Mein Hund ist soooo stur...
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Wie verhält er sich denn zuhause?
Man müßte Euch schon live zusammen erleben, um wirklich Tipps geben zu können. So aus dem ersten Impuls heraus würde ich wohl auf Handfütterung umstellen und das dann als Trainingsbasis für eine intensive Bindungsarbeit nehmen. Ihn an der Schleppleine seiner Wege gehen zu lassen, bringt Dich jedenfalls nicht weiter.
Wie alt ist er?
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Zitat
Tippi
Nunja auf dem Feld kriegt er seine lange Leine (15 Meter) dran und darf dann seiner Nase folgen, eben dass was ihm am meisten Spaß macht.
Er ist ein Mischling aus dem Ausland, was mit drin ist weiss man nicht. Er wurde aber aufgrund seiner Eigenschaften als Jagdhund bezeichnet.Aber wie gesagt das mit dem Jagen ist nicht mein größtes Problem das ist schon ok. Ich finds schlimmer das er keinen Weg mitgeht auf dem er keine Spuren vermutet. Mir ist es eigentlich lieber wenn er jagdt dann läuft er wenigstens

hm ich denke hier liegt bei dir ein übungs-/trainings-/verständnisproblem
du gehst ja gar nicht zusammen mit deinem Hund raus was erleben, sondern klick-klack er kommt an die 15 m Schlepp und weg isser, weil ALLES interessanter ist als du ... klar, geht er da nicht gerne mit, wenn ihr bloß "ne olle gassirunde im park" dreht ...du musst dir jetzt erstmal vor augen halten, dass du einen Hund hast, der geführt werden muss und das machst du gar nicht ... du überlässt dem hund scheinbar JEGLICHE initiative ... du versteckst was, dann hat er keine lust mehr und du hörst auf ...
du willst in die eine richtung, der hund hat scheinbar keinen spaß und schwups änderst du das was DU willst und gehst aufs Feld, damit dein hund freudig und alleine vor sich hinschüffeln kannst und du bist quasi der anhänger an der blöden schlepp ... und dein hund läuft frisch fröhlich jagend über das feld ...

wenn du ihn abmachst und nach hause gehst, würde der das dann merken? oder müsstest du ihn dann im örtlichen tierheim einsammeln gehen, weil er von jemandem aufgefunden wurde??
stört dich dieses bild gar nicht?
ich meine die schlepp ist super, wenn du weißt dass du den hund nicht unter kontrolle hast ... aber dann musst du damit auch üben, sonst kommst du NIEMALS von der schleppleine weg, weil dein hund dich nicht respektiert und ernst nimmt
du könntest z.B. Fährtenarbeit machen, damit fange ich gerade an, guckst du z.B. hier:
http://www.kynologe.de/alt/aufb_a.htm
ALLES ist besser, als einfach nur den hund für sich jagen und rennen gehen zu lassen

du musst da jetzt erstmal umdenken ... und dich aktiv mit dem hund beschäftigen, eine beschäftigung, die auf seine bedürfnisse zugeschnitten ist, ABER das heißt nicht, dass alles nach der Nase des Hundes (Achtung Worspiel) gehen muss ... mal nur ne langweilige Runde drehen MUSS drin sein ... dann musst du ausdauernder sein als dein hund und hab da nur kein schlechtes Gewissen ... immerhin hast du deinem Hundilein in gewisser Weise auch beigebracht, dass er so Erfolg hat, blöd sind sie leider nicht und alles was zum Erfolg führt wird natürlich so gemacht

