Die Qual der Wahl - welche Leine?
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Ich muss mir hier einmal ein Lesezeichen setzen.
Die Beschreibung ähnelt sehr meiner Lena und ich kann dir "morgen" früh, da gern einmal beschreiben, wie wir das gelöst haben.*gespannnt wart*
Ich freu mich über jeden Lösungsansatz und werde mich am Montag entscheiden welchen ich weiter verfolgen will, weil es zu uns passt.ZitatEs ist sehr schwierig dir etwas zu raten, weil man eure Interaktion nicht sehen kann. Manchmal kann es gut sein, eine 3 Meter Leine zu nutzen, manche Hunde sind mit soviel Spielraum überfordert.
Es kommt ja auch immer auf die Situation an.
Ein Kurzführer ist denkbar ungeeignet, wobei ich jemanden kenne, der den als Leinenersatz nutzt.
Ich würd einen Fachmann fragen, der euch beobachtet.Bei 3m würde das gleiche passieren wie bei 2m oder Flexi: Nase dauerhaft am Boden, Leine nach vorne gespannt. Wenn Hund im Anmarsch bleibt er stehen, bis er hinter mir ist, schaut, und nimmt dann die 3m, bzw. dann ja 4m (von 1m hinter mir) als Anlauf. Muskelkater und Verspannungen sind an der Tagesordnung
Wenn Nase erstmal am Boden erinnert er sich nur dadurch an mich, dass die Leine nicht weiter mitwandert.
Deswegen nehm ich auf kurzen Strecken, oder wenn ich weiß, dass er nur kurz zum Straßenseitenwechsel oder Begegnungen an die Leine soll, gern den Kurzführer. Damit kommt der Kopf garnicht bis unten und der Hund nicht weiter als eine halbe Körperlänge nach vorne.ZitatGuten Morgen,
Meine Mädels sind zum Glück mittlerweile ganz einfache Hunde, Leine ist egal.
Mein Rüde war schwierig, ängstlich, hatte Jagdtrieb und draußen war er ein anderer Hund. Ohren ja, aber nicht um auf mich zu hören. Meine Lösung sah wie folft aus:
Auf dem Hundeplatz eine 1m Leine für die Fussarbeit.
Draußen, wenn er bei mir laufen sollte, eine Umhängeleine - 2,4m Fettleder. Er mochte nicht eng bei Fuss gehen, aber im Notfall konnte ich reingreifen und sie kurz nehmen.
Draußen lief er an der Flex-Leine 8m, wenn er nicht frei laufen durfte und durfte auch mal schnüffeln.
Auf Spaziergängen mit anderen oder auf Wanderungen hatte ich oft einen Jogging-Gurt um. Die Leine war dehnbar und gute 1,70m lang. Mit einem größeren Karabiner war es auch möglich dort eine Flex-Leine zu befestigen. Das ging aber nur wenn wir alleine waren, sonst gab es Chaos.
Das klingt ja nach einem Leinensammelsurium wie bei mir, nur der Jogging-Gurt fehlt, ich binde die normale Leine um den Bauch, traue den Gummidingern irgendwie nicht.Zitat
Wir haben viel geübt und irgendwann konnte ich auf viele Leinen verzichten. Das enge bei Fuss gehen war aber nie seins. Er brauchte immer etwas Abstand und wenn er "seine" ca. 2m hatte lief er brav mit. In der Stadt war er immer dicht bei mir. Das war ihm nicht geheuer.
Was genau habt ihr geübt? Ihr habt scheinbar genau das erreicht, was mein Ziel ist.Zitat
Bei ihm war es kein Unterschied ob er ein Halsband oder ein Geschirr an hatte. Seine Halsbänder waren aber immer sehr breit.
Mittlerweile mache ich Leinen selbst, aus Biothane. Da sitzen dann die Ringe wo ich sie brauche und die Läng.e passe ich auch an. Für Schlechtwetter und Stadt nehme ich das Grippy. Da rutscht nichts aus der Hand. Tolle Farben gibt es auch.
Gruß Terrortöle
mhm
wenn die Ringe hier und da ein paar cm verschoben wären, dann wäre das natürlich noch besser... Ich fürchte nur dass meine Handarbeitskünste so miserabel sind, dass die Leine nach 3 Tagen in 10 Einzelteile zerfällt. 
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Hallo,
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Also: Bei Lenchen ist / war das Problem, dass sie teilweise recht unsicher ist, aber wenn sie Hunde sieht auch recht forsch vorgehen kann. Hinzu kommt bei ihr aber, dass da eine gehörige Portion "HSH-Blut" sie super stur, eigensinnig und willenssicher macht.
Keine ganz so optimale Mischung um eine perfekte Leinenführigkeit herauszuarbeiten.
