Was braucht mein Hund jetzt?
-
-
Naja, es ist ja erst eine Woche - das ist sicher noch zu früh um zu sagen "was haben wir ihm angetan".
Lass den Hund erstmal die Reise überwinden, sich draußen einfinden... das ist ja eine riesen Umstellung, auch klimatisch, andere Gerüche und so weiter. Da würd ich sagen - nur Mut! Meines Onkels Hund ist auch vierjährig von Griechenland nach Deutschland und dann mit 10 ans Schwarze Meer umgezogen (immer mit denselben Besitzern), und hat sich auch umgewöhnt, mit ein bissel Geduld.Also keine Panik!
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Was braucht mein Hund jetzt?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Was meinen zwei im Oktober geholfen hat war, dass wir es draußen langsam angegangen sind. Die zwei haben ja die eine Hälfte ihres "Rudels" zurückgelassen. Glück war, dass ich am Anfang nicht wusste wo man langgehen kann. Deswegen sind wir in der ersten Woche immer in den gleichen Park, auch nie so lange, und haben da gewohnte Übungen gemacht, einfaches apportieren usw. So langsam haben sie sich dann auch zu Hause gefühlt und erst nach 2 Wochen habe ich die Runde vergrößert und bin auch mal ins Auslaufgebiet gegangen. Klar, hier gibt es keine fiesen Straßenhunde oder suspekte Menschen, aber es war trotzdem eine große Umgewöhnung. Ich würde ihm Zeit geben, ihm auch klar machen, dass nach vorne gehen nicht erwünscht ist und vielleicht auch mal vor ihm gehen. Sodass er gar nicht das Gefühl bekommt er müsste in dieser fiesen Gegend was für dich regeln. Rituale und Wege festigen (so wie ihr es vorhabt) und ihn auf bekannten Strecken beschäftigen.
-
Ich hoffe, dass ist jetzt nicht zu persönlich - aber wie fühlst du dich denn so nach der kurzen Zeit in einem fremden Land? Oder kennst du das alles schon von früheren Besuchen?
Also, ich hätte ganz sicher nach einer Woche noch ziemlich mit der Eingewöhnung zu tun und wäre noch arg mit zurechtfinden beschäftigt !! Sprichst du die Sprache??
Vielleicht merkt dein Carlos das auch? NICHT falsch verstehen, ich meine nicht, dass du was falsch machst, aber dass ihr Euch halt beide noch eingewöhnen müßt draussen - er spürt vielleicht, dass du auch noch beim ankommen bist und nicht so gelassen bei den Gassi Runden bist, wie er das von vorher gewöhnt war??
Ist doch schonmal prima, dass ihr euch offensichtlich in eurer Wohnung wohl fühlt ! Und bei dem Rest achte auch gut auf dich, tu Sachen, die Dir gut tun und die dir helfen, dich einzugewöhnen, und dann wird sich dass ganz sicher schnell auch auf Carlos übertragen!
Ich finde das super mutig und toll, dass ihr ihn mitgenommen habt ! Muss gleich mal nachschauen, wo Krasnodar eigentlich ist !!
Hach, und der Tipp, sich sofort einen Hundetrainer in Russland zu suchen ist echt der Brüller
Sonst kannst du ja vielleicht auch Herrn Rütter einfliegen lassen
...Lg, Trixi + Diego + Liz-Morena
-
Zitat
Manchmal kommen mir Zweifel, ob wir Carlos mit Russland einen Gefallen getan haben? Aber für zwei Jahre wohin mit ihm? Das wäre ja nur auf eine Pflegestelle hinausgelaufen - und ob er danach noch zu uns wollen würde?:/
Überleg doch mal was in den 6 Monaten alles passiert ist!
Zuerst kam die Kleine, kurz danach ging Herrchen weg und die ganzen Vorbereitungen hat er ja auch mitbekommen.
Und nun ein Flug, eine komplett neue Umgebung, Herrchen ist wieder da, alles riecht anders, die Leute reden anders, das ist einfach nicht zuhause.Gib ihm Zeit. Gib dir Zeit! Das wird schon, gewöhnt euch doch erstmal dort ein.
