Was braucht mein Hund jetzt?
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Hallo liebe Foris!
Carlos hat in dieser Woche einiges erlebt: ein Flug nach Krasnodar , ein fremdes Land, neues Leben in einer komplett fremden Umgebung, Kontakte zu nicht gerade freundliche Straßenhunde und so weiter... Also es ist schon extrem.

Nun zeigt es sich, dass Carlos scheinbar jede Form der Erziehung abhanden gekommen ist. Er fängt jetzt sogar an, die Leute richtig anzugehen. Heute morgen sprang er sogar laut bellend auf einen Mann zu - hätte ich ihn nicht an der Leine gehabt , er hätte ernst gemacht.
In der Wohnung ist er der Alte.
Er ist ein sehr unsicherer Hund, der aber nach vorne geht.
Was braucht mein Wuff jetzt in dieser Situation? Wie kann ich ihm die Sicherheit geben?
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Hallo,
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Dein Wuff braucht erstmal nichts, Frauchen sollte sich einen Trainer kommen lassen um sich das ganze mal anzuschauen.

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Mmh, wir sind aber in Russland ... Da sind Hundetrainer rar gesaet.
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Zitat
Dein Wuff braucht erstmal nichts, Frauchen sollte sich einen Trainer kommen lassen um sich das ganze mal anzuschauen.

