Evtl. Borreliose?
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Hallo Appelschnut,
wie genau wurde die Diagnose denn nun gestellt? Wurde der Antikörpertiter über's Blut bestimmt oder wurden Erreger im Gelenkspunktat gefunden?
Ich vermute, es geht um den Antikörperspiegel und leider ist es so, wie anschilo schon sagte, dass dieser lediglich einen Erregerkontakt, nicht aber die ausgebrochene Erkrankung nachweist. Einen genaueren Aufschluss über den aktuellen Status der Erkrankung kann dir nur ein Blutbild mit Organwerten verschaffen.
Zitat
falls er nochmal einen Schub hätte(seit ich ihne kenne und soweit ich weiß seit dem Ausbruch genau NULL Symptome) müsste er nochmal ein paar Tage Antibiotikum bekommen und dann wärs wieder gut...Was für eine romantische Vorstellung. Leider entspricht das eher selten der Realität. :/
Alles Gute für Harry!

LG
Shalea - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Hallo Shalea,
Du könntest mir noch mal enorm helfen. Leider kann ich Deinen letzten Beitrag nicht richtig einordnen. Ich habe grad erst angefangen mich überhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Ich verstehe schon, dass ein positiver Test nicht unbedingt die Erkrankung nachweist. Heute habe ich übrigens den Titer bekommen, der lag bei 1:3200 und wurde aus Blut, nicht aus dem Punktat ermittelt. Ich halte es aber für eher wahrscheinlich, dass Harrys wiederkehrende Gelenkentzündung von den Anaplasmen verursacht wurde. Es wäre doch schon ein doller Zufall, wenn das unabhängig voneinander wäre, oder?
Ich habe jetzt Tetrazyklin für Harry verschrieben bekommen, bin aber gerade unsicher, wie lange die Behandlung dauern sollte. Ohne dem TA zu nahe zu treten, habe ich den Eindruck, dass dies ein Feld ist, auf dem er keine großartigen Erfahrungswerte hat. Im Internet hatte ich was von zwei bis vier Wochen gelesen. Blöd wär's natürlich, wenn eine zu kurze Behandlung am Ende dazu führt, dass die Anaplasmen wieder fröhlich auferstehen.
Ein großes Blutbild stünde unabhängig von der derzeitigen Problematik ohnehin an. Muss man da Bedenken haben, dass das Ergebnis durch die Antibiotikabehandlung verfälscht wird?
Wow, viele Fragen (ich hätte noch ein paar mehr auf Lager
), aber jeder Hinweis hilft.LG Appelschnut
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Hallo Appelschnut,
ich würde das Blut vor Behandlungsbeginn entnehmen lassen.
Allerdings wäre ich persönlich vermutlich geneigt, die Antibiotikatherapie unabhängig vom Ergebnis durchzuziehen. Bei Ebby war's ja z.B. auch so, dass sie zwar nen Anaplasmose-Titer hatte, es aber eigentlich keine Anhaltspunkte (im Blut) für eine akute Erkrankung gab. Die konnte es auch nicht geben, denn es war/ist eine chronische Borreliose, was sich jedoch erst viele Monate später herausgestellt hat - das erste Testergebnis war falsch-negativ.Das Mittel der Wahl bei Anaplasmose wäre Doxycyclin - gehört zur Gruppe der Tetracycline. Das für Hunde zugelassene Präparat heißt "Ronaxan". Ich würde die Behandlung 28 Tage durchziehen.
Wie viel wiegt dein Hund und wie viel Tetracyclin wurde verordnet?
Frag ruhig!

LG
Shalea -
Hallo Shalea,
heute morgen habe ich Harry "bluten" lassen, und bevor ich mit der Tetrzyklingabe angefangen habe, ein komplettes Blutbild der Organwerte in Auftrag gegeben. Ich hoffe und bete, dass da noch alles in Ordnung ist. Morgen sollen die Ergebnisse da sein.
Natürlich werde ich die Tetrazyklinbehandlung auf jeden Fall durchziehen. Eben hat Harry seine Abendmaahlzeit bekommen (inklusive Magenschutzmittel) und in zwei Stunden werde ich ihm die erste Tetrazyklingabe verabreichen.
Uns wurde Tetracyclin Wolff 500 mg ( http://medikamente.onmeda.de/Medikament/Tet…ff++500+mg.html ) verschrieben. Davon soll Harry morgens und abends jeweils zwei Kapseln bekommen. Pro Tag also 2000 mg Tetracyclinhydrochlorid. Harry wiegt 46 kg.
Inzwischen habe ich auch von anderen Seiten gehört, dass die Antibiotikabehandlung mindestens vier Wochen anhalten sollte. Da frage ich mich, warum mir der Tierarzt das nicht gleich so gesagt hat.

