Probleme mit Hinterläufen - OP!?

  • Hallo Leute,

    meine 11-jährige Schäferhund-Labradorhündin Luna hat seit Kurzem große Probleme beim Gehen.
    Es begann damit, dass sie viel zitterte und sich kaum bewegen wollte, das Röntgenbild zeigte eine Knorpelverdickung an der Wirbelsäule (zumindest hab ich es als solche veratanden) und der TA gab eine Kortisonspritze sowie Tabletten zur Schmerzlinderung und Abschwellung.
    Allerdings wurde es wieder schlimmer, sie frisst nur mit viel Überredung und hat schon 5 Kilo abgenommen (mittlerweile wiegt sie nur noch 22kg) und trotz extra Vitamintabletten scheint es ihr immer schlechter zu gehen.
    Der TA hat die Reflexe der Hinterläufe getestet (mit beunruhigendem Ergebnis) und auch der Schwanz zeigt eine leichte Lähmung.
    Heute sagte sie dann, wir müssten ein MRT beim Spezialisten machen lassen und sie vermutet einen Bandscheibenvorfall oder das Cauda Equina Syndrom, aber sollten wir uns gegen eine OP entscheiden oder diese nicht möglich sein gäbe es wohl nur noch einen letzten Weg..

    Ich will mich damit jetzt ehrlich gesagt nicht abfinden und bin noch ziemlich fertig von dieser plötzlichen Wendung, denn eigentlich ist sie ein aufgeweckter und verspielter Hund.

    Sollte es eins dieser beiden Prognosen sein, wie stehen die denn Heilungschancen nach einer OP? Was käme sonst noch infrage? Und ist denn eine OP überhaupt sinnvoll, ich hab schon was von Physiotherapie gelesen?
    Sicherlich werde ich morgen Abend mehr wissen nach dem Besuch aber ich bin im Moment noch echt total verunsichert und fänds super, wenn ich ein paar Erfahrung von euch mitnehmen könnte.

    Danke schonmal und sorry für den langen Text :/

  • Hallo,

    das tut mir leid, dass es deinem Hund so schlecht geht.

    Ich weiß nicht, ob diese von mir jetzt vorgeschlagene Behandlungsmethode in Betracht kommt, aber schlau machen kann man sich schnell, oder?

    Mein Hund wurde im Februar wegen Arthrose behandelt und ich habe mich, aufgrund des Alters meines Hundes (6,5 Jahre) gegen eine medikamentöse Behandlung entschieden und stattdessen eine Goldakupunktur durchführen lassen.

    Ich war wirklich skeptisch ob das was ist aber jetzt, ein halbes Jahr später, weiß ich, dass es die beste Entscheidung war, die ich habe treffen können. Der Zustand meines Hundes besserte sich zusehends und heute läuft er absolut beschwerdefrei und OHNE Zugabe von Medikamenten!!!

    Bei der Wahl des behandelnden Arztes habe ich mich für Herrn Dr. Schulze aus Kamen entschieden. Schildere ihm doch mal dein Problem und frage ob er etwas machen kann. Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, weil mein Hund ja gegen Arthrose behandelt wurde aber fragen würde ich auf alle Fälle.

    LG
    Volker

  • Ja, das klingt doch gar nicht schlecht, danke!!

    Arthrose wurde schon vor ein paar Jahren diagnostiziert und da haben wir ihr ein Pulver unters Futter gemischt was auch gut geklappt hat.
    Die heutige Diagnose ist da schon etwas schlimmer.. Luna hat schon seit langem 3 Bandscheibenvorfälle und auch Spondolysen, daher das Lahmen. Nur leider ist das nicht operabel, da schon Rückenmarkt geschädegt ist und das würde nichts helfen. Also sollen wir dafür sorgen, dass sie sich regelmäßig bewegt um Muskeln aufzubauen, auch vielleicht verbunden mit Pysiotherapie.

    Das einzige Problem ist jetzt aber, dass sie partout nicht fressen will und schon fast 7 kg abgenommen hat und so auch immer schwächer wird. Was immer wir versuchen - es wird immer schwieriger sie zum Fressen zu bringen, auch mit Leckerlis oder ihrem Lieblingsfutter.

    Hat da jemand Ideen?! Denn wenn sich das nicht ändert hat auch die Physio wenig Aussicht auf Erfolg.. =/

  • Hallo,

    naja, wenn dein Hund wissentlich schon Arthrose hat, dann würde ich an Deiner Stelle ganz sicher einen Termin zum Beratungsgespräch bei einem Spezialisten in Sachen Goldimplantate machen und mich umfassend beraten lassen.

