Extreme Panik nach Einzug des Welpen

  • Hm - ich kann das mit der Panik ja eh nie nachvollziehen, sowas kenn ich gar net. Ich wollte immer nen Welpen, und hab einen geholt damals - und als sie dann da war, war ich einfach nur glücklich. Ich wußte, es muß bald klappen mit dem Alleinbleiben (hatte also schon etwas hausgemachten Druck, weil ich ja wieder arbeiten gehen mußte nach der ersten Zeit), aber ich wußte, wenn ich konsequent dranbleibe, wird das schon - es konnte also gar net schiefgehen, weil ichs net zugelassen hätte *gg

    Aber ich kann mir schon vorstellen, daß es einen mal packt, wenn man auf einmal das Bündelchen da hat und sich bewußt wird, was für eine Verantwortung für das kleine Wesen man da auf sich genommen hat. Aber wie schon hier so schön geschrieben - ein Welpe verzeiht so manchen Fehler des Menschen, man wächst im Laufe der Zeit zusammen, und lernt sich doch erst gegenseitig kennen.

    Wenns Dich ganz heftig packt, schnapp Dir doch den Zwerg und geh ne Runde raus, schau ihm doch einfach zu, wie begeistert er die Welt entdeckt, auf Neues spielerisch zugeht, und versuch mal, Dich ganz bewußt an dieser fast schon kindlichen Neugier und fröhlich-unbeschwerten Art des Kleinen zu erfreuen. Man verlernt als heranwachsender Mensch doch recht schnell, sich über Kleinkram zu freuen - ein Blümchen am Wegrand (das das Welpchen begeistert abschnuppert), frisch gemähtes Gras (das so herrlich duftet, und in dem Hund sich wälzen kann), oder einfach das "schöne weiße Zeugs", das momentan auf allen Wiesen rumliegt und vom Hund begeistert erkundet wird. Ich find immer, davon kann man sich in Sachen Lebensfreude ganz viel abschneiden, und vergißt dabei so manchen Kummer.... ;-)

    Laß es langsam angehen - es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, in einem Jahr wirst wahrscheinlich drüber lachen - sei es, weil alles inzwischen easy läuft, oder (eher) weil er grad noch heftigst pubertiert und Du Dir die unbeschwerte Welpenzeit zurück wünschst *gg

    Ansonsten würde ich überlegen, wem ich den Kleinen mal für nen Nachmittag anvertrauen könnte, sodaß Du auch mal mit dem Freund alleine was unternehmen kannst. und zwar von Dir aus - das zeigt ihm, daß Du in Gedanken bei ihm bist, auch wenn der Welpe erst mal viel Arbeit macht, und daß Du weiterhin Interesse hast an Eurer Beziehung, sie nicht schleifen läßt. Und dir wird´s auch mal gut tun, nen Nachmittag ohne Pfützchen-Putzen zu erleben, dann geht man die nächsten Pfützen schon wieder viel gelassener an *gg

    Glaub mir: irgendwann ist diese schöne, aber auch anstrengende Welpenzeit auch zu Ende - bisher wurde ncoh jeder Hund erwachsen.....

    Ihr schafft das schon, Ihr drei!

    PS: Biene ist auch mit der Box nachts groß geworden in den ersten wenigen Wochen - und sie hat´s gut überlebt. Habs genauso gemacht wie Du: Hand reinhängen lassen, wenn sie gefiept hat, damit sie sich net allein gefühlt hat, nachdem sie ja vorher noch ihre ganzen Geschwister und Mutter hatte im alten Zuhause, und dann hat sie sich auch schön beruhigt. Das war nur 2-3 Nächte notwendig, dann war das ok, und sie ging abends auch weitrhin gern in die Box zum Schlafen. Die fühlen sich da sicherlich nicht alleingelassen - haben doch schließlich ihr Näschen, um zu riechen, daß Du in unmittelbarer Nähe liegst!