Hast Du mal was davon gehört, dass die Anaplasmen die Schilddrüsenfunktion durcheinanderbringen? In der Hinsicht hat Harry nämlich eine bewegte Geschichte und da ich annehmen muss, dass die Anaplasmen uns schön länger begleiten (die erste Gelenkentzündung war vor knapp eineinhalb Jahren), könnte das Auf und Ab bei den Schilddrüsenwerten evtl. damit zusammenhängen.
Mehr Fragen als Antworten und Prinzip Hoffnung. Eigentlich mag man gar nicht mehr im Umfeld herumhören, weil es immer wieder Berichte von fatalen Folgen einer Anaplasmose-/Borrelioseinfektion gibt.
Aber hilft ja nichts. Wenn man betroffen ist, muss man bestmöglich damit umgehen.

LG + Dankeschön an Dich
Appelschnut -
Hallo Appelschnut,
Zitat
Hast Du mal was davon gehört, dass die Anaplasmen die Schilddrüsenfunktion durcheinanderbringen? In der Hinsicht hat Harry nämlich eine bewegte Geschichte und da ich annehmen muss, dass die Anaplasmen uns schön länger begleiten (die erste Gelenkentzündung war vor knapp eineinhalb Jahren), könnte das Auf und Ab bei den Schilddrüsenwerten evtl. damit zusammenhängen.ja, Parasitosen jeglicher Art können die Schilddrüsenwerte ganz schön durcheinander wirbeln. Ich bin ja auch im LM-Forum und da zeichnet sich das oftmals ab - und auch durch meine eigene Erfahrung mit Ebby wage ich behaupten zu können, dass aktive Parasitosen einen deutlichen Einfluss auf die SD-Werte haben können. Bei Ebby kann ich ein paar Symptome deutlich der SD zuordnen - und diese Symptome treten während eines Vermehrungsschubes der Borrelien auf und noch eine Weile danach.
Schwierig, schwierig ist das alles...
Zur Anaplasmosetherapie gibt es verschiedene Empfehlungen, die von Prof. Dr. Kohn von der FU Berlin, die die Anaplasmose beim Hund intensiv erforscht hat, lautet: 2x täglich 5mg/kg KG Doxycyclin für 21 Tage - auch Dr. Naucke von Parasitus Ex schließt sich dieser Empfehlung an. Die (zumeist älteren) Empfehlungen liegen bei 2x täglich 10mg Doxy pro kg KG - die Behandlungszeiträume werden unterschiedlich angegeben.
Ich habe mit 10mg Doxy pro kg KG therapiert, würde aber bei Hunden mit erhöhten Leberwerten niedriger dosieren.Ich bin gespannt auf die Blutwerte!
LG
Shalea -
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Hallo Shalea,
im Leishmaniose-Forum habe ich mich jetzt auch angemeldet, bin aber noch nicht freigeschaltet.
Auf Harrys Blutwerte bin ich auch gespannt, ich hoffe ja heftigst, dass innere Organe noch keine Schäden aufweisen. Aber bei den Schilddrüsenwerten bin ich auf alles gefasst. Harry hatte von T4 nicht mehr nachweisbar bis das dreifache des oberen Wertes des Referenzbereichs schon alles. Es wurde eine SDU diagnostiziert, Thyroxin substituiert, dann SDU wieder ausgeschlossen. Wirklich kunterbunt und eigentlich unerklärlich.
Morgen oder spätestens Montag bin ich schlauer.
Vielen Dank, dass Du mir immer weiter hilfst.
LG Appelschnut
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Hallo Appelschnut,
nicht dafür.
Zitat
Auf Harrys Blutwerte bin ich auch gespannt, ich hoffe ja heftigst, dass innere Organe noch keine Schäden aufweisen. Aber bei den Schilddrüsenwerten bin ich auf alles gefasst. Harry hatte von T4 nicht mehr nachweisbar bis das dreifache des oberen Wertes des Referenzbereichs schon alles. Es wurde eine SDU diagnostiziert, Thyroxin substituiert, dann SDU wieder ausgeschlossen. Wirklich kunterbunt und eigentlich unerklärlich.Mh, also DAS ist eine Schwankung, die ich auch unter Einfluss von Parasitosen noch nie gesehen habe - eigentlich überhaupt noch nie.
Was fütterst du denn? Kannst du dich daran erinnern, ob du in der Zeit vor dem sehr hohen Wert irgendwas Besonderes gefüttert hast, was es sonst nicht gibt?Liebe Grüße,
Shalea -
Hallo Shalea,
Harrys Blutwerte liegen jetzt vor und sind eigentlich besser, als ich (dämlicher Pessimist
) erwartet hatte. Es gibt keine richtige Alarmmeldung bei Niere, Leber und Bauchspeicheldrüse. Allerdings sind die Nierenwerte alle ein bisschen im oberen Bereich, ohne aber den Referenzbereich ganz zu verlassen.Der T4 Wert hat mit 1,0 punktgenau den unteren Wert des Referenzbereichs (1,0 - 4,0) getroffen. Daran würde ich jetzt eigentlich nicht herumoperieren wollen, solange die Anaplasmen bekämpft werden. Ich hatte eigentlich Schlimmeres erwartet, weil Harrys Fellzustand derzeit eine Katastrophe ist, stumpf und schütter. Das gab es bisher nur einmal, als die Schilddrüse entgleiste.
Zu Harrys Schildrüsengeschichte, will ich mal nichts mehr schreiben, weil sie von Pleiten, Pech und Pannen begleitet war und es ein Roman würde. Hat sich drei Jahre hingezogen, in denen 12 mal Tests gemacht wurden. Davon darf man mindestens bei den Extremwerten bezweifeln, ob die Ergebnisse tragfähig waren.
Achso ja, Deine Frage: ich füttere zur Hälfte Frischfleisch (Barf) und zur anderen Hälfte Trockenfutter von Markus Mühle. Seit dem ersten Schiddrüsenergebnis mit den extrem hohen T4 Werten, achte ich peinlich darauf, dass kein Schlund oder Kehlkopf mit in den Futternapf gerät. Ob ich sowas kurz davor gegeben habe, weiß ich nicht mehr.
Leider bin ich im Leishmanioseforum wohl immer noch nicht freigeschaltet. Ich frag mich grad, ob ich was verpeilt habe
. Muss mal nachfragen.LG Appelschnut
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Huhu Appelschnut,
Zitat
Achso ja, Deine Frage: ich füttere zur Hälfte Frischfleisch (Barf) und zur anderen Hälfte Trockenfutter von Markus Mühle. Seit dem ersten Schiddrüsenergebnis mit den extrem hohen T4 Werten, achte ich peinlich darauf, dass kein Schlund oder Kehlkopf mit in den Futternapf gerät. Ob ich sowas kurz davor gegeben habe, weiß ich nicht mehr.Wenn es sich um einen einmaligen Wert handelt, würde ich jetzt einfach davon ausgehen, dass Harry was erwischt hat, was seine Schilddrüse ein bisschen aufgemischt hat. Ne Freundin von mir hat mir nie geglaubt, dass in den Fleischmixen alles verarbeitet werden kann - bis ihr Hund einen T4 von 10,4 hatte.

