Antijagttraining an kurzer Leine

  • Hallo zusammen,

    wie ich in einem anderen Thema erwähnt hab, wurde unser fast 10 Monate alter Bernersennen-Mix an den Ellenbogen athroskopisch operiert. Was heißt einige Wochen an der kurzen Leine.

    Wir haben das Glück direkt neben einem Feld zu wohnen, wobei wiederum das Pech ist, das ich eigentlich jedesmal mindestens einem Hasen über dem Weg laufe. Unser Vierbeiner hatte schon ziemlich früh den Spaß am Jagen entdeckt, und ist somit in solchen Fällen ohne mit der Wimper zu zucken hinter her abgedüst und nach kurzer Zeit wieder gekommen. Vor der OP haben wir schon fleißig die Pfeife aufgebaut und mit Schleppleine gearbeitet. Das kann ich aber im Moment wieder nicht machen, da es kurze Sprints mit sich bringt. Wenn er jetzt an der Leine einen Hasen davonzischen sieht, flippt er förmlich aus und lässt sich nur ganz schwer ablenken.

    Hat irgendjemand Tipps wie ich es üben könnte, dass er ruhiger bleibt? Spielzeug interessiert in dem Moment nicht (darfs ja auch nicht schmeißen, höchstens vor der Nase rumwedeln) und Leckerlies auch die allerbesten vielleicht mal nen Haps nehmen aber weiter jaulen und ziehen. Der Kerl hat jetzt schon fast 40 Kilo und ist schwierig zu halten.

    Natürlich kann ich jetzt versuchen alle Gebiete mit Hasenwahrscheinlichkeit zu meiden, was bei uns in der Pampa aber wieder schwierig wird. Würd aber gerne was unternehmen, vorallem hab ich die Möglichkeit wenn ich sowas üben will, das ich bloß hinters Haus gehen brauch ;c). Und wenn er dann doch mal an die Schleppleine darf kann ich ihn fast nicht mehr halten wenn er richtig losdüst.

    Bitte dringend um Tipps

  • Diego ist am Anfang auch völlig ausgeflippt, wenn er nen Kaninchen gesehn hat. Mein Freund geht (fast) jeden Morgen mit ihm durch einen Park, wo es von denen wimmelt (heute zum Bsp. sind 2 Tiere 3m neben dem Weg rumgehoppelt und er hat sie ruhig geblieben. Zwar mit größter Anstrengung, aber immerhin =) ).

    Wir haben ruhiges Benehmens geclickert. Also immer wenn er nen Moment ruhig war, Click und Leckerlie. Da Diego eigentlich immer Hunger hat ( :headbash: ) (und wir das bei Hundebegegnungen auch so machen) funktioniert das bei uns ganz gut. Du könntest zB bessere Leckerlie nehmen oder alternativ nur(!) noch draußen füttern. Also wer nicht mitarbeit, bekommt auch nix... ;)

  • Mit Clicker ist eine gute Idee. Hundebegegnungen sind wesentlich besser geworden seitdem. Bloß die seh in in der Regel schon früh genug, nur die Hasen springen oft völlig unvorbereiten paar Meter entfernt von uns los und ich erschrecke oft genauso wie der Hund. Naja, weiter üben...

  • Sicher ist das schwierig, wenn das Wild überraschend vor einem hochgeht.
    Ich würde möglichst gezielt Gebiete aufsuchen wo man in etwa vorhersagen kann wo sich das Wild aufhält. Und wo sich vielleicht auch die Gelegenheit bietet die Tiere von größerer Entfernung zu beobachten so dass sie eben noch nicht wirklich wegrennen.
    Je nachdem in wie weit das realisierbar ist würde ich das so anfangen, weil hier die Chance erstmal größer ist dass der Hund nicht komplett ausflippt, ansprechbar bleibt und man dann gleich belohnen kann. :smile:

    Noch eine Idee:
    Ich weiß ja nicht wie stark Dein Hund auf Gerüche reagiert, in sehr wildreichen Gebieten kann das auch schon anstrengend genug sein sich hier auf seinen Besitzer zu konzentrieren, da braucht das Wild noch nicht einmal sichtbar zu sein.

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