    Fakt ist.....hat ein Hund Schmerzen (wovon bei Deinem Hund wohl ausgegangen werden kann) dann schlägt das auch auf das Fressverhalten. Was ich sagen möchte.....statt jetzt Pülverchen hier und Appetitanreger dort unters Fressen zu mischen, würde ich die URSACHE schnellstens angehen.

    Nimmst du dem Hund die Schmerzen, wird er sicher wieder besser Fressen. Regelmässige Bewegung ist wichtig und Physiotherapie kann auch nicht schaden aber suche doch mal das Gespräch mit einem Goldakupunkteur. Mir scheint als hättest du dich mit der Tatsache abgefunden, dass deinem Hund nicht mehr geholfen werden kann. Aber selbst ältere Hunde sprechen wunderbar auf diese Behandlung an und können wieder beschwerdefrei laufen bzw. so gut laufen, dass das Leben noch lebenswert ist.

    Ich würde diesen Strohhalm mal aufgreifen und mich in deinem speziellen Fall mal schlaumachen. Wenn Du später erfährst, dass du mit der Goldakupunktur genau das Richtige gemacht hättest, wirst du dir das niemals verzeihen.

    Ein ortsansässiger Schäfer hatte ebenfalls einen schwer kranken Hund gehabt (Kreuzbandriss, Arthrose) und konnte fast kaum noch laufen. Die Treppe mied der Hund so weit es ging, an den Schafen arbeiten ging gar nicht mehr. Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte ihm vom Erfolg bei meinem Hund. Er kannte diese Behandlungsmethode, war aber sehr skeptisch und sah darin mehr Scharlatanerei als wirkliche Hilfe. Aber er hat es jetzt vor 10 Wochen machen lassen. Wir haben uns neulich getroffen, da macht er sein Auto auf und zeigt eben auf diesen Hund: "er kann wieder kleine Arbeiten an den Schafen verrichten! Ist das nicht klasse!!" sprudelte es aus ihm heraus.

    Zur Info: dieser Hund bekam alle 10 Tage eine starke Spritze gegen die Schmerzen und zusätzlich noch starke Medikamente. Ohne diese Medis hätte sich der Hund schon gar nicht mehr bewegt.

    Jetzt, knappe 10 Wochen später, werden k e i n e Medis mehr gebraucht und der Hund hat wieder Spaß am Leben.

    Wie gesagt....ich kann nicht beurteilen, ob das Krankheitsbild deines Hundes mit dieser Methode behandelt werden kann, aber ich würde es zumindest mal versuchen und mir anhören was der Doc sagt.

    In diesem Sinne, alles Gute für dich und deinen Hund ;-)
    Volker

  • Danke für die Antwort und das schöne Beispiel!
    Ich finde diese Alternative wirklich sehr interessant und kann mir schon vorstellen, dass das funktioniert, jedoch kann ich das nicht allein entscheiden. Meine Eltern stehen der Sache skeptisch gegenüber und nun werden wir wohl noch ein paar Tage warten und hoffen, dass die neuen Tabletten (schmerz- und entzündungshemmend) und die Scherztropfen helfen. Allerdings scheint es ihr immernoch nicht gut zu gehen.. Sie frisst gerado das Nötigste, um ihr die Tabletten geben zu können, zittert häufig und geht nur ganz wackelig, sie bricht dauernd zusammen und liegt gern. Also ab und an geht sie uns schonmal hinterher aber so wirklich.. naja =/

    Ich weiß echt nicht, wie ich bzw wir ihr da noch helfen können. Beim Füttern versuchen wir wirklich alles aber sie mag einfach nicht und wenn das nicht wäre, könnten wir mit Muskelaufbau ja auch ihre Kraft stärken. Nur hat sie schon so viel Gewicht verloren.
    Und die Goldakupunktur ist ja wie ich das verstanden habe "nur" gegen Schmerzen, ihre Rückenmarksverletzung wird ja weiter fortschreiten und wenn erstmal ihre Hinterbeine gelähmt werden, was kann man dann noch machen? Ich will ihr ja helfen aber im Moment weiß ich echt nicht wie :(

  • Zitat

    Und die Goldakupunktur ist ja wie ich das verstanden habe "nur" gegen Schmerzen, ihre Rückenmarksverletzung wird ja weiter fortschreiten und wenn erstmal ihre Hinterbeine gelähmt werden, was kann man dann noch machen? Ich will ihr ja helfen aber im Moment weiß ich echt nicht wie :(

    Hi,

    das stimmt.....die GA (Goldakupunktur) heilt nicht die Beschwerden, sie lindert die Schmerzen. Ein Hund der also Arthrose hat, wird durch die GA nicht von der Arthrose befreit - wohl aber von den Schmerzen. Das wiederum hat zur Folge, dass der Hund die betroffenen Gelenke wieder normal bewegt (=da schmerzfrei) und sich dadurch wieder Gelenkschmiere bilden kann. Und eben diese fehlende Gelenkschmiere ist es, die Arthrose auslöst bzw. begünstigt.

