um Selbstvertrauen auf zu bauen.
Dann die OPs,
3 Monate war er komplett ausser Gefecht gesetzt, da war wirklich Sparflamme angesagt.
Ausserdem kamen dann noch einige Wochen wo ich nur unter der Woche bissl was tun konnte, weil ich an den Wochenenden von Morgens bis Abends meiner Mutter geholfen habe.
Dann wurde mein Mann krank, konnte sich kaum rühren. Also irgendwo zwischen Schulkram, Haushalt, einkaufen und Sorgen machen noch Ruhe finden zum konzentriert üben ? Naja... Ich war ehrlich gesagt froh, wenn ich ein paar Minuten aus der Wohnung rauskonnte und Ruhe hatte.
Im Herbst dann Junghundegruppe. "Sie müssen ihn mehr kontrollieren" "Ja der ist sehr unsicher, daran müssen Sie arbeiten" - keine richtige Hilfestellung, keine Ideen für Einzelunterrricht. Und eben die Anfangs geschilderten Widersprüche.Zitat
Belohnst du ihn auch zwischendurch ?
Ich hab immer Futterbeutel dabei. Aber oftmals wenn ich denke, das ist der richtige Moment, springt er wieder davon.
Wenn es dann mal passt nimmt er sie auch an. In der Junghundegruppe im Herbst hat er keine Leckerlies angenommen. Mit etwas Glück wurden sie genommen, aber gleich wieder ausgespuckt.
Damals hatte ich mir dann angewöhnt ihn mehr mit streicheln und Zuspruch zu belohnen.ZitatWie würdest du dich selbst beschreiben?
Genervt, enttäuscht?
ja, dazu frustriert und manchmal gestresst. Ja, ich hab mir das Ganze anders vorgestellt. Aber mir ist auch klar, dass ich selber viel zur jetzigen Situation beigetragen habe, und es nur selber wieder gerade biegen kann, in dem ich alles anders mache, was ich bisher im Alltag getan habe. Ein "das wird schon werden, hab Geduld" oder "Vielleicht liegt euch die Methode nicht, versuchs mal anders" muss aus meinem Hirn verschwinden.
"armes krankes Wuffi" ist GsD schon seit ein paar Monaten verschwunden!!!Immerwieder gibt es Tage die einfach perfekt laufen. Ohne Hundebegegnungen, ohne schlimmes zerren. Die Tage geben Hoffnung. Blöd nur, dass entweder am selben Abend noch, oder spätestens am nächsten Tag wieder die Katastrophe hereinbricht.
-
Versuche deine eigene Befindlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Und schau, wonach dir ist.,
Ist dir nach Training? Such dir die Orte gezielt aus ( wenn es möglich ).Sind die Kinder dabei, solltest du dich besonders gut und "'aufgeräumt "'fühlen, denn hier geht das "'Genervtsein " besonders schnell.
Vor allem,,da dein Hund ja scheinbar auch auf die Bewegungsreize der Kinder reagiert. Solange das noch nicht abgestellt ist, würd ich mir gut überlegen, ob es Sinn macht, den Hund mitzunehmen.
-
Mit ein bisschen Verspätung, aber ich habe mir viele Gedanken gemacht, und habe mich nun für eine Methode entschieden.
In der Zeit nach der OP hatte ich mit Clickern begonnen, mit kleinen Spielchen daheim im Wohnzimmer. Da ich dann aber später bei Spaziergängen das Ding meist liegengelassen habe, ist das wieder in Vergessenheit geraten. Aber mein Hund ist ja nicht dumm. Ich habs in die Hand genommen und er war gleich aufmerksam und hat auf Kommandos gewartet *freu*
Ausserdem habe ich den Kurzführer so mit der 2m-Leine verbunden, dass er nicht im Weg ist, aber schnell greifbar.
Dann noch einmal tief durchatmen, das Hausaufgabenchaos vergessen, die Uhr vergessen, negative Energien davonpusten, entspannen, lächeln und Tagesziel setzen!So bin ich dann gestern losgelaufen. Mir fehlt draußen noch ein wenig Übung mit dem richtigen Timing, aber ich bin recht zufrieden mit uns.
