Hilfe beim Aussiewelpen

  • Naja, es sind halt zwei sehr verschiedene Rassen.

    Ein Aussie ist schneller überfordert, reagiert stärker auf äußerliche Reize, ist schneller frustriert, wenn etwas nicht klappt und reagieren dann auch dementsprechend anders darauf.

    Vielleicht erwartest du auch zu viel von ihm?

    Mich würde auch nochmal interessieren, wie viel und wie lange ihr euch in etwa mit ihm beschäftigt, was genau ihr macht und wie viele Stunden am Tag er ruhen / schlafen kann.

  • Wie alt ist er/sie überhaupt?

    Lass den Hund erst mal richtig ankommen bei euch, zwei Wochen ist nicht viel, das braucht Zeit.
    Und nicht sofort zutexten, mit Pfui, Nein...etc. pp.

    Das Zauberwort (lach, so nenn ich es) heißt : Geduld!

    LG Tina

  • Aaaalso... ich weiß, dass man so über ein Forum einfach unglaublich schnell ein falsches Bild von der Lage bekommen kann. Ich bitte dich daher, das jetzt nicht falsch aufzunehmen, denn ich schreibe jetzt einfach mal nur von dem Eindruck, den man bzw ich von deinen Worten bekomme.

    Es hört sich irgendwie in meinen Ohren nicht so an, als hättet ihr tatsächlich schonmal einen Aussie erlebt. Man kann noch so viel über die Rasse gelesen haben, aber ein Buch wird dir nie alle Facetten dieser Rasse zeigen können.
    Ich kenne nun auch nicht viele Aussies persönlich, aber ich kann ja dann (gerne auch per PN) mal von Maggy (mein Aussie :) ) berichten.

    In meinen Augen müsstet ihr mal von Null starten. Von Bindung würde ich nicht sprechen, ich würde mir zu diesem Zeitpunkt noch nichtmal Gedanken darüber machen. Oder beantworte mir mal diese Frage, ohne erst danach zu googeln: Was bedeutet denn Bindung? Wie äußert sich Bindung deinem Verständnis nach?
    Vielleicht hast du auch einfach noch etwas verdrehte Erwartungen an deinen Welpen.

    Die Überdrehtheit ist ganz normal, aber sollte unterbunden werden. Maggy zeigt extrem deutlich, wenn ihr etwas zu viel ist; wenn sie beim Gassi unzufrieden ist oder mit der Situation nicht klarkommt beißt sie sofort in die Leine, hechelt verstärkt. Auch daheim merkt man schnell, wenn sie sich gerade überfordert - wenn sie aufdringlich wird, richtig "triebig". In diesen Momenten gilt es Ruhe zu bewahren. BESONDERS in diesen Momenten müsst ihr eurem Hund Ruhe vermitteln; entweder durch Ignorieren (abhängig vom gezeigten Verhalten) oder durch Zwangspausen.
    Hat der Kleine schonmal eine Strafe dafür bekommen, wenn er "was angestellt" hat? Was stellt er denn an? Knabbert er an Dingen, an die er nicht soll?

    Was die Hundeschule angeht: Ich würde dir raten, auch dort nicht alles blind zu glauben, was dir erzählt wird. Es gibt ja bspw immer noch Hundeschulen, die mit Leinenruck arbeiten. Oder die dem vollkommen überforderten Junghund das Hochspringen abgewöhnen wollen, indem sie zehnmal in zuckersüßem Ton "neeheeein" sagen, bis dann der Leinenruck kommt und es plötzlich gaaanz schlimm ist (in den Augen des Hundes), dass er hochspringt.
    Also: Auch was dir in der Hundeschule vermittelt wird solltest du für dich selbst nochmal durchdenken. Wenn es für dich Sinn macht und das so unterstützen kann, mach's so. Wenn nicht, such einen anderen Weg.

    Puh... mensch, ich weiß irgendwie gar nicht, wo ich anfangen und wo aufhören soll. Es hört sich einfach so an, als würde es euch noch ein bisschen an den "basics" fehlen - damit meine ich nicht "Mein Hund muss Sitz können!", sondern einfach das Grundverständnis, wie ein Hund lernt zum Beispiel, oder wie Bindung überhaupt entsteht.

    Wie gesagt, ich helfe gerne auch per PN weiter :)
    Aber für's erste noch ein paar fragen:
    Was macht ihr denn so am tag mit ihm programmmäßig? Wie oft übt ihr, wann übt ihr (nach dem Gassi, vor dem Gassi, wie lang war die Runde)? Was macht ihr prägungstechnisch (also Sozialisation)?
    Welche leckerli benutzt ihr, um das "Nein" zu trainieren? WANN trainiert ihr es (vor dem Essen, nach dem Essen)?

  • so richtig gassi gehen brauchst du mit ihm ja auch noch gar nicht. da du ihn seit 2 wochen hast, ist er wohl 10 wochen alt.
    da reicht - raus gehen, für die "geschäfte" die zu erledigen sind und wieder rein.
    wir sind am anfang alle 2-3 tage in eine fremde umgebung gefahren. dort dann ohne leine bindungsspaziergänge gemacht. hin und wieder auch in die stadt, an den bahnhof.
    was die bindung auch stärkt - nur noch aus der hand füttern. so nach und nach kleine übungen, mit dem futter einbauen.
    aber natürlich alles pö a pö.
    drinnen viel kontaktliegen, schmusen , kuscheln.
    vor allem drinnen ruhe lernen.
    lg

  • Hört sich für mich nach ganz normalem Welpenwahnsinn an; ich denke nicht, dass das sehr viel mit der Rasse nun zu tun hat. Das Baby wird ja auch erst um die 10 Wochen alt sein ?!

    Und nach zwei Wochen kann doch von Bindung auch gar keine Rede sein. Das Welpchen muss erstmal richtig ankommen.

    Kennt ihr denn wirklich kompetente Trainer bei euch in der Nähe, die euch praktische Tipps für den Alltag geben können? So über ein Forum ist es ja schon immer gewagt, man sieht das ganze ja nicht.

    Woher kommt ihr denn?

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