Woran erkennt man einen guten Tierarzt?
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Hallo liebe Forengemeinde,
der kleine Nero ist inzwischen seit einigen Wochen bei uns und natürlich soll es ihm an nichts fehlen. Dazu gehört auch die richtige gesundheitliche Versorgung. Aber wie kann ich als Laie einschätzen, welcher Tierarzt gut ist? Ich lese zwar immer Erfahrungsberichte (sofern vorhanden) durch, aber das ist ja auch nicht das Wahre.. Und Doktorhopping will ich auch nicht betreiben, schließlich sollte von Anfang an eine gute Vertrauensbasis vorherrschen und keine negative Verknüpfung mit 'Tierarzt/Tierarztpraxis' entstehen. Wie erkennt ihr einen ehrlichen und guten Tierarzt? Bei welchen Anzeichen sollte man Reißaus nehmen? Was sind denn so die normalen Preise für die Standarduntersuchungen u.ä.? Kann mir vielleicht auch jemand im Speziellen einen Arzt im Münchner Westen empfehlen (gerne auch per PN
)?Viele Grüße
Miriam - Vor einem Moment
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Huhu Miriam,
das ist die Frage, auf die es keine pauschale Antwort gibt.
Für mich ist wichtig, dass der Tierarzt mit dem Hund gut umgeht, dass er mir nicht unsympathisch ist, dass er sich Zeit nimmt und Fragen ausführlich erklärt.
Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die verbindlich ist.
Allerdings dürfen die Tierärzte, einfachen, zweifachen oder dreifachen Satz nehmen, weshalb man keine pauschalen Aussagen über Preise treffen kann.Und bevor ichs vergesse, mir ist auch wichtig, den Tierarzt auch außerhalb der Sprechzeiten im Notfall erreichen zu können, und Sprechzeiten, die nicht nur in meiner Arbeitszeit liegen

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Hallo,
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man sich selbst ein gutes GrundWissen aneignen muss um die Spreu vom.weizen zu trennen. Mein erster TA hat einige Dinge gemacht die mir überhaupt nicht gefielen: Behandlungen einfach durchgeführt ohne mir zu sagen was er tut, abgesprochen Dinge nicht oder falsch ausgeführt, bei jedem Wehwehchen Antibiotika gegeben und die Rechnungen haben nicht nur formel gehapert

Zu meiner jetzigen TA bin ich durch das Forum gekommen, da ich einen TA gesucht habe der nur die dreifach Impfung auf Lager hat und Tollwut für 3 Jahre einträgt. Nach einem kurzen Gespräch und einer Grunduntersuchung die wahnsinnig liebevoll, ruhig und sorgfältig geschah wusste ich dass ich bei ihr bleibe

Ich bin immer noch sehr zufrieden, da die TA einfach sehr kompetent ist und immer auf mich eingeht und einen "gemeinsamen" Weg findet. Da zahl ich gerne den dreifachen Satz der GOT (Gebührenordung für Tierärzte)
Lieben Gruß
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Ich hab mittlerweile auch schon viele viele Tierärzte durch. Und entschieden haben (damals meine Eltern) nach Gefühl und seit 15 Jahren sind wir Stammkunden dort.
Für mich ist ein guter TA, wenn dieser sich ausreichend Zeit nimmt, anständig und freundlich mit meinem Tier sowie mir umgeht. Wir haben anfangs nach Bauchgefühl entschieden. Ich war mittlerweile auch bei einigen anderen, da wir weggezogen sind, aber nie war ich so zufrieden und mittlerweile fahre ich eine Strecke auch 40km.
Das Internet spuckt ja in der heurigen Zeit auch viele Erfahrungsberichte mit vielen TA aus, da kann man sich vielleicht erstmal querlesen, muss aber bedenken, dass natürlich ganz viel subjektiv ist. Schau dir den TA deiner Wahl genau an, frag Bekannte oder hier im Forum und entscheide selbst.Ob der TA letztlich auch in der Praxis taugt und nicht nur mehr Schein als Sein ist, muss man leider meistens herausfinden, aber das bekommt man, wenn man auf die richtigen Sachen achtet, schnell raus. Unsere TA konnte unseren Hund, der zwangsläufig verstorben wäre, als einzige behandeln. Das war natürlich ein akuter Faktor, der uns überzeugte.
