• Hallo ihr Lieben,

    nachdem ich Anfang des Jahres meinen Dalmatinerrüden hab gehen lassen müssen, fühle ich mich nun bereit mein Herz erneut zu vergeben.

    mein Freund bei dem ich seit dem Tod meines Hundes lebe hat eine 5 jährige Irish Setter Hündin, ein herzensgutes Tier! Gut erzogen, ausgeglichen und freundlich. Zu ihr soll bald (vorraustlichtlich mitte Oktober) ein Zweithund ziehen.
    Da ich meinen Lucky mit 7 Monaten bekam, habe ich das "Welpenalter" -also wirklich von klein auf an- nicht mitbekommen und erfülle mir nun diesen Traum.

    Natürlich habe ich etliche Lektüren durchstöbert, Info's von Freunden/Bekannten geholt etc...
    Fazit: mein Kopf platzt! Ich weiß nicht weiter! :hilfe:

    Team A sagt: Der 1. Hund wird zuerst begrüßt, zuerst gefüttert und er darf den Zweithund (egal ob Welpe oder nicht) zu jeder Zeit zurechtweisen.

    Team B sagt: Gleichberechtigung mit allem drum und dran

    und natürlich noch viele Mix-Aussagen dazwischen. Ich bin verunsichert, weiß nicht mehr was falsch und richtig ist. Die Hündin an sich ist super sozialverträglich, trotzdessen kann es natürlich sein, dass sie einen Zweithund nicht direkt duldet.

    Bitte helft mir, wie gehe das Thema richtig an?
    Was sind eure Erfahrungen?

    Danke im Voraus für eure Antworten.

    Lisa

  • Ich bin Team C :D

    Der (innerlich) stärkere Hund wird von mir unterstützt, egal obs der 1. oder der 2. ist. Das Problem erübrigt sich bei Euch allerdings, wenn ein Welpe einzieht, denn da wird erstmal die Irin ganz klar die Nummer eins sein.

    Dass sie einen Welpen erstmal einnordet, kann nicht nur sein, sondern sollte so sein - und nehmt Euch ein Beispiel an ihr. Das erste, was Neuzugänge lernen sollten, sind Grenzen, und zwar im Moment ihres Einzugs. Menschlich ist, mit offenen Armen zu sagen "ooooh was bist Duuuu denn für ein süüüüßer", hundlich (und damit das, was ein Hund braucht) ist, einem Neuzugang erstmal zu erklären, wo seine Grenzen sind und wie die Regeln aussehen, das ist die Basis für das anschließende harmonische Zusammenleben.

  • Nachtrag: eingreifen würde ich nur dann, wenn die Korrekturen des Althundes nicht souverän sind, oder wenn er alles, ständig, überall kontrollieren will. In der Regel gibt es einige wenige Dinge, anhand derer die Regeln erklärt werden, z.B. "komm mir nicht zu nahe" oder "sei nicht so hektisch".

  • Hallo,

    ich sehe das auch so wie Rotbuche.

    Wir haben unseren Welpen am 22.07.2012 mit 8 Wochen geholt und haben bereits eine super verträgliche und noch aktive Hundi-Omi Candy von 13 Jahren. Da Candy sich kaum wehrt, muss ich die Kleine Amy gelegentlich in die Schranken weisen, wenn es zu wild wird. Und ich achte auch sehr darauf, dass Candy zu Ihrem Recht als Ersthund kommt.

    Da Amy jetzt schon sehr selbstbewusst ist und Candy eher unterordnungsbereit ist, vermute ich dass später die kleine mal das Zepter in der Hand hat, was ich auch nicht unterbinden werde.

    Aber das lasse ich auf mich zu kommen. Bislang genieße ich noch die Welpenzeit und schaue den beiden beim Spielen zu.

    Viele Grüße
    Simone

  • Danke schonmal für die Antworten...

    Es sollte also ein gutes Zwischending sein;-) mir ist natürlich auch bewusst das es da kein Patentrezept gibt...

    Wie sollte das mit dem Futter gehändelt werden?
    Die Hündin bekommt einmal am Tag, ein Welpe natürlich öfter-und die Dicke denkt sich bst "ouh das Welpenfutter riecht auch sehr fein-das beanspruche ich für mich"

    Einfach getrennt füttern oder dabei sein?

