2 Hunde und die Leinenführigkeit..
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Sockensucher: Danke für deine ausführliche Antwort. Ich glaube, hier wurde einiges falsch verstanden und deswegen zitiere ich dich nochmal:
ZitatAus den fetten Sachen, schloss ich, dass dir das trainieren von Leinenführigkeit, jetzt keinen Spaß macht und du früher ja nun auch eher nicht trainiert hast. Es klingt eben alles so nach, eigentlich wäre es mir recht, wenn sie nicht ziehen würden, aber da das nicht so funktioniert, sollen sie halt nur teilweise nicht ziehen und Abends bist du aber eh froh, wenn sie nur ihre Geschäfte erledigen. Nach Spaß oder engagierten Training klingt das alles nicht.
Naja, wie gesagt, die HB/Geschirr Methode ist auch nicht anders. Es wird nicht auf dem kompletten Spaziergang geübt.
Zitat
Und eben weil ich einen doch recht engagierten Jäger habe, finde ich das mit dem Abends auf Kaninchenjagd eher seltsam. Denn meine zumindest findet den ganzen Tag über Spuren und weiß wo die Kaninchen wohnen, nun gut, in der Dämmerung sieht man sie öfter, aber wissen, das sie mal da gewesen sind und riechen, wo sie jetzt sind ist ja nun nicht von der Tageszeit abhängig. Also kombiniere ich deine Aussage, abends bin ich eh froh, wenn sie ihre Geschäfte machen mit dem dann wird besonders intensiv nach Kaninchen gesucht. Ergo, deine Aufmerksamkeit ist abends nunmal eher gegen null und die Hunde beschäftigen sich halt allein.Klar finden meine Hunde auch am Tag Spuren, aber wenn Abends vor ihrer Nase 'ne Kaninchen-Party ist, sind die Damen etwas aufgeregt und würde lieber Kaninchen jagen, als zu pinkeln.
Es geht jetzt nur um die letzte Runde, wo wir nur zu einem kleinen "Feldweg" gehen und ja, da trainiere ich nicht mehr so viel.ZitatDie Idee mit lange Leine, kurze Leine. Da musst du sehen, ob deinen Hunden das als Signal reicht. Wir haben das eher übers Tempo geregelt, es gab den wir müssen was erledigen Schritt, der war so schnell, dass sie eben neben mir einen lockeren Trab laufen konnten, da wurde mitgegangen, nicht geschnüffelt und getrödelt, weil ich eben einfach keine Zeit fürs trödeln hatte und dann den Schlendergang, ihr dürft Zeitunglesen, wir haben die Zeit und das war dann auch verbunden mit kurzer und langer Leine, einfach weil, wenn sie mit mir gelaufen sind, blieben sie bei mir und die Leine hätte auf dem Boden geschleift. das habe ich am Anfang streng getrennt, damit die hunde es begreifen können, was wann gilt. Später dann merkten sie eben von selber, wann es strecken waren, die ich zum Beispiel einfach wegen vieler Leute schnell passieren wollte, dann ihnen wieder schnüffelzeit gegeben habe und dann eben wieder Tempo gemacht habe, weil wir vielleicht zu spät gekommen sind. Wenn sie es nicht von selber gemerkt haben, habe ich es eben angekündigt. Das spielt sich dann nach einer Anfangszeit auch schnell mit mehreren Hunden ein. Ich habe jetzt drei.
Aber ziehen im sinne von ich habe soviel Druck auf der Leine, dass ich mich zum Gegenhalten gedrängt fühlte, das habe ich nunmal am Anfang abtrainiert. Was bedeutete, dass ich mir die Zeit genommen habe das zu "erklären" und mit einem Wort zu belegen. Zogen sie, gabs ein :nicht ziehen! mit einer Korrektur, also am besten wenn sie gerade anfingen zuviel Spannung draufzugeben habe ich mich geräuspert oder mit der Schuhsohle ein Geräusch gemacht, gabs dann Aufmerksamkeit nach hinten zu mir, habe ich gelobt, bin sofort weiter, haben sie nicht gezogen, habe ich gelobt, sind sie wieder über die Grenze räusper usw.
Das muss man meiner Meinung nach einmal richtig erklären und dabei bleiben und da das erstmal Arbeit macht, würde ich mich dann nicht an der zwei Meterleine wieder rumziehen lassen. Aber wenn die Arbeit mal getan ist, dann muss man nur noch bei außergewöhnlichen Sachen erinnern und das wird eben dann immer weniger. Je nachdem wieviel man Leine läuft, dann auch recht schnell. Und dann ist es egal, wieviel Leine man gibt, es wird eben genau der Rahmen dann ausgenutzt. Wobei es mir dann relativ egal ist, ob sie den vor mir, seitlich oder hinter mir ausnutzen. Wenn man eben trainiert.Danke für den ausführlichen Bericht.
ZitatWas bei dir so klingt, als wäre es nie so recht dein anliegen gewesen, da du auf Flexleine umgestiegen bist und es in unbekannteren Gebieten, nach deiner aussage, dann wohl noch nie recht geklappt hat.
Nö, ich bin nicht auf Flexileine umgestiegen. An der kurzen Leine durfte meine Hündin eben gar nicht ziehen und das habe ich am Anfang nur kurze Strecken geübt und zusätzlich dann die Flexi benutzt.ZitatÜbrigens habe ich das am Geschirr geübt und meine trugen eben erst dann Halsband, als sie es zuverlässig konnten. Geschirr finde ich einfach nicht so bequem für den Hund, besonders da wir viel im Wald unterwegs sind und im Wasser und meine Hunde auch viel mit anderen spielen.
Ich auch nicht, je nachdem ziehe ich meiner Hündin das Geschirr auch mal aus, wenn sie offline läuft, aber meistens ist sie an der (wenn auch schleifenden) 5m Schlepp.ZitatJetzt schreibst du ja, das das alles eigentlich gut funktioniert, deshalb sehe ich da das Problem nicht, wenn du gerne blockst, dann tue das doch weiter. Warum es nicht so recht klappt, schreibst du selbst, denn du schreibst, dass du seit dem Zweithund nicht mehr so konsequent bist. Deshalb hat man das Gefühl, du fragst nach einem Wundermittel, wo man ohne Konsequenz zum Ziel kommt. Denn die Lösung kennst du ja schon, entweder du bist konsequent oder du trainierst mit zwei Flexleinen klarzukommen, es gibt ja auch die mit Gurtband, die können sich nicht ganz so fies verheddern wie die mit den dünnen Leinen. Das könnte auch eine Lösung sein, so als Mix aus Flex und Schlepp...
Nein, ich wollte eigentlich nur wissen, ob jemand mit der Methode der verstellbaren Leinen arbeitet bzw. ob alle es mit dem "stehen bleiben" oder "Richtungswechsel" usw. trainiert haben. Mir ist durchaus bewusst, dass es nur mit Training und Konsequenz funktioniert.
ZitatAlso in jedem Fall, dann noch viel Erfolg beim finden von passenden Antworten und auch beim doch nicht so verhassten Training.

