Die Ausschlussdiät - Infos und persönliche Erfahrungen

  • So, ich kam tatsächlich auf die total intelligente Idee, vor dem Ghee noch Quark zu testen. Ich hätt's mir denken können, sie hat natürlich prompt darauf reagiert. Deutlich milder als auf viele andere Sachen, aber das Ergebnis bleibt dasselbe: gibt's nicht mehr :roll:


    Obwohl ebenfalls letztendlich ein Milchprodukt, habe ich mich heute Abend an Ghee gewagt. Was Menschen vertragen, die auf Milcheiweiß und Laktose reagieren, dürfte mein Hund doch wohl auch mal vertragen, oder? Jedenfalls sieht es bis jetzt ganz gut aus... mal sehen, wie die Lage morgen Früh ist.


    Ebby verträgt:
    Hirschfleisch
    Alaska-Seelachsfilet
    Reis
    Ca-Citrat
    Banane
    Apfel
    Karotten
    Leinöl
    Zinkorotat


    Ebby reagiert auf:
    Lammfleisch
    Pferdefleisch
    Ziegenfleisch
    Schweinefleisch
    Rindfleisch
    Hirse
    Zucchini
    Weizen
    Mais
    Milchprodukte


    Danach muss ich nun definitiv die Mineralstoffmischung testen, denn diese Ausschlussdiät wird wohl bis zum Ende meiner Tage dauern. :fear:

  • Persönliche Erfahrung meinerseits:


    Maja wird quasi bis an ihr Lebensende ein "ausschlussernährter" Hund bleiben. Sie verträgt Fisch, Reis, Hanföl, Calciumcitrat. Das wars.


    Getestet haben wir seit Ende 2008:
    Pute
    Pferd
    Strauß
    Wild
    Kaninchen
    Schwein
    Möhren
    Zucchini
    Chinakohl
    Apfel
    Banane
    Kartoffeln
    Amaranth
    (ich hab bestimmt was vergessen)


    Ich krieg zwar immer wieder einen Rappel, dass das doch eigentlich nicht ausreicht und sie völlig unausgewogen ernährt wird, aber so ganz prinzipiell ist jeder gescheiterte Versuch immer ein wahnsinniger Rückschlag für ihr Immunsystem und es dauert eine Weile, bis ich sie wieder auf dem Damm habe. Da abgesehen von dem Hanföl absolut keiner meiner Versuche seit den Grundkomponenten von Erfolg gekrönt war, möchte ich eigentlich auch gar nicht mehr groß experimentieren.


    Eigentlich geht es ihr nicht schlecht mit den vier Sachen, die sie verträgt (die Langzeitauswirkungen dieser MAngelernährung kann ich natürlich nicht absehen). Im Gegensatz dazu gehts ihr echt miserabel, wenn sie wieder reagiert. Ich tu mich sehr schwer damit, das wieder und wieder in Kauf zu nehmen und bin inzwischen eher auf dem Trichter, dass ich zu riskieren bereit bin, dass später eventuell Probleme folgen gegenüber den jetzt ziemlich sicher auftretenden Problemen.


    Richtig glücklich bin ich damit auch nicht, aber es ist für Maja und mich die Wahl zwischen Regen und Traufe...


    LG Rike

  • Huhu,


    an dich und Maja musste ich - besonders in den ersten zwei Monaten - ständig denken, denn ich sah uns auf einen ähnlich kargen Futterplan zusteuern (die ersten glorreichen Versuche haben wir mit Hirsen, Pferdefleisch, Ziegenfleisch und anschließend Rindfleisch gemacht - alles ein kompletter Reinfall).


    Ich bin inzwischen eh schon recht entspannt, ... der Futterplan sieht gar nicht mehr sooooo schlecht aus. Eine weitere Proteinquelle wäre wünschenswert, weil es kaum möglich sein wird, Hirsch ganzjährig irgendwo zu beziehen und wir dann nur noch mit dem Alaska Seelachsfilet dastehen. Eine Fettquelle haben wir jetzt wahrscheinlich gefunden (Samojana :gott: auf Ghee wäre ich nicht gekommen). Der Rest ist erstmal Spielerei... mehr oder weniger.


    Wie heftig reagiert Maja denn?
    Ich kann deinen Gewissenskonflikt sehr gut nachempfinden. Es ist nicht schön zu sehen, wenn der Hund sich jedes Mal auf's Neue quält. :/


    LG
    Shalea

  • Naja, Maja ist sicherlich ein Extremfall...


    Bei ihr kommt hinzu, dass sie einerseits auf die Umstellung als solche reagiert und dann auf die neuen Stoffe auch nochmal.


    Kleines Beispiel gefällig? Ich habe vor einigen Wochen kein vernünftiges Hanföl bekommen, weil mein Biomarkt das aus dem Programm genommen hatte. Also musste ich erst nach einem neuen Anbieter suchen und gucken, wo ich wieder Hanföl herbekomme - in der Zeit gabs für MAdame kein Hanföl. Dann hatte ich wieder welches und habe ihr einen TL am Tag gegeben, ich wusste da ja bereits, dass sie es verträgt. Hähä, denkste. Der eine TL führte innerhalb von fünf Tagen zu Durchfall. Ich musste selbst das Hanföl mit einem halben TL "einschleichen".


