Merkwürdiges Verhalten
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Moin,
meine Freundin hat ihren Welpen grad 2 1/2 Wochen, die Kleine ist ein Hovawart und nun knapp 11 Wochen alt. Meine Freundin sagt, es ist ihr 7 eigener Hund, ihr 9 gesamt, das sie SO einen noch nie hatte.
Nun war ich heute bei ihr und, in der Tat, ich fand das Verhalten der Kleinen auffällig - was meint Ihr dazu?Situation 1. die Kleine beißt sich in meinem Pullover fest (ein Zipfelding) und trotz sanften Entfernens aus ihrem Mäulchen und einem deutlichen mehrfachen "Nein" (das haben die beiden bereits geübt) hört sie nicht auf, wird wilder und beißt am Ende in mein Bein. Selbt mein Quietschen bringt sie dazu weiter zu machen. Meine Freundin hat die Kleine genommen und vor die Tür gesetzt, kommentarlos.
Kein Weinen, kein Fiepen - kurzes nahsehen? Die ist einfach weg gegangen und hat sich schlafen gelegt
Alle kleinen Hunde die ich kenne hätten vor der Tür geweint, selbst meine beiden, warten vor der Tür, wenn ich sie mal, aufgrund von "ich überhör Dich jetzt" raus werfe - aber wie..... und die sind erwachsen.Situation 2. nachdem sie nun also schlafen gegangen war, hat meine Freundin die Tür wieder aufgemacht und als die Kleine, knappe 40 Minuten später durch die Tür stürmt, stürmt sie an meiner Freundin vorbei, auf mich zu und beisst als erstes in meinen Pullover. Ein deutliches Nein von mir und ein Abwehren führt nicht zu Erfolg, also hab ich meinen Pullover hoch genommen und da beißt sie mich ins Bein..... ich quietsche - sie wird wilder, beisst nach und wird wieder vor die Tür gesetzt..... geht in ihren Korb und schläft weiter.....
Spielabbruch führt bei der Maus dazu, das sie völlig frei dreht und immer wilder wird.... nun sind die Welpen ja nicht mehr soooo klein und es tut weh, wenn sie einem ins Bein beisst, ernsthaft - das blutet auch. Das kurze Aussperren ist, meiner Meinung nach, adäquat - aber ich hab noch nie einen Hund erlebt, der da nicht vor der Tür sitzen würde und jammerte oder wenigstesn wartete.... die hier, geht einfah weg. Immer, wie mir meine Freundin bestätigte.... sie läuft einem auch im Haus kaum nach.....
Was denkt ihr darüber?
Sundri
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Hallo,
ich finde das Verhalten überhaupt nicht auffällig.
Wenn deine Freundin schon so viele Hunde hatte (waren es immer Welpen?), sollte sie wissen, dass die Beißhemmung und Erziehung diesbezüglich nicht nach erst 2 1/2 Wochen abgeschlossen ist.
Es gibt Welpen, die sind eben "hart im Nehmen" und die juckt es nicht, wenn sie ausgesperrt werden.
Wobei ich mir nicht sicher bin, wie effektiv das unerwünschte Zwicken mit der Strafe in Verbindung gebracht wird.Lasst das Quietschen einfach weg, reagiert ruhiger und souveräner, als bisher, als andere scheint die Kleine noch mehr anzustacheln, was auch nichts Auffälliges oder Ungewöhnliches ist.
Manche Welpen binden sich nicht innerhalb kurzer Zeit an seinen Menschen oder vielleicht hat sie sich einfach nur an die Rauswürfe gewöhnt, von denen ich sowieso nicht viel halte.
Viele Grüße!
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Hallo Sundri,
ich hab genau dasselbe Problem, also mein Kleiner beisst auch wie verrückt in alle Klamotten, Hände, Füße. Quietschen oder lautes Aua bringt nichts und wenn man ihn vor die Tür setzt und dann später wieder reinlässt gehts genauso weiter bzw. manchmal noch schlimmer.
