Erfahrungsberichte: Dogsitter / Betreuung tagsüber

  • Guten morgen alle zusammen,

    da sich bei mir die berufliche Situation Mitte des Jahres ändern wird, schaue ich mich jetzt schon mal nach Möglichkeiten der Betreuung um. Ich bin nur generell total skeptisch und habe große Probleme, anderen Menschen zu vertrauen. Nun würde ich gerne ein paar Erfahrungsberichte hören: Wo habt ihr euren Sitter "her", haben hier welche ihre Betreuung von der Seite http://www.betreut.de? Wenn ich google, komme ich als erstes auf diese Seite. Dort gibt es seeehr viel Angebote. Bei vielen Anzeigen habe ich aber das subjektive Gefühl, dass da ein paar Leute Tiere einfach goldig finden und sich "leicht" Geld verdienen wollen. :???:

    Konkret würde mich folgendes interessieren:
    - Wie habt ihr nach einem Sitter gesucht?
    - Wie lange habt ihr vorher Kontakt gehabt? Ich würde schon gerne sehr rechtzeitig den Kontakt aufnehmen, gemeinsam spazieren gehen etc. , damit mein Gefühl auch stimmt, vorher geht das bei mir nicht.
    - Was ist ein akzeptabler Stundenlohn, bzw., was zahlt ihr dafür?
    - Wie ist das mit der Haftpflicht? Mein Hund ist natürlich versichert, wenn da jetzt was passieren würde, ist er bei einer "fremden" Person doch genau so abgesichtert, oder?

    Kurz zu meinem Hund: Parson-Mischling, 9 Jahre. Er bleibt problemlos alleine. Ich habe ihn seit er 8 Wochen alt ist und eine sehr gute Bindung zu ihm. Aber er liebt quasi jeden Menschen, ich habe mit ihm 3 Jahre in einer WG gewohnt, das war ein Spaß für alle; damit will ich sagen, dass er nicht "fremdelt" und andere Menschen generell toll findet. Ich hatte ihn meist überall dabei, so dass es für ihn normal ist, auch mal in anderen Wohnungen zu entspannen...
    Ich gehe mehrmals täglich große Runden, da er sehr viel Beschäftigung und Bewegung braucht. Zwischen den Runden schläft er aber fast die ganze Zeit, man merkt also durchaus, dass er langsam älter wird.
    Nun frage ich mich, was für den gesetzten Herr stressfreier wäre: Jemand, der 1x kommt und eine große Runde läuft oder doch Tagesbetreuung? Konkret geht es um 2-3x die Woche, da er an den anderen Tagen bei meinen Eltern wäre. Ich denke mir halt, dass es auf der einen Seite angenehmer wäre, nur einen Gassi-Geher zu haben, weil er in seinem gewohnten Umfeld bleibt. Andererseits ist er ja dann trotzdem lang alleine, was mir eigentlich so gar nicht gefällt. In meinem Studium habe ich es immer so geregelt, dass er maximal 6h alleine war, und das auch seehr selten!
    Über ein paar Erfahrungen würde ich mich freuen. Es ist wie gesagt noch eine Weile hin, aber ich mache mir da jetzt schon viele Gedanken und mir wäre es wohler, frühzeitig zu wissen, dass er gut betreut wird...

  • Ich kann nur von der anderen Seite Erfahrungen schildern.
    Ich mache nach paar Jahren Berufstätigkeit mein Abitur nach und da ich nicht Abends auch noch weg sein wollte zum Arbeiten und auch viel lernen muss, habe ich mich als Dogsitter angeboten.

    Ich habe selbst einen Hund und passe nun 2x wöchentlich noch auf eine Hündin auf.
    Ich gehe sie nach der Schule direkt abholen, dann zuhause meinen Kerl holen, umziehen und dann bin ich mit den beiden ca 3 Stunden im Wald unterwegs.
    Mit der Besitzerin war ich 2 x zusammen unterwegs, um sich kennenzulernen, zu schauen ob das mit den Hunden funktioniert und das wichtigste abzuklären. Sind aber immer telefonisch im Kontakt.
    Nach dem Spaziergang bringe ich sie wieder nachhause. Habe aber auch angeboten, sie noch mit zu mir zunehmen, wenn es mal dringend sein sollte.

    Sie war sehr froh darüber, dass ich selbst einen Hund habe, der gut erzogen ist und ich auf jedenfall bei Wind und Wetter unterwegs bin.

