Bewegung/Nahrungsergänzungen bei HD und Spondylose

  • Hallo ihr Lieben,

    bei meiner Hündin wurde vergangenen Mittwoch eine massive Hüftgelenksdysplasie und zusätzlich Spondylose an den Kreuzbein- und letzten Lendenwirbeln diagnostiziert :sad2:

    Die Tierärztin hat mir nun zu Physiotherapie, speziell Aquatraining auf einem Unterwasserlaufband geraten, aber ich wüsste nun auch gerne was ich sonst noch selber für meine Motte tun kann, damit sie zum einen gezielt Muskeln aufbaut und zum anderen schmerzfrei(er) ist und somit wieder mehr Lebensqualität hat.

    Auch bin ich sehr an euren Erfahrungen mit Physiotherapie interessiert und wüsste gerne worauf ich achten muss, bevor ich mich für eine Praxis entscheide, denn soweit ich weiß ist der Beruf des Tierphysiotherapeuten noch nicht offiziell geschützt, sodass sich quasi jeder Hans und Franz selbst "Tierphysiotherapeut" nennen darf.

    Bei der Physiotherapie wird ja auch viel massiert, um Verspannungen zu lösen, aber meine Hündin lässt sich nur ungern von fremden Menschen anfassen, sodass ich am überlegen bin, ob ich das nicht selber mit einer geeigneten Anleitung lernen kann.
    Habt ihr da spezielle Buchtipps für mich?

    Fahrradfahren ist ja auch sehr gut für den Muskelaufbau, doch in wie weit kann ich das mit einem kranken Hund machen?

    Zu guter letzt noch zum Thema Nahrungsergänzung. Tante Google schmeißt mir zig tausend Suchergebnisse vor die Füße und natürlich ist jeder Hersteller davon überzeugt, dass sein Präparat das Beste auf dem Markt ist.
    Doch was ist tatsächlich empfehlenswert und auch tatsächlich wirksam, wenn schon Probleme am Bewegungsapparat bestehen?


    Ich bedanke mich schonmal im Voraus für eure Antworten und falls ihr noch mehr Tipps und Anregungen für mich haben solltet, an die ich bislang noch nicht gedacht habe, dann immer her damit :smile:

    viele Grüße
    Steffi

  • Ich kann dir nur von uns berichten, mein Rüde hat seit er 7 ist Spondylose, mittlerweile ist er 11 1/2.

    Anfangs hatte er ziemlich Probleme, mittlerweile weniger aber er läuft etwas steif.

    Wir haben extra angefangen zu barfen damit er kein Getreide mehr bekommt.
    Zusätzlich hat er auch Grünlippmuschelextrakt bekommen, das soll gut sein für die Gelenke.

    Gibt es bei euch irgendwo eine Praxis für Tierphysiotherapie, die evtl. auch Seminare anbietet?

    Ich war letztens bei "Gangwerk" hier in Düsseldorf. Die bieten Seminare bezüglich Entspannung an, man kann aber auch einen Einzeltermin für denselben Preis machen.
    Und die besitzen auch einen Indoor-Pool für Schwimmtherapie.

    Bei den ersten Malen wird man noch eingewiesen, danach kann man sich als Selbstschwimmer eintragen lassen. Also dass man das selber mit seinem Hund macht.
    Find die Idee eig. ganz gut.


    Zu Fahrrad fahren kann ich dir leider nichts sagen.

  • Hi,

    Fahrradfahren an der Leine im entspannten Trab wäre sehr gut für einen Hund wie deinen. Der Hund sollte nicht wie wild durch die Gegend rennen dürfen und er sollte am Fahrrad im Trab ein Tempo wählen können, das für ihn passt. Dann ist es gezielter, schonender Muskelaufbau.
    Generell gilt bei HD-Hunden: regelmäßig gleichmäßige Bewegung, am Besten im Trab. Wie viel Bewegung richtig ist, ist immer von außen schwer zu sagen. Das muss immer individuell dem Hund angepasst werden.

    Zwecks Physiotherapie würde ich schauen, ob du dir das nicht von einem Physiotherapeuten zeigen lassen kannst und das dann alleine weitermachst.

    Grünlippmuschel ist gut, am Besten möglichst reine Produkte. Meine Hündin hat auch HD und bekommt es regelmäßig. Ehrlicherweise kann ich aber keine echten Veränderungen feststellen.

    lg,
    Sanne

  • Leika hat auch Spondylose. Wir gehen mit ihr moderat raus - d. h. keine 3-4 Stunden mehr, sondern nur noch Runden von ca. 1,5 Stunden. Dann zeigt sie selbst, dass es ihr reicht. An heissen Tagen ist es eher weniger. Schwimmen, so oft es möglich ist (leider nicht sehr oft).

