• Hallo liebe Hundefreunde. Unser Manni (Bernersennen-Bordercollie-Mix) ist jetzt 11 Monate alt. Wir gehen nun auch seit einem Monat zur Hundeschule, es klappt alles super. Allerdings jammert er in letzter zeit oft. so seit ca. 2 wochen schafft er nachts nur noch so 6-7 Stunden (vorher 8-9), dann fängt er an zu fiepen und zu winseln, aber nicht weil er ganz dringend muss denn wenn wir dann rausgehen hat er immer noch genug zeit, bis er sein geschäft erledigen muss. auch wenn er mal im flur bleiben muss hält er es da gar nicht lange aus und fiept und fiept. was ist denn bloß los mit ihm? hat einer ne idee, aus welchen gründen er plötzlich so jümmelig ist? also wenn wir dann bei ihm sind ist immer alles gut..ich weiß mir keinen rat mehr.
    über eure antworten freue ich mich sehr :smile:

    liebe Grüße

  • Zitat

    auch wenn er mal im flur bleiben muss hält er es da gar nicht lange aus und fiept und fiept. ? also wenn wir dann bei ihm sind ist immer alles gut..i

    Wo schläft der Hund nachts?

    Viele Grüße!

  • Habt ihr gerade läufige Hündinnen in der Nähe? Er entdeckt ja gerade, dass es
    Hundejungs und Hundemädchen gibt :D , das kann einen schon mal zum fiepen
    bringen. Erkennen könnt ihr das daran, dass er z.B. auffallend lange an einer Stelle
    schnüffelt, am Gras leckt, mit den Zähnen klappert.

  • Euer Hund ist noch sehr jung und ich habe da zwei Theorien, die mir so spontan in den Sinn kamen.

    Die erste Theorie ist folgende: Eure Fellnase steht ja gerade am Anfang des Lebens und mit jedem Monat nahm er seine Umwelt bewusster wahr. Möglicherweise möchte er einfach mehr Input, mehr Programm. Am liebsten wäre ihm wahrscheinlich tatsächlich er könne euren Tages- und Nachtablauf nach seinen Wünschen einrichten. Geht natürlich nicht. Der junge Herr muss sich da schon nach Euch richten. Also seid sanft, aber bestimmt und zeigt ihm noch einmal ganz genau auf, dass es feste Zeiten gibt. Die Zeiten, die ihm gehören, solltet ihr dann auch ganz intensiv gestalten und ihn versuchen auszulasten.

    Zweite Theorie würde nur greifen, wenn ihr beispielsweise das Futter umgestellt hättet. Unsere Fellnase bekommt seit ungefähr 4 Monaten auch ein anderes Futter. Wo sie vorher immer perfekt nachts durchschlafen konnte, ging das plötzlich nicht mehr und sie stand dann jammernd bei mir am Bett und hat mich 7x die Woche um den Schlaf gebracht. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich begriffen hatte, dass sie das neue Futter zwar supergut verträgt, aber ganz anders verarbeitet. Das neue Futter enthält kein Getreide mehr, keine sonstigen Füllstoffe oder Sattmacher und auch keine Geschmacksverstärker mehr. Da musste die Arme erst mit wirklich laut knurrendem Magen vor mir stehen, und draußen im Garten (morgens um halb drei) die Wiese abgrasen, bis ich begriffen hatte, dass sie mich nicht ärgern wollte, sondern dass es wirklich purer Hunger war, der sie weder einschlafen noch durchschlafen ließ.

    Mit Rücksprache unserer TÄ und dem Futtermittelhersteller bekommt sie jetzt pro Mahlzeit etwas mehr und nach der letzten Gassirunde vor dem Schlafengehen einen kleinen Betthupferl. Und siehe da, jetzt schläft sie wieder durch bis morgens um 6 Uhr.

    Vielleicht kannst du damit was anfangen.

  • also manni schläft auch im Flur. und läufige hündinnen kann nicht sein, er ist kastriert und das bevor er von all dem was mitkriegen konnte ;-) aber "drachenlady" deine erste Theorie gefällt mir gut, ich glaub das könnte sein. meint ihr er ist trotzig, weil wir jetzt, seit der Hundeschule mehr durchgreifen? LG

  • Zitat

    also manni schläft auch im Flur. meint ihr er ist trotzig, weil wir jetzt, seit der Hundeschule mehr durchgreifen? LG

    Nehmt Manni mit ins Schlafzimmer, legt ihm eine Decke neben das Bett.
    Er jammert wahrscheinlich, weil er sich plötzlich alleine fühlt.
    Das hast du auch in deinem Eingangsthread geschrieben (er jammert auch, wenn er ohne euch im Flur bleiben muss).
    Mit 11 Monaten ist er eigentlich in der pubertären Phase, was eine erneute Unsicherheitsphase mit sich bringen kann.
    Er wurde zu früh kastriert, was einen Rüden noch mehr verunsichern kann.
    Zu spät.
    Ich würde nun nicht daran ansetzen, ihn noch mehr auszulasten und zu bespaßen, sondern er muss nun lernen, dass ihr nicht immer griffbereit seid.
    Das solltet ihr aber nicht so üben, indem ihr ihn in den Flur ausgrenzt, sondern er muss lernen, dass er in eurer Gegenwart entspannen soll, dass er nicht die ständige Zuwendung bekommt.