Ich clickerte jedesmal wenn er 3-4 Schritte neben mir lief ohne zu ziehen. Wenn er mich überholte bleib ich stehen, und das click kam als er wieder Position neben mir bezog. Ausserdem jedesmal, wenn ich am Straßenrand stehen blieb, und er sich neben mir hinsetzte. Da gab es dann auch die versprochenen Leckerchen.Als uns zwei kleinere brave Hunde entgegen kamen hat er mir ein sehr gutes Verhalten angeboten. Ich war noch nicht ganz schlüssig, wie ich vorgehen sollte. Als ich zögerte setzte er sich hin. Ich dachte mir, ok, gute Idee. Die zwei kamen näher, und Narthan legte sich auf den Boden. Ha, perfekt! Ich habe beide Haltungswechsel geclickert, und belohnt. Er stand zwar unter Spannung, hat aber nur geschaut, nicht fixiert. Er hat nicht gebellt und wollte nicht aufspringen. Als sie vorbei waren sah er hinter ihnen her, ist auch aufgestanden und hat einmal kurz gewufft. Aber ich musste die Leine nicht krampfhaft festhalten.
Auch beim Hofhund, an dem wir regelmäßig vorbeikommen war ich unschlüssig. Stehenbleiben und warten kommt da ja nicht in Frage. Ich nahm Narthan auf die abgewandte Seite, so dass ich zwischen beiden Hunden war. Ich hab Narthans Schnauze einpaarmal mit dem Knie getroffen :/ , aber er bleib auf der Seite, hat nicht gezogen. Bellen und knurren konnte er sich aber nicht verkneifen. Auf gleicher Höhe befürchtete ich, dass er gleich losrennt. Also ließ ich ihn kurz absitzen, sprach ihn an, und er reagierte sofort mit Blickkontakt - click. Weiter ging es wieder wie vorher. Nachdem wir das Grundstück hinter uns gebracht haben schaute er mich beim laufen an, und hat immer versucht mit kleinen Hopsern an meine Clickerhand zu kommen. Als ob er mir sagen wollte:" Hey, das hab ich doch gut gemacht, oder? Gibt's jetzt Lecker?" Da ich betteln nicht belohne hab ich ihn wieder sitzen lassen, Pfote geben lassen, wieder geclickert und auch Lecker gegeben.
Am Ortsende hab ich ihn abgeleint und neben einer Pferdekoppel warten lassen. Nach 50m rief ich ihn dann zu mir. Die große Belohnung war dann 30 Minuten rumrennen und schnuffeln.
Die letzte Begegnung war wieder eine Katastrophe, was ich aber selber zu verschulden habe. Ich sollte mich von kleinen Erfolgen nicht immer zu Blödsinn ermutigen lassen
Könnt mir so in den Hintern beißen!! Wie kam ich nur auf die Idee, dass es klappen könnte neben einem Spielkameraden herzulaufen??? Naja, nächstes Mal gehe ich eine andere Route!! Narthan sprang um mich herum, hat mich in die Leine gewickelt und in eine Hecke gezogen...
Tagesziel war trotzdem und schon viel früher erreicht : mindestens 10 Minuten am Stück an der Leine, ohne dass die Fingerknöchel weiß werden oder ich genervt bin. :)Ich werde eine Weile immer die gleiche Route gehen. Dazu gehören jeweils 400m Wohngebiet zum Ortsrand und 600m Wohngebiet zurück nach Hause. Das wird unsere Schleichstrecke. Im langsam kommende Frühling kann ich sicher viele schöne Gärten begutachten,...
Ausserdem hab ich gestern erfahren, dass vor ein paar Wochen im Ort eine Hundeschule eröffnet hat. Ich sollte mal mehr Zeitung lesen!!
Ich erwarte heute den Rückruf, ob und was wir machen können. Bin mal gespannt, welche Ansichten die Hundetrainerin hat und ob sie was für uns ist :) -
Ihr scheint ja auf einem guten Weg zu sein
.Allerdings wundert es mich nicht das er zum Ende hin unkonzentriert wurde, da hatte er ja schon einiges an Übungszeit hinter sich und dann noch eine große Ablenkung in Form des Spielkameraden.
Mein Barry kann sich unter Ablenkung nur schwer auf die Leinenführigkeit konzentrieren. Aus diesem Grund habe ich eine Trennung zwischen Geschirr und Halsband eingeführt. Am Geschirr ist auch mal Ziehen erlaubt und er bekommt einen Großteil der 2,4m-Leine. Für kurze Abschnitte wird dann auf Halsband umgestellt und er muss manierlich neben mir laufen, da bin ich dann auch 100%ig konsequent.
Mit dieser Methode hat man auch mal die Möglichkeit flott ne Runde Gassi zu gehen ohne gleich wieder Rückschritte im Training zu machen. Ich hab mit meinem Sturkopf für das Stop-And-Go oft eine halbe Stunde für 500m gebraucht und soviel Zeit hatte ich inbesondere morgens vor der Uni nicht.Verlange am Anfang nicht zuviel auf einmal, wenn dein Hund so stark auf Außenreize reagiert. Da sind 10 Minuten schon ein riesen Erfolg.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!