• Hallo zusammen.

    ich habe mal wieder eine Frage. Und zwar war ich am Wochenende bei meinen Eltern, die 2 Hündinnen haben (3 jährigen Schäferhundmix und 1 jährigen Labbi).

    Zera (jetzt 5 Monate Mix aus Labbi-Berner Senne und Schweizer Schäferhund) hat sich mit beiden auf Anhieb immer gut verstanden (waren nicht das erste mal dort mit ihr).

    So am ersten Tag war Zera mit dem Labbi im Garten. Die Große ist eben auch noch jung und wild und hat Zera wohl etwas eingeschüchtert mit ihrer ungestümen Spielweise. Zera war also deutlich verängstigt. Ich habe sie rangerufen und als sie auf mich zu gerannt kam fing sie an zu schreien (wie am Spieß). Sofort stürmte die Schäferhündin (die zuerst noch drinnen war) auf Zera zu und attackierte sie. Was natürlich für noch mehr Geschrei sorgte. Habe die Hunde dann getrennt. Niemandem ist etwas passiert außer das beide Hunde (sowohl die Schäfimixdame als auch Zera ein wenig Kot verloren haben..offenbar vor Angst.

    Nach 2-3 Stunden Trennung der beiden (den labbi ließen wir mit Zera zusammen was auch keine Probleme mehr gab) haben sich beide Hunde wieder verstanden (Große hat kurz nen Kamm aufgestellt und die Kleine eben geduckt und Leftzen geleckt), danach waren sie den Rest der Woche friedlich.

    Nun kam die Meinung auf das extremes schreien ein unnatürliches Geräusch für Hunde ist und sie oft agressiv werden dadurch. Stimmt das wirklich?

    Hat mich schon ein wenig erschreckt. Die Große schien unsicher ja beinahe in Panik um sich zu beißen...es war jetzt keine bösartigkeit oder so im Spiel..also zumindest in meinen Augen und hatte auch nichts mit "zurechtweisen" zutun.

    Aber womit dann? Wäre lieb wenn ich mal ein paar Meinungen dazu hätte.

  • Es könnte sein, dass die Schäferhündin ins Jagen gefallen ist. Mir ist mal etwas ähnliches passiert, da hat ein anderer Besitzer seinen Hund derart gemaßregelt, dass der in Todesangst geschrien hat. Lisko und Cooma wollten ihn daraufhin attackieren, wie sie es bei einer Beute tun würden. Als die Situation vorbei war und der andere Hund nur noch herumstand und froh war überlebt zu haben (nicht wegen meiner Hunde ;) ), war es auch wieder vorbei.

  • Also ist das eher Beuteverhalten als "normaler" Brauch im Hunderudel? Wurde nämlich behauptet (von meiner Schwägerin), dass Hunde grundsätzlich nicht so übertrieben schreien, sondern das eher unnatürlich sei und es hingegen normal wäre, dass andere Hunde dann draufkloppen.

    Ich gebe ja zu meine Kleine ist oft noch etwas unsicher und manchmal wohl ein klein wenig hysterisch, denke mal das wird sich schon noch ändern, wenn sie etwas größer ist und mehr von der Welt gesehen hat, aber ich gebe mir größte Mühe sie vernünftig zu sozialisieren.

    Jagtverhalten wäre wohl ne Erklärung. Sie selbst (also die Schäferhündin) hat zwar keine großen Jagttrieb aber ihr Bruder..also ist da schon irgendwo Jagthund drin...

  • Tessa, die Galga, die ich betreue, reagiert bei stürmischen fremden Hunden sehr unsicher (obwohl schon geschätzt 4-5 Jahre alt) und schreit in bestimmten Momenten (wenn sie sich von Hunden überrumpelt oder in die Enge gedrängt fühlt) immernoch wie am Spieß. Das hat bislang immer dazu geführt, dass die anderen Hunde sich irritiert abgewandt haben - sie hatte also Erfolg mit der Taktik. Sie war in Spanien in großen Zwingeranlagen mit vielen Hunden untergebracht. Wenn das Schreien also regelmäßig bei einer Vielzahl der Hunde Aggressionen auslöst, hätte die dort böse verletzt werden müssen, das war jedoch nicht der Fall.

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