Von Flexileinen würde ich an deiner Stelle dringend Abstand nehmen. Wie soll "Hund" denn lernen nicht zu ziehen, wenn er Zug aufbauen muss, um vorran zu kommen? - Also eine Flex würd bei mir sofort in den Müll wandern.
Kurzführer sehe ich so auch nicht den Sinn drin. Klar hat der Hund dann keine Möglichkeit mehr zu ziehen, aber eben auch nur deshalb geht er neben dir.Ich arbeite generell mit ganz normalen 1,5-2m Leinen und Halsband.
Mein Ziel ist / war es bisher bei allen Hunden, dass an der Leine ich interessant bin und nix,aber auch rein gar nix anderes. An der Leine ist neben mir zu gehen und die Aufmerksamkeit bei mir zu halten, kein herumgucken oder von mir entfernen nichts. Kann natürlich nur gehen, wenn Hund gut offline laufen kann / darf.
Ohne Leine ist, bis ich etwas anderes sage, im Fuß zu laufen.Ich bin, wie du es schreibst, den "Umweg" über ein Fuß gegangen. Allerdings über kein Korrektes, sondern einfach nur ein "Neben mir laufen und mich ansehen". Als das soweit ohne Leine funktioniert hat und ohne Ablenkung, kam die Leine dran und es wurde weiter mit besonders leckerem Futter geübt.
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Ich hab gerade die Befürchtung, um richtig interessant zu sein an der Leine werde ich in Zukunft immer Knochen mit viel Fleisch mit mir rumtragen müssen

Irgendwie hab ich es geschafft, dass Bälle, und andere Spielsachen innerhalb von wenigen Sekunden uninteressant sind, wenn ich es weiter festhalte.
Irgendwie hab ich es geschafft, dass er innerhalb von Sekunden von leckeren Dingen das Interesse verliert, wenn ich ihn nur schnuppern lasse und es ihm nicht gleich gebe. Und wenn er eines bekommt, weil er mal 30 Sek. aufmerksam war, kann ich wieder 2 Minuten warten bis er mich eines Blickes würdigt.
Nur für Knochen würde er alles tun. Aber die kann ich ihm ja schlecht unterwegs als Leckerchen geben :)Und nein, Wienerle oder Leberwurst hab ich ihm verleidet, weil er nach seiner OP damit Tabletten bekommen hat. Da schnuppert er misstrauisch dran, nimmts vielleicht kurz ins Maul um sich abzuwenden und wieder auszuspucken. Gleiches gilt für jede Art Gemüse oder Obst. Wie ein kleines Kind, das Rosenkohl essen soll. Mit etwas Glück würgt er es irgendwann runter.
*grübel* Ich könnte ne Packung Gorgonzola in die Tasche stecken, den findet er zur Zeit mal recht interessant, aber der klebt so

Tendenz geht ja definitiv zur Standard 1-2m Leine. Und Aufbau nochmal ganz von vorne, Situationen meiden.
Wenn er mir beim Freilauf "Fuß" oder gemütlich hinter mir her trotten anbietet. Was mach ich dann?
Das tut er manchmal von sich aus. Vermutlich um ein paar Minuten Energie zu sammeln.
Anleinen und Situation ausnutzen, oder im Freilauf Kommando wiederholen? Oder einfach freuen, dass er es kann wenn er will? -
Vor allem mußt Du eine Methode finden, von der DU überzeugt bist, sonst kannst Du sie ihm nicht glaubhaft vermitteln!
Wie ich das so lese, würde ich zum Kurzführer tendieren, der zusätzlich zur 2-3m Leine, dauerhaft am Hund bleibt.
Dann kann er vorlaufen und schnüffeln, wenn die Bahn frei ist und wenn Euch jemand entgegen kommt, nimmst Du ihn mit dem KF ran.
Die Aufmerksamkeit würde ich jedesmal beloben, wenn er sie Dir freiwillig schenkt.
Den Gorgonzola kannst Du in Speisestärke wälzen, dann klebt er nicht mehr so.
Von der Flex halte ich auch nicht viel, jedenfalls nicht in der Ausbildungsphase. Wenn der Hund erzogen und leinenführig ist, meinetwegen. -
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Ich möchte ihn in der Stadt, wenn er eigentlich Platz hat nicht an meinem Bein kleben haben. Sobald er ein wenig Freiheit hat schnuffelt er nur noch am Boden. Und wenn er einen anderen Hund entdeckt zerrt er wie ein verrückter. An normaler Leine oder Flexi muss man dann schon sehr schnell reagieren können (mit Kindern als Ablenkung garnicht so einfach!! )
Deswegen ist hier eine längere Leine kontraproduktiv. Ich würd ihn in der Stadt kurz nehmen, mit kleinen Schnüffelpausen, wenn DU es erlaubst.
