Junghund übernehmen

  • Hallo ihr Lieben! Wenn denn alles klappt, zieht hier am Freitag eine etwa 8,5 Monate alte Hündin ein.
    Somit also nicht mehr Welpe, aber auch nicht erwachsen ;)
    Hat vielleicht jemand von euch einen "älteren" Hund aufgenommen oder kann mir ein paar Junghund-Tipps geben?
    Habt ihr mit Schleppleine oder sowas gearbeitet, oder wie sehr kann man einem "neuen, fremden" Hund vertrauen? ;)
    Könnt ihr mir ein paar Tipps für die ersten Tage geben? :hobbyhorse:

  • Huhu,

    einen unbekannten Hund laufen zu lassen, finde ich grob fahrlässig.
    Also gut sitzendes Führgeschirr + Schleppleine.

    Je nach dem, was der Hund kennt, fängt man bzgl. Stubenreinheit und Kommandos so an wie beim Welpen.

    Was für Tipps magst du konkret haben?

  • Vorallem erstmal eine Bindung herstellen... :) Gibts da so Übungen? Ist ja alles eeeewig her mit Maus :D

    Geschirr liegt hier rum, finde ich auch sicherer. Ich wollte beginnen mit ganz einfach:
    Rückruf und Nein. Mehr muss sie die ersten zwei Tage nicht machen. Reicht ja auch erstmal als Schockerlebnis :D
    Auf den Spaziergängen nehme ich einen Teil ihres Futters mit (sie ist sehr verfressen) und das bekommt sie großzügigm, wenn sie sich an mir orientiert :)
    Klingt das so gut oder vergesse ich etwas?

  • Ich würde sie sich erst mal an dich gewöhnen lassen, Kuschelstunden auf dem Teppich, wenn sie es mag und ankommen

    Nur direkt Grenzen setzen, was sie auch in Zukunft nicht darf.

    Draußen ist sicherlich auch alles spannender, sicherlich
    da würde ich nicht direkt mit Futter was machen, aber schadet vermutlich auch nicht

    Sonst viel Geduld haben ;)

  • Der älteste eigene Hund, den ich bisher übernommen habe, war eine knapp sieben Monate alte Russellhündin, die insoweit eine sehr gute "Kinderstube" hatte, als sie aufgeschlossen, sehr zutraulich, freundlich zu Mensch, Hund & Pferd und natürlich stubenrein war. Das war aber alles - sowas wie eine Leine oder eine geschlossene Ortschaft hatte sie noch nie gesehen.

    Wir sind dann hier in Haus und Garten ein paar Tage sozusagen umeinander herumgelaufen und haben uns "beschnüffelt", das heißt, ich habe sie nicht bedrängt, war aber natürlich sehr freundlich zu ihr, sobald sie kam. Futterbelohnungen nahm sie nicht, das konnte ich mir also sparen, verspielt war sie ebensowenig. Dafür wollte sie unbedingt regelmäßig auf meinem Schoß sitzen und mir konzentriert ins Gesicht sehen. Oder sie tat dasselbe zu meinen Füßen - ich kam mir wirklich vor wie geröntgt. Nach einer Woche war klar, daß wir jetzt zusammengehören, und von da an herrschte Alltag.

    In sicherer Umgebung draußen habe ich sie übrigens vom ersten Spaziergang an laufen lassen - das war, wenn ich es mir jetzt überlege, die "Übung", die für Bindung gesorgt hat. Im Großen & Ganzen lief es so selbstverständlich wie mit einem kleinen Welpen: Hund kam, orientierte sich und schloß sich an - was sollen sie auch anderes tun?

  • Zitat

    was sollen sie auch anderes tun?

    Alles zerstören, Mord und Totschlag unter den Kaninchen, den Nachbarn fressen, sich unters Auto legen, in der ersten Läufigkeit prompt Welpen mit nach Hause bringen, ... :ironie2:

    Ich weiß ja nicht was passiert ;) Bin nur gerne vorbereitet.

  • hi
    wir haben den tip bekommen: nicht aus dem napf zu füttern , sondern aus der hand. also das abgewogene futter bereitstellen, immer einen teil in die hand - fressen lassnen usw.
    daraus kann man dann später immer mehr übungen aufbauen. also "nein" üben z.b. - futter in der hand und der hund darf erst auf kommando fressen.
    aber lass die kleine erst mal ankommen. ich würde sie auch draussen an der langen schlepp halten.
    viel spass
    lg

  • Laß mich mal überlegen: zerstört hat sie nur das Kaminholz, Kaninchen hatten wir nicht, dafür hat sie dann ganz schnell und sehr stolz die erste Ratte angeschleppt, dem Nachbarn hat sie aus der Hand gefressen, zum Unters-Auto-Legen gab's keine Gelegenheit, und in der ersten Läufigkeit gab's Chlorophyll, so daß nur zwei Rüden vor der Tür standen. Ihren neuen Namen hat sie in zwei Tagen gelernt.

    Also alles ganz easy...LOL

    Nein, im Ernst: vieles ist tatsächlich leichter als mit einem Welpen, weil schon deutlich mehr Grips da ist - und die Blase ist auch wesentlich aufnahmefähiger...

  • Ja, also laut "Beschreibung" ist sie eine ganz taffe. Kommt ja aus dem Rudel der Züchterin, hat null Probleme mit irgendwas... mal schauen was sie von sich aus anbietet. Ich bin optimistisch :D

  • So ähnlich war's bei meiner ja auch. Die war bei den Züchtern geblieben, weil ihnen der ursprüngliche Vorbesteller nicht gefiel und sie ihm den Hund nicht mitgeben wollten, hat dieses halbe Jahr mit Mutter & Tante halb im Pferdestall, halb auf dem Wohnzimmer-Sofa gelebt - und sich dann wirklich total reibungslos umgewöhnt.

    Nur die ersten Spaziergänge mit dem extra gekauften Geschirr waren das reine Rodeo. Ich hatte noch nie erlebt, daß ein Hund so tobt, bockt, und sich hinschmeißt und war entsprechend geschockt. Natürlich hab ich's darauf geschoben, daß sie sowas ja nicht kannte - aber es war das Geschirr, das sie schlichtweg haßte. Nachdem ich das aus Verzweiflung versuchsweise gegen ein Halsband vertauscht hatte, war sie wie umgetauscht und hatte die Sache mit der Leinenführigkeit auf einem einzigen Spaziergang raus. Das war aber wirklich die einzige größere Komplikation.

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