Ok , meiner weint vor der Tür laut aber sonst klingt das nach meinem Hundi.
Ist also nichts so außergewöhnliches, hab auch erst gedacht da stimmt was nicht - hab mich hier aber eines Besseren belehren lassen
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Quitschen ist ja auch eine Spielaufforderung - warum also sollte der Welpe aufhören??? Da fängt der Spass doch erst an..
Wenn er an den Sachen zerrt oder beißt, eine ganz klare Ansage und sofort deutlicher Abbruch, dann mussman sie auch nicht aussperren, wobei ich mich gerade fragen was der Welpe nun durchs Aussperren lernen soll?
Treiben sie es mit einem Althund zu wild, gibt es erst ein verwarnendes Knurren und dann ein Abschnappen, wenn der Wildfang nicht hören will. Spätestens dann hören sie auf - so haben sie es von Mama gelernt.... -
Och, ich finds gar nicht so ungewöhnlich was die kleine Maus da macht und nicht jeder Hund lernt die Beißhemmung schnell oder auf die gleiche Art und Weise.
Beispiel: Sam hat Quietschen nur noch mehr angestachelt. Hab ich hohe Geräusche gemacht war es für ihn ein feines Spiel mit dem am liebsten nie aufgehört werden sollte.
Und hab ich dann noch die Hände dazu genommen um ihn von mir fernzuhalten... Ja hallo! Mit Händen kann man so toll kämpfen!Ziel erreicht haben wir mit:
1. "Nein" im ruhigen Ton, Rücken zum Hund und richtig arrogant mit erhobener Nase in die Luft gucken.
Dann sofort die kleinste Sekunde von ablassen gelobt.
2. War der Kerl so aufgedreht, dass das nicht funktioniert hat- kommentarlos aufgestanden und den Raum verlassen.Vor die Tür setzen würd ich die Kleine nicht. Ich glaube nicht, dass sie das als Bestrafung für ihr Verhalten erkennt.
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ja aussperren klingt doof aber natürlich geh ich und schick den Hund nicht weg aber wenn ich z.B. zwischen Flur und Wohnzimmer mit meinem Zwerg spiele, dann geh ich ins Wohnzimmer und sperr ihn auf den Flur aus (also mit Tür zumachen, sonst klappts nicht) Oder wenn er im Wohnzimmer zu wild spielt, geh ich raus auf den Flur und lass ihn allein im Wohnzimmer und mache eben was anderes. Ich trag den Hund nicht an einen stillen Platz - wo er ausharren muss. (das hab ich 1x gemacht, musste aber in dem Moment sein, weil er ruhig sein MUSSTE da er 3 oder 4 Stunden volle Power gespielt hat und körperlich schon fertig war aber sein Geist es noch nicht eingesehen hatte) ...
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Hallo
und Danke für Eure Antworten, meine Freundin jat schon mehrere Welpen gehabt, diese Maus ist ihr 5. Hovi-Welpe und auch ich hab derartiges Verhalten noch nicht erlebt.
Mag sein, das die Kleine echt hart im nehmen ist, aber sie zeigt so gar keine Anzeichen von Beschwichtigung oder Ruhe geben, sie powert sich schlicht hoch und höher. Spielabbruch führt zum Durchdrehen.
Na, ob Quietschen eine Aufforderung zu "oh toll, mach weiter so" ist sehe ich differenziert, wenn ich Welpen beobachte, hält der Angreifer schon inne, wenn der Unterliegendes quietscht. Irgendwie muss der Hund ja eine Möglichkeit haben, mitzuteilen "DAS reicht jetzt aber". Ich hab auch nicht hundemässig gequietscht, sondern eher aufgeschrien, weil ich damit nicht gerechnet habe....
Meine Freundin ist eine ganz souveräne Person, die ihre Hunde immer gut beieinander hatte, sehr liebevoll, sehr konsequent und doch, diese Maus bringt sie wohl ganz an ihre Grenzen. Schade....
