Pfeife für Rückruf und gegen Konflikte?
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Hi ihr Lieben,
ich habe eine Frage an die unter euch, die für ihren Hund eine Pfeife im Alltag benutzen oder damit Erfahrung haben.
Mir hat ein Bekannter (Jäger mit sehr bzw. unschlagbar gut erzogenem Jagdhund) geraten, einen Welpen (bei mir wird es ein Dalmatiner) direkt auf eine Pfeife zu konditionieren.
Vor allem für den sicheren Rückruf beim Freilauf (wir sind einerseits fast am Land und von Wäldern umgeben, ein paar Metern weiter aber von Hauptstraßen und Bahngleisen). Was er aber auch für wichtig hält ist, dass ich mit dem hohen Ton gezielt dazwischen gehen kann, falls es zwischen meinem Hund und einem anderen zu einem ernsten Konflikt kommt, in den ich nicht körperlich eingreifen kann (also um den Konflikt abzubrechen und Schlimmeres zu verhindern).Das ist jetzt eine Meinung. Ich würde sehr gern noch ein paar andere hören :)
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Huhu,
das Supersignal mit Hundepfeife ist immer sinnvoll. Ich habe immer eine am Schlüsselbund und mein Hund hört in der Regel sehr gut darauf. Er hat das Klappern mit dem Schlüssel sogar als Aufmerksamkeitssignal verbunden, obwohl ich ihm das nicht beigebracht habe, denn er hat das Klappern immer vorm Pfiff gehört und das so verknüpft.
Ich glaube aber nicht, dass ein Hund auf Pfiff so einfach aus einem ernsten Konflikt aussteigen kann. Da spielen mehrere Problematiken mit rein z.B. die hektische Bewegung beim kehrt machen kann vom anderen Hund missgedeutet werden und ihn angreifen lassen. Oder der andere geht dann erst Recht auf ihn los wenn er "die Flucht ergreift".
Ich habe das ganz oft bei Rüdengezanke, dass ich meinen Hund rufe, er auf mich zu läuft, aber nicht besonders schnell.. Der andere Hund ihm dann vor die Füße läuft und ihn stoppt (T-Stellung). Er hat dann gar nicht die Möglichkeit zu mir zu gelangen, das ist ein ewiges Zick-Zack. Er möchte gern hören, kann aber nicht kommen, weil er den anderen Hund in Hundesprache beschwichtigen muss.Und wenn ein anderer Hund oder dein eigener sich in einem Hund verbissen hat, glaube ich auch nicht, dass er noch auf den Pfiff hört, der sieht dann rot.
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oh sorry, habe mich verlesen :) scheiß forefox :S
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Also, wenn es schon zu Hundekonflikten gekommen ist, dann würde ich auch nicht rauspfeifen, das muss man anders klären.
Aber meine ist auch auf die Hundepfeife konditioniert, allerdings erst seit dem 6.-7- Monat.
Klappt sehr gut, die verknüpft die Hundepfeife immer mit Ball, daher kommt sie immer ( Ballverrückt, bekommt Ball nur als Belohnung) Jetzt gibt es den Ball eher selten, nur wenn sie super gehört hat bei einer sehr ablenkenden Situation.Doppelpfiff heißt herkommen, trillerton heißt dort wo du bist Platz und bleib. ALso meine pfeife ist doppelseitig.
Ich würdes dir empfehlen, dann musst du auch nicht mehr so rumschreien

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Ganz lieben Dank für eure Erklärungen!
Debbie, ich hab noch keinen Hund, es ist also nicht so, dass es schon zu Konflikten gekommen ist. Mein Bekannter meinte eher, dass der durchgehende Ton beide Hunde so "wahnsinnig" machen würde, dass sie aufhören. Zumindest hab ich das so verstanden.
Kann das sein bzw. gibt's da Erfahrungwerte?
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Zitat
Huhu,
das Supersignal mit Hundepfeife ist immer sinnvoll. Ich habe immer eine am Schlüsselbund und mein Hund hört in der Regel sehr gut darauf. Er hat das Klappern mit dem Schlüssel sogar als Aufmerksamkeitssignal verbunden, obwohl ich ihm das nicht beigebracht habe, denn er hat das Klappern immer vorm Pfiff gehört und das so verknüpft.
Ich glaube aber nicht, dass ein Hund auf Pfiff so einfach aus einem ernsten Konflikt aussteigen kann. Da spielen mehrere Problematiken mit rein z.B. die hektische Bewegung beim kehrt machen kann vom anderen Hund missgedeutet werden und ihn angreifen lassen. Oder der andere geht dann erst Recht auf ihn los wenn er "die Flucht ergreift".
Ich habe das ganz oft bei Rüdengezanke, dass ich meinen Hund rufe, er auf mich zu läuft, aber nicht besonders schnell.. Der andere Hund ihm dann vor die Füße läuft und ihn stoppt (T-Stellung). Er hat dann gar nicht die Möglichkeit zu mir zu gelangen, das ist ein ewiges Zick-Zack. Er möchte gern hören, kann aber nicht kommen, weil er den anderen Hund in Hundesprache beschwichtigen muss.Und wenn ein anderer Hund oder dein eigener sich in einem Hund verbissen hat, glaube ich auch nicht, dass er noch auf den Pfiff hört, der sieht dann rot.
Als ich das gelesen hab, wusste ich direkt wer das geschrieben hat, ohne Witz

