Kreischen, Schreien, Quieken... Ist mein Hund ein Schwein??
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eventuell ist genau das ding "erst spielen, dann arbeiten" eine mitursache für die leinenaggression. dein hund lernt schon in der hundeschule, dass er die fremden hunde sieht und sofort selbst entscheiden kann, ob er kontakten darf oder nicht. das er damit überfordert ist, zeigt er sehr deutlich, indem er an dir klebt, während alle rennen.
wieviel hunde laufen denn gleichzeitig auf dem platz?
wie wird das spiel von den trainern gelenkt?
wie werden rennspiele überwacht?er ist quasi darauf konditioniert, hunde zu sehen und in die erregung zu gehen und so wie es aussieht, ist er damit massiv überfordert und auch sozial unsicher. die hunde haben gelernt "ach, da sind hunde, leinen los, rein ins getümmel. ganz egal, ob ich will oder nicht." mitschuld ist hier mit hoher wahrscheinlich der aufbau der hundeschulstunden. hätte er stattdessen gelernt, dass erst einmal nebeneinander gearbeitet wird und dann geschaut wird, wer mit wem in den freilauf darf, würde eine viel größere frustrationstoleranz und auch viel weniger stress bei hundebegegnungen entstehen, weil die hunde lernen "ach, da kommt ein hund. ich mach erst mal was mit frauchen, mal gucken." wie liefen die welpenstunden ab?
hinzu kommt: die hunde kommen unausgepowert in den freilauf und ich wage zu bezweifeln, dass das spiel hier immer ruhig und vernünftig abläuft.
dein hund zeigt dir eigentlich sehr deutlich, dass er dieses wilde durcheinander nicht schätzt.ich fände es wichtig, dass du deine maus trotzdem kontakten lässt. allerdings nach regeln: sie darf erst zum gegenüber, wenn sie mindestens 1x ruhig an ihm vorbeigelaufen ist, dir aufmerksamkeit geschenkt hat und entspannt ist. vorher gibt es keinen kontakt. d.h. du musst dich mit den besitzern absprechen :)
ich würde sie für ein ruhiges anschauen des anderen hundes belohnen (zeigen und benennen, aufpassen: ruhig und in langen worten/ganzen sätzen loben, nicht quietschen), würde aber jegliches hochfahren mit einem deutlichen abbruchsignal unterbinden, bevor sie dir durchknallt.
wie lastest du deinen hund aus?
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Nach deinen Regeln könnte ich sie dann aber leider gar nicht kontakten lassen, da es bei ihr keine ruhige Begegnung mit Hunden gibt, das ist ja teilweise mein Problem. Sie beachtet mich gar nicht. Wie würde dein Abbruchsognal denn aussehen?
Wie ich sie auslaste? Also körperlich natürlich tägliches Gassigehen mit möglichst viel Spiel und Action, so dass sie sich im Freilauf noch für mich interessiert
Ich wohne in der Eifel und habe überall verlassene Wälder und Wiesen... Freilauf ist kein Problem, sie lässt sich wunderbar abrufen. Deshalb kann sie sich immer richtig schön austoben. Aber sie ist halt ein Aussi und richtiges Ausroben gibt es bei ihr nicht... Sie kann stundenlang rennen und ist immernoch nicht ko.
Deshalb versuche ich sie auch geistig auszulasten mit Apportierspielen draußen, und drinnen Suchspiele (liebt sie), und Tricks beibringen. Ich habe angefangen mit ihr Fahradfahren zu üben, da ich nach meinem Abi wahrscheinlich in eine Stadt ziehe (Oktober). Aber da habe ich wieder das Problem: Ich traue mich nur an ungestörten Orten zu fahren, da sie mich andernfalls bei einem anderen Hund vom Fahrrad ziehen würde. Sie verbaut sich selbst ihr Glück aber dass es dazu kam, bin ich natürlich Schuld :/ deshalb will ich ja auch dran arbeiten, weiß nur immernoch nicht wie...