Liebe Grüße
Sundri -
[quote="Sundri"]diese Maus bringt sie wohl ganz an ihre Grenzen. Schade....
[quote]Ach nein das ist nicht schade
Wie heisst es so schön... Man wächst mit seinen Aufgaben
Und so wie Du Deine Freundin beschreibst (souverän, liebevoll, konsequent) bin ich absolut der Meinung, dass sie das schon macht.Ich bin anfangs an Sam fast verzweifelt! Ehrlich! Ich hätte den Knirps so oft auf den Mond schießen können und hab mich oft gefragt was ich falsch mache, oder ob der Hund blöde ist usw.
Ich bin mit Hunden groß geworden, aber sowas kannte ich nicht!
Am Ende war es einfach die Geduld die sich bezahlt gemacht hat.
Beisshemmung hat bei ihm auch extrem lange gedauert. Meine Hände waren zerschunden, meine Arme voller Kratzer ABER er hats gelernt
Dafür ist er heute umso zuverlässiger und weiß sich zu beherrschen.Und ich kann aus voller Inbrunst, zutiefst romantisch und von Herzen sagen, dass ich nie vorher so einen tollen, liebevollen und treuen Hund hatte

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Moin,
meine Freundin hat sich indess entschlossen die Kleine zurück zu geben. Ich glaube ihr, wenn sie mir erzählt, SO eine hatte sie noch nie - aber ich höre langsam auch eine gewissen Ablehnung aus ihren Worten und das ist für Beide nicht gut.
Möglich, das ich mehr Geduld gehabt hätte - aber ich bin nicht sie und so wie sich sie kenne, wird diese Maus nicht "ihre" Hündin werden. Zudem meinte die Züchterin wohl in einem Nebensatz "ach ja, die Mama ist auch so, da muss man immer ganz bestimmt und sanft sein, sonst tickt sie durch" frag ich mich, wieso züchtet man mit so einem Hund, aber gut - ist nicht mein Problem.... bei dem Welpen ist das durchdrehende und um sich beissende Verhalten ja noch in Griff zu bekommen aber bei einer ausgewachsenen Hündin? Na Danke aber auch....
Nun ist es nur wichtig, das die kleine Maus so schnell als möglich zurürck kommt und so wie es sich anhört, stehen schon "neue" Leute bereit für sie.... besser kann es auch nicht kommen. Schade ist es trotzdem und irgendwie vielleicht auch richtig.
Grüßle Sundri
P.S: Danke für Eure Meinungen, mir haben sie geholfen....
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Moin,
als ich eben den Thread zum Hovawart gelesen hab, fiel mir dieser wieder ein..... wen es interessiert:
A. meine Freundin hat sich damals einen anderen Hund geholt, nachdem sie lange sehr verzweifelt war und sich ganz unfähig vorkam.... die "Neue" ist jetzt 9 Monate alt und ein Traum von Hovawart, die beiden sind ein Superteam und es macht Freude sie zu sehen. Überhaupt kein Vergleich zwischen den Welpen, ich erlebe das ja beinahe täglich hautnah mit.....
B. der zurück gegebene Welpe wurde sofort wieder vermittelt und soll in die Zucht.
C. Die Freundin meiner Freundin hat sich damals zeitgleich mit ihr aus dem selben Wurf einen Welpen geholt, ihren 4. Hovawart. Sie ist Hundetrainerin und spricht eigentlich nicht viel, aber.... ihr Hund hört nicht..... überhaupt keine Reaktion auf nichts..... sie sagt "sowas hab ich noch nicht erlebt" und hat tatsächlich aufgegeben, ihr Hund ist auch nicht müde zu bekommen, egal was man anstellt. Die Beiden treffen sich gelegentlich und meine Freundin ist jedes Mal heilfroh über ihre Entscheidung.
Schon komisch..... aber am Ende kommt es eben doch stark auf die Zucht an. Wobei ich derartige Unterschiede schon seltsam finde.
LG Sundri
- Vor einem Moment
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