Probleme mit jungem, halbwilden Hund
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Hallo zusammen,
seit zehn Tagen habe ich einen Hund
Ich moechte gleich sagen, dass ich mir das gut ueberlegt und viel ueber die Erziehung junger Hunde gelesen habe. Doch leider funktionieren die Anwkeisungen aus dem Buch in der Realitaet ueberhaupt nicht. Rigo ist zehn Monate alt und hat in einem Reitstall in Korea gelebt (ich lebe in Seoul). Dort habe ich ihn kennengelernt und mich in ihn verliebt. Er lebte dort mit seinem Bruder, Mami, Papi und anderen Hunden frei auf dem Hof. Nachts kamen sie in eine Box. Er hat also halbwild gelebt und kennt keine Regeln. Die Stallburschen haben ihn oft mit dem Fuss gekickt wenn er im Weg war, deswegen mag er schonmal keine Maenner. Meinen auch nicht, was natuerlich suboptimal ist. Das ist das erste Problem. 2. und 3. er hat Milben im Ohr und es ist sehr schlimm. Das heisst, ohne ihn grossartig gewoehnen zu koennen muss ich U-Bahn oder Auto mit ihm fahren, was er hasst. Er muss jedes Mal spucken. Ich muss aber fast jeden Tag hin und da der TA englischsprachig ist und gut, kann ich nicht zu dem um die Ecke. er bekommt auch jeden Tag zwei Mal ein Peulverchen und ne Ohrenspuelung von mir was unserer Beziehung abtraeglich, ist glaub ich. 4. trainieren geht nicht er mag keine Leckerchen und isst eh kaum etwas. Irgendwann ist der hunger so gross, dann isst er wieder, dann ists aber wieder gut. (wie im Buch steht tu ih das Essen dann gleich weg, aber das ist ihm egal
) 5. seit vorgestern dreht er durch wenn er andere Hunde sieht draussen. Er will unbedingt hinterher, mit aller Kraft, winselt, jault, bellt, fiept und laesst sich ueberhaupt nicht beruhigen, auch wenn der Hund schon laengst ausser Sichtweite ist! Ich lebe im Hochhaus und neulich haben wir Hunde in der Lobby getroffen und die koreanischen Besitzer liessen ihre Hunde ausnahmsweise spielen. Rigo liebt das, war dann voellig aufgedreht und schnueffelt jetzt immer die ganze Lobby ab und will immer vorm Fahrstuhl sitzen weil da ein Hund mit ihm drin war.
Ich weiss einfach nicht wie ich die Bindung staerken soll wenn er kein Futter will und 6. Spielzeug und spielen mag er auch nicht. Ich bin leicht verzweifelt. Ich hab schon ne Hundetrainerin angeschrieben, eine von zwei in Seoul, die hat leider erst im Oktober Kapazitaeten. Bis dahin muessen wir das alleine regeln. Hat jemand ne Idee wie ich ihm den Stress nehmen kann? Ich denke, dass ist eine Hauptursache. Was denkt ihr? - Vor einem Moment
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Hi,
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Hallo,
leider kann ich Dir bei Deinem Problem auch nicht wirklich helfen. Aber so lange hast Du Deinen Lino ja noch gar nicht, er braucht sicher noch viel Zeit, um sich an sein neues Leben zu gewoehnen. Vom Stall ins Hochhaus ist ja schon eine ganz schoene Umstellung.
Ich freue mich aber sehr, endlich einmal jemand aus Asien im DF zu treffen ! Ich wohne in Bangkok
Gruss
Soidog
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Ich weiss nicht, ob es so gut war, den Hund aus seiner gewohnten Umgebung in ein Hochhaus in der Stadt zu verfrachten.
Er hat momentan sowieso schon einen Kulturschock und war wahrscheinlich im Reitstall viel glücklicher.
Und wenn man dann zusätzlich noch ständig an ihm rumfummeln muss und ihm auch noch Hundekontakte verwehrt, dann verwundert mich dieses Verhalten nicht.
Solltest Du an seiner momentanen misslichen Lage nichts ändern können, dann braucht er viel Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.
LG
Chrissi -
Hallo,
ich kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen.
