Westie Rüde begrüsst mich nach der Arbeit komisch und knurrt

  • Härter anpacken ist ein falscher Weg...Konsequenz und "Führungsqualität" haben NICHTS mit Härte zu tun...oft wird das imemr gleich mit harschem verhalten und Gewalt gleichgesetzt. Seid einfach konsequent und bestimmt und habs nen längeren Atem- hart müsst ihr nicht sein...

    ich würde ihn eben klar im Bewegungsfreiraum eingrenzen, ihn nicht mitlaufen und kontrollieren lassen, auf die Decke schicken und bleiben ritualisieren und ihm eben klare Grenzen und Regeln geben, damit er merkt, dass IHR bestimmt und alles im Griff habt und er nicht kontrollieren muss.

    Tut mir sehr leid, was da passiert ist, klar, dass das für Hund und Frauchen traumatisch war, aber klar ist auch, dass der Hund wieder Vertrauen in Frauchen gewinnen muss....

  • Terrier, unkastriert (was ansich ja löblich ist), zuhause bei Mutti und die ist schwanger !

    Natürlich weiß der Hund, daß sie schwanger ist und verteidigt seine persönliche Ressource erst Recht. Deine Frau sollte zügigst begreifen, daß sie einen Hund und kein Kuscheltier hat (mag hart klingen, scheint aber ein wenig so), der nicht nur aufdringlich und unverschämt werden kann, sondern selbst bei seiner Größe gefährlich für einen Säugling.

    Holt euch einen kompetenten Trainer, die Zeit läuft und ihr solltet jetzt radikale Veränderungen auffahren, damit die nächsten Jahre für ALLE entspannt ablaufen, mit Kind und Hund. Unterschätzt das nicht !!

    Stell dir vor, du hast einen eifersüchtigen Hund, der nicht mehr die Nr. 1 ist und der auf eine Gelegenheit wartet, seinen Konkurrenten (Baby) zu ... worst case, aber gar nicht so selten.

    Tut was, den ersten Schritt, dir Gedanken zu machen und etwas ändern zu wollten, hast du bereits getan.

    Gruß, staffy

  • Nur ein Gedanke: nachdem der Terrier von dem Ridgeback gepackt wurde, als er mit Deiner Frau unterwegs war, könnte er besonders in dieser Situation gelernt haben, daß Deine Frau nicht in der Lage ist, ihn zu beschützen, und daß sie daher nicht der souveräne Hundeführer ist, dem Hund vertrauen kann. Der Hund mußte sich selbst retten, und hat hier evtl. gelernt, daß er Deine Frau beschützen muß. Daher die Kontrolliererei daheim.

    Das ist das erste, was ich unterbinden würde! Notfalls mit Leine in einer ecke beim Körbchen fixieren, solange sie auf Toilette geht, hinterher loben und wieder laufenlassen. Zimmer verlassen, Hund bleibt bitteschön dribn, wenn sie in die Küche geht, oder als erster Schritt, vor der Küchentür-Schwelle, da kann sie kontroillieren, ob er draußen bleibt, weil sie ihn im Blick hat, und umgehend eingreifen, sollte er sich reinbewegen. Sofort wieder rausschicken und auf den Platz vor der Schwelle zurückbringen. Das muß nicht laut oder böse geschehen, sondern einfach konsequent, immer, und immer auch auf dieselbe Art und Weise. Damit der Hund lernt, das Hinterher-Gelaufe ist nicht mehr erwünscht.

    Ich gebe staffy recht, diese Situation kann recht schnell ausarten, wenn Ihr nicht umgehend, noch bevor das Kind da ist, neue Regeln im Haus aufstellt und durchsetzt. Wichtig auch deswegen VOR der Geburt, damit der Hund die Änderungen (= Wegnahme von Privilegien unter Umständen) nicht mit der Ankunft vom Kind verbindet und das Kind damit erstmal "=doof" verknüpft. Und dafür würde ich wirklich auch einen guten Trainer empfehlen, denn wenn da was schief geht, dann richtig (für den Säugling.....).