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Frag die Hundehalter in Deiner Umgebung, von denen Du glaubst, dass sie auf Deiner Wellenlänge sind: Die sind alle schon ein paarmal beim Tierarzt gewesen und können Dir jeder ihre Erfahrungsberichte zu mindestens einem Tierarzt geben. Meist sogar zu mehreren. Und die haben in der Regel auch schon den ganzen Preisvergleich und die "was tut er, wenn er keine Diagnose hat"-Erlebnisse durch. Auf Bewertungsportale und Foren würde ich mich nicht unbedingt verlassen, die sind meiner Erfahrung nach meist zu einseitig.
Auf Deiner Wellenlänge auch deshalb, weil die alte Dame mit Dackel von nebenan möglicherweise andere Ansprüche an einen Tierarzt stellt als der Typ mit dem Ridgeback. Es ist ja auch immer eine Stilfrage, ob man sicherheitshalber immer ein Antibiotikum oder eine Vitaminspritze haben will, ob man lieber ein paar Globuli mitbekommt oder ob man damit leben kann, ohne Medikamente wieder weggeschickt zu werden, weil der Hund nichts Ernstes hat. Und wie genau man das alles erklärt kriegen will.
Du bekommst immer nur einen subjektiven Eindruck, das ist klar. Auch zu den medizinischen Kompetenzen kann man so keine harten Fakten rausfinden. Aber wenn sich zwei, drei Leute unabhängig voneinander einig sind, wer ein guter Tierarzt für Hunde ist, dann wird er es wohl sein.
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Ich finde "Doctorhopping" völlig in Ordnung (super Wort übrigens
) Nicht jeder Doc kann alles bieten. Für die Routinegeschichten gehe ich immer zum selben Doc, wenn etwas Besonderes ist, gehe ich gleich zum Spezialisten, denn kostenlose Überweisungen gibt es ja in der Tiermedizin nun mal nicht. Die Grunduntersuchung muss ich beim Spezialisten ja auch noch mal bezahlen, warum also nicht gleich dorthin gehen?Ansonsten lege ich großen Wert darauf, dass der Doc sich mit hündischem Verhalten und der Hundesprache auskennt, sich ständig fortbildet, mir meine Fragen ausführlich beantwortet und meinem Hund respektvoll begegnet.
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Für mich persönlich macht einen guten Tierarzt aus:
- Zeit für mich
- keine überfüllten Warteräume, lieber nach Termin
- keine Angst vor Tieren, hab ich leider schon zu oft erlebt und find ich inzwischen überhaupt nicht mehr lustig; selbstsicheres Auftreten gegenüber den Tieren
- zwischenmenschlich zu mir passend
- gerade heraus, wenn eine Behandlung keinen Sinn mehr macht
- sollte klar formulieren können, wenn er nicht mehr weiter weiß und dann dementsprechend überweisen
- lieber weniger Geräte, bin ungerne der Abzahler durch eigentlich unnötige Untersuchungen und gehe dann lieber zu einem anderen Arzt, zu dem er mich überweist
- sollte gut erklären können, so dass selbst ein Laie es versteht
- soll mir zuhören können bzw. erst vernünftig meinen Wunsch hinterfragen
- u.v.m. was mir grad nicht einfällt -
Meine Tierärztin habe ich mir ausgesucht,weil sie immer alles ganz genau erklärt und auch immer Alternativen aufzeigt und nicht versucht ihre Lieblings-Methoden aufzuzwingen.Sie berät sehr ausführlich und beantwortet alle Fragen und ist sehr liebevoll und geduldig im Umgang mit den Tieren.Sie hilft auch,wenn sie merkt,das man gerade keinen klaren Gedanken fassen kann und rät dann zu einer bestimmten Behandlung.
Sie bildet sich immer weiter fort und bietet auch oft einen Info-Abend für Besitzer zu bestimmten Themen.Was für Manche vielleicht auch wichtig sein kann:Die Zahlungsmöglichkeiten/GOT-Satz erfragen.
Meine TÄ besteht auf Bezahlung direkt nach der Behandlung per EC Karte oder bar.Auch wenn das Tier versichert ist,rechnet sie nicht mit der Versicherung ab,sondern erst mal vom Besitzer und der soll sich das Geld von der Versicherung holen.