  • Hahaha wenn ich an die erste Woche mit Lalit zurückdenke... Ich war ständig hin und her gerissen zwischen Freude über den Zwerg und Panik, daß ich was falsch mache und ihn aus Versehen "kaputt" mache und dem Gefühl, daß ich möchte, daß alles wird wie vorher und ich wieder meine Ruhe habe...
    Ich habe etwas länger gebraucht bis er wirklich bei mir angekommen ist.
    Die Strategie mit der Box in der Nacht ist für mich Käse. Sie hat uns nur unnötig eine schlaflose Nacht beschert bevor ich ihn zu uns ins Bett genommen habe. Dann war er ruhig und ich auch, und er hat auch schon in der 2. Woche durchgeschlafen!
    Ich glaube die beste Strategie ist wirklich, tief durchzuatmen und alles etwas gelassener zu nehmen. Die Anfangsschwierigkeiten gehen vorbei und alles pendelt sich ein. Bald ist der Hund die Normalität und auch nicht mehr wegzudenken.

  • Hi,

    hol dir ne Kennel-Box. Die kannst Du auch als Transportbox im Auto verwenden.

    Das ist wie eine sichere Höhle. Dort ist er sicher und kann nicht rauskrabbeln und Du kannst relaxed schlafen und entspannen. Mach auch kein großes Gedöhns um die Box sondern mach es einfach zu etwas ganz selbstverständlichem.

    Je weniger Aufsehen Du darum machst desto lockererwird der Welpling das annehmen.

    Liebe Grüße
    Alexandra

  • Ich denke auch Du solltest versuchen Dich etwas zu entspannen. Zumal es vermutlich noch häufiger Situationen geben wir, wo Du Dich etwas überfordert fühlst und mit denen Du dann umgehen musst (die Rasse-Komination ist ja auch nicht ganz ohne ...).

  • Das stimmt, die Rassekombi ist auch eine Herausforderung... merke jetzt schon den Beagle, immer die Nase in der Luft und wenn es was zu fressen gibt, dann könnte man meinen, er musste davor ewiiiig hungern.... ;) Der Shepherd zeigt sich in der schnellen Auffassunsgabe und dem Wunsch, zu gefallen, er versteht meist ziemlich schnell, was man möchte. Er ist recht sensibel und vorsichtig, gerade draußen, hat zuvor fast nur die Wohnung kennengelernt. Er ist eh toll, ich mache in wohl den meisten Stress mit meinen vorgefertigten Erwartungen....

  • Ich hatte genau das gleich Problem und beim Einzug des Zweithundes direkt nochmal aber dafür doppelt so intensiv :lol: Manche Leute neigen eben mehr zum "Blues" und zur "Panik" und andere weniger.

    Das mit der Box ist meiner Meinung nach keine so schlechte Idee, meine Welpen haben beide in einem Stoffkennel geschlafen. Die Boxen waren schön mit alten Decken, Kissen und ggf. auch mit einem getragenen T-Shirt von Frauchen ausgestattet. Der Rüde hat in der dritten Nacht schon durch geschlafen aber die Hündin musste lange Nachts raus. Ich konnte sie dann auch nicht direkt in die Box zurück setzen sondern habe einfach noch ein paar Minuten bei wenig Licht mit ihr gekuschelt bis sie wieder schläfrig geworden ist. Danach ist sie dann freiwillig wieder in ihr "Bett" gegangen zum weiter schlafen.

    Versuch dich mehr auf das Jetzt zu konzentrieren als auf übertriebene Erwartungshaltungen. Kein Hund ist perfekt und jeder entwickelt normalerweise seine ganz eigenen Macken. An einigen arbeitet man und andere bleiben erhalten, weil sie nicht stören. Da kommen noch vieeeele Momente auf dich zu wo du dich fragen wirst warum du dir überhaupt einen Hund angeschafft hast... das erste Knurren wenn er was leckeres zu Kauen hat ... das erste Abhauen .. das erste matschverschmiert am Passanten hoch springen .. das erste zerbissenen Handykabel, Fernbedienung usw. ... die ganze Pubertät wo sie sowieso unausstehlich sind ... die erste Prügelei auf der Hundewiese .. das kann endlos so weiter gehen. ;)

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