Für mich hört sich das so an als habe er sich mehr den Hunden angeschlossen. Also er kennt es nicht mit Menschen zusammenzuleben und Zuwendung zu bekommen. Diese bekam er von den Hunden auf dem Hof. Menschen waren für ihn wohl nur für das Futter bringen und das Einschließen für die Nacht von Bedeutung.
Die Hunde waren größtenteils sich selbst überlassen und damit wohl nicht unglücklich.Bei solchen Hunden ist es schwer, denn sie müssen erst lernen, dass man mit Menschen auch Spaß haben kann.
Würde man diese Hunde wählen lassen, dann würden sie die Hunde wählen was das Zusammenleben angeht.Du brauchst viel Geduld und Lino braucht viele Hundekontakte.
Ein Umzug von einer ruhigen Gegend in die Stadt, ist heftig. Zumal Lino wohl so gut wie keine Sozialisierung kennengelernt hat.Wegen des Ohrenreinigens:
ich würde es vom Tierarzt machen lassen und es in Kauf nehmen dort täglich hinzufahren damit mein Hund zu mir eine positive Beziehung aufbauen kann.Musste Lino dort weg, oder wie bist Du auf ihn gestossen?
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Hey,
also klar war das ein Schock fuer ihn und momentan waere er im Stall sicher gluecklicher. Aber nicht fuer den Rest seines Lebens. Denn die erwachsenen Hunde sind dort meistens angebunden und ich bezweifle, dass er die Freiheiten fuer den Rest des Lbens genossen haette. Ausserdem waere es bestimmt nicht lang ohne medizinische Versorgung. Er war ja total Parasitenverseucht usw. Kontakt zu Menschen hatte er schon auch, wurde immer beschmust und der Star bei den Kiddies. In einem Jahr gehts auch wahrscheinlich wieder nach D, da hat ers dann bestimmt schoener als immer am Stall. Tagein tagaus dasselbe. Ich verwehre ihm gar nicht zu spielen, ich suche schon nach einer Spielgruppe. Ist halt nicht so einfach. Nur ist Korea nicht Deutschland. die Menschen haben eine ganz andere Einstellung zu Hunden. Sie sehen sie irgendwie als Spielzeug oder Puppe, dem man Kleidchen anzieht und die Haare faerbt. DIE lassen ihre Hunde nicht mit meinem spielen, nicht ich!
Ich gehe dort reiten, so habe ich Rigo kennengelernt. Dachte ich nehm ihn immer mit in Stall zum spielen, aber das kann ich jetzt wohl nicht machen. Das wuerde ihn bestimmt erst recht verwirren. Ich muss ja zusaetzlich zum TA zwei Mal taeglich Tropfen ins Ohr massieren. Er hat ganz massiv Milben! Vielleicht war es dumm ihn da rauszuholen, aber mit dieser Erkenntnis ist mir auch nicht geholfen. Jetzt hab ich ihn und muss zusehen, dass er sich einlebt. Ich wuensch mir doch, dass er gluecklich wird.
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Ich würde ihn weiterhin mit in den Stall nehmen. Ich glaube eher, dass ihm das helfen würde.

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Zitat
Ich würde ihn weiterhin mit in den Stall nehmen. Ich glaube eher, dass ihm das helfen würde.

Jap.

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Meint ihr nicht, dass er dann gar nicht mehr weiss, wo er hingehoert?! Viele haben mir auch gesagt ich soll ihn auf keinen Fall mitnehmen...ich weiss echt auch nicht was besser ist. Wenn ich ihn mitnehm faellt es ihm vielleicht noch schwerer sich an die neue Umgebung zu gewoehnen....dacht ich
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Ich denke, es ist besser, wenn Du ihn 'für Dich gewinnst', während er ab und zu
in der Umgebung sein darf, die für ihn Sicherheit bedeutet.Vielleicht geht er dann ja irgendwann freiwillig mit Dir mit nach hause.
Ich würde es so handhaben.
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Genau.
Ist doch schön, wenn er noch ab und zu in der "alten" (gewohnten!) Umgebung ist. Dann ist nicht alles im "neuen" Leben neu und unbekannt. Und wenn du regelmäßig dort bist, muss er ja nicht ganz Abschied nehmen, oder? Er ist doch dann jetzt mit dir dort und geht mit dir dann auch wieder nach Hause. - Vor einem Moment
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