Welpe zerrt wie verrückt
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Ja ich finde auch, dass gerade das große Thema Leinenführigkeit schonmal intensiviert werden könnte. Oder die Trainerin könnte mal auf uns zukommen und mal nicht das "Problem" ignorieren. Denn kein Welpe zerrt da so wie unserer. Im Gegenteil. Sie hat uns gefragt, ob unser Hund Husten hat, weil er so röchelt (er hatte damals noch Halsband), wir müssten dann die Gruppe verlassen. Sie meinte er könnte schon Schädigungen der Luftröhre haben. Das röcheln wäre ja nicht normal...
Nunja, wir haben da eine 6er Karte gekauft, müssen noch 4 mal hin. Vielleicht wäre eine Einzelbetreuung sinnvoller? Werde auf alle Fälle in die Stadt, Bushalte usw. Leine treten und "Gefahren" anschauen lassen. Die Hundeschue bietet jetzt am Dienstag zwar auch ein Welpenprägungstreffen an, aber wenn die anderen Welpen da sind, wird das eher zum Zerlauf anstatt einer Stadtentdeckungstour.
An den Welpen rumzerren und ihn festhalten und Kommandos abgeben scheint wohl nicht so sinnvoll?! Also Leine treten und ignorieren..... und zum lieben Gott beten das er es checkt!
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Zitat
An den Welpen rumzerren und ihn festhalten und Kommandos abgeben scheint wohl nicht so sinnvoll?! Also Leine treten und ignorieren..... und zum lieben Gott beten das er es checkt!
Nein, mit Hoffen und Beten muss man nicht arbeiten. Man kann einem Hund (sofern er nicht geistig behindert ist) beibringen welches Verhalten erwünscht ist. Das wäre hier vielleicht mal angebracht.
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Tja, wenn wir dieses nicht schon machen würden, wäre ich nicht ganz so verzweifelt. Natürlich lassen wir den Hund nicht zu anderen, natürlich halten wir ihn fest, wenn er woanders hinmöchte. Ich bleib wie ein Baum stehen. Wir lassen ihn nix durch. Wir sind schon konsequent. Er hat halt ein sehr temperamentvolles Gemüt, wenn er auf Mensch und Tier trifft.
Nunja, meine Frage ist ja bisher beantwortet, ob wir bisher alles richtig machen mit Leine treten, ignorieren etc. Es hätte ja sein können, das auch andere Maßnahmen zum Erfolg führen.... -
Lobt ihr ihn wenn er mal nicht zieht? Also soweit wie das vorkommt? Und wenn es nur für ein paar Sekunden ist... Ansonsten wir gesagt fragt noch mal in der HuSchu nach, dafür sind die da und wenn von dort freiwillig nix kommt (was ich auch komisch finde), dann nachfragen... Was ich meine Trainerin schon alles gefragt hab, das passt auf keine Kuhhaut mehr, aber bisher hat sie mir dann immer ne sinnvolle Antwort gegeben und nen Tipp was ich machen kann.
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Ich sprach nicht von Ignorieren. Das macht den Hund nur frustig und zeigt ihm nicht was eigentlich die Lösung für sein Problem ist. Ich meine, dass dem Hund über Belohnung beigebracht wird, welches Verhalten er (stressfrei) ausführen kann und er sich auch noch wohl dabei fühlt.
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Also wenn er schön an der Leine läuft, bei Befehlen kommt oder artig ist loben wir ihn natürlich sehr. Wenn er irgendwas gut macht, gibt's auch Leckerli. Wir motivieren ihn mit Futter oder mit einer Kuscheleinheit, zu uns zu kommen. In der Wohnung hört er top. Sehr aufmerksam. Aber draußen geht dann bei Stress ne Klappe runter. Und wenn er nichtmal ein Leckerli vor der Nase wahrgenommen wird, ist es halt nicht so leicht

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Du sollst ihn nicht mit Leckerchen ablenken, sondern trainieren welches Verhalten erwünscht ist bei Ablenkung
Das trainiert man geschickterweise mit gerade so viel Ablenkung, dass man das erwünschte Verhalten noch belohnen kann. Das aber reichlich.Nimmt ein Hund, der normalerweise über Futter gut zu belohnen ist, nichts mehr, ist der Stress zu groß. Ich würde mit dem Hund dann die Situation so gestalten, dass eine Chance darauf besteht, dass der Hund ruhiger wird, trotz Ablenkung. Zudem lernt ein Hund nur sehr, sehr schwer, wenn er sehr gestresst ist.
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Zitat
Sollte ich ihn ranziehen, absetzen lassen, am Geschirr/ oder Leine festhalten und bei seinem zerren dann nein sagen? Puh, hat noch jemand Tipps, wie kann ich ihn beruhigen? Ist Hundeschule bei solch einem überschwänglichen Verhalten überhaupt sinnvoll?
Ich habe auch so einen Hund. Mehrere Hundeschulen waren mit ihr überfordert, hatten keine Tipps mehr und ein Trainer meinte nur hilflos "irgendwann muss die doch mal aufgeben...?" Die gängigen Methoden mit Stehenbleiben und Richtungswechsel haben wir monatelang konsequent durchgezogen - ohne jeden Erfolg. Ich kenne also das Gefühl, wenn man es seinem Hund einfach nicht vermittelt bekommt und alle Leute einem weismachen wollen, man wäre nicht konsequent genug oder zu nett...
Ich habe dann irgendwann das Gruppentraining sein lassen und Einzelstunden bei einer ganz anderen Trainerin genommen. Und ich habe mich erst verarscht gefühlt, als die mir letztendlich mit "ranziehen und sitz machen lassen" ankam. Aber das hat bei uns geholfen.
Bei uns sieht das mit dem Ranziehen aber so aus, dass ich sie ausbremse, wenn sie vorlaufen will. Ich rupfe sie NICHT an der Leine zu mir ran! Wenn sie durch einen wilden Satz doch mal vor mir ist, hangle ich mich an der straffen Leine zum Hund ran und lasse sie dann neben mir Sitz machen. In dem Moment, wo sie sitzt, lasse ich die Leine sofort locker. Manchmal warten wir ein paar Augenblicke, machmal geht es auf mein Zeichen sofort weiter. Und jedesmal, wenn sie vorlaufen will, wieder bremsen und das Zeichen für Sitz. Wenn es schlecht läuft, macht sie jeden halben Meter Sitz. Man kommt nicht gut von der Stelle, aber so ist das nun mal.Zum Zerren "nein" sagen mache ich nicht - ich versuche es gar nicht so weit kommen zu lassen, aber da muss ich auf Zack sein. Und wenn mein Hund erstmal zu aufgeregt oder in Panik ist, habe ich das Gefühl, dass das "Nein" sich dann auch sinnlos abnutzen würde, oder dass sie es falsch interpretiert. Ich halte also die Klappe, außer es gibt was zu loben.
Das Ganze haben wir trainiert in Verbindung mit "in stressige Situationen reingehen und einfach nichts machen, außer auf der Leine zu stehen und Kontakt zu mir zu belohnen." Bis sich Erfolgserlebnisse eingestellt haben, hat das zwar ein paar Wochen gedauert. Jetzt nach einem guten dreiviertel Jahr kann mein Hund in den meisten Alltagssituationen halbwegs okay an der Leine gehen. Wir bleiben dran. Aber mein Hund war zu dem Zeitpunkt dieser Trainingsmethode auch schon über zwei Jahre alt und hatte eine schwierige Vergangenheit. Ich bin mir sicher, dass ihr das bei Eurem Hund schneller hinkriegt - der ist doch noch sooo jung!
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