Alleinebleiben-Erfolgsstorys bitte!

  • Hallo,

    wie die Überschrift schon sagt, dachte ich mir es wäre doch ganz schön, wenn hier mal diejenigen, die ein Alleinbleibe-Problem hatten, erzählen, wie sie es geschafft haben.
    Um ein paar Tipps aufzugreifen, vor allem aber, um auch Mut zu machen. Also, legt mal los! Wie alt ist der Hund, woher, Vorgeschichte, wie habt ihr es ihm schließlich beigebracht etc.

  • Emma kam mit acht Wochen zu uns. Sie bekam von Anfang an eine faltbare Box als ihr Lager, in dem sie nachts auch geschlafen hat. Die Box wurde am Anfang mit einem Karton künstlich verkleinert. Das war ihre Höhle, ihr rückzugsort. Wenn ich aus der Wohnung bin, anfangs nur ganz kurz, hab ich ein leckerchen oder kaustängelchen in die Box geworfen, zusammen mit dem wort"Lager". Box zu und gut. Das wiederkommen ohne großes hallo, in Ruhe die Box auf, fertig. Heute komme ich und gehe wann es mir passt, ohne Kommentar. Emma pennt während dieser zeit. Es gab noch nie Probleme.

  • Von einer wirklichen Erfolgsstory kann man bei uns nicht sprechen, aber nach 2,5 Jahren mit kleinen Fortschritten und vielen harten Rückschlägen sind wir nun so weit, dass mein Hund ca. 1 Stunde sicher und ruhig alleine bleibt. Alles darüber hinaus ist tages- und situationsabhängig. Mal klappen 4 Stunden problemlos, mal keine 1,5.

    Wichtiger als jedes Training ist bei uns die Routine. Hat sie jeden Tag den gleichen Tagesablauf mit etwa der gleichen "Alleinbleibstartzeit" kommt sie recht gut damit zurecht, aber schon ein Wochenende mit Abweichungen wirft sie manchmal so sehr aus der Bahn, dass in der darauffolgenden Woche plötzlich nichts mehr funktioniert :/

  • Wir hatten auch große Probleme. Mylow konnt anfangs nicht mal allein in einem Raum bleiben ohne lautstark zu jammern.
    Mittlerweile schafft er es ohne Probleme mehrere http://www.wetter.at/wetter/oesterr…e/9-tageStunden allein zu bleiben.
    Ausschlaggebend war bei uns der wechsel der Hundeschule. Wir haben in der alten immer mal wieder erzählt dass Mylow nicht alleine bleiben kann. Die Antwort? Tut ihn in eine Box... na danke.
    Nach dem Wechsel der Hundeschule haben wir gleich mit dem Trainer besprochen was unser Problem ist.
    Er sagt zu uns, dass es für Mylow wichtig wäre Tabu-Zonen eingerichtet zu bekommen. Also Orte, an die er uns nicht folgen darf. Bei uns war das von da an das Badezimmer und tagsüber das Schlafzimmer. Abends nicht, da schläft er ja drin.
    Das hat dann irgendwann richtig gut funktioniert. Dann hat er gemeint, dass wir Mylows Raum begrenzen sollen. Das für ihn die ganze Wohnung evtl. zu groß ist wenn er allein bleiben sollte.
    Das haben wir dann gemacht. Mylow ist nun in der Küche wenn er allein ist. Anfangs hat er immer mal kurz gejammert, aber bei weitem nicht so viel wie vorher. Und nun?
    Wenn ich heute von der Arbeit oder dem Einkaufen wieder komme liegt er meistens noch in seinem Körbchen uns schläft, oder streckt sich mit einem lautstarken Gähner bevor er mich begrüßen kommt. :lol:

  • Also, unsere Pippa kam von der Straße aus Kroatien, wurde vor Ort von einer Pflegeamilie aufgenommen und dort ca. 4 Wochen aufgepäppelt und dann zu uns gebracht. Da war sie ca. 6 Monate alt. Aber ab der ersten Sekunde war die Kleine, klar, endlich angekommen, sowas von fixiert auf meinen Freund und mich, dass jede Trennung, auch wenn einer von uns daheim geblieben ist, beheult wurde ohne ende. Arme Pippa, das war ein Stress für sie. und wenn wir dann nach der ersten Zeit mal kurz einkaufen gegangen sind und sie daheim blieb, ist sie regelrecht durchgedreht. Am Fenster vor der Wohnung hat man sie jaulen gehört und kamen wir dann zurück, war sie völlig durch den Wind, hat gehechelt und total aufgeregt.

