Gemäßigtes Verhalten anstatt Abbruch

  • Unser Rüde heißt mittlerweile ein Blödi auf Speed!

    Das was du schreibst könnte unser Rüde sein. Unsere Hündin ist zwar ruhiger passt sich aber oft seinem Verhalten an. Anfangs dachte ich es hilft ihm etwas ruhiger zu werden aber leider nicht.

    Spiel mit anderen Hunden breche ich sehr oft ab. Lasse ihn ein Moment bei mir sitzen dann gibt es wieder das Ok. Wenn es zu viele Hunde werden oder er es nicht mehr schafft runter zu kommen ist halt ganz Schluss bis wir wieder laufen.

    Impuls Kontrolle ist ein schwieriges Thema ich habe das Gefühl wir kommen gar nicht weiter. Wir stehen das letzte Jahr immer wieder am selben Punkt.

    Aber mir ist es lieber das Kleinigkeiten sitzen als wenn gar nichts läuft.

    Übungen ist es ähnlich. Doch bin ich schnell gefrustet und breche dann lieber ab. Bis ich wieder Ruhe habe.

    Dann gibt es ein falsch und ein richtig. Ich sage auch falsch und zum Schluss fertig.

    !!!Handy getipselt!!!

  • Maus1970
    Das Thema Spielpausen habe ich auch als erstes probiert und ab und zu bringt es was, aber es hat nicht die Wirkung auf Wuki wie es bei anderen Hunden klappt. Es kommt auch wirklich auf die Hunde an und ganz entscheidend: ob ich mit einer Gruppe Hunde zu einem Spaziergang starte oder ob ich unterwegs zufällig großen Hundegruppen begegne. Wenn die Gruppe nicht zu uns gehört gibt es kaum Probleme, Wuki verhält sich da eher zurückhaltend und devot.
    Wenn ich aber mit einer Hundegruppe starte, dann ist Wuki voller Vorfreude und daher schon mal ein wenig aufgeregter als sonst. Sie fordert zum Spielen auf und wird aufgeforder, alles ganz normal und typisch Entlebucher laut :headbash: Wenn dann Hunde dabei sind, die sich sehr dynamisch bewegen, sich etwas unkontrolliert verhalten, also von der Gruppe zu weit entfernen oder sich ganz offensichtlich nicht so sehr an der Gruppe orientieren, dann wieder recht rumpelig in die Gruppe rennen also schlichtweg Unruhe stiften, dann kann Wuki sich nur sehr sehr schwer beherrschen. Zum einen will sie solche Hunde dichter an dir Gruppe treiben (wird aber nicht ernst genommen :roll: ), also den Hund kontrollieren, dann will sie aber auch gerne ein Rennspiel machen, dann wieder mit Gebell maßregeln weil Jemand zu ruppig spielt usw. Das wäre auch nicht so problematisch wenn sie dabei nicht selbst total aufdrehen würde. Sie ist etwas übereifrig dabei, total auf Spannung, jede schnelle Bewegung von so einem Hund löst in ihr sofort eine körperliche Reaktion aus, sprich sie will da hinter her. Wenn ich sie dann aufhalte wird es laut :hust:

    Die Spielpause kann also bei bestimmten Hundegruppen problemlos sein, bei manchen schwierig. Sich vom Reiz entfernen klappt natürlich auch immer, aber manchmal geht das nicht.

    Es schwankt also zwischen Spaß und Streß. Wenn die Hundegruppe ausgeglichen ist, ist auch Wuki gemäßigter. Sie ist zwar auch aufgeregter als allein, weil es ihr einfach großen Spaß macht, aber es ist positive Aufregung. Wenn ein anderer souveräner Hund Wuki in ihrem Spiel/Aktion maßregelt akzeptiert sie das und kann auch etwas runter fahren.


    helleschatten
    Einen Fotothread hab ich noch nicht. Mal sehen ob ich das noch mache. Und bei einem 4-monate alten Hund würde ich das Verhalten beobachten und wenn sie Dir zu sehr auf fremde Hund losstürmt würde ich die Schleppleine dran machen und drauftreten/festhalten wenn sie losspringen will. Wenn gemäßigt begrüßt würd ich sie loben.

    pekin
    Ach ja ein Leidensgenosse. Bei uns klappt ja sonst vieles wirklich toll..... Naja, ich merke z.B. auch, dass wenn ich gestresst bin über mehrere Wochen, Wuki dann auch ungehaltener wird und schneller gefrustet ist. Immer diese Sensibelchen :roll: Ich werde natürlich weiter machen und einiges doch noch mal langsamer aufbauen und in kleineren Schritten üben. Vielleicht klappt es dann besser. Es gibt auch im Sommer irgendwann ein Seminar "Training mit impulsiven Hunden" das werde ich mal besuchen mit meinem Zippelzappel (die übrigens auch anders kann: in der Uni wenn ich eine Vortrag halten muss zwischen 50 Menschen liegen und schnarchen)

  • Zitat


    helleschatten
    Einen Fotothread hab ich noch nicht. Mal sehen ob ich das noch mache. Und bei einem 4-monate alten Hund würde ich das Verhalten beobachten und wenn sie Dir zu sehr auf fremde Hund losstürmt würde ich die Schleppleine dran machen und drauftreten/festhalten wenn sie losspringen will. Wenn gemäßigt begrüßt würd ich sie loben.