Also würd mich wirklich interessieren, ob es irgendwelche bestimmte Übungen für die Frustrationstoleranz gibt... -
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Danke für die Antworten
Ja mein Hund darf in der Hundeschule spielen. Warum?Lucanouk hat es bereits beantwortet.
Neben das, was Luca geschrieben hat, sehe ich Spielstunden aus einem weiteren Grund kritisch an: Den jungen Hunden wird aberzogen, die Individualdistanz eines fremden Hundes einzuhalten. Distanzloses Verhalten ist eine Begleiterscheinung, die der Halter seinem Hund dann wieder aberziehen muß- eine weitere Baustelle, die nicht hätte sein müssen.
Ich finde es super wichtig, gerade was dieses junge Gemüse betrifft- ihnen den Kontakt zu erwachsenen, souveränen Hunden zu ermöglichen, von denen sie etwas lernen. Junge Hunde untereinander lernen nicht viel voneinander, wildes Gerenne ist eher kontra produktiv (das habe ich in einigen Spielstunden erlebt, die ich als Gast besucht habe)- je mehr Energie freigesetzt wird, bei so einer Spielstunde (wildes Rumgerenne) desto mehr sind die jungen Hunde auf 180 und pushen sich. Einige Hunde befinden sich dann schon in so einer "Erwartungshaltung" und schrauben sich vor der Spielstunde bereits hoch, da sie wissen- gleich gehts los- leinen los und ab die Post. Und dann sollen sie sich noch auf den Unterricht konzentrieren oder auf den Hundeführer, wenn sie einen anderen Hund sehen? Nun ja, schwierig.ZitatIn der HuSchu: Erst dürfen alle Hunde auf dem HuPla spielen, dabei ist Cookie zwar verträglich aber sehr zurückhaltend... Sie klabt meistens an mir. Dann fängt die Arbeit an, also typische Gehorsamsübungen.
Gewährst Du Ihr Schutz vor den anderen Hunden, wenn sie darum bittet?
Ansonsten könnte sie lernen, sich um alles kümmern zu müssen, obwohl sie dafür keine Kompetenz hat.
Sie wird dann evtl eher Tendenzen zeigen, nach vorne gehen zu müssen. (Eine weitere Baustelle).
Hätte ich so einen "unsicheren" Kandidaten, würde ich mit ihm nicht solche Spielstunden besuchen.
Dann lieber ruhige Kontakte außerhalb des Hundeplatzes, mit erwachsenen Hunden.Zum Punkt mit der Auslastung, probier mal, das ruhige mit ihr weiter zu machen, Nasenarbeit, nach etwas suchen, alle Spiele, die sich vom Hund weg bewegen (Hetzen, Ballwerfen), das würde ich sein lassen. Evtl wäre die Dummyarbeit etwas für Euch, denn hier muß sich der Hund SEHR beherrschen und auf die Anweisungen des Hundeführers achten. Und das macht KO, wenn man sich Dinge merken muß und die Nase einsetzt und auf die Anweisungen des HF achten muß. Außerdem würde ich darauf achten, dass der Hund auf einem ruhigen Level bleibt, kein wildes Gerenne, immer ruhiges Agieren von der Maus, bei allem was sie macht und ganz viel Ruhe. Sobald ihr zu Hause ankommt- Ruhe.

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Zitat
Nach deinen Regeln könnte ich sie dann aber leider gar nicht kontakten lassen, da es bei ihr keine ruhige Begegnung mit Hunden gibt, das ist ja teilweise mein Problem. Sie beachtet mich gar nicht. Wie würde dein Abbruchsognal denn aussehen?
