Ständiges Anspringen als Begrüßung

  • Zitat

    Oder sollen wir lieber versuchen, unsere Besucher besser zu erziehen?


    Wenn ihr das schafft hätte ich gern das Rezept! :D
    .
    Wir hatten/haben nämlich das gleiche Problem. Klassisches Beispiel: Unser Hund springt freudestrahlend an meiner Mutter hoch. Sie nimmt ihn in den Arm, knuddelt ihn durch und sagt dabei ganz lieb: "Du sollst doch nicht Anspringen."
    Äh, ..... nee, soll er nicht. Doch SO lernt er es bestimmt nicht :headbash: .
    .
    Bleibt dran. Abbruchkommando wenn ihr seht, daß euer Hund "Anlauf nimmt". Am besten ein "Sitz" bevor es soweit ist.
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    VG Bianca

  • Mannmann, dafür, dass der Kleine erst 14 Wochen alt ist, wird hier bei den Tipps ganz schön scharf geschossen. Er muss in einer für ihn aufregenden Situation sitzen bleiben können oder sicher auf seine Decke gehen, soll mit dem Bein weggeschubst werden, wird als respekt- und distanzlos betitelt und soll zu alle dem verstehen, dass ein in den Raum geworfenes, unkonkretes "Nein" bedeutet: Spring nicht am Besuch hoch sondern bleib ruhig sitzen.

    Für meine Begriffe ein bisschen viel für einen 14 Wochen alten Hund :-)

    Ich würde es an eurer stelle ruhiger und weniger verbissen angehen. Verpackt das Training in ein Spiel, an dem der Kleine Spaß hat. Die Idee mit den Kommandos für "springen" und "unten bleiben" finde ich ganz gut, weil man sie auch in einer ablenkungsfreien Atmosphäre üben und somit schön allgemein halten kann.
    Direkt am Besucher zu üben ist für mein empfinden ne Nummer zu groß für den Kleinen.
    Ziel sollte erstmal sein, dass Hundi auf eine nette Art und seinem alter entsprechend kontrollierbar ist, sofern man bei einem Welpen überhaupt von "Kontrolle" sprechen kann ;-)

    Geduldiges "sitzen" oder "auf den Platz gehen und dort bleiben bis ich es sage" sind Übungen für fortgeschrittene Hunde... und Hundehalter.
    Wenn ihr das Training spaßig gestaltet, nicht verbissen und allzu erfolgsorientiert und euch von Rückschlägen nicht entmutigen lasst, dann hat Hundi auch in Zukunft viel Freude daran, mit und von euch zu lernen.

  • Übrigens, das Anspringen KANN auf Distanzlosigkeit und sowas hindeuten, es kann auch Pöbeln und Maßregeln sein, aber bei so einem jungen Hund würd ich all das ganz schnell wieder vergessen. Es ist ganz normales Welpenverhalten, das aber aus unserer Sicht unerwünscht ist, nicht mehr und nicht weniger. Kein Grund zur Panik also.
    Ich hab ja einen Boxer-Labbi Mix, das mit dem Anspringen kenn ich also nur zu gut, aber es ist machbar.

  • Wie gesagt, wir sagen unserem Besuch schon vor Eintritt, dass Sandy nicht sofort begrüßt werden soll, erst wenn sie wieder "runtergekommen" ist. Na ja, da gibt es halt die unbelehrbaren Besucher, die sich nicht daran halten und dann, wenn Sandy völlig aus Rand und Band ist, weil sie ja gerade sooooooo toll begrüßt wird, wird plötzlich gesagt, "Du sollst doch nicht springen. Jetzt reicht es aber." Und wenn garnichts mehr geht, sollen wir als Besitzer dann Sandy davon abhalten und müssen uns anhören, dass der Hund an mangelnder Erziehung leidet. Das finde ich dann immer am Besten. 90 % unserer Besucher hält sich dann an unsere "Anweisung", der Rest ist einfach nicht belehrbar und macht immer den gleichen Fehler.

    Ich denke, es geht vielleicht auch immer noch etwas auf die Rasse an. Labradore sind ja eh dafür bekannt, dass sie etwas "lebendiger" sind. Sandy versucht auch unseren Besuch, den sie vorher - nachdem sie ruhiger geworden ist - schon begrüßt hat, noch einmal zu begrüßen, wenn der Besuch mal kurz den Raum verlassen hat. Aber auch das wird sichtlich besser, weil wir mittlerweile genau den richtigen Moment für unser Kommando kennen (dafür habe wir aber auch Monate gebraucht, die richtige Sekunde zu erwischen :headbash: ).