Finde ich persönlich ziemlich schade,denn ich hatte die Versicherung ja gewählt um eben nie von meinem aktuellen Kontostand abhängig zu sein.Aber das erfährt man ja bereits beim ersten Anruf automatisch bzw spätestens auf dem Bogen,den man beim ersten Besuch ausfüllen muss und somit weiß man gleich woran man ist. -
Wir haben mit Kolja auch schon so einige Tierärzte verschlissen - und das obwohl der Kleine erst 8,5 Monate alt ist...
Der erste TA hat seine Praxis ca. 300m von uns zu Hause entfernt, also bietet er sich eigentlich direkt an. Einige Freunde von uns gehen schon länger zu ihm und sind zufrieden. Mir war er aber von Beginn an unsympathisch und da er es nie für notwendig gehalten hat, uns bei Behandlungen mehr als nötig zu erklären und ich ihn schon zweimal zurückpfeifen musste, als er Spritzen aufgezogen hat, ohne mir vorher zu sagen, was er da meinem Hund geben will, hat der sich erübrigt.Dann waren wir mit Koljas wachstumsbedingten Gelenkproblemen in einer Tierklinik und waren 100% zufrieden. Der Arzt hat sich richtig viel Zeit genommen, Kolja total lieb untersucht und uns alle genau erklärt. Hier würde ich im Ernstfall jederzeit wieder hinfahren, allerdings nicht für die Routinedinge, weil mir die Klinik zu weit entfernt ist.
Nach zwei weitern Versuchen, die ähnlich wie der erste TA endeten, haben wir nun scheinbar endlich eine TA gefundne, bei der es is jetzt stimmt. Auch sie erklärt alles was sie macht sehr ausführlich, zeigt ihre Diagnosen genau auf und hat recht gute Tipps auf Lager. Besonders gut hat mir gefallen, dass sie uns direkt gefragt hat, wie wir zu Homöopathie etc. stehen und sie nun weiß, dass sie es bei uns damit garnicht erst versuchen muss

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Wir haben unsere Tierärztin im Internet gefunden als wir nach einem Arzt gesucht haben der vogelkundig ist (und das sind weniger als man gemeinhin denkt...).
Sind mit ihr auch total zufrieden, zumindest was die Behandlung unserer Wellis betrifft. Mit Hundi waren wir bis jetzt nur für die Tollwutimpfung und 2-3 mal wegen einem hartnäckigen Durchfall dort.Mir gefällt, dass sie einem ordentlich zuhört. Sie beantwortet alle fragen geduldig und erklärt warum und wie sie etwas macht. Ausserdem greift sie (zumindest bei den Vögelchen) auch zu homöopathischen Mitteln und ist ggf. auch ausserhalb der Sprechzeiten per Handy zu erreichen. Ausserdem geht sie unglaublich liebevoll mit den Tieren um was natürlich auch wichtig ist. Dafür nehme ich dann auch eine längere Fahrtzeit in kauf.
Denke auch, dass es einfach zwischenmenschlich passen muss. Zu dem Tierarzt bei uns vor Ort gehe ich nicht, weil der ein kompletter Unsympath ist - wenn auch fachlich kompetent.
Zum Glück war ich noch nie in einer solchen Situation, aber ich hoffe, dass meine Tierärtzin auch bereit dazu wäre uns an einen anderen Tierarzt zu überweisen wenn sie z.B. nicht die technischen Möglichkeiten hat bei einem Problem weiterzuhelfen.
Zum Thema Tierarzthopping: Mit Katerchen gehts in eine andere, winzige Praxis. Auch hier ist die Tierärtzin sehr nett und nimmt sich immer viel Zeit... das ganze macht aber einen etwas weniger "seriösen" Eindruck, mehr als ob sie das ganze eher als kleine Nebenbeschäftigung sieht. Dort geht's eben nur zum impfen und entwurmen hin.
Sollte irgendwann mal etwas wirklisch schlimmes anliegen würde ich auch sofort zu einem anderen Tierarzt gehen.Ich denke man muss einfach schauen wo man sich am sichersten aufgehoben fühlt. Am sinnvollsten ist es wahrscheinlich andere Hundebesitzer in der Umgebung nach ihren Tierärtzen und Erfahrungen mit ihnen zu fragen.
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