    Ich selbst merke, dass ich bei der Sitter-Hündin viel Vorsichtiger bin und noch vorausschauender Handel als bei meinem eigenen.
    Das könnte ich mir nie verzeihen, wenn wegen mir irgendwas passieren sollte.
    Bisher klappt alles wunderbar und mir macht es sehr viel Spaß. Hätte ich das Geld nicht nötig, hätte ich es wahrscheinlich auch ohne Bezahlung gemacht.

    Preislich haben wir uns auf 150€ im Monat geeinigt, für ca 3-4 Stunden am Tag, 2x Wöchentlich (Großstadt).


    Mein Angebot habe ich bei betreut.de eingestellt und sie hat sich später bei Facebook bei mir gemeldet.
    Haftpflicht habe ich für meinen eigenen und die Besitzerin für ihre. Habe ich mir speziell noch keine Gedanken drüber gemacht. Falls das nicht ausreichend sein sollte & jemand Erfahrung damit hat, würde mich das auch interessieren.

  • Zitat


    Sie war sehr froh darüber, dass ich selbst einen Hund habe, der gut erzogen ist und ich auf jedenfall bei Wind und Wetter unterwegs bin.


    Ja, ich fände es auch toll, wenn ich jmd. finden würder, der schon einen Hund hat. Erstens besser für meinen, zweitens denke ich, dass ich vlt. mehr Vertrauen zu einem Hundehalter habe.

    Zitat

    Preislich haben wir uns auf 150€ im Monat geeinigt, für ca 3-4 Stunden am Tag, 2x Wöchentlich (Großstadt).


    Wow. okay, ich habe da mit mehr gerechnet. Habe immer mal wieder was von 10-15euro/Stunde gelesen. Aber das ist ja wirklich völlig in Ordnung...

    Zitat

    Mein Angebot habe ich bei betreut.de eingestellt und sie hat sich später bei Facebook bei mir gemeldet


    Okay, gut, dann werde ich mich dort auch mal anmelden :) Danke dir schonmal!

    Sonst noch jemand was zu berichten?

  • Zitat


    Wow. okay, ich habe da mit mehr gerechnet. Habe immer mal wieder was von 10-15euro/Stunde gelesen. Aber das ist ja wirklich völlig in Ordnung...


    Hierbei musst du ja auch bedenken, dass HelloNina eine Schülerin ist, die das als Nebenjob macht, unangemeldet und nicht zum Lebenserhalt.
    Ein professioneller Dogsitter, der sein Leben davon finanzieren muss, wird natürlich höhere Preise nehmen da er ja auch Versicherungen zahlen, Steuern abführen, etc pp muss.

    Andersherum gesagt: Wenn man das Glück hat, eine Schülerin oder Studentin (oder Schüler oder Studenten) zu finden, die/der das machen will und demjenigen auch vertraut, dann ist das sicher ein großartiges Arrangement für beide Seiten :-)
    Wenn man sich auf "Vollzeitdogsitter" verlegen muss, wird es sicher etwas teurer. Ich schaue mich aktuell auch um, da es bei einer Zusage von meiner Hochschule für den nachfolgenden Masterstudiengang bei mir voraussichtlich so laufen wird, dass ich drei Tage in der Woche Vollzeit an der Uni sein werde, von morgens bis Nachmittags - zwei Stunden pendeln pro Weg, also vier Stunden, kommen dazu. Ich kann, will und werde meinen Hund aber nicht so lang allein lassen, darum suche ich schon jetzt nach einer Betreuungsmöglichkeit. Wenn es einen Privatmenschen gibt, der sie an diesem drei Tagen übernehmen würde, wäre das toll. Ansonten habe ich mich schon mit Hundetagesstätten in der Umgebung beschäftigt Zum Glück gibt es speziell am Hochschulstandort einige, und auch eine hier wo ich wohne. Da es bei uns nur um drei Tage in der Woche geht, (an den anderen vier Tagen wäre ich daheim,) ist es günstiger und ich brauche dann kein volles Monatsabo sondern komme mit einer "Zehnerkarte" und zwei bis drei Einzeltagen aus.
    Je nach HuTa kostet auf einer 10er-Karte ein einzelner, voller Betreuungstag (morens bis Abends) zwischn 12,50€ und 15€, einzeln gebuchte Tage etwas mehr. Ein Monatsabo macht den einzelnen tag natürliczh nochmal günstiger, aber wie gesagt: So viele Betreuungstage, dass das für mich lohnen würde, brauchte ich ja nicht. Wäre ja bei dir auch ähnlich.
    Ach ja, die HuTas wären alle in, oder im Umland von, einer mittelgroßen deutschen Stadt mit allgemein recht hohem Einkommensniveau.


