Probleme mit Hinterläufen - OP!?

  • Hallöchen,
    unser Lukas hat auch eine HD; Arthrose, Spondylose vor zwei Jahren diagnostiziert bekommen, damals hatte er leichte neurologische Ausfälle. Wir haben damals leider Phen Pred bekommen, was ihm zwar schmerzmäßig geholfen hat, aber leider auch vieles kaputt gemacht hat. Wir haben damals auch eine GI machen lassen, was anfangs gut anschlug, dann aber leider auch sehr schnell ( evtl weil er immer in den ersten Stock hoch musste ) verflogen war und wir wieder mit Schmerzmitteln anfangen mussten. Wir sind dann auf irgandwann auf Rimadyl umgestiegen, was er bis heute gut verträgt, auch wenn wir seit 1 1/2 Wochen ohne probieren.
    Leider ist bei Lukas mittlerweile auch die Ce weiter fortgeschritten, so das er jetzt seit einem Jahr einen Rolli für seine Gassi Runden hat und wir sind auch ebenerdig umgezogen. Er kann hinten zwar gar nicht mehr stehen, hat aber soviel Lebensfreude das wenn wir nicht schnell genug sind um ihn irgenderwo an den gewünschten Ort zu bringen, er sich seinen Hintern hinterher schleift. Ansonsten helfen wir ihm mit nem großem Duschhandtuch.

    Was für Deine Süsse wichtig ist, das die Schmerzen behandelt werden und das sie wieder futtern mag. Wie gehts ihr denn? Was macht die Niere?
    Hast Du es mal mit frischem Futter probiert? Lukas hat oft wegen läufigen Damen kein Bock auf Trockenfutter, aber sein frisch zubereitetes Naassfutter schlingt er immer runter.
    Wichtig ist auch das Ihr Physiotherapie macht und sie Dir Anleitung gibt wie Du gezielt Muskelaufbautrainig machen kannst.
    Haltet die Ohren hoch und Daumen und Pfoten sind hier kräftig gedrückt......

    Liebe Grüße
    Tanja

  • ICh weiß nicht warum man eigentlich meint, immer Goldakkupunktur empfehlen zu müssen, aber nochmal ganz deutlich:

    Goldakkupunktur hilft, wenn überhaupt, nur gegen Schmerzen. Es ändert rein GARNICHTS! an der Erkrankung!


    Wenn der Hund wirklich Spondylosen hat, die vielleicht auchnoch aufs Rückenmark drücken, dann hilft da Schmerztherapie auch nur kurz. Die Signale die über die Nervenbahnen kommen kann auch kein noch so tolles Schmerzmittel ersetzen!
    Sollte es sich um einen Bandscheibenvorfall handeln, kommt es darauf an, wie viel selbiger schon beschädigt hat, aber bei einem Hund in dem Alter heißt das normalerweise schonen und Schmerzmittel geben - dann einfach abwarten.

    Davon ab würde ich bei einem alten Hund in der Größenordnung schon auch mit einbeziehen, dass es vielleicht besser wäre dem Hund weiteres Leiden zu ersparen. 11 Jahre ist für einen großen Hund kein biblisches Alter, aber es ist eben doch alt. Wenn dann auchnoch andere organische Probleme hinzukommen, würde ich mir stark überlegen, ob ich meinem Hund das noch antue.

  • Also mittlerweile scheint es ihr zum Glück wieder wirklich besser zu gehen!
    Die Schmerzmittel haben wir ganz abgesetzt und die letzte homöopathische Nierenspritze gabs vorgestern.
    Sie ist total aufmerksam, aalt sich im garten in der Sonne, läuft auch wieder Treppen gut und manchmal bringt sie uns sogar ihren Ball (obwohl sie nicht so ganz genau zu wissen scheint, was sie dann damit machen soll).
    Einziges Problem: sie weigert sich einfach zu fressen, obwohl sie ziemlich sicher Hunger hat! Die letzten Tage und Wochen haben wir ja immer versuch irgendetwas in sie reimzubekommen, Käse, Wust, was sie eben grade so mochte, und immer aus der Hand. Später dann auch eine Woche lang dies Instantfutter mit der Spritze. Aber das geht einfach so nicht weiter. Wir haben ihr jetzt wieder ganz normal ihren Napf mit Nassfutter hingestellt, das sie sonst immer gefressen hat, und sie ignoriert das gekonnt - wirr aber auch kein Schmacko o.Ä. So langsam. Es steht auch Trockenfutter dabei, will sie genauso wenig. Draußen frisst sie ein bisschen Gras und das wars dann.
    Wir hoffen jetzt einfach, dass der Hunger morgen übermächtig wird und sie dann endlich frisst, denn ganz raus aus der kritischen Phase ist sie noch nicht (nach wie vor 22,4kg).