    Der Witz ist- ich lasse sie ja nicht ohne Absprache etc an Hunde. Aber sie ist so ungestüm, dass sie sogar AN der Leine AUF die anderen Hunde hüpft, wenn die zu nahe kommen. Und hier sind es leider die meisten, die Hundebegegnungen an der Leine nicht schlimm finden! :???:
    Sie wird halt irgendwann mal von irgendeinem eine fangen, fürchte ich. Der Nachbarshund hat sie einfach mal verbellt als sie ihm zu wild wurde- der wird mit gehörigen Respekt begrüßt. :D

    Aber Biiiiiiiiiiiiiiitte :gott: einen Fotothread. Ich liebe diese Rasse! Bitte.

    Bitte. *liebguck*

  • Zitat

    Ich denke, dass das, was Du als Spiel betrachtest, keins ist. Ich würde mit ihr üben, dass sie lernt an der Leine zu laufen, wenn andere Hunde rennen.

    Es kippt von einem normalen Spiel zu impulsivem Kontrollverhalten. Es gibt richtiges Spiel auf einer Stelle, es gibt Rennspiele die wirkliche Rennspiele sind und es gibt kontrollierendes Verhalten was natürlich auch im Rennen stattfindet aber wie Du schon sagst, natürlich kein Spiel ist.

    Das mit der Leine habe ich auch schon geübt (und das Training dann etwas schleifen lassen). Wenn ich mit ihr vorne in der Gruppe laufe ist es für sie erträglich und bei gesitteten Hunden problemlos. Bei dynamischen Hunden logischerweise schwieriger. Wenn ich hinter der Gruppe bzw. am Ende gehe ist es für sie am schwersten. Ist ja auch nachvollziehbar bei ihrem Verhalten.

    Meinst Du das gesittete an der Leine laufen bei dynamischen Reizen führt dann letztendlich dazu, das sie gemäßigter wird, entspannter und nicht mehr so kontrollierend?

  • Wenn Du das solange übst bis sie entspannt am Wegesrand schnuppert, dann kommst Du dahin wo Du hin willst. Solange jeder Bewegungsreiz der anderen Hunde dazu führt, dass sie mitrennen "muss", ist es eher kein Spiel.

  • Bin ich ganz bei Flying und habe Lils so auch in ein "ruhigeres Verhalten" bekommen

    Sie spielt jetzt auch deutlich mehr, früher sah es so n bisschen nach Spiel aus war aber eher ein "Ich lass jetzt mal gewaltig die Assikuh raus" mit gejauchze Bilderbuchmobben Kontrollverhalten ... Ach und völliger "Erziehungsverlust" an der Leine
    Dann gabs in erster Instanz das Leinentraining und in zweiter Instanz ein kurzes rausnehmen wenn das Spiel kippte mit dem "Abbruchkommando" das es auch nur in der Situation gab

    Wenn sie jetzt noch in dieses Kontrolettimobberverhalten fällt reicht ein verbaler Abbruch ( lasseeeeet) und ist wieder gut

  • flying-paws: Ja das klingt einleuchtend. Dann werde ich das wieder angehen und erst aus etwas erträglicherer Distanz üben und dann langsam steigern. Bzw. erst mit Fremdhunden, dann in einer Gruppe mit "Langweilern" und dann auch hier steigern. Danke!

    Buddy-Joy: Bei Wuki ist es v.a. Kontrollieren weniger mobben. Sie ist zwar mitunter laut aber kaum körperlich massiv. Ganz ehrlich nimmt sie auch keiner der anderen Hunde in diesen Momenten für voll. War der "Erziehungsverlust" an der Leine nur temporär, also in diesen Situationen oder neigte Lils allgemein zu Leinenpöbelei?

  • Zitat

    flying-paws: Ja das klingt einleuchtend. Dann werde ich das wieder angehen und erst aus etwas erträglicherer Distanz üben und dann langsam steigern. Bzw. erst mit Fremdhunden, dann in einer Gruppe mit "Langweilern" und dann auch hier steigern. Danke!

    Buddy-Joy: Bei Wuki ist es v.a. Kontrollieren weniger mobben. Sie ist zwar mitunter laut aber kaum körperlich massiv. Ganz ehrlich nimmt sie auch keiner der anderen Hunde in diesen Momenten für voll. War der "Erziehungsverlust" an der Leine nur temporär, also in diesen Situationen oder neigte Lils allgemein zu Leinenpöbelei?


    Nein ich hab sie direkt von Anfang an recht gut Leinenführig gemacht, einfach weil ich ja mit 4-5 Hunden gleichzeitig laufe und ich hänge so ungemein an meinen Schultern :lol: Leinenpöbeln an sich war auch nur ein kurzes Problem kurz nach der Übernahme
    Bei hr wars wirklich so, waren wir z.B. mit ihrem Lieblingskumpel unterwegs oder in ner Gruppe ( ohne meine anderen Hunde) führte das zu völliger Erziehungsamnesie, dabei zeigte sie eigentlich fast das gleiche Verhalten was Du Beschreibst
    Vorne gehen und ich hatte nen halbwegs netten Hund, hinten gehen totaler Verlust von Frustationstolleranz und Leinenführigkeit

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