• Hallo Appelschnut,

    damit spricht eigentlich auch nichts für eine akute Anaplasmose (das tut das Krankheitsbild allerdings auch nicht direkt). Es kann natürlich ein chronisches Geschehen im Gange sein.

    Um die Leukos würde ich mir jetzt auch keinen großen Kopf machen. :)

    Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass die Therapie anschlägt und ihr auf dem richtigen Weg seid.

    LG
    Shalea

  • Hallo Shalea,

    im Leishmanioseforum bin ich inzwischen freigeschaltet. Darf ich Dir trotzdem hier noch mal ein paar Fragen stellen? Es ist etwas schwierig, finde ich, einen Diskussionsstand in ein anderes Umfeld zu übertragen.

    Zu der Behandlungsdauer habe ich jetzt eine feste Meinung. Ich werde auf jeden Fall das AB mind. 28 Tage geben, mit der Einschränkung, wenn es denn weiter gut vertragen wird.

    Da könnte sich eine kleine Crux auftun. Das verschriebene Tetracyclin verträgt Harry zwar bestens, aber alle meine Recherchen und Umfragen haben ergeben, dass eigentlich Doxycyclin das Mittel der Wahl wäre und da weiß ich nicht, ob das belastender ist. Außerdem muss ich erstmal den TA fragen, warum er Tetracyclin verschrieben hat und evtl. Gründe sah, kein Doxycyclin zu geben.

    Zumindest habe ich inzwischen erfahren, dass es ggf. wohl keine Gefahr darstellt, umzusteigen. Aufgrund Deiner Erwähnung von Prof. Kohn, habe ich auch da mal geguckt und eben auch die Empfehlung gelesen, 5 mg pro kg KG zu geben. Da bin ich jetzt hin und her gerissen. Einerseits, je weniger desto besser, andererseits wäre alles Mist, wenn man zu schwach rangegangen wäre.

    Ich weiß natürlich, dass Du mir keine Einschätzung/Entscheidung abnehmen kannst, aber vielleicht fällt Dir ja noch was Hilfreiches ein. Übermorgen muss ich los, mir ein Folgerezept zu holen.

    LG Appelschnut

  • Hallo Appelschnut,

    klar, frag soviel du magst. =)

    Ja, das empfohlene Präparat ist das Doxy.

    Zitat


    Das Mittel der Wahl bei Anaplasmose wäre Doxycyclin - gehört zur Gruppe der Tetracycline. Das für Hunde zugelassene Präparat heißt "Ronaxan". Ich würde die Behandlung 28 Tage durchziehen.

    Ich kann dir nur sehr ans Herz legen, mal mit Dr. Naucke persönlich zu sprechen und zu fragen, ob er einen Wechsel empfehlen würde, denn grundsätzlich ist eine Therapie auch mit deinem Präparat möglich. Doxycyclin gehört ja auch zur Gruppe der Tetracycline.
    In Ebby's schrecklichsten Zeiten hat Dr. Naucke mir geduldig alle Fragen beantwortet, mir konkrete Ansprechpartner und Studien genannt... wirklich top! :gut:

    Deine Entscheidung, das Doxy 28 Tage zu geben, finde ich gut - ich würde es auch so machen, nicht zuletzt, weil du nicht weißt, ob es nicht doch noch weitere Infektionen gibt. Grundsätzlich würden aber auch 21 Tage reichen.

    Aus Gründen der besseren Verträglichkeit empfehlen sowohl Dr. Naucke als auch Prof. Dr. Kohn ein Doxycyclinmonohydrat, im LM-Forum wird das Doxycyclinhyclat empfohlen. Die bessere Verträglichkeit kommt daher, dass das Doxycyclinhyclat einen sehr sehr niedrigen PH-Wert im Magen des Hundes erzeugt - nicht jeder Hund verträgt das.

    Bei Ebby (Infektion mit Borreliose, Anaplasmose und Rickettsia conorii) habe ich ein Doxycyclinhyclat in der Dosierung 2x10mg/kg KG verwendet, für meine Rennsemmel (Infektion mit Anaplasmose und Rickettsia conorii) habe ich ein Doxycyclinmonohydrat vorrätig und therapiere im Falle eines Falles mit 2x5mg/kg KG, da er ohnehin schon schlechte Leberwerte hat und ich gesehen habe, wie die Leberwerte von Ebby (glücklicherweise nur kurzfristig) nach der Therapie aussahen... :hust:

    Ich glaube, das ist aber wirklich eine reine Gefühlsentscheidung ohne irgendeine logische Begründung, ich würde bei Harry 2x10mg/kg KG geben.

    Wie gesagt, ich kann dir ein Telefonat mit Dr. Naucke nur sehr sehr ans Herz legen. Mir hat es unglaublich geholfen - und das Geld fließt in die Kasse des Vereins. Außerdem ändern sich Empfehlungen dann und wann - und wenn einer darüber informiert ist, dann er!

    Bemerkst du bisher eigentlich irgendwelche Veränderungen an Harry?

    LG
    Shalea

  • Hallo Shalea,

    Upps, Parasitus Ex war jetzt die nächste Adresse, die ich noch mal studieren wollte :ops: . Heute muss ich leider Schluss machen, aber es ist ein guter Hinweis, dass man Dr. Naucke direkt kontaktieren kann.