    Als Schmerztherapie bekommt sie in akuten Phasen Dolagis (Carprofen 120 mg) - einige Tage eine ganze Tablette, dann einige Tage eine halbe, dann eine viertel (meist so über 2 Wochen verteilt, wenn sie einen "Schub" hat). Das ist so etwa 2-3 mal im Jahr nötig.

    Dauerhaft bekommt sie 2 x 3 Zeel und 1 x 3 Traumeel täglich sowie Grünlippmuschelextrakt und Lachsöl (eher fürs Fell). Wir haben auch auf ein getreidefreies Trofu umgestellt, allerdings eher aus "Umweltgründen". Bei getreidehaltigem Futter hat sie gepupst wie ein Weltmeister, das ist jetzt deutlich besser!

    Leika ist inzwischen 11,5 Jahre alt und es scheint ihr ganz gut zu gehen (frech wie sie halt ist!).

    Gruss
    Gudrun

  • Vielen Dank für eure Antworten. Ihr habt mir damit schon ein ganzes Stück weitergeholfen :smile:

    Durch Zufall habe ich heute ganz bei mir in der Nähe eine Praxis für Tierphysiotherapie gesehen und gerade eben auch schon deren HP durchstöbert. Leider steht dort nicht sehr viel, sodass ich aber wohl trotzdem mal morgen dort anrufen werde, um ein paar mehr Infos zu bekommen.

    Gleichzeitig habe ich mir überlegt, dass ich bzw. Phoebe die Physiotherapie wohl am besten während der Wintermonate in Anspruch nehmen werde, denn zum Glück schwimmt meine Motte schon von sich aus sehr gerne, sodass wir erstmal regelmäßig zum schwimmen an den See fahren können.

    Die Idee ein Seminar zu besuchen, um das richtige Massieren zu lernen ist wirklich genial. Da hätte ich ja auch selbst drauf kommen können :headbash:
    Gibt es einen Verein oder eine Adresse an die ich mich diesbezüglich wenden kann?

    Gut, das Radfahren werde ich dann auch mal wieder in Angriff nehmen. Phoebe wird sich sehr freuen :smile:

    Ich habe noch von cdVet das ArthroGreen hier. Vielleicht kennt das ja jemand, denn neben Grünlippmuschel ist u.a. auch Teufelskralle darin enthalten, was ja auch stark schmerzhemmend sein soll.
    Kann ich ihr das erstmal geben und dann auf 100% Grünlippmuschel umsteigen?

    Nach Zeel und Traumeel, sowie dessen Dosierung werde ich morgen auch mal unsere Tierärztin fragen, denn dann bekomme ich die aktuellen Blutwerte. Phoebe hat nämlich auch eine Leberinsuffizienz, weswegen wir die chemischen Schmerzmittel wenn möglich weglassen wollen.

    Getreiderei wird sie schon seit vielen Jahren ernährt ;)

    Ich habe auch das Gefühl, dass es ihr in den letzten Tagen, wo das Wetter nicht mehr ganz so feucht ist, schon etwas besser geht. Ihre Hinterbeine knicken zwar immernoch regelmäßig ein und länger als eine Stunde am Stück laufen geht auch nicht, aber sie macht insgesamt einen fröhlicheren Eindruck.

    Was mir auch noch in Bezug auf Spondylose einfällt. Tragen eure Hunde, wenn es draußen nass/kalt ist einen Mantel?


    Und entschuldigung, dass es wieder so lang geworden ist, aber ich möchte doch nur das Beste für mein Stinktier :ops:

  • Hi,

    Also ich persönlich bin absolut kein Freund von "natürlichen" Schmerzmitteln. Bei den pflanzlichen Sachen weiß man nie genau wie viel Wirkstoff da jetzt wirklich drinnen ist, weil die Gehalte im Naturprodukt natürlich schwanken.
    Funktionieren tun pflanzliche Schmerzmittel ja auch nur, weil ein Wirkstoff drin ist. Klar wird der von Pflanzen produziert, häufig sind das aber trotzdem ähnliche Wirkstoffe wie in chemischen Schmerzmitteln und die können durchaus neben den gleichen Wirkungen auch die gleichen Nebenwirkungen haben wie chemische Schmerzmittel. Sidn also nicht automatisch besser verträglich oder "gesünder" für den Hund wie die chemischen Schmerzmittel.

    Das sollte man halt im Hinterkopf haben.

    Da du es jetzt schon da hast, würde ich das Arthro Green trotzdem aufbrauchen.

    lg,
    Sanne

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