Liebe Grüße
SockensucherHast du deine Socken denn jetzt gefunden?

Und es gab doch schon einige passende Antworten. Nö, ich hasse das Training nun wirklich nicht!

Im Internet kommt einiges eben leider manchmal doch ganz falsch rüber.
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ZitatAlles anzeigen
Kira war Streber, ja ... dann kam Luna und dann wars erst mal vorbei mit Streben und sie hat so einiges von Luna übernommen ;-)
Luna war ein Hund, der Freiheit gewöhnt war, keine Leine und Einschränkung kannte, etc.
Letztendlich habe ich ihr erklären müssen, dass sie von mir abhängig ist und sich an meine Regeln zu halten hat

Wie?
Mit Drehen, warten, etc.Agiert der Hund, mache ich das entgegen gesetzte
Agiere ich und Hund reagiert, wird gelobtund ja, es kostet Zeit
und es kostet Nerven
und es macht nicht immer Spaßaber ohne Konsequenz kann kein Hund effektiv lernen
Hast du denn vom ersten Tag an konsequent keinen Zug an der Leine zugelassen? Meinte Kira denn auch, sie müsste nicht mehr so toll leinenführig sein wie vorher?
Also wenn ich mir jetzt vorstelle, konsequent stehen zu bleiben bei Zug auf der Leine, würden wir für kurze Strecken sicher ewig brauchen.
Und Situationen wie: Hunde laufen gut an der Leine, Hund 1 möchte schnüffeln, Hund 2 zieht. Ich bleibe also stehen, Hund 2 lockert die Leine hoffentlich irgendwann, dafür ist die Leine von Hund 1 jetzt straff. Wenn ich das korrigiert habe, die die Leine von Hund 2 eventuell wieder straff usw.

