Ältere Zweithündin kommt dazu

  • Hallo,

    ich habe eine griechische Mischlingshündin (3J.) und zwei Katzen. Die Hündin habe ich als Welpe von 16 Monaten bekommen. Sie ist sehr auf mich fixiert. Als ich sie bekam, war noch eine ältere Pulli-Mix-Hündin (7J.)vorhanden. Dieser hat sie schnell das Zepter aus der Hand genommen. Seit der Trennung von meinem Partner vor zwei Jahren, lebte meine Hündin als Einzelhund mit mir.
    Sie ist eine sehr verschmuste und ruhige Hundedame. Wildes Toben ist nur selten was für sie.
    Nun haben wir beschlossen eine ältere Hündin (ca. 8J.) vom Tierschutz, die gerade ihr zuhause verloren hat, ursprünglich auch aus Griechenland kommt und für ca 3J. vermittelt war, aufzunehmen.
    Beschrieben wurde sie als unauffällige, eher devote Hündin die gut mit dem Rudel der Pflegestelle auskommt.

    Was muss ich beachten, bei der Eingliederung der Zweithündin?
    Wie führe ich die Hunde richtig zusammen?
    Wie verhalte ich mich, wenn meine Hündin, ihre Ressourcen (Streicheleinheiten, Futter, Liegeplatz etc.) verteidigt?

  • Hallo Wanderin,

    ich habe diese Kombi auch kurzzeitig gehabt und musste es abbrechen.
    Also ich hatte die Ressourcen(Futter, Spieli, ect) nicht verfügbar, ausser ich gebe sie, dann teile ich sie auch ein (welcher Hund was und wieviel bekommt).

    Das richtige zusammenführen, ist denke ich (so habe ich es auch gemacht), dass auf unbekannten Gebiet kennenlernen.

    Bei uns war es erst die große Liebe, aber dann nach ca. 6 Monaten das riesen Chaos und mehrere Beissereien.
    Mir hat man gesagt, es war weil ich zu Oxana (Ersthündin, jetzt 2 Jahre alt) eine ältere Hündin genommen hatte (4 Jahre). Ich würde es nie wieder so tun. Ich weiss aber nicht wirklich an was es lag, weil es war von einem auf den anderen Tag, nicht vorhersehbar und nix.

    Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg, dass es bei Euch besser klappt.

  • Hi

    also ich kann dir nur sagen wie wir es gemacht haben. Auch wenn es defenitiv nicht der "richtigste" Weg wäre. Als wir Lino zu Artax bekommen haben war Artax zuhause, hab Lino mitgebracht, fertig. Als ich Rocco geholt hab, waren Lino und Artax zuhause. Rocco kam zur Tür rein,.. fertig. Was ich mitbringe und was ich mache muss akzeptiert werden :hust: hätte wer aufgemuckt hät er sich auf seinen Platz trollen können. Aber ich hab auch Hunde die sehr gut Sozialisiert sind und keine "Problemhunde" das ist der Vorteil bei den meisten Auslandshunden.
    Leckerlies wird jedem einzlnd gegeben, wer sein Leckerlie liegen lässt bekommt es weggenommen (von mir), wer andere bedrängt oder drauf wartet das der andere unachtsam ist wird zurechtgewiesen (von mir). Die erste Zeit hatten sie zusammen NICHTS rumliegen wenn wir nicht da waren, oder waren in verschiedenen Räumen. Ab und an wurden auch die Kalbsbeinknochen in verschiedenen Räumen angebunden, das keiner mehrere Dinge bunkern konnte.

  • Meine Hündin, sowie die ausgewählte Zweithündin sind beide gut sozialisiert. Allerdings habe ich schon öfter bei meiner Hündin beobachtet, dass sie wenn fremde Hunde kommen, ihren Napf verteidigt. Den stelle ich dann weg und wenn sie es kapiert hat, das er nicht mehr da ist, ist auch Ruhe.
    Ab und zu gefällt es ihr nicht, wenn ich andere Hunde streichel. Ich verbiete ihr die Zickereien dann und schicke sie weg. Bin mir aber nicht sicher, ob dieses Verhalten richtig ist?
    Häufig hörte ich Dinge wie : Wenn der Ersthund den Zweiten abdrängt, muss ich das akzeptieren.

    Wie ist es denn nun?
    Entscheide ich was passiert und wieviel Rücksicht muss auf vorhandene Hierarchie genommen werden? :???:

  • also bei Rocco hat es nun 4 Monate gedauert bis ich den Napf 24h stehen lassen konnte (auch ohne Aufsicht)

    Wenn ich einen Hund rufe und ihn streichle, der zweite aber herkommt und auch will. Wird er weg geschubst. Wenn einer die ganze zeit den anderen Belagert weil der was hat was er auch will bekommt er auch n paar Töne zu hören. DU musst entscheiden wieweit du deine Hunde das klären lassen willst.

