Langsam weiß ich nicht mehr weiter...
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Erst mal ein Hallo in die Runde,
hab mich soeben mit einem konkreten Problem hier angemeldet und freue mich auf einen regen Austausch.Folgende Situation:
Wir (meine Frau und ich) haben vor 6 Wochen aus dem Tierheim einen rumänischen Schäferhund-Mix geholt. Jasper ist jetzt ca. 7 Monate alt.Meine Frau ist der absolute Fixpunkt für Jasper. Mein Sohn (17 Jahre alt) und ich jedoch sind jedoch ein Problem. Anleinen lässt er sich nur von meiner Frau, Gassi gehen sowieso.
Vor meinem Sohn und mir hat er offensichtlich Angst, obwohl ich versuche Grundvertrauen aufzubauen, indem er Futter und Leckerlies nur von mir bekommt, meidet er mich, knurrt und bellt mich an, z.B. wenn ich ein Leckerlie in der Hand halte.Wir haben bereit vor ca. 3 Wochen eine Tiertrainerin eingeschaltet, die der Meinung ist, dem Hunde fehle das Grundvertrauen und dies müsse jetzt langsam aufgebaut werden.
Ich würde mich über Tipps und Tricks freuen, das Vertrauen von Jasper zu bekommen.
Herzlichen Dank!
Toni - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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In Ruhe lassen

Ich würde den Hund nicht dem Konflikt aussetzen, dass er mit Futter gelockt wird und dieses nur bekommt, wenn er Distanz verringert. Damit machst Du das Problem vermutlich eher schlimmer als besser.
Überhaupt würde ich ihn einfach in Ruhe lassen und so tun als ob er gar nicht da wäre.
Viele Grüße
Corinna -
Hallo und Willkommen,
6 Wochen sind ja nun noch nicht so lang also ganz ruhig bleiben.
Ich denk mal, Du machst das schon richtig. Füttern und Leckers aus der Hand und nur von Dir, das ist schon mal toll.
Hier bekommst Du bestimmt ne Menge Tips und der Kurze muß sich ja erstmal auf Dich einstellen. Geht halt nicht so schnell.
Übrigens, als wir unseren Hund geholt haben, war der schon 2,5 Jahre und hatte Angst vor Männern, auch meinem. Es hat fast ein jahr gedauert und viel Geduld erfordert, bis Momo sich auf ihn einlassen konnte. Er ist ihm aus dem Weg gegangen, wenn Männe ihn streicheln wollte, hat er sich auf den Rücken gedreht und beschwichtigt.
Wenn er ihn gerufen hat, kam Momo zwar aber mit eingezogenem Kopf und Beschwichtigungssignalen, wie es schlimmer nicht ging. Es tat uns richtig leid, das zu sehen zumal Männe ihm nie etwas getan hat. Der wurde nicht mal laut, ich hab öfter geschimpft. Dennoch war er so personenfixiert, das war schlimm. Fast ein Jahr, jetzt ist Herrchen sein Ein und Alles, er läßt sich kuscheln und liebt ihn abgöttisch.
Dranbleiben, das wird. -
Ähnliches Verhalten zeigte anfangs auch unsere Hündin. Wir wissen nicht viel von ihrer Vergangenheit, aber unabhängig voneinander haben uns mehrere Fachleute bestätigt, dass sie wohl auch geschlagen wurde. Sie reagiert vorallem auf Männer, die dunkel gekleidet sind, die eine Uniform oder einen Arbeitsanzug tragen. Sie mag es auch nicht, wenn Männer irgendwas in der Hand halten. Es kann ein einfacher Regenschirm sein, oder ein Gehstock... bei meinem Mann war es fast egal, was er in Händen hielt. Sie zeigte sofort ihre Angst.
Mein Mann hat es ähnlich wie du gemacht. Futter und Leckerlis gab es von ihm, wobei er aber immer ihr die Entscheidung überlassen hat, ob sie sich ihm nähern wollte oder nicht. Letztendlich konnte sie ihre Angst immer besser überwinden, vorallem dann, wenn es ihren heißgeliebten Gouda zum naschen gab.
Habt Geduld mit eurem neuen Familienmitglied. Rede sanft und leise mit ihm. Akzeptier es, wenn er sich dir nicht nähern möchte, lobe ihn, wenn er neugierig ist und sich zumindest traut an dir zu schnuppern. Es wird... es braucht nur alles seine Zeit.
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Erst mal ein Hallo in die Runde,
hab mich soeben mit einem konkreten Problem hier angemeldet und freue mich auf einen regen Austausch.Folgende Situation:
Wir (meine Frau und ich) haben vor 6 Wochen aus dem Tierheim einen rumänischen Schäferhund-Mix geholt. Jasper ist jetzt ca. 7 Monate alt.Meine Frau ist der absolute Fixpunkt für Jasper. Mein Sohn (17 Jahre alt) und ich jedoch sind jedoch ein Problem. Anleinen lässt er sich nur von meiner Frau, Gassi gehen sowieso.
Vor meinem Sohn und mir hat er offensichtlich Angst, obwohl ich versuche Grundvertrauen aufzubauen, indem er Futter und Leckerlies nur von mir bekommt, meidet er mich, knurrt und bellt mich an, z.B. wenn ich ein Leckerlie in der Hand halte.Wir haben bereit vor ca. 3 Wochen eine Tiertrainerin eingeschaltet, die der Meinung ist, dem Hunde fehle das Grundvertrauen und dies müsse jetzt langsam aufgebaut werden.
Ich würde mich über Tipps und Tricks freuen, das Vertrauen von Jasper zu bekommen.
Herzlichen Dank!
Toni... erst einmal solltest du direkten Blickkontakt dem Hund gegenüber vermeiden. Wenn du dem Hund Leckerchen gibst um eine Bindung aufzubauen, dann versuche nicht dich "aufzuwingen". Das kann schnell nach hinten los gehen. Einen großen Gefallen machst Du Deinem Hund auch, wenn du seine "Beschwichtigungssignale" lernst und verstehst. Ein Hund zeigt dir sehr deutlich ab wann und in welcher Situation er sich unwohl fühlt. Das sind oftmals schon kleinste Zeichen, die Vorboten zu den wirklich deutlich sichtbaren Zeichen sind, wie z.B. Schwanz einklemmen, sich ducken etc. Achte also auf die ERSTEN Signale des Hundes.
Wenn Dein Hund Dir also vermittelt, "Das, was Du da gerade machst, will ich nicht ..." und Du machst dennoch weiter, dann wird das nichts mit dem Vertrauen, da helfen auch keine Kekse.
Bezüglich Beschwichtigungssignale, auch Calming-Signals genannt kannst du Dich hier
Zitatinformieren.
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Mein Tipp in dieser Situation wäre ähnlich wie bei Corinna. Weitesgehend in Ruhe lassen, aber immer dabei sein, wenn etwas Tolles passiert. Leckerchen usw. zwar anbieten, aber Hundi überlassen ob er kommt und was will. Nicht damit hinter dem Hund herrennen odwer ihn damit bewerfen. Wenn er es kennt, dann kannst du Leckerchen von ihm wegwerfen, quasi als Spiel und gucken ob er dabei immer näher kommt.
Ansonsten ihn wirklich wie Luft behandeln damit er in Ruhe Vertrauen fassen kann.
Nur Mut das wird schon mit der Zeit.
Liebe Grüße Nicole
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