Junghunde sind was tolles...
-
-
Hallo,
bei Nepomuk setzt langsam echt das Rüpelalter ein! Er ist ja nun 9 Monate, bis jetzt ging es ganz gut, aber zur zeit diskutieren wir immer häufiger.
Heute Morgen hätte ich echt durchdrehen können

Wir gehen wie jeden Früh Richtung Fluss und dann am Feld lang. Hinzu an der Leine klappt ganz gut, ab und an versucht er auszutesten, ob ich ihn vl diesmal an der Leine ziehen lasse! Nach 2 deutlichen NEIN läuft er dann ganz gut.
Am Feldweg angekommen, kommen beide von der Leine und können toben. Klappt auch alles super, auch der Rückruf.
Am ende vom Feldweg werden beide zurück gerufen und machen sitz, damit ich sie anleinen kann und dann fängt das Theater an!
Nepomuk beißt in die Leine wie ein wild gewordenes Raubtier und zieht dran rum und springt hoch. Ich lass ihn dann immer nochmal Sitz machen, damit er sich beruhigen kann.Die letzten male haben auch ein oder zwei deutliche nein genügt und er hat es gelassen, heute früh haben wir bestimmt 10 Minuten diskutiert, bevor er damit aufgehört hat! Auch hat er es dann auf der Straße noch zweimal probiert, aber ein Nein reichte da auch wieder.
Dann ist er wieder perfekt an der Leine gelaufen, und hat super gehört.
Was sagt ihr dazu, wie kann ich so was umgehen, oder wie soll ich mich verhalten? Hab ich mich richtig verhalten?
Danke schon mal
MfG
Katja - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
ZitatAlles anzeigen
Hallo,
bei Nepomuk setzt langsam echt das Rüpelalter ein! Er ist ja nun 9 Monate, bis jetzt ging es ganz gut, aber zur zeit diskutieren wir immer häufiger.
Heute Morgen hätte ich echt durchdrehen können

Wir gehen wie jeden Früh Richtung Fluss und dann am Feld lang. Hinzu an der Leine klappt ganz gut, ab und an versucht er auszutesten, ob ich ihn vl diesmal an der Leine ziehen lasse! Nach 2 deutlichen NEIN läuft er dann ganz gut.
Am Feldweg angekommen, kommen beide von der Leine und können toben. Klappt auch alles super, auch der Rückruf.
Am ende vom Feldweg werden beide zurück gerufen und machen sitz, damit ich sie anleinen kann und dann fängt das Theater an!
Nepomuk beißt in die Leine wie ein wild gewordenes Raubtier und zieht dran rum und springt hoch. Ich lass ihn dann immer nochmal Sitz machen, damit er sich beruhigen kann.Die letzten male haben auch ein oder zwei deutliche nein genügt und er hat es gelassen, heute früh haben wir bestimmt 10 Minuten diskutiert, bevor er damit aufgehört hat! Auch hat er es dann auf der Straße noch zweimal probiert, aber ein Nein reichte da auch wieder.
Dann ist er wieder perfekt an der Leine gelaufen, und hat super gehört.
Was sagt ihr dazu, wie kann ich so was umgehen, oder wie soll ich mich verhalten? Hab ich mich richtig verhalten?
Danke schon mal
MfG
KatjaDas würde ich mal einstellen

Wenn einer unserer Hunde meint, er müsse ein Feuewerk abbrennen obwohl das gerade überhaupt nicht erwünscht ist, dann gibt es 1 max. 2 Ansagen - aber sicher keine 10 Minuten.
Indy wollte als Welpe die Leine nicht akzeptieren bzw. blieb nur ungern stehen, wenn wir selber stehenblieben. Dann zerrte er, wechselte die Richtung, jammerte rum, biss in die Leine und und und....wir standen derweil ruhig und interessenlos (scheinbar) daneben und bestaunten die wunderschöne Gegend.
Im Augenwinkel wurde natürlich der Hund beobachtet und sobald er das gewünschte Verhalten zeigte (in diesem Fall war es ein Sitz) waren wir sofort bei ihm und haben gelobt. Hätte ich stattdessen mit ihm verbal diskutiert, stünde ich wahrscheinlich heute noch dort ;-)
Verzweifle nicht.....in der Pupertät "stürzen" Hunde gerne nochmal ab, stellen in Frage und erinnern sich nur widerwillig. Wenn er bisher gut gehorchte, bleib einfach dran, ruhig und konsequent und du wirst sehen, dass er wieder "in die Spur" findet.
-
Es wäre zu überlegen warum Dein Hund an der Leine so gestresst ist... Er macht das sicher nicht um Dich zu ärgern.

-
das ist mir schon klar, dass er das nicht macht um mich zu ärgern.
ich vermute mal, weil er nicht wieder an die leine möchte, sondern lieber weiter toben würde. Sonst läuft er ja ganz gut an der leine und macht nicht so ein Theater.
-
Vielleicht ist das Toben lassen der Haken an der Sache...

