unsichere junghündin
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hallo ihr lieben,
ich bin neu hier im forum und komme schon mit dem ersten "problemchen" daher.kurz zu uns:
neben einigen tierischen familienmitgliedern habe ich 2 entzückende kinder (4 u 7 jahre alt)
seit 3 monaten bereichert unsere labi-mix hündin daisy unser leben.bekommen haben wir sie mit 10 wochen - von einem bauernhof.
ich besuche mit ihr von anfang an die hundeschule, zuerst die welpen-, jetzt die junghundegruppe.daisy ist im großen und ganzen ein schatz - einzig ihre unsicherheit macht mir manchmal zu schaffen.
was ich am anfang auf ihr alter geschoben habe, wird mittlerweile mehr und mehr zum problem.
kommen uns beim spaziergang mennschen entgegen, werden zuerst mal die nackenhaare aufgestellt und anständig geknurrt. wenn ich dann mit den leuten ins gespräch komme und daisy merkt, dass die "eh ok" sind, wird fröhlich mit dem schwanz gewedelt.ihr wachinstinkt ist mittlerweile auch schon seeeehr krass. was anfangs nur melden im garten war, breitet sich jetzt auch bei kleinsten geräuschen von draussen auch auf gebelle, geknurre und aufgestellte haare im haus aus.

heute ist sie mir dabei schon richtig "ausgezuckt" - sie hörte draussen anscheinend irgendwas, rannte mit wildem geknurre und gebell durchs haus, sprang dabei sogar auf die couch (die couch war von anfang an schon tabuzone für sie...)
mit anderen hunden ist sie verträglich - obwohl sie manchmal schon ganz schön ruppig werden kann. aber nur bei hunden, die ihr körperlich unterlegen sind. bei den "großen" verhält sie sich ganz anders als bei hunden in ihrem alter.
ich versuche, so gut wie möglich an ihrer unsicherheit zu arbeiten und gehe absichtlich mit ihr in situationen, die ihr suspekt sind.
in der hundeschule wurde mir gesagt, dass ihr verhalten im prinzip ganz normal ist. es gibt eben selbstsichere und unsichere hunde.
vielleicht habt ihr ein paar tipps für mich, wie ich meinen hund zu einem souveränen, gelassenen partner erziehen kann.
ich selbst versuche in schwierigen situationen IMMER möglichst cool zu bleiben, nicht auf sie einzugehen und souveränität auszustrahlen.
hängt ihr verhalten vielleicht auch mit ihrem alter zusammen? sie ist jetzt 6 monate alt.
freu mich auf antworten! danke!
- Vor einem Moment
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Meiner ist ähnlich drauf.... Vor allem blöderweise, wenn die freunde meines ältesten sohnes, 11, kommen... Da wird aus unsicherheit geknurrt und so weiter. Ich schick ihn IMMER auf seine decke wenn es klingelt oder er sonst wie rumbrummt. ,ittlerweile wird es besser....
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Als wir unsere Dalmatinerhündin im Alter von 2,5 Jahren bekamen mussten wir auch sehr schnell feststellen, dass die Maus in allem sehr unsicher war. Keine Ahnung, wie das möglich sein konnte, aber selbst vor dem Knacken eines Astes, auf den man getreten war, hat sie sich fürchterlich erschrocken. Anderen Hunden traute sie nicht für 5 Cent über den Weg. Ein Hundetrainer sagte uns dann, dass sie sogar so unerfahren ist, dass sie nicht mal in der Lage ist, die Körpersprache anderer Hunde zu lesen, geschweige denn ihre eigene Körpersprache so einzusetzen, dass es nicht zu Missverständnissen kommen konnte.
Aber wie dem Hund "hundisch" beibringen, wenn man nicht selber Hund ist? Was für uns Gold wert war, sind und waren die zahlreichen Hundetreffen, die wir nahezu täglich machen. Es ist eine Truppe von Hundehaltern und vertreten sind nahezu sämtliche Hunderassen und Mischlinge. Wir haben einen kleinen Borderterrier in der Truppe und auch einen großen Wolfshund. Dieser Rudel ist und war ihre Schule. Sie hat soviel von den anderen Hunden gelernt, sich fair aber bestimmt durchzusetzen (beispielsweise wenn ein Rüde zu aufdringlich wird). Sie hat respektvolles Verhalten gegenüber älteren und alten Hunden gelernt. Sie lernte die Zeichen zu lesen, wenn ein Hund keinen Kontakt wünschte... die Liste könnte ich unendlich lang fortführen.
Vielleicht gibt es auch bei dir solche Kontaktmöglichkeiten. Ansonsten, wie Jungspund schon schrieb, korrigiere Fehlverhalten sofort mit einer Konsequenz. Sie bellt... ab auf ihren Platz. Sie knurrt ... ab auf ihren Platz. Draußen beim Laufen lasse ich meine immer ins Sitz gehen, wenn sie Blödsinn gemacht hat. Sitzen zu müssen, heißt für sie nicht vorwärts kommen... etwas was sie überhaupt nicht mag.