    Hunde zeigen kein Trotzverhalten!
    Das Jammern ist ein Ausdrucksverhalten für irgendeinen Frust, den er schiebt, wo auch immer dieser Frust begründet ist.
    Was bedeutet, dass ihr jetzt mehr "durchgreift"?
    Was ist darunter zu verstehen?

  • also ihn mit ins schlafzimmer nehmen halte ich für keine gute idee. wir haben von anfang an gesagt, dass er nicht im schlafzimmer schläft und er war nachts immer im flur. wenn wir ihm das jetzt ermöglichen, wird er doch komplett verschissen. zu früh kastriert kann doch gar nicht sein, ich habe das doch alles mit dem TA abgesprochen und seiner aussage nach war es der richtige zeitpunkt. mit durchgreifen meine ich, dass es jetzt regeln gibt bei uns :) weil ich in der hundeschule halt lerne, mit ihm zu üben, dass er auf mich hört. wenn wir raus gehen muss er nun immer an die leine, was er vorher nie musste. dass ihn das jetzt vielleciht ankotzt, weil er jetzt nicht mehr selber entscheiden kann, wann er wo hin rennt und so..

  • Zitat

    also ihn mit ins schlafzimmer nehmen halte ich für keine gute idee. wir haben von anfang an gesagt, dass er nicht im schlafzimmer schläft und er war nachts immer im flur. wenn wir ihm das jetzt ermöglichen, wird er doch komplett verschissen.

    Einen neuen Hund, erst recht einen Welpen, den man von Mutter/Geschwistern trennt, nimmt man zunächst mit ins Schlafzimmer, man kann ihn, wenn er dort nicht dauerhaft bleiben soll, jede Woche einen Meter weiter, mit dem Schlafplatz, in die gewünschte Richtung schieben.

    Zitat

    zu früh kastriert kann doch gar nicht sein, ich habe das doch alles mit dem TA abgesprochen und seiner aussage nach war es der richtige zeitpunkt.

    Wie gesagt, es sowieso zu spät, aber es gibt solche Tierärzte und, Gott sei Dank, auch mittlerweile andere.
    Definitiv wurde er zu früh kastriert.
    Darüber müssen wir jetzt nicht mehr diskutieren, was ab ist, ist ab.
    Es KANN aber seine Unsicherheit fördern, nur das wollte ich dir erklären.

    Zitat

    das jetzt vielleciht ankotzt, weil er jetzt nicht mehr selber entscheiden kann, wann er wo hin rennt und so..

    Nein, deswegen wird er nicht fiepen und ausgerechnet dann, wenn er alleine ist?
    Hunde möchten in der Regel geführt werden und nicht alles selbst entscheiden müssen.
    Im Grunde hast du dir die Antwort doch selbst geschrieben:

    Zitat

    Allerdings jammert er in letzter zeit oft. so seit ca. 2 wochen schafft er nachts nur noch so 6-7 Stunden (vorher 8-9), dann fängt er an zu fiepen und zu winseln,

    Da ist er alleine im Flur!

    Zitat

    auch wenn er mal im flur bleiben muss hält er es da gar nicht lange aus und fiept und fiept.

    Und hier auch!

    Da er sich aufgrund seine Alters in einer neuen Lebens- und Unsicherheitsphase befindet, stellen sich manchmal Probleme und dazu Symptome ein, die es vorher nie gab.
    Mit 11 Monaten ist ein Hund noch nicht erwachsen, bis zum 3./4. Lebensjahr durchlaufen Hunde verschiedene Phasen.
    Noch mal:
    Schließt den Hund nicht mehr in der Art aus, aber er muss auch lernen, dass seine Menschen nicht stets für ihn zur Verfügung stehen.

  • Die Alternative wenn er gar nicht ins Schlafzimmer soll wäre übrigens bei ihm im Flur zu schlafen...
    Das könnte ja einer von euch mal 2-3 Nächte versuchen, evtl. Wird es dann besser.

    Mir persönlich wäre das ja zu unbequem... :hust: Deshalb schläft Lina seit sie hier eingezogen in Schlafzimmer... Nicht im Bett, aber davor und bei mir... :D :pfeif:

  • hi!
    ich wollte auch so ein thema aufmachen - wenn ich darf klinke ich mich ein. mein rüde ist jetzt 1 jahr alt.
    er schläft bei uns im schlafzimmer und ist nicht kastriert, zeigt aber ähnliche verhaltensweisen.
    bisher konnte er locker 10 stunden schlafen - jetzt musste ich schon ein paarmal nachts raus. auch tagsüber tingelt er viel rum, kommt weniger zur ruhe.
    mein trainer hat geraten weniger, aber gezielter mit ihm unternehmungen zu machen.
    bisher sah unser tag so aus: morgen 1,5 stunden durchs feld (mal allein , mal mit anderen hunden) , mittags eine kurze runde mit dem fahrrad, nachmittags kleine runde, abends kleine runde (immermal zwischendurch spielen und üben)
    das habe ich jetzt reduziert und die spaziergänge mehr mit suchspielen und leinenführungsübungen gespickt. ich hoffe es wird besser. ich glaube es ist auch ganz gut, das die kinder wieder in der schule sind, das bringt auch ruhe in den alltag.

    ich hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben.
    lg

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