Wie mache ich ihm klar, dass er einfach neben mir laufen soll und dass ich auch noch da bin??
Wie gesagt, bei einer zu langen Leine verliert er dich aus den Augen...Wann immer es geht lasse ich ihn ohne Leine laufen und übe zuverlässigen Rückruf. Da er sehr anhänglich ist hat er dann immer einen Blick für mich übrig und folgt mir, sobald ich eine gewisse Distanz (ca. 30m ) überschritten habe. Ohne Leine kann er ohne Ablenkung auch sehr gut im Fuß laufen. Ohne Leine läuft er zu den Hunden hin, und wenn er einmal geschnuppert hat lässt er sich ohne große Probleme abrufen. (ja ich weiß, er sollte eigentlich garnicht zu anderen hinlaufen ohne dass ich es erlaube... nächste Baustelle)
Hier kannst du dich scheinbar nicht durchsetzen, keine Grenze vorgeben, und so kann es auch mit der LF nicht klappen, denn hier geht s auch um GrenzenSoll ich nun wirklich für jede Gelegenheit und jede Baustelle eine andere Leine verwenden, oder mich für eine entscheiden und mit den Nachteilen umgehen lernen? Und welche sollte ich nehmen? Geschirr, um den Hals beim ziehen zu schonen, oder doch Halsband, weil ich ihn dann leichter in die richtige Position dirigieren kann?
Du solltest lernen, ihn nicht am HB zu dirigieren ( ich nehme an, du greifst rein und ziehst ihn in die richtige Position? ) ,,besser wäre körpersprachlich , so dass der Hund gar nicht mehr angefasst werden muss.. -
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Wie lange hast du den Hund eigentlich schon?
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Narthan ist unser erster Hund.
Mein Mann ist als Jugendlicher mit dem Hund von seiner Oma Gassi gegangen und ich habe mit 15 1-2mal die Woche einen Hund zum Gassigehen abgeholt. Beide Hunde waren bereits top erzogen, sodass man nirgends korrigieren brauchte und auch keine Angst haben musste, dass er Blödsinn anstellt.
Unseren Hund haben wir seit er 9 Wochen alt ist. Wir waren mit ihm in einer Welpengruppe, wo er deutlich gezeigt hat, dass er von fremden Menschen nicht viel hält.Mit etwa einem halben Jahr hatte er eine "Umfangsvermehrung" zwischen den Schulterblättern die sich nach einer OP als Abszess rausstellte, aber zuvor 2 Wochen Rätsel aufgab, Tumor war im Gespräch. Wegen Wundheilungskomplikationen musste er nach 2 Wochen nochmal unters Messer und war dann 11 Tage stationär in der Klinik. Dann noch gut 2 Monate so ruhig wie möglich halten, also keine Spaziergänge, kein Spielen, nur eben raus fürs Geschäft, und wieder auf die Decke/in die Box. Dadurch ist viel Zeit verloren gegangen, er hat wenig Neues kennengelernt und das böse Mitleid hat das alles nicht verbessert. Wir waren übervorsichtig und wollte ihn vor allem beschützen. Noch dazu kamen dann gesundheitliche Ausfälle meines Mannes, Stress in der Schule bei den Kindern, Sorgen bei anderen Familienmitgliedern... Kurz um, die Erziehung hat drunter gelitten, und es ist unsere Schuld

Im Herbst waren wir dann in einer Junghundegruppe fürs Grundgehorsam, 4 pubertierende Rüden + eine verängstigte spanische Straßenhündin. Ein Desaster!
Es gibt viele Kleinigkeiten, die ich selbst als mein Fehler erkenne, an denen ich aber arbeite. Zum Beispiel, dass ich schnell in Panik oder Hektik verfalle, wenn er nicht sofort hört (Freilauf), oder zu schnell aufgebe und frustriert bin, wenn mal wieder garnichts klappt.
Vor ein paar Wochen hatten wir einen Trainer da, der sich um das Problem kümmerte, dass Narthan sich nicht von fremden Menschen wie den TA anfassen lassen wollte. Das haben wir gut hinbekommen, weil mir er gezeigt hat, wie einfach es ist Narthan unter Kontrolle zu halten, wenn man selber Ruhe ausstrahlt. Also vorm TA 5 Minuten Meditation, tief durchatmen, "Chaka" ich schaff das. So hab ich es auch geschafft, dass er sich von Gästen in der Wohnung nicht bedroht fühlt und entspannt vor sich hindösen kann.