    Ich finde auch, dass kein Hund wie der andere ist. Wir haben in der Welpenschule auch am Anfang den Fehler gemacht und immer toll gefunden, wie weit andere Hunde im ähnlichen Alter bereits sind. Wie gut diese schon hören, wir brav und ruhig sie da sitzen. Als wir in der Welpenschule waren, waren dort mit Sandy eingerechnet insgesamt vier Labradortwelpen. Da war immer was los. Nur die meisten anderen Rassen war etwas umgänglicher und ruhiger. Aber man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass Labradore eben auch Temperamentbündel sind. Da ist so und weiß man ja eigentlich auch vorher. Deshalb muss man aber weder sich noch den Hund unter Druck setzen. Über jeden noch so kleinen Fortschritt sollte man sich einfach freuen und das dem Hund auch zeigen. Wie heißt es so schön: In der Ruhe liegt die Kraft.

    Wer welches Kommando mit seinem Hund übt, muss auch jedem selbst überlassen werden. Man sieht ja, wir der Hund dann reagiert. Was haben wir nicht alles versucht und umgesetzt, als es um das Thema Leinenführigkeit ging. Nicht hat geholfen, nicht die üblichen Kommandos, kein Richtungswechsel etc etc. Dann habe ich irgendwo das Kommando langsam aufgeschnappt und siehe da, das habe ich mit Sandy ein paar Mal geübt und hat für sich dieses Kommando entdeckt.

    Also, nicht aufgeben, einfach weiterüben und immer daran denken, dass Dein Hund erst 14 Wochen alt ist.

  • [quote]Ich denke, es geht vielleicht auch immer noch etwas auf die Rasse an. Labradore sind ja eh dafür bekannt, dass sie etwas "lebendiger" sind. /quote]

    naja, Boxer sind auch nicht gerade stets ruhig und konzentriert. ;)

    Beim Labbi hat man auf jeden Fall einen Riesenvorteil, zumindest bei den allermeisten: die Verfressenheit. Die Rasse lernt unheimlich schnell, vor allem mit Leckerchen. Das kann man wunderbar nutzen, egal um was es geht.

  • Zitat

    Wie gesagt, wir sagen unserem Besuch schon vor Eintritt, dass Sandy nicht sofort begrüßt werden soll, erst wenn sie wieder "runtergekommen" ist. Na ja, da gibt es halt die unbelehrbaren Besucher, die sich nicht daran halten und dann, wenn Sandy völlig aus Rand und Band ist, weil sie ja gerade sooooooo toll begrüßt wird, wird plötzlich gesagt, "Du sollst doch nicht springen. Jetzt reicht es aber." Und wenn garnichts mehr geht, sollen wir als Besitzer dann Sandy davon abhalten und müssen uns anhören, dass der Hund an mangelnder Erziehung leidet.


    :hust: Stimmt ja auch, aber ob der Hund drunter leidet sei mal dahingestellt. Aber auf
    jeden Fall habt ihr da bereits Führungsschwäche gezeigt. Euer Hund merkt durchaus,
    dass ihr euch gegen eure Besucher nicht behaupten könnt. Auch wenn das jetzt wieder
    einige nicht glauben wollen.

  • Das ist ein ganz normales Welpenverhalten, das auch anderen Hunden gegeüber gezeigt wird.
    Es ist kein Rüpelbenehmen sondern soll am Anfang meistens eher zeigen "ich bin so klein, oh bitte tu mir nix", meistens gekoppelt mit sogenannten "Licking Intentions".
    Dann wird das Verhalten verstärkt, indem Besucher ihr Beachtung dafür schenken, sie streicheln und mit ihr sprechen.
    So kommt es schnell dazu, dass dieses Verhalten sich ritualisiert.

    Besser ist es, dem Hund ein Verhalten beizubringen, dass unvereinbar mit dem Verhaltenm "hochspringen" ist.
    So zum Beispiel ein Sitzen oder Stehen. Am einfachsten geht das so:

    [youtube]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    [/youtube]
  • Also, was ich meinte war: Nicht das Anspringen wird andern Hunden gegenüber gezeigt sondern dieses Welpenhafte rumgewusel und diese Licking Intentions, nur muss der Hund eben beim Menschen hochspringen um in dessen Kopfnähe zu kommen... und am Anfang finden die meisten das halt noch süß, also verstärkt sich das Verhalten.
    Ich hatte das eben irgendwie nicht richtig ausgedrückt und editieren ging nicht mehr.

  • Ja, mit diesem Blickwinkel mußte ich mich auch erst anfreunden ;)
    Es ist aber so, unsere Hunde beobachten uns sehr genau, das merkst du ja auch an ihren Reaktionen.
    Auch wenn sich viele damit schwer tun oder es ganz ablehnen ist was dran wenn man persönlich die
    Führung übernimmt, also Mensch führt Hund und nicht Keks führt Hund und auch nicht Spielzeug führt
    Hund. Ob man das wirklich will mag eh jeder für sich entscheiden. Bedeutet halt Arbeit an sich selber und
    nicht am Hund, der kanns schon.

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