-
-
Es könnte auch sein, daß irgendetwas beim Toben ihn erst in Streß versetzt.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Naja, wirklich Toben ist das ja auch nicht, beide laufen halt ohne leine am Feldweg lang uns schnuffeln mal hier und mal dort und flitzen auch mal ne runde
-
Zitat
Wenn einer unserer Hunde meint, er müsse ein Feuewerk abbrennen obwohl das gerade überhaupt nicht erwünscht ist, dann gibt es 1 max. 2 Ansagen - aber sicher keine 10 Minuten.Ähm, mal blöd gefragt: Was machste denn stattdessen?
Und ist es bei einem 9 Monate alten Hund nicht möglich, dass er einfach keinen Bock hat angeleint zu werden und deshalb mal probiert, was er so anstellen kann um das zu umgehen? Also einfach frech ist? Oder ist das zu menschlich gedacht?
-
Zitat
Ähm, mal blöd gefragt: Was machste denn stattdessen?
Und ist es bei einem 9 Monate alten Hund nicht möglich, dass er einfach keinen Bock hat angeleint zu werden und deshalb mal probiert, was er so anstellen kann um das zu umgehen? Also einfach frech ist? Oder ist das zu menschlich gedacht?
nee nee....das ist nicht zu menschlich gedacht. Es kann durchaus sein, dass es dem werten Herrn (oder Dame) in der Tat zu doof wird, ruhig an der Leine zu laufen. Dann probiert er rum, wie er aus der Situation herauskommen kann.

Ganz wichtig - hier sollte der HH Zeit haben. Erziehung eines Hundes geschieht nicht zwischen "Tür und Angel" bzw. "mal so eben nebenbei" aber das wissen ja eh die meisten hier.
Das Gute an der Sache ist ja, dass der Hund probiert, welches Verhalten ihn an "sein" Ziel bringt. Er geht zurück, er zieht, er legt sich hin, er springt herum oder oder oder.....und genau das kann ich für mich nutzen.
Irgendwann wird er - natürlich nicht wissend sondern eher per Zufall - genau das tun, was ich eigentlich von ihm wollte. Und genau DA muss ich ansetzen. Zeigt er ungebührliches Verhalten, bekommt mein Hund max. 2 Ansagen, danach ignoriere ich meinen Hund bis er eben das Verhalten zeigt, was ich wünsche. In diesem Moment muss ich schnell sein und ihn bestätigen - clickern ist hier z.Bsp. sehr gut geeignet. Andere gehen da noch weiter und ignorieren den Hund sofort und bestätigen ihn nur, wenn er richtig reagiert. Aber ich finde, ich sollte ruhig auch verbal mit meinem Hund kommunizieren können, denn er könnte ja später auch einmal erblinden - was dann?
So lernt der Hund durch positive Bestärkung, was ich von ihm möchte und er wird lernen, dass, wenn er angeleint ist und ich stehenbleibe - mein Wunsch es ist, dass er sich neben mich setzt und wartet.
Aber das braucht Zeit und vor allem....Geduld. Denn natürlich wird der Hund es nicht sofort verstehen und zumindest in der Anfangsphase wird er noch probieren, ehe er einen Treffer landet.
Deswegen schrieb ich zu Anfang, dass das nicht "mal eben so nebenher" machbar ist. Wenn ich morgens pünktlich zur Arbeit muss, kann ich mich nicht stundenlang mit meinem Hund befassen. Wie erkläre ich das meinem Chef?? Dann stecke ich in der Zwickmühle und muss entscheiden was jetzt wichtiger ist, wobei klar sein dürfte, wie wir uns da entscheiden, oder? Wir brechen die Hundeerziehung an dieser Stelle ab und lassen ihn "gewinnen". Hund hat seinen Frieden und ich komme pünktlich zu meiner Arbeit - aber im Grunde nach völlig verkehrt, denn so bekomme ich das Problem nicht aus der Welt.
Ich hatte es demnach so eingerichtet, dass morgens derjenige mit dem Hund ging, der mehr Zeit hatte. Meist war ich es, ich bin dann einfach zeitgleich mit meiner Frau aufgestanden, obwohl ich noch eine Stunde länger hätte schlafen können und habe mir diesen Zeitvorteil zu Nutze gemacht und bin mit Indy gegangen.
Bei mir hat dieses Zeitfenster gereicht, um nicht aus den Übungen herausgehen zu müssen ohne den gewünschten Effekt zu haben.
Abends war's einfacher, der Tag war gelaufen, man musste nirgends mehr hin, also war es egal, wie widerspenstig der Hund wurde (oder auch nicht).
Was aber noch sehr wichtig ist......findet eine Gemeinsamkeit zwischen Hund und Mensch, die beiden Seiten richtig Freude bringt. Es fördert die Bindung ungemein und wer zu seinem Hund eine gute Bindung hat, dem folgt der Hund auch gerne ;-)
Natürlich kann das kein allgemeines Vorgehen bei der Welpenerziehung sein bzw. bei Junghunden. Das ist von Hund zu Hund und Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei uns hat es sehr gut funktioniert und ich werde es bei meinem nächsten Hund sicherlich wieder anwenden. Wenn es klappt - wunderbar. Wenn nicht, muss ich mich eben auf die neue Aufgabe einstellen. Trotzdem denke ich, dass das wichtigste bei der Hundeerziehung die Geduld und Konsequenz des Menschen ist. Wer sich erhofft, hier im Schnellverfahren einen perfekt erzogenen Hund zu erhalten, wird sich wundern.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!