Westie Rüde begrüsst mich nach der Arbeit komisch und knurrt

  • Hallo,

    wir haben seit 6 Jahren einen Westhighland White Terrier ( Rüde, unkastriert ) und meine Frau ist schwanger.

    "Früher" kam der Hund mit mir zur Arbeit und meine Frau arbeitete auch.

    Nun ist es seit einigen Monaten so, dass der Hund bei meiner Frau zuhause bleibt und wenn ich abends komme, gibt es kein "getanze" mehr, sondern einige komische Laute, die sich nicht nach Freude anhören.

    Ansonsten ist er mir gegenüber "normal" ( "Geleitschutz" hin und zurück von der Küche ins Wohnzimmer, wenn was auf dem Teller liegt ) inkl. großen "Kulleraugen" etc... Beim Gassi gehen hört er eigentlich auch ( Terrier typisch halt )..

    Heute früh wollte ich ihn hochheben und plötzlich knurrte er mich an, vor ein paar Tagen habe ich ihn gestreichelt und er hat kurz geknurrt....

    Ich denke mal, dass er ein "Rangproblem" hat und quasi an meinem Stuhl sägt.

    Das Baby kommt in 8 Wochen circa und da ist ja wieder ein "Rang" mehr bzw ein weiterer Vorgesetzter für den Hund da.

    Heute früh gab es das Frühstück aus meiner Hand......was sollen wir noch machen? Couch und Bettverbot, Füttern aus der Hand?

  • Kann sein, dass sein Verhalten mit der neuen Situation zusammen hängt. Aber zunächst würde ich ihn gesundheitlich mal checken lassen. Knurren beim Anfassen/Hochheben - da können auch Schmerzen im Spiel sein.

  • Gesund ist er definitiv. Er war kürzlich noch beim Doc zum Check ( hatte eine Ohrenentzündung ), ist aber alles okay.

    Hatte es oben nicht erwähnt, aber sein "Checker" Verhalten wurde ihm im August zum Verhängnis, als er beim Gassigehen einen anderen Rüden ( Rhodesian Ritchback ), der angeleint war massiv angebellt hatte. Der Rhodesian schlüpfte aus dem Halsband und biss einige Male sehr heftig unseren Westie ( der noch angeleint war ). Als meine Frau dazwischenging, wurde sie vom Rhodesian in die Hand gebissen.

    Ich hörte die Schreie ( auf einer Brücke, die oberhalb unseres Bauernhofes liegt ) und raste sofort mit dem Auto dahin und packte mir den Angreifer im Schwitzkasten ( 40+ KG Hund ) und zog ihn von unserem blutüberstömten Westie runter. Als die 12 jährige Tochter, die mit dem Hund Gassi ging, den Hund wieder anleinte, schnappte ich mir meine blutende Frau und den blutenden Hund, fuhr beide in die jeweiligen Kliniken.

    Seitdem geht meine Frau auch nicht mehr wirklich viel mit ihm raus und nur die nötigsten Wege.

    Dies vielleicht zum Hintergrund......

  • Zitat

    ..muß noch ergänzen: Der Westie ist ein Kontrollfreak, folgt meiner Frau aufs Klo oder geht auch nach 5 Minuten ins OG, wenn sie da auch nur eben was sucht....:-(

    Ich würde das nicht zulassen. Der Hund kontrolliert und das soll er nicht. Deine Frau und auch du sollt euch durchsetzen, den Hund auf seinen Platz verweisen. Er muss euch nicht kontrollieren, ihr habt das im Griff! Wenn das Baby da ist, soll der Hund, meiner Meinung nach, auch nicht immer dabei sein wenn gestillt, Windeln gewechselt etc wird. Ich würde das jetzt noch trainieren, bevor das Baby kommt.

    Ach ja und übrigens: Er wird das Baby noch ein paar Jahre nicht als Ranghöheren ansehen. Da müsst ihr aufpassen, für den Hund ist es höchstens ein Spielgefährte. Bei so einem kontrollierenden Hund kann es dann auch schnell zu Eifersucht kommen.

  • Eben, indem ihr euch durchsetzt!

    Schickt den Hund auf seinen Platz, wenn er mit ins Bad will etc.
    Habt ihr einen Befehl dafür? Wenn nein, müsst ihr das Trainieren:
    Zum Beispiel: Sage "Auf deinen Platz" und führe ihr auf den vorgesehenen Platz. Dort soll er liegen bleiben. Wenn er aufsteht, dass wieder "Auf deinen Platz". Nach ein paar Minuten abholen und loben. Ihr könnt ihm auch Knabbersachen auf dem Platz geben, die er nur dort essen darf. So wird ihm sein Platz immer besser gefallen. Wenn es am Anfang gar nicht geht, dann leint ihn für kurze Zeit auf dem Platz an.

    Er darf ruhig auch mal dabei sein, wenn ihr euch im Haus bewegt. Aber wenn ihr das nicht möchtet, dann auf den Platz und gut ist!

  • Hallo,

    Holt euch am besten Rat bei einem guten Hundetrainer, der sich mit Verhaltensstörungen auskennt. Der Beißvorfall mit dem anderen Hund kann für euren Hund ein traumatisches Erlebnis gewesen sein. Zumal ja auch deine Frau involviert war und Schaden genommen hat. Zudem kommt die Schwangerschaft hinzu. All das kann Grundlage für das veränderte Verhalten sein. Ich würde da an deiner Stelle nicht alleine rangehen, jeder Fehler kann das Verhalten verschlechtern und festigen.

    LG
    Andrea

  • Wir werden erstmal mit Bett und Couchverbot anfangen und meine Frau wird ihn auch mal härter anpacken.

    Ich schicke ihn immer auf seine Decke. Natürlich bin ich der "Buhmann", da ich so hart mit dem kleinen weißen "Muschihündchen" umgehe und meine Frau nimmt ihn lobend mit auf die Couch ;-)

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