Verständlich? Da wird man doch irre.
Eigentlich könnten die Hunde doch auch gucken, was der andere Hund macht und nicht stur ins Ende der Leine laufen, wenn der andere Hund gerade schnüffelt oder ein Geschäft erledigt?Das mit dem blocken habe ich ja mehr oder weniger von HTS, hier in diesem Thread schreibt die Anita B. auch einen recht interessanten Beitrag, auch deswegen halte ich von den üblichen Methoden eigentlich eher weniger..
Der 3. letzte Beitrag von unten (darf ich den Thread hier eigentlich verlinken?) http://www.polar-chat.de/topic_52554_3.html
Also ich bin gerade ernsthaft am zweifeln, ob meine Methode dann vielleicht doch nicht so die richtige ist? Hier haben die meisten Leute mit 2 Hunden ja scheinbar auch nicht mit Geschirr/HB geübt?

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Vom 1. Tag an habe ich garnichts
ich war damals unerfahren und hab dies und jenes probiert ;-)
Und wenn du irre wirst beim kleinschrittigen Lernen ... naja, dann musst du es halt lassen.
Für mich gilt: Lieber vernünftig in kleinen Schritten als Hau-Ruck auf Kosten des Hundes
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Zitat
Also wenn ich mir jetzt vorstelle, konsequent stehen zu bleiben bei Zug auf der Leine, würden wir für kurze Strecken sicher ewig brauchen.
Ja, wenn Du konsequent die Leinenführigkeit üben willst, dauert das am Anfang meistens was länger.
Das ist nun einmal so und muss man in Kauf nehmen, wenn die Hunde es begreifen und nachher entspannt an der Leine laufen sollen.ZitatVerständlich? Da wird man doch irre.
Eigentlich könnten die Hunde doch auch gucken, was der andere Hund macht und nicht stur ins Ende der Leine laufen, wenn der andere Hund gerade schnüffelt oder ein Geschäft erledigt?Das werden sie, wenn sie erst einmal verstanden haben, wie der Hase läuft.
ZitatDas mit dem blocken habe ich ja mehr oder weniger von HTS, hier in diesem Thread schreibt die Anita B. auch einen recht interessanten Beitrag, auch deswegen halte ich von den üblichen Methoden eigentlich eher weniger..
Also ich bin gerade ernsthaft am zweifeln, ob meine Methode dann vielleicht doch nicht so die richtige ist? Hier haben die meisten Leute mit 2 Hunden ja scheinbar auch nicht mit Geschirr/HB geübt?