  • Zitat

    ICh weiß nicht warum man eigentlich meint, immer Goldakkupunktur empfehlen zu müssen, aber nochmal ganz deutlich:

    Goldakkupunktur hilft, wenn überhaupt, nur gegen Schmerzen. Es ändert rein GARNICHTS! an der Erkrankung!

    Hallo Bordy,

    du hast absolut Recht, wenn du sagst, dass die GA lediglich die Schmerzen nimmt, nicht aber die eigentliche Erkrankung - ABER:

    Jeder Mensch kennt es von sich selber, wenn er sich mal das Kreuz verdreht hat. Er quält sich mit Schmerzen rum und versucht verzweifelt eine Haltung zu finden, in der er sich halbewegs schmerzfrei fühlt. Sowas nennt man Schonhaltung. Jedoch dürfte es kein Geheimnis mehr sein, dass eben diese Schonhaltung dazu führt, dass der Muskelapparat total falsch belastet wird, was wiederum für Verspannungen sorgt und somit neue Beschwerden hervorruft. Deshalb gehen wir zum Doc und lassen uns entweder eine Spritze setzen oder bekommen andere Medis. Diese nehmen den Schmerz, wir können uns normal bewegen und die Entzündung heilt aus.

    Nichts anderes ist es bei der GA. Die GA ermöglicht es dem Hund, dass er sich normal bewegen kann, weil eben die Schmerzen genommen werden. Und gerade bei arthrotischen Leiden ist das enorm wichtig. Ein geschontes Gelenk verkümmert schneller je mehr es geschont wird. Nur kontinuierliche Bewegung erzeugt Gelenkschmiere, die wichtig ist für eine reibungslose Funktion eines Gelenkes.

    Jetzt habe ich die Wahl: ballere ich meinen Hund mit Schmerzmedis voll, die vermutlich bei längerer Anwendung anderweitige Schäden hervorruft (Unverträglichkeit, Magenprobleme, Nieren-/Leberprobleme) oder suche ich nach einer Methode die sanfter ist und dem Hund wieder ein vernünftiges, lebenswertes Leben ermöglicht? Ausserdem haben Langzeitstudien inzwischen bewiesen, dass die Arthrose bei GA-behandelten Gelenken

    a) langsamer fortschreitet als wenn man sie unbehandelt lässt und
    b) es in einigen Fällen sogar dazu geführt hat, dass die Arthrose auf dem Stand zum Stillstand gekommen ist, wo man den Hund mit GA behandelt hat.

    Ich habe mich für die GA entschieden und es nicht 1 Sekunde bereut. Mein Hund rennt, tobt und macht kilometerlange Wanderungen mit OHNE jegliche Beschwerden anschliessend. Zählt das etwa nicht??

    Ich habe ganz bewusst im vorderen Verlauf des Threads geschrieben, dass ich mir nicht sicher bin, ob diese GA in diesem speziellen Fall Anwendung finden kann oder nicht. Aber ich würde es zumindest prüfen lassen um zu sehen, ob es eine Alternative neben den Medis gibt.

    Verstehen kann ich die Aufregung allerdings nicht wirklich.

    LG
    Windi

  • Am Montag mussten wir sie leider erlösen, es ging einfach nicht mehr :'(
    Sie wog nur noch 20kg, hatte zwar Hunger und hat gefressen aber nahezu jeden Tag auch wieder gebrochen und sie war ganz schwach. Unser TÄ meinte auch, sie weiß nichts mehr und sollte es ein Tumor im Magen/Darm gewesen sein könne man nichts mehr tun, zumal die Narkose an sich schon zu viel hätte gewesen sein können.
    Jetzt hoffe ich, dass wir das Richtige getan haben und dass es ihr gut geht wo auch immer sie jetzt ist..
    Danke nochmal für eure Hilfe!

  • das tut mir so leid für dich :sad2:

    aber so hat es ganz sicher keinen Zweck mehr gehabt und die Entscheidung war sicher die richtige.

    Mach's gut Luna

    LG
    Windi

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