Aggression gegen andere Hunde
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hey.
endlich haben wir unseren hunde aus spanien! er ist ein absoluter prachtkerl. hier und da sind noch baustellen, die wir aber in den griff bekommen. das einzige was ein problem darstellt ist seine aggression gegenüber anderen hunden.
sobald er beim spazieren gehen einen anderen hund sieht ändert sich seine körperhaltung: rute geht hoch, ohren werden aufgestellt und dann gehts los. er zieht und bellt und knurrt etc. termin mit einem hundetrainer habe ich schon, leider erst mitte januar. könnt ihr mir da tipps geben?
von vorbei gehenden hundehalter bekommt man dann immer so doofe tips, die ich aber alle ignoriere. "machen sie ihren hund doch einfach los" etc..
gruß
daniel
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Aggression gegen andere Hunde schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Ne leider nicht. Mein Hund verhält sich genauso. War 1 Jahr bei Hundetrainern, habe es dann aber aufgegeben.
Meiner kommt auch aus Spanien. Ich kann mir gut vorstellen, dass er dort einfach keinen Kontakt zu anderen Hunden hatte.
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Bis zu dem Termin mit deinem Trainer manage die Situation einfach. Ich würde den Trainer abwarten und ich hoffe, du hast einen guten, dass du deine Zeit und dein Geld nicht verschwendest. Bis man einen findet der einem wirklich helfen kann, hat der ein oder andere mit Sicherheit eine Odysee hinter sich, ist um einige Erfahrungen reicher und um einige Euros ärmer. Das schönste was ich zu dem Thema hatte war eine bekannte Trainerin, Ärztin und Buchautorin die locker 140 EUR die Stunde nahm und die das Problem wegclickern wollte ... Problem nur, dass es den Hund erst interessiert hätte, wenn er ein gesegnetes Alter erreicht hätte, wo sich pöbeln nicht mehr lohnt
.Trainingstipps aus dem Internet würde ich mir bei der Thematik genauso wenig holen, wie du auf die Ratschläge anderer Hundehalter holst. Der Trainer den du kontaktiert hast wird eher beurteilen können, wie diese Aggression motiviert ist (Unsicherheit, Frust, etc.) und dementsprechend individuell muss der Trainingsansatz sein.
Im Zweifelsfall schreib mal staffy hier im Forum an, ob sie deinen Trainer kennt oder ob sie dir einen empfehlen kann.
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strassenseite wechseln, umdrehen und weggehen, der situation ausweichen...
und dann abwarten, was der trainer meint...
ODER: tatsächlich die situation aussitzen, den anderen hundebesitzer auf entfernung in ein gespräch verwickeln über dessen hund ( wer rede nicht gerne über seinen eigenen hund) und solange auf entfernung weiterreden, bis dein hund sich beruhigt hat... und er merkt, dass du die situation dirigierst und alles im griff hast und dass der andere hund nicht rüberkommt.. mußt dir nur im klaren drüber sein dass das eben auch mal ziemlich lange dauern kann...
Themen gibts genug: wie jemand was meint, oder wie der andere hund so drauf ist oder ob die hundesport machen, wieder andere hund zu kindern ist etc etc etc
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Hallo!
Edit by Mod: Eigenwerbung nicht erlaubt.
Also, es gibt ganz viele Gründe warum ein Hund Aggressionen gegenüber anderen Hunden zeigen kann. Ohne deinen Hund gesehen zu haben, kann und darf man, gerade bei dem Thema Aggression, keine Tips geben.
Ich würde da auch auf einen kompetenten Trainer setzen, der gelernt hat nach der Ursache zuforschen und nicht nur Symptombehandlung macht!
SOS Maßnahme in deiner Situation:
versuch erstmal in einen Bogen an den hunden vorbei zugehen, so dass sich dein Hund evtl von dir ablenken läßt und er das aggressive Verhalten nicht zeigen muss!
Ich drück dir die Daumen!!!
Lola -
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Hallo,
schon mal überlegt, dass das genaue Gegenteil der Fall sein kann, nämlich, dass der Hund mit mehr Artgenossen zusammensein musste, als ihm lieb ist? Z. B. in einer Perrera?
Ich kenne ein paar Hunde, die aus irgendeiner ausländischen Hundeverwahranstalt heraus nach Deutschland gebracht wurden und die hier ganz und gar nicht dem Bild des rudelkompatiblen, dankbaren "Geretteten" entsprechen, sondern die - wahrscheinlich - einen harten Überlebenskampf hinter sich haben und dementsprechend kompromisslos ihre Interessen verteidigen, die sie offensichtlich schon durch die bloße Anwesenheit anderer Hunde bedroht sehen, darunter eine kleine, dreibeinige Hündin, die auf fast alle Hunde hysterisch keifend zuschießt.
Die Besitzer stehen dem relativ hilflos gegenüber und texten einen immer zu, von wegen der arme Hund, und gucken Sie mal, dem fehlt ein Bein... anstatt mal durchzugreifen, sprich, den Hund an der Leine zu lassen und zu rüffeln, wenn er sich aufplustert - solange er noch ansprechbar ist, natürlich.
Ich finde es immer wichtig, Verhaltensweisen, die absolut unerwünscht sind, von Anfang an möglichst zu unterbinden oder irgendwie zu kanalisieren, und dies unabhängig davon, aus welchen Gründen der Hund sie an den Tag legt. Meist kann man ohnehin nur spekulieren; siehe oben ;).