    Und mit der Unterscheidung zwischen ... monohydrat und ... hyclat hast Du mir auch wieder ein Stichwort gegeben. Inzwischen bin ich nämlich etwas sensibilisiert, dass ich mit den AB's zwar die Anaplasmen erfolgreich bekämpfe, am Ende aber andere Organe nachhaltig beschädige.

    Zitat

    Bemerkst du bisher eigentlich irgendwelche Veränderungen an Harry?

    Eigentlich nicht. Die akute Gelenkentzündung war ja schon bekämpft, bevor überhaupt der Anaplasmen-Test erfolgte, aber selbst als er auf drei Beinen lief, war er fröhlich und wuselig unterwegs. Ich habe den Eindruck, er erfreut sich einfach seines Lebens und ist guter Laune (wenn der wüsste, welche Sorgen ich mir um ihn mache, würde er sich schämen ..... Jawoll :verzweifelt: )

    Liebe Grüße und ein herzliches Dankeschön
    Appelschnut

  • Hallo Appelschnut,

    ich kann Dir zwar nicht helfen, wollte aber hier mal liebe Grüße hinterlassen, weil ich mir vorstellen kann, wie Einen das mitnimmt.
    Ich wünsche Euch alles Gute und, dass die Krankheit komplett ausheilt. :gut:
    Also, lass Dich nicht unterkriegen! ;)
    Alles Gute für Harry!

    L.G.

  • Hallo Appelschnut,

    Zitat


    Und mit der Unterscheidung zwischen ... monohydrat und ... hyclat hast Du mir auch wieder ein Stichwort gegeben. Inzwischen bin ich nämlich etwas sensibilisiert, dass ich mit den AB's zwar die Anaplasmen erfolgreich bekämpfe, am Ende aber andere Organe nachhaltig beschädige.

    also nur damit es keine Missverständnisse gibt:
    Ebby's Leberwerte sind durch die Doxytherapie sehr massiv in die Höhe geschossen (trotz Vorsorge mit Silymarin!), haben sich aber rasch regeneriert und lagen etwa sechs Wochen später wieder im Normbereich.

    Falls du mit Dr. Naucke telefonierst, interessiert mich brennend, was er zu Harry meint.

    LG,
    Shalea

  • Hallo Shalea,

    das finde ich ja total süß von Dir, dass Du Dich erkundigst.

    Harry geht es gut, Juchhu :gut: . Er hat jetzt, nahezu ein Jahr nach der Doxycyclin Behandlung, noch nicht einmal wieder Symptome gezeigt. Ich habe damals mit angemessenem zeitlichen Abstand (ca. 6 Wochen später) ein großes Blutbild machen lassen und alle Organwerte, auch die der Leber, waren im grünen Bereich. Ich hoffe ganz doll, dass wir die Anaplasmen endgültig tot gekriegt haben :lepra: .

    Ich hoffe, bei Euch sieht's auch einigermaßen gut aus.

    LG Appelschnut

  • Zitat

    Er hat jetzt, nahezu ein Jahr nach der Doxycyclin Behandlung, noch nicht einmal wieder Symptome gezeigt.

    Das ist ja großartig! :laola:

    Zitat

    Ich hoffe ganz doll, dass wir die Anaplasmen endgültig tot gekriegt haben :lepra: .

    Nieder mit den miesen Biestern! :hobbyhorse:

    Hast du die SD-Werte zufälligerweise noch einmal mit angefordert?
    Bei Ebby habe ich inzwischen festgestellt, dass die SD-Werte schon zu Beginn eines Schubes in den Keller rutschen.

    Zitat


    Ich hoffe, bei Euch sieht's auch einigermaßen gut aus.

    Ach... bei uns ist das eine never ending story... leider.
    Ich würde die Borrelien liebend gerne einzeln aus meinem Hund fischen und platt machen. :/

  • Zitat

    Hast du die SD-Werte zufälligerweise noch einmal mit angefordert?
    Bei Ebby habe ich inzwischen festgestellt, dass die SD-Werte schon zu Beginn eines Schubes in den Keller rutschen.

    Ach Du, die SD-Werte habe ich in der Zwischenzeit (nicht zufällig) schon mehrfach wieder bestimmen lassen. Das ist bei uns ein bisschen eine never ending story.

    Ich glaube aber nicht, dass das was mit der Anaplasmose zu tun hat, denn abwegig hohe und extrem niedrige T 4 Werte gab's bei Harry schon seit Jahren. Ihm geht's ja auch nicht schlecht dabei, nur ich denke, dass das nicht i.O. sein kann und finde es irgenwie beunruhigend, dass kein Tierarzt mir sagen kann, warum das so ist. Ich bin gerade aktuell bei einem neuen Anlauf, der Sache auf den Grund zu gehen.

    Zitat

    Ach... bei uns ist das eine never ending story... leider.
    Ich würde die Borrelien liebend gerne einzeln aus meinem Hund fischen und platt machen. :/

    Da hast Du in mir eine Sympathisantin. Es gibt Lebewesen, vor allem Zecken, die braucht die Welt nicht :ua_patsch:

    Trotzdem alles Gute für Euch :abschied: :cuddle:

    LG Appelschnut

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