Draußen schalte ich aber ganz automatisch in Alarmmodus und Anspannung, so dass ich quasi mit Hund und mit mir selbst kämpfen muss
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Nach deiner Schilderung fänd ich einen Trainer, der euch unterwegs begleitet , umso wichtiger.
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Hallo,
vielleicht mal ein Tipp in eine ganz andere Richtung.
Ich glaube nicht, dass Du für Deinen Hund uninteressant bist, weil er im Freilauf durchaus nach Dir schaut. Wenn man bedenkt, wie lange ihr nichts üben konntet, ist das doch eigentlich gut.
Dafür, dass er keinen guten Start im Leben hatte, kannst Du nix, sowohl für seinen Gesundheitszustand, als auch für den Familienstress. Sowas kommt vor. Dass er nun vielleicht ein paar Defizite hat, ist verständlich. Aber Du hast jetzt Zeit in Ruhe mit ihm zu üben, wie es scheint. Und dass es funktionieren kann, hat sich bei der Arbeit mit dem Trainer schon gezeigt.Wie wär's wenn Du vorrübergehend Deinen Schnuff einmal am Tag für einen ausgibigen Spaziergang direkt mit dem Auto an einen Ort fährst, wo er gleich freilaufen kann, damit er Energie und Spannung abbauen kann. Danach kannst Du mit ihm zu Hause in bekannter Umgebung das Gehen an der Leine üben.
Zum einen dürfte Dein Hund durch den Freilauf entspannter sein und zum anderen kannst Du an Tagen, an denen gar nix laufen will, weil Du oder der Hund nicht gut drauf sind, einfach abbrechen und wieder reingehen, ohne dass der Hund darunter leidet.
Ich denke, die bekannte Umgebung und die Möglichkeit jederzeit abzubrechen, werden bei euch beiden den Stresslevel erheblich reduzieren.
Bei Familienunternehmungen lasst ihr ihn dann halt erstmal zu Hause. Wenn's mit ihm nur in Stress ausartet, hat keiner (auch der Hund nicht) viel davon, wenn ihr ihn mitnehmt. Oder ihr fahrt eben mit Hund irgendwo hin, wo er nicht Leine laufen muss. Picknick auf grüner Wiese oder so.... wenn er denn irgendwann mal kommt, der Frühling.

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Vielen Dank für die Idee, aber genau das machen wir fast täglich - erfolglos.
Wir wohnen in einem ruhigen Wohngebiet, wo eine Leine nicht zwingend notwendig ist. In nur 3 Minuten sind wir aufm Feld draußen, wo er eigentlich immer frei laufen kann. Dann wird eine Runde von etwa 45-90 Minuten gelaufen. Wir kommen dann zwischen Sportplatz und Schule wieder in den Ort rein. Spätestens dort kommt dann meistens für ca. 10 Minuten die Leine ins Spiel.Heute haben wir es mal wieder wegen dem noch guten Wetter mit Familienausflug versucht, große Runde mit Kindern ohne Leine gelaufen, alles kein Problem. Im Ort Leine festgemacht, und prompt wurde die Familie wieder lauthals zusammengetrieben. Also Kinder eingefangen, hinterm Hund laufen war angesagt. Ging für 5 Minuten gut, dann kam der erste Hund entgegen. Dann wars mit der Ruhe aus. Kinder wollten rennen, Hund springt an der Leine, zerrt und verfolgt mit Nase am Boden die Zick-Zack-Spur von dem Hund der uns passiert hat. (ja es war genau die Fährte, ich beobachte ja regelmäßig die entgegenkommenden Hund
)
Schlussendlich nach 15 Minuten und ca. 100m haben wir uns wieder getrennt, einer mit den Kindern schonmal zum einkaufen, der andere ist im Stop-and-go-Verfahren ins Cafe geschlichen.Letzte Woche war ich mit tüpfels und ihren Dalamtinerdamen unterwegs. Die drei haben sich eine ganze Weile ausgetobt, sind rumgesprungen und haben gespielt. Als sie Damen müde wurden haben wir wieder angeleint. Ich musste vorausgehen, weil Narthan mich sonst durch den Matsch gezogen hätte. Also auch richtig auspowern funktioniert nicht, oder es hat ihm noch nicht gereicht.

Vorübergehend hatten wir mal den Eindruck, dass die Leinenführigkeit besser klappt, wenn er bereits an der Tür angeleint wird und sich sofort konzentriert, und dann erst als Belohnung springen darf. Das war scheinbar aber nur eine Phase. Da hatten wir die Runde einfach andersherum gemacht. Ging für ca. 3 Wochen gut. Bis uns mal wieder der erste Hund entgegen kam. Seitdem zerrt er zielstrebig zu der Stelle hin, und dort geht dann sofort die Nase runter.
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