Das Ding ist erst einmal, dass Du schauen solltest- wann ist die Maus noch ansprechbar- in welchen Abstand zum Fremdhund bleibt sie ruhig? Eine Möglichkeit wäre (neben dem Abbruch Kommando), ihr erst mal beizubringen, angemessen mit Fremdhunden in Kontakt zu treten. Eine Möglichkeit, die ich kenne, die aber etwas länger dauern kann, ist: in großzügigen Abständen zum Fremdhund zu beginnen, in denen sie ansprechbar bleibt (das sind in der Regel, je nach Hund 15-20 Meter). Wenn Du den Fremdhund siehst, bleibe stehen und schaue zum Fremdreiz hin. Lass Deine Hündin in aller Ruhe diesen Fremdreiz beobachten und für ruhiges gucken belohnst Du sie dann (Körperkontakt, sanftes streichen an der Seite, die sie Dir zuwendet). Erst einmal kann sie Dir Fremdreize anzeigen und wird dafür belohnt.
Bei direkten Begegnungen, wäre es eine Möglichkeit, die Maus auf der abgewandten Körperseite zu führen, so dass Dich Dein Körper zwischen ihr und dem Außenreiz befindet. Um mehr Ruhe in Hundebegegnungen an der leine zu bekommen, könnte man sich weit außen am Rand stellen, der Hund sitzt hinter einem und man steht türsteher-mäßig zum Fremdreiz hin und beobachtet diesen. Der Hund hat den menschlichen Körper als Schutz vor sich und kann entspannen, außerdem bekommt er die Möglichkeit zum ruhigen Beobachten. Du kannst aus dieser Position heraus Fremdreize "regeln", Dich mit Besitzern absprechen- wie die nächste Vorgehensweise aussieht oder ungestüme Hunde blocken.
Die nächsten Schritte könnten so aussehen, dass Du mit ihr einen leichten Bogen läufst, um den Fremdhund herum und sie nicht die Möglichkeit erhält, frontal auf den Hund zuzupreschen. So lernt sie, sich vernünftig anzunähern und kann durch genaues Beobachten erkennen, ob der Hund überhaupt Kontakt zu ihr haben möchte oder nicht. Wenn nicht, dann würde ich mit ihr an dem Hund vorbeigehen und sie dafür loben. Möchte sie keinen Kontakt mit diesem Hund aufnehmen, würde ich das ebenfalls respektieren.
Um eine bessere Bindung gerade bei dem "Leinengewurschtel" herzustellen, gibt es eine tolle Vorgehensweise, die sich "Tango an der Leine nennt" und die ich gerne weiterempfehle. Sie baut auf ruhigen Umgang mit dem Hund auf und man erhöht mit viel Ruhe und Gelassenheit neben der Bindung zum Hund- den Führanspruch, wobei individuell auf das Mensch-Hund Team eingegangen wird. Ein Vorteil den man daraus hat- gerade schwierige Begegnungen (wenn der Hund zur Leinenaggro neigt) lassen sich einfacher bewältigen. (Man arbeitet viel über Körpersprache).
Zum Abbruchkommando:
Es gibt verschiedene Methoden, um einen Abbruch herbeizuführen. In der Regel sind Abbruch Kommandos negativ belegt- dem Hund wird es "unangenehm" gemacht und wenn er sich "richtig" verhält, wird er dafür belohnt. Wichtig ist, egal wie das Abbruch Kommando aussieht, den Hund zu zeigen, wie er es "richtig" machen kann, man möchte ja schließlich, dass ein Lernen stattfindet. Ansonsten deckelt man den Hund nur, trotz allem weiß er nicht, wie er es "richtig" machen soll.
Ich möchte im Anschluß noch erwähnen, dass es immer ein Vorteil ist, wenn man einen Trainer hinzuzieht, der einen unter die Arme greift, wenn Probleme bestehen. Alle Ratschläge ersetzen in dem Fall keinen kompetenten Trainer und solltest Du Dich damit sicherer fühlen, dann zieh bitte einen hinzu. Mein Fehler war es damals, dies nicht getan zu haben und alles auf eigene Faust regeln zu müssen. Man lernt dadurch zwar, aber man hätte es leichter haben können.

Ich wünsche Euch viel Erfolg.