Deine Zuckerschnute stellt jetzt eh alles in Frage, was du anordnest. Sei also weiterhin cool, souverän und vorallem konsequent. Solange bis sie begriffen hat, dass du der Boss bist und nicht sie.
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danke für eure antworten!
ich glaub sie probiert jetzt wirklich schon ein bisschen die rangordnung in frage zu stellen.
sie beim spazierengehen - wenn uns ein fremder begegnet - ins "sitz" zu bringen wird glaub ich schwierig. sie fixiert diese person und schaltet auf durchzug. sie zieht an der leine nach vor und hört auf kein kommando.
gestern hab ich sie jedoch anders erlebt - OHNE leine. wir waren im wald unterwegs, plötzlich kommt uns ein mann entgegen. daisy lief ohne leine neben mir. sie blieb stehen und begann auch gleich mit knurren und nackenhaare aufstellen. ich ging wortlos weiter, sie blieb stehen. je näher ich dem mann kam, desto weiter traute sie sich auch, blieb aber immer etwa 5 meter hinter mir stehen. ich hab den mann dann freundlich begrüßt und einen smalltalk gestartet. da kam meine kleine kröte gaaaanz niedrig und mit eingezogenem schwanz angekrochen und fing an den fremden zu beschnuppern.
als er sie dann angeredet hat, fing sie mit extrem-schwanzwedeln und herumhüpfen an. diese kröte!
an der leine scheint sie sich anscheinend sicher zu fühlen, denn da wird immer in richtung person gezogen....
anderen hunden gegenüber verhält sie sich eigentlich normal. ich habe viele freunde/bekannte mit hunden mit denen wir öfter spazieren gehen.
komisch ist nur: bei älteren hunden macht sie einen auf unterwürfig, bei hunden die gleich alt sind wie sie, wird sie oft ganz schön ruppig. -
Ich glaube nicht, dass das was mit dem Rangordnungsgedöns zu tun hat.
Sie will euch schützen, sie hat selbst offenbar Angst vor Fremden - ich finde, ihr macht das schon ganz richtig. Es gehört viel Geduld dazu und viel Prägung :) Ich würde an eurer Stelle mal mit Fremden trainieren, sie von Fremden füttern lassen (also den Fremden ein Leckerli geben, das sie deinem Hund ins Mäulchen schieben). Sie muss sich halt dran gewöhnen, dass nicht jeder andere Mensch eine Bedrohung darstellt, und ich glaube, mit viel Einfühlungsvermögen schafft ihr das schon! Nicht aufgeben! :) -
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Zitat
ich versuche, so gut wie möglich an ihrer unsicherheit zu arbeiten und gehe absichtlich mit ihr in situationen, die ihr suspekt sind.Und was machst du dann in der Situation?
Ich würde bei dem Problem mit einem Clicker arbeiten, Hund wird konditioniert auf den Clicker, wenn er entspannt einen Menschen von weiten ansieht wird geklickt, belohnt und in eine andere Richtung weiter gelaufen. So wird eine angenehme Stimmung mit fremden Personen verknüpft und der Hund lernt, dass man aus der Sitation raus geht, wenn er entspannt ist.
Desweiteren würde ich dem Hund ein Signal antrainieren, wo er hinter mir läuft bzw stehen bleibt, damit nicht nach ihm gelangt wird oder rüber gebeugt etc. und andere Menschen sollen den Hund ignorieren (Hund nicht ansehen, nicht ansprechen, nicht anfassen, auch wenn sie schnuppern will).
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danke für die tollen tipps!
ZitatUnd was machst du dann in der Situation?
kommt uns jemand entgegen und sie verhält sich ruhig, lobe ich und gebe ihr ein leckerli.
das selbe im garten. kommt jemand am zaun vorbei und daisy beobachtet nur mal, wird sie gelobt und bekommt ein leckerli.sollte es so sein dass sie anfängt im garten die haare aufzstellen, zu knurren und bellen wenn jemand vorbeispaziert, werde ich jetzt anfangen sie wortlos anzuleinen und ins haus an ihren platz zu bringen.
ist das gut?wo ich noch relativ unbeholfen bin sind die situationen, wenn uns jemand entgegen kommt und sie mit ihrem theater anfängt. wenn ich darauf eingehe, wird sie ja bestätigt, oder?
die idee mit dem clicker find ich toll, ich "clickere" des öfteren mit meinem mund - hab das von anfang an gemacht und sie reagiert sehr gut darauf.
ich mache dass wenn sie beispielsweise beim spaziergang zu lange herumschnüffelt und ich weitergehen möchte. sie schaut mich an, kommt zu mir und bekommt ein leckerlie.ich werd mich wohl mal in die welt des clickerns reinlesen - habt ihr da vielleicht eine buchempfehlung für mich?
was ich noch immer eigenartig finde ist, dass ihr menschenansammlungen total egal sind. wir wohnen am land und kommen nicht oft zu solchen stressfaktoren - hatten aber des öfteren schon ausflüge in die stadt. da sind ihr die menschen TOTAL egal. da kann uns entgegen kommen wer will. es gibt kein ziehen, knurren oder sonstwas.
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