    Heißt: Die Umstellung auf etwas Neues muss nach und nach erfolgen und es ist nicht damit getan, erst ein Viertel der Portion, dann die Hälfte, dann Dreiviertel zu ersetzen - schön wärs...


    Und dann gibts die eigentliche allergische Reaktion. Die äußert sich in vermehrtem Kratzen, Pfotenlutschen, Analdrüsenproblemen und irgendwann Durchfall, weil ihre hämolysierenden E. coli sich zurückmelden (kurze Hintergrundinfo: Maja hat eine Infektion mit hämolysierenden E. coli, wenn sie langfristig im Körper mit Allergenen zu kämpfen hat. Sobald das Immunsystem damit beschäftigt ist, auf die Allergene zu reagieren, kriegt es die E. coli nicht mehr in Schach gehalten...).


    Und dann muss ich die ganze Nummer auch noch erkennen und richtig deuten. Gar nicht so einfach, wenn Kratzen manchmal ja auch einfach ganz normal ist (uns juckts ja auch ab und an, ohne dass das sofort allergisch sein muss), der Hund ab und an einfach nur den Dreck aus den Zehenzwischenräumen weglutscht und die eine Analdrüse so vernarbt ist, dass sie sich nicht von alleine leeren kann und auch in allergiefreien Phasen ab und an geleert werden muss. Ziemlich sicher ist hingegen die Sache mit dem Durchfall, der sehr schnell im Griff ist, sobald der Allergieauslöser wegfällt. Und spaßig ist es auch nicht, dafür jedes Mal eine Probe ins Labor zu schicken...


    Hachja, einfach wäre ja auch langweilig, oder? ;)

  • [quote="Shale Was Menschen vertragen, die auf Milcheiweiß und Laktose reagieren, dürfte mein Hund doch wohl auch mal vertragen, oder?
    [/quote]


    Ghee ist lt. Literatur laktose- und eiweißfrei , insofern besteht wohl keine Gefahr.
    Die nächsten Tage werden zeigen, ob´s wirklich so ist. :smile:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Niani:
    Ganz ehrlich.. ich glaube da könnte ich mir neue Komponenten auch verkneifen... :/


    Zitat


    Ghee ist lt. Literatur laktose- und eiweißfrei , insofern besteht wohl keine Gefahr.


    Ich weiß ;) , sonst hätt ich das nach der Reaktion auf den Quark auch nicht probiert.
    Ghee ist leider auch aus dem Rennen. Die Reaktion ist schwach (Ohr wird "nur" rot), aber nun mal vorhanden... Der Hund macht mich verrückt!


    Ich hab jetzt 20kg Reh bestellt. Bei meinem Glück landet das da, wo auch schon 20kg Ziege, Pferd und Rind lagern - im großen Gefrierschrank (der Ebby-tabu-Schrank sozusagen :roll: ). Sollte die Reaktion vom Alaska-Wildlachs am WE schon rum sein, werd ich's da testen, ansonsten irgendwann nächste Woche...


    Känguru hab ich als absolute Notlösung auf dem Schirm, aber a) ist das auch wieder total mageres Fleisch, b) bekomme ich da wieder keine Leber etc. und c) möchte ich nur im Notfall auf Exoten zurückgreifen. Jaja... ich bin genauso kompliziert wie mein komischer Köter... ich weiß. :p


    Wir brauchen Fett! :/


    Ebby verträgt:
    Hirschfleisch
    Alaska-Seelachsfilet
    Reis
    Ca-Citrat
    Banane
    Apfel
    Karotten
    Leinöl
    Zinkorotat


    Ebby reagiert auf:
    Lammfleisch
    Pferdefleisch
    Ziegenfleisch
    Schweinefleisch
    Rindfleisch
    Alaska Wildlachs
    Hirse
    Zucchini
    Weizen
    Mais
    Kuhmilchprodukte
    Ghee

  • Zitat

    Okay, ganz blöde Frage, aber warum braucht ihr so dringend Fett?


    Weil ich den Energiebedarf meines Hundes nicht ausschließlich über Kohlenhydrate decken kann. Sie bekommt jetzt schon 200g Reis (Rohgewicht!) pro Tag... und es reicht einfach nicht. Mit dem Fleisch hochzugehen hat a) keinen Sinn, weil es nun mal kaum Energie bringt und b) steigt der Kreatininwert seit Beginn der Ausschlussdiät eh schon ziemlich an und liegt inzwischen deutlich oberhalb des Referenzwertes. Es hilft mir ja nichts, wenn ich am Ende weiß, worauf mein Hund allergisch ist, dafür dann aber die Nieren Schrott sind...


    Das Fell kaschiert das ganz gut, aber Ebby hat kein Gramm Fett auf den Rippen und sie sollte auf jeden Fall etwas mehr haben.

  • Ohje... Maja kriegt ja auch kein Fett, aber ich krieg es mit dem Reis ganz gut aufgefangen. Die hat aber teilweise auch echte Hammerportionen gekriegt in ihren heftigsten Zeiten...

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