Je mehr das für euch ein Zuhause wird desto mehr wird es das auch für Carlos. Alles wird sich einspielen. -
:-) Ach warum nicht, der Rütter hatte doch schon ein paar Auslandseinsätze. :-)
Dankeschön für eure Antworten. Ja, ihr habt recht. Ich selbst fühle mich noch nicht so sicher und wohl wie zuhause. Ist ja klar. Und Carlos nimmt nicht nur das wahr, sondern ist auch noch mit den ganzen anderen Dingen, Gerüchen und Umstellungen beschäftigt. Dass er unsicher ist, ist verständlich. Und zum Anderen habe ich auch das Gefühl, dass er die Kleine und mich schützen will. Also hat er sich auch noch eine weitere Aufgabe geschaffen. Bei Herrchen versucht er nämlich nicht fremde Menschen anzugehen...
Heute morgen habe ich ihn wenn er bellen wollte, abgelenkt. Wenn er darauf angesprungen ist, hat er ein dickes Lob und ein Fitzelchen Käse bekommen. Fand er klasse und er hat zwar gebellt, hat sich aber nicht reingesteigert.
-
-
Hallo,
dein Hund braucht eigentlich nichts weiter als DEINE Sicherheit. Damit meine ich, dass du im Umgang mit ihm alles so machst wie immer. Wenn er vor der Reise gut im Gehorsam stand und die Bindung zwischen euch beiden passt, dann wird er nach einer gewissen Eingewöhnungszeit auch wieder der Alte. Wie schnell das geht hängt ganz von der Persönlichkeit des Hundes ab. Du solltest eine Gewöhnungszeit von 3 - 6 Wochen rechnen.
In dieser Zeit wird dein Hund nicht nur wahnsinnig unsicher sein sondern sicher auch eine Phase des Grenzen austestens haben. Deshalb auch alles machen wie vorher, genauso konsequent in den Übungen sein, wie vorher auch. Das konsequente durchsetzen deiner mal anerzogenen Regel und Grenzen zeigt deinem Hund, dass er jetzt nicht plötzlich mehr Freiheiten hat, sondern zeigt ihm eher eine klare Linie, welches dann wieder als "Sicherheit geben" gewertet werden kann.
Deine eigene Unsicherheit spielt dabei auch eine Rolle. Versuche deine eigene Unsicherheit soweit es möglich ist runter zu spielen, und dem Hund gegenüber gar nicht zeigen. Ist schwer, ich weiß, denn ein guter Schauspieler steckt nicht automatisch in uns.
Der Hund merkt aber sehr genau, wenn DEIN Puls in bestimmten Situationen hoch geht und nimmt diese Nervosität dann leider auch schnell auf.
Wenn ich mich mit meiner Süßen in unbekannte Situationen begebe und merket, dass ich unsicher werde, der Puls hoch geht, aus Versehen die Leine kürzer nehme, dann besinn ich mich ganz schnell, atme einmal tief durch, Leine wieder auf die übliche lockere Länge, und weiter gehts. Meistens reicht das Puls runterfahren, Stimme wieder auf Normal anpassen usw., schon aus, um meinen Hund zu beruhigen.
Das Gleiche gilt im Freilauf. Da reicht eine leicht angehobene Stimme meinerseits, um den Hund nervös werden zu lassen. Genauso kann ich aber umgekehrt beruhigend einwirken, wenn ich die Stimmlage wieder runterfahre auf Normalmodus.Deine eigene Selbstkontrolle und die Konsequenz am Hund wird ihm helfen selbst an Sicherheit zu gewinnen.
Gibt ihm dazu einfach Zeit, damit dein Schatz sich ausreichend eingewöhnen kann. Dass kann ein paar Wochen dauern. Für dich ist sicher auch alles neu und brauchst seine Zeit zur Anpassung an die neue Umgebung.Viel Spaß in der neuen Fremde

Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!