    Wie ich eingangs schon schrieb, ich weiß nicht, ob diese Methode bei der Erkrankung deines Hundes Anwendung finden kann aber ich würde es abklären lassen. Fakt ist, die Medikamente, die du im Moment brauchst, sind sicher auch nicht günstig und hier summiert sich ganz schnell ein hübsches Sümmchen auf.

    Eine GA-Behandlung ist viel Geld auf einen Schlag - da muss ich Dir zustimmen. Aber wenn man dadurch sämtliche Medikamente einsparen kann oder nur hin und wieder kurzzeitig mit Medis unterstützen muss, dann kann sich das sehr schnell rechnen.

    Ich persönlich kann das Gefühl von deinem Vater nur zu gut nachvollziehen, schliesslich hatte ich ebenfalls die Bedenken, dass die GA nix bringt und nur die schnelle Mark aus dem Portemonnaie ziehen soll. Inzwischen aber hat mich der Erfolg vollends überzeugt, allerdings sei gesagt, dass ich mir nicht den erstbesten Arzt für die GA herausgesucht habe. Ich habe viele Telefonate geführt, im Internet recherchiert (soweit möglich) und bin letztlich fast 200 km gefahren um die GA machen zu lassen. Ein TA um die Ecke bot mir die Behandlung zum gleichen Preis an - habe da aber dankend abgelehnt, weil mir mein Bauchgefühl was anderes gesagt hat.

    Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Schnuffel, dass du eine Methode findest, die allen Beteiligten zusagt. Vor allem aber wünsche ich deinem Hund alles Gute, auf dass die Schmerzen behandelt werden können.

    Liebe Grüße
    Windi

  • So, waren heute nochmal beim TA weil sie partout nichts fressen will und nur uns zuliebe mal einen Bisschen verdrückt. Neue Diagnose: Niereninsuffizienz. Also neue Spritze bekommen (Schmerzmittel + Antibiotikum) und wenn sie morgen immernoch nichts will dann gibt's ne Infusion.. oh man!

    Also an sich ist die GA wirklich eine gute Sache und ich denke, das kann schon infrage kommen, ebenso wie eine gezielte Physiotherapie zum Muskelaufbau. Nur kann das alles nicht angegangen werden, bei dem Untergewicht das sie hat momentan (23kg). Deswegen: erste Priorität ist, dass sie wieder verünftig frisst und Gewicht zulegt sonst können wir keine weiteren Therapien machen.

    Jemand eine Idee, wie man so ein kleines krankes Sensibelchen wieder zum Fressen motiviert? Vom Dosenfutter über Leberwurst, Fleischwurst und frischem Rinderhack bis sogar hin zu Butterkeksen, sie wills nicht mehr obwohl sie das früher echt toll fand.. :/

  • Zur Insuffizienz kann ich so nichts sagen, vermutlich akut denn die Medikamente schlagen gut an.
    Wir würden ihr das spezielle Futter geben natürlich, das Problem ist nur: sie frisst nix! Wir haben von unserer TÄ sowas wie ein Instantfutter bekommen von Royal Canin, das müssen wir ihr mti der Spritze direkt ins Maul spritzen, und ab und zu frisst sie mal ein bisschen Kochschicken (was nicht gut ist für die Nieren, das wissen wir, aber besser als nix) aber das kann es ja auch nicht sein. Zumal sie wirklich Hunger zu haben scheint! Dann nimmt sie mal wieder ein Leckerli, das 2. Stück wird ausgespuckt. Wir können uns das echt nicht mehr erklären, da es ihr so wieder besser geht. Sie ist aufmerksam, läuft uns hinterher wenn sie zu lange allein im Zimmer ist und andere Hunde anbellen klappt auch noch gut. Kann das einfach eine Kopfsache sein?!
    Kot kommt alle paar Tage mal ein wenig, sie frisst ja auch quasi nix.

    Eine GA kommt erstmal nicht infrage, da sie einfach noch das Untergewicht hat und allein Muskelaufbau schon primär helfen kann. Solche Möglichkeiten kommen erst später wiedermal in frage, wenn sie normal frisst und normales Gewicht hat und.

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