Ich kann mich dumpf an eure SD-Geschichte erinnern, du hattest sie schon einmal grob umrissen. Das ist alles ziemlich doof gelaufen.
Ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass in der aktuellen Situation in Richtung SD gar nichts unternommen werden sollte.
Ich hab dir im LM-Forum zwar schon geantwortet, aber auch hier noch einmal kurz: Es dauert manchmal mit der Freischaltung etwas. :)
Hast du die Blutwerte vorliegen oder hast du sie nur telefonisch mit dem TA abgesprochen?
Gute Nacht,
Shalea -
Zitat
Hast du die Blutwerte vorliegen oder hast du sie nur telefonisch mit dem TA abgesprochen?
Hallo Shalea,
der Laborbefund liegt mir vor, warum fragst Du? Es sieht alles in allem nicht dramatisch aus, meine ich. Dass im Blutbild bei den Leukozyten leichte Abweichungen vom Referenzbereich vorkommen, scheint mir nicht so abwegig, da die akute eitrige Gelenkentzündung ja grad mal 14 Tage her ist, oder? Es gibt aber auch da keinen Wert, der wirklich abnorm aus dem Rahmen fällt.
Vielen Dank für Deine Antwort im Leishmanioseforum. Ich habe darauf was geschrieben.
LG Appelschnut
- Vor einem Moment
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