    Zweite Frage, das erste zusammentreffen, auf neutralem Boden oder im heimischen Garten?
    Oder unseren einmal beim besuchen mitnehmen? (keine Ahnung ob das möglich ist, habe noch nicht gefragt)

    Liebe Grüße!

  • Also vielleicht kannst du das Futter von eurer großen Hündin ja in kleiner Portionen aufteilen?
    Dann könntest du sie gemeinsam füttern. Ich würde aber in jedem Fall dabei bleiben.
    Erstens, damit jeder das frisst, was er fressen soll, zweitens um von Anfang an klarzustellen, dass du der Chef bist, auch im Bezug auf Futter.

    Ich meine auch, dass dein Kopfgewitter zwar nachvollziehbar und normal ist, aber wohl zuviel des Guten.
    Meist wachsen die neuen Familienmitglieder ohne große Regelungen bestens zusammen.

    Ich habe übrigens alle Jungtiere (zuletzt mein einäugiges Katerchen) immer einfach mit nach Hause genommen, sie im Arm haltend von allen anderen beschnüffeln lassen und unmissverständlich "gesagt": MEIN neues Baby! Wird NICHT gefressen!
    Das hat bisher immer prima funktioniert.

    Soll der Zweithund wieder ein Dalmatiner sein?

  • Ja, die große auch in Portionen zu füttern dachte ich mir auch schon, zumal sie meist eh nicht alles auf einmal frisst (insofern es nur TroFu ist).

    Ich muss sagen, ich war auch eigentlich nie der Typ der alles 100 mal durchdenkt :roll:
    sondern auch gern einfach mal macht!

    Da es bis mitte Oktober doch noch etwas hin ist dachte ich mir, ich verkürze die Zeit um mir ein paar Info's zu holen.. Es wurden leider zu viele verschieden die mich dann total verwirrt haben.. UND (meiner meinung nach das schlimmste!!) aus der Vorfreude ab und an Ängste macht :/
    Ich bin durch den Dalmi ja nicht Hunde-unerfahren und hab weiß gott mit ihm besonders in der Pubertät viel mitgemacht! (mit seinen 7 Monaten war er "nur" stubenrein) aber seit den ganzen Info's glaube ich, garnichts zu wissen.. Ist doch verhext!

    Nein, kein Dalmatiner mehr.. Ich liebe diese Rasse, ich liebte meinen Hund..
    Aber: diese Haare! Überall-Immer!! und setzten sich wie Borsten überall rein! Das ganze Jahr über... Den krassen Unterschied merke ich seitdem ich mit der Irish Setter Hündin zusammen wohne...
    Es soll ein Golden Retriever werden, am 10. August geboren und Ende des Monats können wir ihn besuchen... ich bin soooo aufgeregt!!!! :rollsmile:

  • Ich durfte vor Kurzem erst lernen was eine zu 100% sozialverträgliche Hündin, die die ersten 12 Wochen im 18köpfigen Rudel aufgewachsen ist, mit ihren jetzt 2,5 Jahren mit einer Welpendame macht.
    Ignorieren, zurechtweisen, gaaanz vllt mal kuuurz abschlecken und wieder ignorieren.
    So kannte ich meine Hündin nicht und hätte es nie erwartet. Sie war immer unterwürfig und zurückhaltend. Aber beim Welpen hat sie sich super souverän verhalten und von Anfang an klar gestellt wie was zu laufen hat!
    Sie hat auch bestimmt die ersten 2 Monate kaum bis gar nicht mit ihr gespielt. Das kam erst in der letzten Zeit.

    Jeder Hund reagiert anders. Aber solange die Althündin keine Beschädigungsabsichten zeigt würde ich mich da gar nicht einmischen.

    Für Erstkontakt war und bin ich immer für neutralen Boden gewesen. Und wie mans mim Fressen hält ist jedem selbst überlassen.
    Ich sage das Futter ist meine Ressource und ich kann auch 5 Hunde nebeneinander füttern ohne das einer zickt, weil alle diese Regel akzeptiert haben.

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