    Aber dann kam die Rettung: wir passen ab und zu auf die 4jährige Hündin einer Freundin auf. Und als diese mal wieder bei uns war, sind wir auch für eine Stunde oder so aus dem Haus. Draußen hat man Pippa schon heulen gehört, als wir gerade gegangen sind, aber als wir zurück kamen, haben beide gepennt. :-)
    Und seither läufts :-)

    Wenn es sehr plötzlich kommt, oder wir nur kurz zuhause sind und dann gleich wieder weiter müssen, kann es schon sein, dass sie die ersten 5 Minuten noch bellt, aber nicht mehr jault, aber wenn wir heimkommen, pennt sie immer.

    Bis zu 5 Stunden bleibt sie allein, aber so lange nur wirklich selten und nur unter der Vorraussetzung, dass sie davor ordentlich ausgelastet wurde. Und wenn wir nach hause kommen, machen wir zu allererst eine Pullerrunde ums aus. (Pipi darf man bei uns nicht sagen, sonst pinkelt sie ja, sobald wir ihren Namen sagen =) ).
    Beim Alleinesein ist sie nur im Wohnzimmer, alle angrenzenden Türen sind zu. Machte das Pfützchensuchen in der Anfangszeit leichter :-)

  • Wir haben unsere jetzt fast 2 jährige Schäferhündin vor 6 Monaten aufgenommen. Sie war ein total durchgeknallter Zwingerhund ohne Regeln und Verstand in der Wohnung. Da wir schon ein Gespür für Ihre vielen Baustellen hatten, nahmen wir uns bei der Übernahme abwechselnd Urlaub, so daß wir auf 2 Monate Eingewöhnungszeit kamen. Das alleine bleiben haben wir über Sekunden und Minuten aufgebaut, aber über eine halbe Stunde sind wir streßfrei bei Ihr nicht gekommen. 2 Wochen vor meinem Arbeitsbeginn die Panik sie wieder abgeben zu müssen. Sie ist ruhelos umhergerannt und hat sehr vieles zerstört. Es wurde teuer und gefährlich.

    Zum Glück sind wir mit Hundetrainern befreundet und haben dann, auf deren Rat, den "Küchenknast" (Kindergitter an der Küchentüre, Kindersicherungen an den Schranktüren) ausprobiert. Zwecklos - sie ist an die Elektrik, hat eine gewischt bekommen und wir hatten einen halben Tag Stromausfall. Ich war oft verzweifelt in dieser Zeit, Küche ging also auch nicht.

    Dann wurde mir ins Gewissen geredet einen Metallkennel anzuschaffen. Mein Innerstes sträubte sich, denn sie kam ja aus dem Zwinger die Arme. Aber Tatsache war, die Beschränkung brachte den Durchbruch. Wir haben ihr aus dem sehr großen Kennel eine kuschelige Höhle geschaffen und seitdem zeigt sie überhaupt keinen Ansatz mehr von Streß. Sie entspannt jetzt in den 6,5 Stunden die sie tgl alleine ist. Auch ansonsten ist sie gerne in ihrem Kennel, dann natürlich bei offener Tür.

    Der Plan ist, in ein paar Monaten die Kenneltüre offen zu lassen wenn sie alleine ist. Bis dahin hat sie sicher verinnerlicht, daß Ruhe herrscht wenn niemand Zuhause ist.

    Ganz wichtig für ihre Ruhe ist noch, daß die Klingel ausgestellt ist und das Radio an, damit sie weniger Geräusche aus dem Treppenhaus hört.

  • Aha, es wird doch noch interessant. Also, kann man es schaffen. Das mit dem Kennel schreib ich mir auf die Fahne.

  • Zitat

    Sie entspannt jetzt in den 6,5 Stunden die sie tgl alleine ist. Auch ansonsten ist sie gerne in ihrem Kennel, dann natürlich bei offener Tür.

    Kurze Rückfrage .... sie ist fast 7 Stunden im geschlossenen Kennel?

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