• Hi, bin neu hier und hoffe dass mir hier jemand helfen kann ;)

    Habe einen 5 Monate alten Mischlingsrüden, der in meinen Augen iwie komisch ist. Mir fallen diese Dinge wahrscheins nur so auf da wir schon mehrere Hunde hatten, auch Welpen, die ganz anders waren ohne jetzt vergleichen zu wollen, sind ja alle unterschiedlich ;)
    Als er zu uns kam war er auf „Zerstöhrungsmission“, Teppich, Gardienen nichts war sicher was ja nichts schlimmes is, weiß ja noch nicht das man sowas eig. nicht sollte :smile: . Problem ist nur dass er mit uns nicht spielen will :sad2: egal wie man ihn animiert 2 Minuten später sucht er sich eine eigene Beschäftigung, was am Anfang in Zerstörung von Sachen und jetzt nach Verbot dieser, nur noch zum Hinlegen und schlafen führt (vor Langeweile?!).
    Eine weitere Eigenart ist dass er sich wenn wir im Wohnzimmer sitzen in die Küche zurückzieht o. umgekehrt .
    Wenn ich Gassi gehe ist es ein richtiger Nasenbär, Problem nur er schaltet dann total auf Durchzug egal wie ich ihn rufe, mit Leckerli (Leberwurst aus Tube), Spielzeug…nichts, er bleibt minutenlang stehen und ignoriert mich obwohl er total verfressen ist , wenn er dann nach einer gefühlten Ewigkeit weiterläuft dann auch nur sehr langsam und ohne Freude auf Belohnung. Wie kann man ihm das Leben bei uns schmackhafter machen?

    Die Mutter von ihm war ein Straßenhund gewesen die auch alles kaputt gemacht hatte, unanhänglich und mit ihren Babys total überfordert war, hatte diese nach 2 ½ wochen nichtmehr gesäugt und ist ständig abgehauen. Also nur als Hintergrundinfo…
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen und hoffe ihr seid nicht bei dem riesen Text eingeschlafen :tropf:

  • Hallo erstmal.
    Ein paar Infos mehr brauchen wir schon
    Wie lange is er bei dir?
    Wo kommt er her?
    In welchem Alter is er zu dir gekommen?
    Vorgeschichte iwie bekannt?
    Gesundheitlich alles OK?

  • ohh ja sry hätte ich erwähnen sollen :ops:
    Die oben beschriebene Hündin ist abgehauen und kam trächtig wieder zurück, hatte uns die Besitzerin erzählt. Er ist seit er 9 Wochen alt ist bei uns und ganz normal bei seinen Geschwistern und menschlichen Kontakt aufgewachsen, geimpft/entwurmt ist er logischer weiße in dem Alter auch schon und der Tierarzt hat nichts Auffälliges festgestellt. :smile:

  • Dieses .. ich nenne es mal "Meideverhalten" wird ja sicherlich eine Ursache haben. Auch wenn das für dich selbst oder uns alle erstmal "nicht dramatisch" erscheint, aber wenn Du ganz intensiv nachdenkst: Gibt es da was, was er vielleicht nicht unbedingt als positiv empfunden haben könnte?

    Einen anderen Ansatz habe ich spontan nicht.

  • War schon immer ein wenig zurückhaltender Leuten gegenüber aber nur bei genauem hinsehen, war eher an seiner mami gehangen die vor ihm geflüchtet ist. Was aber auffällt ist dass er sich eig. immer bei Fremden freut bis sie einmal was von ihm verlangen, beim ersten Mal wenn sie ihn rufen rennt er ganz freudig auf sie zu, aber spätestens beim zweiten Mal findet er es schon iwie lästig und reagiert nichtmehr. Dieses nicht positive ist warscheins das nicht zerstören, haben ihm aber immer wenn er zb am teppich gezogen hat einfach „nein“ gesagt und ihm sein Spielzeug angeboten und ihn gelobt wenn er damit gespielt hat.
    Vielen dank für die Ursachenforschung =)

  • Hört sich logisch an, würde mich auch nich zum 100x freuen :lol:
    Ganz genau kann ich ihr Verhalten nicht beurteilen hatte mich als Fremde in ihrem Haus geduldet und mich auf die kleinen Scheißer aufpassen lassen.
    Die Besitzer konnten sie nicht wirklich von der Leine lassen da sie dann sofort abgehauen ist und sich mit anderen Hunden (durch die Trächtigkeit)nicht verstand, an sich war der Mensch für sie eher ein Essenslieferant hatte so das Gefühl das da keine wirkliche Bindung bestand.