    Schön, daß Du erkant hast, daß da was gemacht werden muß, ich drück Dir die Daumen, daß Du das Deiner Frau auch begreiflich machen kannst - irgendwie hört sich das von Dir geschriebene ja so an, als hätte sie die Notwendigkeit noch nicht recht erkannt, weil´s ja ein "süßer kleine Wuschel" ist..... ;-)

  • Übrigens, vielleicht habt ihrs schon gemacht:

    Es ist wichtig, den Hund aufs Baby vorzubereiten. Sobald das Baby da ist wird er ja nicht mehr an erster Stelle stehen, so ist das nun mal. Richtet die Wohnung bereits jetzt so ein, wie sie dann mit Baby sein wird. Wenns so bald losgeht habt ihr ja bestimmt schon alles. Also stellt den Kinderwagen bereits ins Wohnzimmer, legt eine Krabbeldecke auf den Boden, der Hund darf da nicht drauf. Lasst ihn nicht ins vorbereitete Kinderzimmer (mein Hund dürfte jedenfalls nicht ins Kinderzimmer...) etc. etc. Evtl. könnt ihr auch bereits mal mit dem Kinderwagen und Hund spazieren gehen (ich weiss, klingt blöd, aber ihr seht gleich, wie der Hund reagiert, wenn da noch was mitgeschoben wird).
    Der Hund wird aus allen Wolken fallen, wenn plötzlich von einem auf den anderen Tag alles anders wird und er keine Zeit hatte, sich daran zu gewöhnen. Ihr habt ja noch 2 Monate Zeit, also nutzt sie!

  • Zitat

    Wir werden erstmal mit Bett und Couchverbot anfangen und meine Frau wird ihn auch mal härter anpacken.

    Ich schicke ihn immer auf seine Decke. Natürlich bin ich der "Buhmann", da ich so hart mit dem kleinen weißen "Muschihündchen" umgehe und meine Frau nimmt ihn lobend mit auf die Couch ;-)


    Genau hier scheint eines der Probleme zu liegen. Da deine Frau alles durchgehen lässt und nicht genau deine Linie und Grundregeln durchsetzt, hat der Hund vielleicht tatsächlich das Gefühl, dass er alles regeln und kontrollieren muss.
    Deine Frau sollte deine gesetzten Regeln genauso konsequent umsetzen, ihn NICHT aufs Sofa oder dauernd hinterher laufen lassen. Das heißt nicht, dass deine Frau ihn "härter anpacken" muss. Das heißt nur, dass sie konsequent die Grundregeln durchsetzt. Es kann passieren, dass sie dabei anfangs hundert mal den Hund vom Sofa oder auf seinen Platz bringen muss. Aber genau da sollte man den längeren Atem haben und dran bleiben. Wenn man es auch nur einmal durchgehen lässt, dann fängt man möglicherweise wieder bei Null an.

    Außerdem solltet ihr euch über das künftige Zusammenleben mit Kind und Hund Gedanken machen. Grad kleine krabbelnde Babies könnten als Spielgefährte oder sogar Spielzeug vom Hund angesehen werden. Oder das Kind macht irgendwas, was dem Hund nicht gefällt, wie beispielsweise an den Ohren ziehen, in die Rute kneifen usw. Daher solltet ihr euch überlegen, vielleicht auch mal aufschreiben, wie so was später aussehen soll. Wenn das Baby am Rumkrabbeln ist, würde ich den Hund auf seinem Platz lassen. Gleichzeitig muss das Kind lernen, dass der Hundeplatz tabu ist, solang der Hund darin schläft. Nicht dass daraus noch ungewollt blöde Situationen entstehen.
    Oder Thema Hund am Kinderwagen: Schnüffeln erlaubt, hochspringen, abschlabbern usw. nicht erlaubt. All die alltäglichen Situationen sollten im Vorfeld zumindest mal durchdacht werden, damit ihr später direkt wisst, wie ihr das regelt.
    Vielleicht holt ihr euch auch mal einen Trainer ins Haus, der mit euch zusammen einige Situationen theoretisch durchspielt. Der kann euch eine gute Anleitung geben im Umgang mit Hund, Frau und Kind.

    Was das Knurren beim Hochheben angeht, da würde ich evtl nochmal den Hund vom TA durchchecken lassen. Vielleicht gabs ja einen Folgeschaden, den man nicht sofort erkannt hat. Vielleicht schmerz dem Hund noch irgendwas nach diesem Vorfall.

    Ich drück euch die Daumen, dass ihr das hinbekommt. :smile:

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