    Wenn ich eine Einzelperson finden würde (sobald ich eine Zusage von der Hochschule habe, werde ich eine Anzeige schalten - das lässt mir zwei Monate Zeit und ich hoffe, dass das klappt) würde ich tatsächlich gern auch vorher zwei, drei mal mit ihr und eventuellen Hunden spazieren gehen und meine Hündin auch mal nur kurz bei ihr lassen (also mal nur eine halbe oder eine Stunde).
    Ich finde es wirklich wichtig, sich da in Ruhe zu beschnuppern. Es ist ja tatsächlich eine große Verantowrtung, die man demjenigen übergibt.
    Und mir persönlich wäre es dann auch lieber, dem-/derjenigen einen Monatspreis zu zahlen anstatt von Stundenlohn, wenn er/sie das mitmacht. Ich würde mich auch an dem orientieren, was eine Hundetagesstätte hier in der Gegend verlangt, wenn es um eine tagesbetreuung geht. Was nur-Gassigänge angeht weiß ich nicht genau, was ich da zu geben bereit wäre...


    Besten Gruß von einer, die sich der selben Situation gegenübersieht

  • Bei uns (Karlsruhe) gibt es leider noch immer keine Huta. Seit 1 Jahr steht auf der Internetseite, dass sie bald eröffnen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das in diesem Leben noch was wird :D Ansonsten wäre das auch eine Alternative, wobei ich mir nicht 100%ig sicher bin, ob das für meinen Hund, der dann zu dem Zeitpunkt 10 Jahre alt ist, je nachdem vlt. zu viel Stress für ihn bedeutet. Ich finde sowas eine super Sache, denke aber, dass das bei meinem nicht so passt. Er braucht eher eine (menschliche) Bezugsperson. Aber ausprobiert hätte ich es schon gerne mal. So für 1x die Woche als "mega-action-Tag". Verstehe auch nicht, wieso in unsere Stadt sowas nicht zu stande kommt :???:
    Was die Kosten angeht: Du hast natürlich Recht; Schüler/Studenten sind da sicherlich begünstigt. Ist ja bei uns (noch) auch so :) Ehrlich gesagt ist mir auch gar nicht soo wichtig, was ich am Ende zahlen muss, das wichtigste ist, dass ich mich auf die Person verlassen kann und ich mit ruhigem Gewissen arbeiten gehen kann. Wie du schon sagst: Das ist eine riesen Verantwortung, meinen Hund in andere "Hände" zu geben...das Gefühl ist allein schon komisch für mich, aber was muss, das muss...

  • Ich kenne beide Seiten :) 3 x die Woche bin ich selbst Gassigängerin und nehme eine Hündin zum Mittagsspaziergang mit, 2x die Woche kommt ein Gassigänger zu uns.

    Zu unserem Gassigänger: Ich habe bei betreut.de auch gesucht, da gab es schon Leute denen ich Sunny anvertraut hätte, allerdings waren die alle zu weit weg bei mir und auch recht teuer. Oder hatten mittags keine Zeit :) Prinzipiell ist es einen Versuch wert würde ich sagen :) Ich habe dann über eine Kleinanzeige in der Tageszeitung jemanden gefunden. Er ist selbst Hundehalter, wir waren zwei Mal zusammen Gassi vor es losging, er ist 100% zuverlässig und verlangt nur 8 € die Stunde. Leider sind er und Sunny nicht wirklich miteinander warm geworden, sodass Sunny immer an der Schlepp bleiben muss, aber ich bin Froh dass ich überhaupt jemanden hab, ich kann Sunny nicht 10 Stunden am Stück allein lassen. Bei der Kleinanzeige haben sich außerdem noch eine Menge Schüler gemeldet und schlecht deutsch sprechende Mitbürger die noch nie nen Hund hatten und als erstes nach dem Stundenlohn fragten. Ob Sitter oder Gassigänger würde ich vom Hund abhängig machen. Sunny ist lieber allein zuhause als bei jemand anderem, da versucht er immer abzuhauen...


    Zu meiner Gassihündin bin ich durch eine andere Hundehalterin im Dorf gekommen, die ihre Hündin nicht mehr zur Arbeit mitnehmen kann. Die Haftpflichtversicherung deckt auch Schadensfälle ab wenn ich mit ihr unterwegs bin. Ich mache das eigentlich unentgeltlich, bekomme dafür von der Besitzerin mal nen Sack Futter oder sie passt abends/Wochenends auchmal auf meinen auf. Besonders aufpassen etc muss ich eigentlich nicht auf die Maus, die ist schon ein älteres Semester und unheimlich brav, die zottelt einfach nebenher wenn ich meine Runde mit Sunny drehe- man bemerkt sie kaum.

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