Ich nehme an, der Hund ist noch nicht allzu lange bei Euch? D. h. Eure Beziehung zu ihm ist auch noch im Werden, und er muss erst lernen, nach welchen Regeln sein Leben jetzt abläuft?
Je nachdem, auf was der Hund reagiert - Leckerchen, Barschheit, Ablenken durch Spielzeug, Abstand vergrößern, etc. -, würde ich versuchen, ihn nach Möglichkeit erst gar nicht in diese Anspannung kommen zu lassen, um so, wie von den anderen geschrieben, Management zu betreiben und dem Tier nach und nach beizubringen, dass sein Verhalten von nun an unerwünscht ist und ihm nichts einbringt außer Euren Unmut, denn wenn sich ein solches unerwünschtes Verhalten erst gefestigt hat, ist es viel schlimmer, den Hund da wieder rauszuholen, vor allem, wenn es sich um ein Exemplar handelt, das evtl. sowieso "sein eigenes Ding" dreht.
Aber das muss sich jemand Kompetentes vor Ort ansehen.
Ich wünsche Euch viel Spaß in dieser spannenden Phase des Zusammenwachsens und viel Erfolg bei der Lösung Eures Problems!
Caterina
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also wie gesagt. er lebte in der rettungsfinka auf spanien mit vielen hunden zusammen. und zuhause bei seiner pflegefamilie lebte auch ein hund. er hatte dort auch eine hundefreundin (hund der tochter). mir ist halt aufgefallen das er sehr dominant ist. gerade beim spielen mit seiner hundefreundin ist mir das aufgefallen. er besteigt sie (obwohl kastriert), und wirft sie zu boden..und beißt in den nacken. halt spielerisch, aber man sieht doch recht gut, dass er sehr dominant ist. bei der pflegefamilie darf er alles: er pennt im bett, und hat wenig grenzen. ich denke mal das er dort seine dominante ader gefestigt hat.
ich versuche ihm erstmal klar zu machen, das er nicht chef im haus ist :). dh er darf erstmal nicht auf die couch oder ins bett, ich begrüße meine gäste zuerst, und nicht er (anbellen), wenn ich nach hause komme wird auch erstmal meine freundin begrüßt, bis er sich beruhigt hat.
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ok ich werde die situation erstmal meistern. situationen vermeiden geht nicht, da er schon sehr früh anschlägt (ca 20m entfernung). so einen großen bogen kann man garnicht laufen :).
wir haben bisher 2 sachen ausprobiert. einfach bestimmt am "gegner" vorbeilaufen oder stehenbleiben, den hund hintersich positionieren und korrigieren, sobald er anzeichen einer "attacke" gibt. korrigiert wird mit nem leinenruck, einem "nein" oder einem "physical touch" (xD). letztere methode klappt auch soweit OK. er bellt dann nicht mehr wie verrückt, sondern sitzt einfach nur ultra wachsam.
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Hört sich für mich nicht nach Dominanz an. Er ist lediglich unerzogen und frech, bzw. in der von dir benannten Situation kann es auch lediglich spielerisch motiviert sein. Kastration hat auch nicht zwingend was damit zu tun, das ein Hund nicht mehr besteigt, dass ist eher eine Erziehungsaufgabe. Im Rahmen des Spielverhaltens besteigen sich Hunde auch aus Jux und Tollerei, allerdings zeichnet sich das dann dadurch aus, dass das Verhalten wechselseitig gezeigt wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er andere Sorgen hat als den ganzen Tag um seine Rangstellung besorgt ist. Lies hierzu gerne mal neueste Literatur. Wirklich dominante Hunde, im Sinne von "er möchte der Chef sein" gibt es selten. Die meisten Hunde wollen keine Führer sein, sondern wollen lediglich jemandem dem sie sich anschließen kann, der ihnen klare und faire Regeln gibt.
Alles muss in den Verhältnismäßigkeiten passen.
Ansonsten finde ich, dass du im großen und ganzen schon auf einem guten Weg bist, Du solltest halt schauen, dass du deinem Hund klare Strukturen gibst innerhalb dessen er sich bewegen kann und auch die Korrektur bei Hundebegegnungen erscheint mir sinnig. Wichtig ist hier das Timing. Du mußt korrigieren, wenn die ersten Anzeichen (starren, steif machen, etc.) gezeigt werden. Wenn er dir doch mal ausflippt dann keine Korrektur mehr, weil er dann auf einer Reizlage ist, wo ihn eh nichts mehr erreicht, sondern nur noch reines Management der Situation.
Ich hoffe, das Lob und Motivation auch Thema sind :) .
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hey.
danke für die antwort.
die korrektur erfolgt direkt bei augenkontakt. aber er lässt sich nicht wirklich davon beeindrucken. aber ist auch trainingssache. ansonsten ist er ein wirklich toller hund. er macht schnell fortschritte. ansonsten arbeite ich selten mit korrekturen, da ich lieber positiv verstärke. das klappt auch super :).
ich bin gespannt und freu mich auf die zusammenarbeit mit meinem hund ♥.
hier ist ein foto vom frechdachs: http://www.facebook.com/photo.php?fbid…&type=3&theater
gruß
daniel
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