    Heute ist er das erste Mal wieder 3 minuten freudig über den acker gerannt :rollsmile: ..und dann kam ein Radfahrer und ich musste ihn wieder einfangen :verzweifelt:

  • Das Verhalten der Mutter ist ganz maßgeblich für so ein Hundekind. Sie ist das Vorbild für Verhalten in unbekannten Situationen, gegenüber Menschen etc... Wenn dann noch Rassen ins Spiel kommen, die eher zu einem introvertiertem Hund führen, dann kann das Ergebnis so aussehen. Man kann so etwas einigermaßen abfangen, wenn man in der Zeit, wo der Welpe noch nicht im neuen Zuhause ist bestimmte Dinge tut... das setzt aber natürlich voraus, dass man das auch weiß.

  • Natürlich sind die Gene und das Verhalten der Mutter mit ein Auslöser für das eigene Verhalten.

    Ist auch eig. ein ganz Süßer, ist echt freundlich anderen Leuten gegenüber und mit Hunden zu spielen ist das Größte für ihn. Lernt ziemlich gut, fange jetz gerade mit Nasenarbeit an, weil wenn er schon so eine recht gute Nase besitzt warum nicht nutzen ;) . Mit dem kurzen Spielen kann auch sein weil er grad im Zahnwechsel ist. Frage nur, wenn er sich zb von uns weg legt, soll ich ihn dann wieder zu mir reinholen oder ihn diesen Abstand lassen?, vielleicht sind wir auch für ihn einfach zu laut wenn er schlafen will? Was für Ideen habt Ihr noch um eine Bindung zu stärken :???:
    lg

  • Für mich klingt das so, als bräuchte der Kleine noch viiiieeel Zeit, um mit Menschen klar zu kommen.
    Du schreibst ja selbst, dass er sehr auf seine Mutter fixiert war, diese ihm aber nicht gegeben hat, was er will. Das prägt den Kleinen sehr- leider eher negativ. Und du schreibst auch, dass die Mutter nicht viel von Menschen zu halten scheint, eher Abstand halten will, ihre Freiheit zu brauchen scheint, etc. Das hat der Kleine sicherlich übernommen und das gilt es nun zu ändern.

    Ich schätze, er braucht eine Weile, bis die Bindung zu euch stark genug ist so dass er dich wirklich uneingeschränkt lieben kann und dich als Rudelchef ansehen will und dir um jeden Preis gefallen möchte. Das kommt mit der Zeit, sofern du ruhig und geduldig bleibst. Wenn er Nähe und Kontakt sucht, dann werte das als positiv und zeige ihm, wie schön du das findest- das wird er dann auch toll finden. Wenn er geht, sich von dir fern hält, etc. dann lass ihm seine Ruhe. Er sollte ruhig von sich aus ankommen und nicht, dass ihr ihn quasi dazu zwingt, zu euch zu kommen. Das bringt schließlich nichts.

    Was macht er denn gerne, draußen als auch drinnen? Du schreibst, dass ihr Nasenarbeit macht. Hat er Spaß dabei? Macht es dir Spaß? Wenn ja, würde ich das auch weiter machen. Damit sind beide zufrieden, er ist ausgelastet und ihr macht etwas gemeinsam- das stärkt die Bindung. Das gilt auch fürs Fressen aus der Hand, fürs Kuscheln und Schmusen, für gemeinsame Spiele, etc. Ich denke, je mehr ihr gemeinsam macht (natürlich in einem Maße, der für beide ok ist!) desto besser wird ganz automatisch die Bindung werden.

    Bei der ganzen "Du bist ein toller Hund"- Masche und dem "Ich tue dir absolut nichts"- Verhalten sollte es aber trotzdem nicht an Konsequenz und Regeln fehlen. Setze die nicht mit Gewalt durch, sondern ruhig und konsequent, zeige ihm andere Möglichkeiten auf, die er gerne annimmt, usw. Du bist und bleibst der Chef, er hat sich trotzdem unterzuordnen, obgleich er keine Angst vor dir haben soll. Da musst du also einen Mittelweg finden.

    Viel Glück und Erfolg!

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