Und der "arme Hund" ist nämlich gar nicht arm dran, wenn er was neues mit dir lernen "muss" .. dann bekommt er schon mal ne Aufgabe und die lastet ihn sicher mehr aus, als nur "rumstöbern"
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Ich würde auch gerne noch mal ein bisschen auf das Wort "stur" eingehen. Das ist keine Kritik, ich weiß was du meinst und wie nervtötend es sein kann. Aber, und das ist das Problem: das Wort beinhaltet bereits eine Bewertung und eine Diagnose, die dann beim Menschen wiederum zu Fehleinschätzungen und nicht Problem lösenden Reaktionen führt.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du sicher bist, dass die Unlust nicht auf sporadische Schmerzen zurückzuführen ist.
Ich bin ja auch bekennender Fan einer Rasse, die als 'stur"verschrien ist: der Teckel.
Und ich weiß, dass du keinen Teckel hast, aber vielleicht kannst du den Denkansatz übertragen, wenn du dich dann mit der genetischen Veranlagung deines Hundes beschäftigst.
Wenn mir jemand sagt, ein Teckel sei halt stur, dann nicke ich freundlich und registriere für mich, dass derjenige absolut keine Ahnung hat, was der Teckel genetisch für ein Hund ist, das heißt, wofür er gezüchtet wurde. Er wurde gezüchtet, um alleine einen größeren Gegner zu stellen, auf dessen Territorium. Er ist ein Einzelkämpfer, der seine eigenen Entscheidungen treffen muss, wenn er überleben will. Das haben wir ihnen seit tausenden von Generationen angezüchtet.
Wenn ich also will, dass ein Teckel auf mich hört, dann muss er erst mal die Erfahrung machen, dass ich immer gute Entscheidungen treffe - gut heißt : aus Sicht des Hundes: bei mir gibt es zwei ganz wesentliche Dinge: absolute Sicherheit und tolle Überraschungen. Erst dann wird er sich darauf verlassen, dass er mir bedenkenlos "folgen" kann. Gehorsam und Vertrauen sind beim Teckel untrennbar miteinander verbunden. Fazit muss sein: egal was los ist, ich bin bei meinem Menschen sicher und wir haben viel Spass miteinander. Mein Hund findet andere Hunde interessant, Aber im Zweifelsfall entscheidet er sich immer für mich.. Das war ein langer Weg. Als er aus dem TH kam war er ein Leinenpöbler, ein Autist und ich war mehr oder weniger Luft für ihn, sobald wir das Haus verlassen haben.
Und da der Teckel ein Jagdhund ist, muss er seine Nase einsetzen. Jagen ist nicht, also schaffen wir Ersatz ( in unserem Falle Mantrailing).
Ich gehe so weit zu sagen: ein Hund ist nicht stur, das ist eine menschliche Eigenschaft. Wenn ich dich richtig verstanden habe und dein Hund aus dem Süden kommt (Strassenhund?) dann erlebt er gerade den absoluten Kontrollverlust: er ist in einer fremden Umgebung, vielleicht kennt er das Leben im Haus mit einem Menschen gar nicht richtig - und wenn er dann mal raus darf, dann kann er sich nicht frei bewegen, wie er es gewohnt ist..
Natürlich versucht er da sein Ding zu machen, er kennt ja nichts anderes.. Und da er nichts anderes kennt, versucht er es immer mehr, je mehr Widerstand er von dir bekommt. Ein Schlüssel sind Alternativen wie zB Nasenarbeit. Ein zweiter Schlüssel sind vertrauensbildende Maßnahmen. Und Impulskontrolle. Die beiden letzten gehören zusammen. Wenn er lernt, dass es sich lohnt, nicht seinem Trieb nachzugehen, sondern dass es wirklich lohnende Alternativen gibt, dann wird er mehr auf dich achten und mehr deiner Führung vertrauen.
Ich würde mich an deiner Stelle an jemanden wenden, der erstens Erfahrung mit der Rasse und zweitens Erfahrung mit Auslandshunden hat.
Es ist manchmal viel Arbeit, aber es lohnt sich.
Viele Grüße.
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Raven: Kommt mir bekannt vor
Meine Beagles sind ja auch so "stur" :-) -
Zitat
Raven: Kommt mir bekannt vor
Meine Beagles sind ja auch so "stur" :-)
meine ist auch stur 
meine trainerin sagte einmal ganz treffend, meine wäre ein "eigenbrötler" ... ja das ist sie ... so hat sie nunmal die letzten 3-4 Jahre als Straßenköterlie verbracht. sie hat ihr eigenes ding gemacht ... kannte vllt. kein/rudel/familie wer weiß
aber das akzeptiere ich nicht und habe daran gearbeitet .. ein jahr jetzt ... und jetzt gehen wir zusammen raus ... wundervoll
in manchen situationen bin ich noch nicht der superreiz ... aber was soll's ... das braucht zeit
wir bringen ja auch alle unsere erfahrungen und laster mit ...
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