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mein rocco ist auch son ein XXL-meerschweinchen...
de rkann sich auch reinsteigern in sitationen , weia, und er ist dann auch kaum zu zähmen und zu beruhigen
die ultimative lösungg? her dmait -
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Wie sieht denn so ein "Leientango" aus? Habs gegoogelt und nich gefunden. Auch hier im Forum nicht

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Und wie das Dummytraining?
Also wie baut man das auf?
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Hier im Forum kannst Du Dich gut übers Dummytraining informieren (Dummyarbeit), Du erhälst viele Infos. Wir haben es mit symbolen aufgebaut. Im Freien habe ich meine Tasche als Symbol genommen- hier sollte mein Hund warten und ruhiges zuschauen lernen. Auf die Tasche habe ich Leckerlies gestreut, die mein Hund fraß, während ich mich entfernt hatte (vorher belkam er die Anweisung, dort zu warten). Wollte er den Bereich um die Tasche verlassen, bin ich auf ihn zu gegangen und habe ihn körpersprachlich und verbal über "nein" gestoppt. Nahm er sich zurück und setzte sich wieder hin, wurde er sofort gelobt und hat seine heiß geliebten leckerchen bekommen. Relativ schnell lernte er, an meiner Tasche sitzen zu bleiben und zu beobachten, was ich da überhaupt tat. Er ist beim Arbeiten ein kleinere hitzkopf und will am liebsten 3 Dinge auf einmal machen.
Im nächsten Schritt baute ich das erste Mal die Dummys ein. Ich ging mit einem Dummy los, mein Hund hatte vorher das Kommando "sitz" bekommen und legte die Dummys aus. ich ging immer wieder zu ihm zurück, um ihn für das ruhige Sitzen zu loben. Damit das ruhige warten gefestigt wurde, sammelte ich nach dem Auslegen der Dummys alle wieder ein und brachte sie zum Sammelplatz (unsere Tasche). Mein Hund ist stark auf beute fixiert und für ihn war das neu, dass er das Dummy nicht ins Maul nehmen durfte, da musste er sich arg zusammenreißen. Beute neben ihn abzulegen, das war früher undenkbar

Als das klappte, steigerte ich das Ganze, indem ich mich ein paar meter vor ihm stellte und ihn aus den Augenwinkel beobachtete und ein Dummy ein paar Meter warf. Aus dieser position konnte ich ihn notfalls stoppen, falls er aufspringen wollte. Auch hier durfte er eine sehr lange Zeit das Dummy nicht holen, alle Gegenstände sammelte ich ein und brachte diese zu unserem sammelplatz.
Im Nächsten Schritt stellte ich mich direkt neben ihn und warf die Dummys. Mit einer geste, die in Richtung Dummy zeigte, schickte ich ihn das erste Mal zum bringen. Er lief auf direkten Weg hin und brachte das Dummy zum Sammelplatz. Im Tausch für das Dummy bekam er seine Leckerlies.
Was man nicht vergessen sollte, in die Richtung, in die man das Dummy wirft, muß bzw sollte man den Hund ausrichten, damit er sich die Stelle merken kann.
Heute variiere ich die Dummyarbeit: Entweder lege ich Dummys aus, verstecke sie, buddel ein Dummy ein oder werfe. Aktuell hänge ich auch mal ein Dummy in einen Baum (mit einem Seil), mein Hund muß erst an dem Seil ziehen um an das Dummy zu kommen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Ich werde für uns ein Dummy in Entenform bestellen, womit man am Wasser arbeiten kann, leider sind die gegenstände, die ich momentan habe, nicht dafür geeignet.Dummyarbeit ist Kopf, Nasen sowie Merkarbeit. Ich bin total begeistert vom Dummytraining. Wenn Du einen Verein in deiner Nähe hast, bei dem Dummyarbeit angeboten wird, würde ich darauf zurück greifen und mir das dort beibringen lassen. Das Dummytraining ist wieder so eine Sache, die ich auf eigene Faust mache. Ob der Aufbau richtig war oder wir nach Vorgabe üben, kann daher niemand sagen.

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Okay ich werd mich mal umhören.
Und wienist das mit dem Leinentango? Hört sich echt interessant an!
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