Wenn blocken bei Dir funktioniert, mach das doch.
Viele Wege führen nach Rom und wenn der für Dich am einfachsten umzusetzen und durchzuhalten ist, nimm ihn.Der Schlüssel ist und bleibt: Konsequenz.
Damit funktioniert jede Methode.
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Zitat
Vom 1. Tag an habe ich garnichts
ich war damals unerfahren und hab dies und jenes probiert ;-)
Und wenn du irre wirst beim kleinschrittigen Lernen ... naja, dann musst du es halt lassen.
Für mich gilt: Lieber vernünftig in kleinen Schritten als Hau-Ruck auf Kosten des Hundes
Naja, das irre werden war jetzt nicht so ganz ernst gemeint.
Und ja, deswegen dachte ich ja auch, ich übe es lieber auf kurzen Strecken und nicht während eines gesamten Spazierganges (also zb. einer kurzen Runde wo ich nicht immer die SL benutze).
Aber ich habe es von den meisten hier so verstanden, als wenn ich eben den gesamten Spaziergang trainieren sollte/müsste, wenn die Hunde an der kurzen 2 Meter Leine sind.
Und da frage ich mich jetzt, was sinnvoller ist. Einige Wochen permanent korrigieren, oder mir das über Monate/Jahre? langsam erarbeiten und nur wirklich konsequent darauf achten, wenn ich die Leine auf 1 Meter verstelle?
So viel sind die Hunde ja nun an nicht an der kurzen Leine und eigentlich könnten sie da dann ja auch vernünftig laufen.. aber ob das so von einem Tag auf den anderen nicht zu viel von so jungen Hunden verlangt ist?
Einzeln laufen ist leider aus diversen Gründen momentan eher schwierig, aber zwischendurch werde ich das sicher machen, da kann man sich dann doch besser auf den einzelnen Hund konzentrieren usw.
@Carause: Okay, ich war mir nicht ganz sicher, ob ich da jetzt zu viel von den Hunden erwarte, also was das "gucken was der andere Hund macht" angeht..
Das blocken ist ohne Begrenzung aber eben recht schwierig und ich bin mir gerade unsicher, was jetzt die bessere Lösung ist. Momentan tendiere ich fast eher dazu, doch konsequent stehen zu bleiben bei Zug auf der Leine, aber nachdem was die Anita B. in dem anderen Forum schreibt, weiß ich nicht, ob die Hunde das dann wirklich verstehen oder mich nur für bescheuert halten? 
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Also bei mir funktioniert es und mein Hund hatte das auch sehr schnell raus.
Ich merke auch sofort, wenn ich mal nicht konsequent bin.Niemand hat gesagt, dass Du den ganzen Weg üben sollst, das ist gar nicht Sinn der Sache.
Immer wieder ~5 Minuten einbauen, in denen Du die Leine kurz schnallst, das Kommando gibst und dann in dieser Zeitspanne genau darauf achtest und konsequent bist.
Bis ein Kommando oder Ritual (siehe Leine kurz & Signalwort) sicher sitzt, vergeht ein bisschen Zeit.Ich achte zum Beispiel den ganzen Hinweg darauf, dass die Hunde ordentlich laufen. Sind jetzt die normalen 10 Minuten, aber am Anfang haben wir auch schon mal 25 Minuten gebraucht
Ist nervig, zahlt sich aber aus.ZitatEinige Wochen permanent korrigieren, oder mir das über Monate/Jahre? langsam erarbeiten und nur wirklich konsequent darauf achten, wenn ich die Leine auf 1 Meter verstelle?
Wenn Du konsequent die Leine auf 1m gestellt die Hunde korrigierst, wird es keine Jahre dauern.
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Zitat
Das hört sich gut an, wie übst du das denn, wenn ich fragen darf?
stark verkürzt:
1. ich stelle fest, dass Hunde untereinander gar kein Problem haben zu kommunizieren, wer wo laufen soll, wenn es ihnen gerade wichtig ist.
2. also schau ich mir an, wie Hunderudel respektive Wolfsrudel funktionieren. Welche Regeln gibt es? Welche soziale Strukturen? Wer setzt welche Regeln um und wie? Wie wird kommuniziert?
3. ich übertrage das Gelernte auf meinen Alltag. Nochmal, es geht bei der Leinenführigkeit nicht um Übung, es ist eine Frage von Kommunikation und Respekt. Das (Kommunikation herstellen, Respekt einfordern) passiert allermeistens schon im Vorfeld, also bevor ich überhaupt mit einem Hund zum ersten Mal loslaufe.Wie genau das Respekt einfordern funktioniert, ist von Hund zu Hund (und auch von Mensch zu Mensch, nicht jedem liegt alles gleichermaßen) unterschiedlich. Es läuft immer über eine Form der Bewegungseinschränkung, aber welche und in welcher Situation mache ich vom jeweiligen Hund abhängig.
Nebenbei: wenn ich mir das Recht herausnehme, Respekt einzufordern, gehe ich damit auch Verpflichtungen ein:
- was ich tue, muss aus Hundesicht fair und verständlich sein
- ich bin verantwortlich für den Schutz meines Rudels und damit auch für Außenkontakte (z.B. unangeleinter Hund rast auf uns zu: ich schicke ihn weg, nicht meine Hunde)
- andere Grundbedürfnisse müssen erfüllt werden, z.B. Bewegung und ArbeitZitatUnd achten deine Hunde auf die anderen Hunde?
Nein. Aber sie achten auf mich.
Wenn ich stehenbleibe (und ich bleibe stehen, wenn ein Hund an der Leine gerade kackt
), stehen sie automatisch auch.ZitatWie lang sind deine Leinen? Hast du 4 einzelne Leinen?
Öhm, da fragst Du was... alle zwischen 1 und 2 m und ja, es sind zur zeit vier einzelne. Davor hatte ich zwei einzelne und eine Koppelleine, bis ich die mal auf dem Autodach hab liegen lassen... seufz. Während der Fahrt haben sich die Leinen natürlich selbständig gemacht.
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