Unterwerfung
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Ich habe letztens bei Martin Rütther einen Welpentest gesehen, da hat er den Welpen in den Arm genommen und auf den Rücken gedreht und wenn er sich heftig dagegen gewehrt hat, fest gehalten.
Und was sagt das nun über den Welpen aus? das hat er leider nicht erklärt.
Meine Hündin läßt sich auch nicht ohne Weiteres auf den Rücken drehen. Außer beim Kämmen, da macht sie es widerwillig. Vorhin hab ichs mal auf dem Arm ausprobiert. Sie ist jetzt vier Jahre alt. Sie hat sich auch heftig gewehrt, war dann aber irgendwann doch still.
Sollte man das seinem Hund bei bringen, dass man ihn so auf den Arm nimmt?
Oder ist das doch eher Tierquälerei? Man zwingt ihn doch dadurch sich zu unterwerfen oder nicht? Was meint Ihr?
LG Cafedelmar
- Vor einem Moment
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Öhm, das ist wirklich nicht das, was ich bei meinem Terrier ausprobieren möchte und mir erschliesst sich der sinn der Aktion auch nicht wirklich.
Hat M.R. denn gesagt, warum er dies tat?
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Da gings meiner Meinung nach nicht um Unterwerfen, sondern um Frustrationstoleranz. Dem Rütter ging es darum, den Welpen in eine für ihn eher unangenehme Situation zu bringen und ihn dort sanft ein paar Sekunden festzuhalten, um zu sehen, inwieweit sich der Welpe wehrt, ob er sehr zappelt, jammert, oder ob er sich nach kurzem Test "ergibt". Er hat immer drauf geachtet (und es auch gezeigt), dass die Welpen keine Angst oder Unsicherheit zeigen, sprich, die Rute war nie eingeklemmt, die Hunde an sich nie starr oder versteift oder irgendwie ängstlich.
Man hätte den Welpen wohl auch so festhalten können - mit dem Umdrehen gehts halt schneller. Seh da ehrlich gesagt kein Problem, es war definitiv keine Maßregelung. Ich fand das auch logisch, wie er das erklärte. Diejenigen Welpen, die sich sehr gewehrt und laut gejammert haben, sind eher die selbstbewussten gewesen, die wohl eher hinterfragen werden und selbst entscheiden wollen. Diejenigen, die sich nicht gewehrt oder nur kurz geschaut haben, ob sie frei kommen und dann friedlich dalagen, "nehmen die Welt so wie sie ist" und sind so wohl leichtführiger. -
Ich habe das auch gesehen. Er hat das gemacht um zu schauen, wie die Welpen charakterlich sind. Ob es eher die sind, die sich sträuben und nicht festgehalten werden wollen, oder solche, die halt gutmütig sind und völlig entspannt wenn man das mit ihnen macht.
Das war allerdings nichts, was man einem erwachsenen Hund aufzwingen sollte. Das waren junge Welpen noch vor Abgabe an die neuen Besitzer. Ich meine das war im Rahmen der VIP Reihe, wo die eine Dame sich zu ihrem Appenzelle (oder Sennenhund) einen zweiten geholt hat. Und weil der erste schon so fordernd und anstrengend war, sollte halt ein ruhigerer Genosse dazu und MR hat es auf die Weise getestet.
Wie weit das aussagekräftig war, weiß ich nicht. Aber ich habe das schon öfter auch von anderen Hundetrainern gesehen.
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Ach so, danke.
Hab ich gar nicht mitgekriegt, dass er das erklärt hatte, war wohl etwas müde. 
Meine Hündin ist beides: Sehr selbstbewußt und sehr entspannt und gutmütig
Und nun?
Den Welpentest hab ich nicht direkt gemacht, weiß aber dass sie sich nie gern umdrehen ließ. -
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Es handelte sich bei dem Gezeigten um einen ganz normalen Welpentest, nach dem das Wesen des jeweiligen Welpen geprüft wird.
Hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:- Der Hund wird auf den Arm genommen und dabei auf den Rücken gelegt
- Der Hund wird auf einen Tisch gestellt
- Der Hund kommt in einen fremden Raum, ein Gegenstand wird in der Entfernung umgefallen (als Beispiel eine Plastikflasche), es entsteht dadurch ein fremder Reiz/ ein fremdes GeräuschBei den Sachen wird geguckt, wie der Hund reagiert. Ist er verängstigt, aufgeschlossen, neugierig, ... Dies kann derzeitige Charakterzüge des Welpen zeigen.
Ich selber habe den Test bei meinem Hund auch gemacht und die Ergebnisse haben ganz klar gezeigt, wie er auch jetzt noch ist. Auch bei seinen Geschwistern. Auch kenne ich die Testergebnisse von unterschiedlichen Rasse und die Testergebnisse haben die spätere Entwicklung auch bestätigt.
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Zitat
Ach so, danke.
Hab ich gar nicht mitgekriegt, dass er das erklärt hatte, war wohl etwas müde. 
Meine Hündin ist beides: Sehr selbstbewußt und sehr entspannt und gutmütig
Und nun?
Den Welpentest hab ich nicht direkt gemacht, weiß aber dass sie sich nie gern umdrehen ließ.Zum auf den Arm nehmen, von mir aus auch mit dem auf den Rücken legen:
Es gibt drei Varianten hierbei:
- Der Hund hat keine eingekniffene Rute, wehrt sich aber, was ein Anzeichen dafür sein KANN, dass der Hund eher ein selbstbewusster Hund ist, der auch gerne mal seinen eigenen Kopf hat (viele würden das dominant nennen, ich nenne es eher eigenwillig, selbstsicher und selbstbestimmend)
- Der Hund liegt ruhig auf dem Arm, auch wenn er auf dem Rücken liegt, die Rute ist entspannt, was heißt, dass es den Hund nicht stört, er ist gelassen und lässt es ohne weiteres mit sich machen
- Der Hund hat eine eingekniffene Rute, wehrt sich, winselt, der Hund ist somit eher ängstlichWie geschrieben, es sind nur TENDENZEN des Charakters, die sich im Laufe des Lebens anhand von Erlebnissen natürlich auch verändern können
Der Grund, warum der Hund erst wieder runtergelassen werden soll, wenn er ruhig ist, ist der, dass der Hund sonst lernen könnte, dass er bei Zappeln immer runtergelassen wird und auf dem Arm dann nicht lernt ruhig zu sein - oder schwieriger. Er kann sich in seinem Zappeln bestätigt fühlen.
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Okay

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Ganz abgesehen davon empfinde ich es schon als sehr hilfreich, abgesehen von dem ganzen daraus resultierendem Dominanzgedöns, dass man bei Bedarf seinen Hund sehr wohl auch mal auf den Rücken drehen kann.
Es gibt Zecken an den unmöglichsten Stellen und Winkeln, und auch beim TA geht es nicht immer geplant zu, von daher, früh übt sich...

Ich kann deartige Übungen nur begrüssen, und ich habe auch bei meinem Hund so etwas geübt im Welpenalter, und das ganz ohne Schaden
....zumindest bis jetzt!LG Britta
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Dem kann ich nur zustimmen.
Jeder Hund sollte meiner Meinung nach Schmerz- und Stressfrei lernen, auf Höhen zu stehen (siehe später TA-Untersuchungen), überall angefasst zu werden (auch die Lefzen zu öffnen und die Zähne zu untersuchen), auf dem Rücken zu liegen, bei Langhaar gebürstet zu werden auch wenn bislang nur Flaum da ist, usw. So bereitet man den Hund auf Untersuchungen vom TA und HH vor. - Vor einem Moment
- Neu
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