Ich glaube in Paniksituationen hören Hunde oft nicht.
..vom Handy getippt
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pfeife istn super ding, ich benutze sie im freilauf. klassisch konditioniert hab ich sie nicht. hab testweise gepfiffen, hund kam angepest und bekam was zugesteckt.
bei uns gibts tage da geht die pfeife 100% und tage da tut er als hätte er die noch nie gehört...
als unterbrechung bei konflikten würd ich die nich nehmen. wie lemming schon beschrieben hat, kann das zu missverständnissen führen. kenn die t-stellungssituation auch (nur hüpft pommes dann manchmal einfach über den andern hund um zu mir zu gelangen hihi).
ich hab einen langen pfiff wenn ich merk das er stiften gehn will. fürs normale kommen eher nen kurzen. und wenn ich geh 2kurze
weiß einer ob ich die pfeife einfach so wechseln kann? hätte ja gern so ne horn/holzpfeife. die ich jett hab ich das günstigste, sollt ja eigentlich nur zum testen sein

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Haha, nein so meinte ich das nicht, sondern wenn du dann mal einen Hund hast, und die zwei sind schon in einem Konflikt mit beißerei vllt, dann würde ich nicht pfeifen, denn der andere hund ist auf die pfeife nicht koordiniert und ich kenne eigentlich kein Hund, der auf den pfiff reagiert und wenn dein hund versucht deinem befehl zu folgen, kann das schief gehen und der hund kann ganz schön unter stress sein, der andere hund wird vllt wütender weil deiner plötzlich zu dir will und und und.
Wenn ich pfeife reagiert da nur mein Hund, kein anderer.das juckt die anderen gar nicht.
ich habe eine büffelhornpfeife für 10 euro. die kann ich nur empfehlen.
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Zitat
Mein Bekannter meinte eher, dass der durchgehende Ton beide Hunde so "wahnsinnig" machen würde, dass sie aufhören.
Nein ich denke nicht. Dein Hund wird einfach nicht drauf reagieren oder beide blenden das Signal aus. In einer Beißerei sind sie dann auch viel zu beschäftigt. Der Ton an sich ist auch nichts unangenehmes. Ist ja nicht so wie wenn man dir mit einer Trillepfeife direkt ins Ohr pustet, es ist einfach ein Signal. Was da besser helfen würde, wäre ein Eimer Wasser
oder irgendetwas was du zwischen oder auf die Hunde wirfst. (Ich war noch nie so einer Situation mit meinem Hund, aber ich würde auch nicht auf die Idee kommen ihn abzurufen wenn sich ein anderer Hund in ihn verbissen hat. Da habe ich andere Probleme/ Gedanken.)Zitatweiß einer ob ich die pfeife einfach so wechseln kann? hätte ja gern so ne horn/holzpfeife. die ich jetzt hab ich das günstigste, sollt ja eigentlich nur zum testen sein
Ist dein Hund schon auf die günstige Pfeife konditioniert? Wenn ja, weiß er was der Pfiff bedeutet, aber er wird die neue Pfeife nicht automatisch "zuordnen" können. Es ist nicht so, dass jeder Hund sofort springt wenn gepfiffen wird
Du musst ihm den neuen Signalton schon vertraut machen. Das ging bei uns sehr gut indem ich vor dem Füttern gepfiffen hab. Ganz normal bevor du ihm den Napf hinstellst, pfeifen, in der Länge und Intensitiät wie dus draußen dann auch machen würdest.ZitatAls ich das gelesen hab, wusste ich direkt wer das geschrieben hat, ohne Witz


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Zitat
Was er aber auch für wichtig hält ist, dass ich mit dem hohen Ton gezielt dazwischen gehen kann, falls es zwischen meinem Hund und einem anderen zu einem ernsten Konflikt kommt, in den ich nicht körperlich eingreifen kann (also um den Konflikt abzubrechen und Schlimmeres zu verhindern).
Das ist jetzt eine Meinung. Ich würde sehr gern noch ein paar andere hören :)
also pfeife als rückruf klar kein thema, ist nichts anderes als ein pfiff
ABER: wenn es mal knallt glaube ich dass du pfeifen kannst bis dir die pfeife aus dem mund fliegt, dann ist der hund darauf garantiert nicht ansprechbar:
mein tipp: den hund nicht so weit weglassen, dass er aus deinem einwirkungsbereich raus ist ... damit du schnell genug eingreifen kannst und nicht erstmal 100 m hinhechten musst und dann noch unruhe reinbringst ... wenn sich hunde kabbeln kannst du nur mit präsenz reingehen, nicht mehr mit einer pfeifer oder wenn du pech hast eben gar nicht mehr ... deswegen: lass den hund nicht so weit von dir weg
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