Pardon, dass ich lache, aber wenn es das Krasnodar in Russland ist, glaube ich kaum, dass es DORT wirklich einfach sein sollte einen Hundetrainer zu finden - von einem guten mal ganz abgesehen.Wie lange seid ihr schon vor Ort? Hat er sich schon eingelebt? Vielleicht muss er einfach erst noch ankommen?
Nichtsdestotrotz würde ich unerwünschtes Verhalten genauso wie Du es bisher gemacht hast maßregeln oder ignorieren und nur positives Verhalten verstärken/ belohnen. Also quasi nochmal bei Null anfangen mit der Erziehung bzw. ihn dort abholen, wo er offensichtlich wieder hin zurückgefallen ist.
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Nun, hier heißen die Trainer meist Stachelhalsband, Elektroschocker und Schläge...
Wir sind jetzt seit einer Woche da. Innerhalb der Wohnung ist Carlos der Alte. Er ist ruhig, horcht viel auf die ungewohnten Geräusche (wir wohnen in einer großen Wohnung in einem kleineren Hochhaus) ist verfressen wie eh und je. Also alles beim Alten.
Nur wenn es nach draußen geht, wird er zunehmend nervös. Bei jedem Geräusch zuckt er zusammen. Er würde gerne Spazieren gehen, traut sich das aber nicht...
Also fange ich jetzt wieder ganz von vorne an?
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Hast du die Möglichkeit mit ihm raus ins Grüne zu fahren und ihn körperlich so richtig auszulasten?
Ich könnte mir vorstellen, dass es auch bei Hunden so einen Art "Kulturschock" gibt. Ungewohnte Umgebung, Menschen reden anders, ihr seit gestresst, er hatte eine stressige Reise etc.
Ich denke, er braucht einfach noch Zeit. Und die Möglichkeit den Stress abzubauen. Und das geht ganz gut über Bewegung.
Dann kannst du die normalen Gassirunden so kurz halten, wie nötig. Sobald er Zeichen von Stress zeigt, brichst du ab und gehst wieder zurück in die Wohnung. Vielleicht geht es am Anfang erst mal nur zum Pullern raus. Vielleicht dann ein paar Meter mehr usw.
Zeigt er unerwünschtes Verhalten, musst du ihn genauso korrigieren, wie du es in seiner Erziehung eh schon gemacht hast.Also, körperliche (und geistige) Auslastung in stressfreier Umgebun plus kleinschrittiges Gewöhnen an die neue Umgebung, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen. Das wäre mein Ansatz.
Und die nötige Entspannung und Ruhe in der Wohnung nicht vergessen.
Aber hier kommen bestimmt noch andere Anregungen.
LG Nele -
ZitatAlles anzeigen
Hast du die Möglichkeit mit ihm raus ins Grüne zu fahren und ihn körperlich so richtig auszulasten?
Ich könnte mir vorstellen, dass es auch bei Hunden so einen Art "Kulturschock" gibt. Ungewohnte Umgebung, Menschen reden anders, ihr seit gestresst, er hatte eine stressige Reise etc.
Ich denke, er braucht einfach noch Zeit. Und die Möglichkeit den Stress abzubauen. Und das geht ganz gut über Bewegung.
Dann kannst du die normalen Gassirunden so kurz halten, wie nötig. Sobald er Zeichen von Stress zeigt, brichst du ab und gehst wieder zurück in die Wohnung. Vielleicht geht es am Anfang erst mal nur zum Pullern raus. Vielleicht dann ein paar Meter mehr usw.
Zeigt er unerwünschtes Verhalten, musst du ihn genauso korrigieren, wie du es in seiner Erziehung eh schon gemacht hast.Also, körperliche (und geistige) Auslastung in stressfreier Umgebun plus kleinschrittiges Gewöhnen an die neue Umgebung, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen. Das wäre mein Ansatz.
Und die nötige Entspannung und Ruhe in der Wohnung nicht vergessen.
Aber hier kommen bestimmt noch andere Anregungen.
LG NeleDem schließe ich mich vollstens an!
Gönnt ihm auch immer wieder Ruhe in der Wohnung, denn da scheint er sich noch am wohlsten zu fühlen, ansonsten alles Schritt für Schritt, er hat sonst eine zu große Reizüberflutung, weiß nicht mehr, wie er damit umgehen soll und rebelliert! Also ist Bewegung in passender Umgebung wirklich ratsam... 
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Da muss ich mal mit GG sprechen, ob wir ihn am We mal auslaufen lassen können. Er arbeitet ja außerhalb der Stadt.
Carlos ist zwiegespaltet. Einerseits will er raus, andererseits hat er Angst. Für eine russische Großstadt wohnen wir ja recht gruen, da könnte er schoen im Park laufen. Leinenpflicht gibt es hier ja nicht.
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Mmh, so habe mit meinem Mann gesprochen. Wir wollen mal schauen, ob wir ihn auf dem Firmengelände (Landmaschinen inkl. Testfahrgelände) mal laufen lassen dürfen. Außerdem wollen wir jetzt einen strikten Plan erarbeiten: also zu welcher Uhrzeit welche RUnde gelaufen wird, wann Action zuhause ist, etc. Ich bin zwar kein Freund solcher Zeitpläne, allerdings hoffe ich, dass ich ihm so etwas Sicherheit geben kann.
Eben war es wieder dasselbe Spiel: Herrchen will mit ihm raus. Er freut sich, sieht die Leine und steht plötzlich da wie ein geknickter Hund, der kein Bock hat, rauszugehen. Und lässt sich auch nur widerstrebend rausführen.
Manchmal kommen mir Zweifel, ob wir Carlos mit Russland einen Gefallen getan haben? Aber für zwei Jahre wohin mit ihm? Das wäre ja nur auf eine Pflegestelle hinausgelaufen - und ob er danach noch zu uns wollen würde?:/
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Wenn ich in deiner Situation nach meinem Gefühl handeln würde (was anderes kann ich ich eh nicht sagen), dann würde ich meinen, laß ihm Zeit, versuch die Anspannung von dir zu nehmen und dann wird sich das einpendeln.
Man hört ja viel von Hunden, die nach einem Umzug ersteinmal durch den Wind sind, die Besitzer dann alles Mögliche machen und plötzlich nach 3-4 Wochen ist auf einmal alles wieder schick.
Ich bin ja als Mensch schon der Meinung, daß jedes Land irgendwie anders riecht...wie ist es dann für den Hund. Wer weiß was er in der Nase hat, was ihm Unbehagen bereitet.
Er wird sich dran gewöhnen und die Wochen solltest du versuchen dir nicht so den Kopf zu zerbrechen, was wahrscheinlich schwierig ist.
Ich merke das bei meinem Hund auch, wenn wir unterwegs sind. In dem Moment, wenn ich drüber nachdenke, ob wir ihr zuviel zugemutet haben, wird sie auch merkwürdig. Machen wir einfach und versuchen nicht groß drüber nachzudenken ist sie der tollste Hund, egal wo.Das wird schon alles und für deinen Hund ist es toll, daß ihr ihn mitgenommen habt.
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