  • Hallo :)

    ich habs in Absprache mit einer Hundetrainerin so gemacht:

    Frieda (Ersthund) war für ein paar Tage bei einer Freundin, damit Dana (Neuankömmling) wenigstens erstmal ein bisschen runter kommen konnte. Totale Ruhe und sonst nix, nur kurz zum lösen vor die Tür... Besser wäre noch ein längerer Zeitraum gewesen, aber am vierten Tag musste Frieda zurück. Die beiden haben sich auf einem freien Platz in Anwesenheit der Hundetrainerin kennen gelernt, sich ausgetobt, dann sind wir alle zusammen nach Hause gegangen. Die Hundetrainerin hat noch etwas gewartet und fuhr dann nach Hause. Die Hunde haben gepennt. Fertig.

    Immer, wenn hier ein neues Tier einzieht, werden Ressourcen massiv erhöht: Neue Schlafplätze, Kratzmöbel für die Katzen, das liebste Futter reichlich und Goodies ohne Ende, Spielzeug, Spielzeit, Kraulzeit... alles gibts im Überfluss. Das hat mir bei Katzen und Hunden immer sehr geholfen... hier wird nichts knapp, nur weil einer mehr da ist!

    Dinge, um die es Streit geben könnte, wie Kauknochen, Zergelseile etc haben hier lange Zeit erstmal nie rumgelegen. Gefüttert wird hier sowieso und immer strikt getrennt. Schon, um Stresschlingen zu vermeiden...

    Obwohl Dana ein sehr verstörter und gefährlicher Hund war (und ein bisschen noch ist) hat es nie Stress zwischen den beiden Mädels gegeben. Ob sie irgendeine "Rangfolge" haben, ist mir egal... solche Fragen stell ich mir gar nicht. Wozu auch? ich bin der Mensch, ich hab die Macht.

    Ach ja, wir haben ein größeres Sofa gekauft, damit wir alle (2 Menschen, 2 Hunde, 2 Kater) gemütlich draufpassen.

    Lieben Gruß

    Kirsten

  • Zitat

    Entscheide ich was passiert und wieviel Rücksicht muss auf vorhandene Hierarchie genommen werden? :???:

    Ganz ehrlich? Ich entscheide das je nach Situation und Gefühl.

    Zwischen meinen Hunden gibt es keine feste Rangordnung. Jeder hat seinen Platz und seinen Napf und akzeptiert das auch. Ich erwarte, dass sie respektvoll miteinander umgehen, verbiete ihnen aber nicht, miteinander zu kommunizieren. Wenn Shadow auf Shilas Platz geht, dann darf sie sie wegknurren. Wenn Shadow etwas frisst und Shila es ihr wegnehmen möchte, dann darf Shadow sie anknurren. Andersrum genauso. Wobei das sehr selten vorkommt - meist kommt es erst gar nicht erst dazu, da sie wissen, was ich erwarte und sich dementsprechend benehmen. Sollte es doch mal zu Zickereien kommen, schreite ich - möglichst schon vorher - ein.

    Jeder hat seine Daseinsberechtigung und ich erwarte von meinen Hunden, dass sie sich GEGENSEITIG mit Respekt behandeln.

    Was ich nicht toleriere sind Eifersüchteleien, da ist gerade Shadow momentan ganz schlimm. Da gibt es auch mal eine Ansage meinerseits.

  • Was meine ich mit Ansage... Gute Frage. Manchmal reicht es, wenn ich dazwischen gehe und beide mit einem energischen "Schluss jetzt!" verwarne und dann ich getrennte Richtungen oder tatsächlich auf ihren Platz schicke.

    Gerade bei Shila hilft das sehr gut. Von dort aus ist sie immer ruhig, weil sie genau weiß, dass ich dafür sorge, dass Shadow sie dort auch in Ruhe lässt.

    Shadow (übrigens eine SIE ;-) ) ist momentan mit ihren 11 Monaten Prinzesschen auf der Erbse und meint, sie hätte alleiniges Anrecht auf mich. Bei ihr sieht das daher manchmal etwas anders aus.

    Wir liegen durchaus manchmal alle zusammen auf dem Sofa. Wer Zickereien anfängt, fliegt umgehend runter.

    Ein mal hatten sie sich in den Haaren und da sie etwas weiter weg waren und ich nicht anders einschreiten konnte, flog kurzerhand die Schleppleine zwischen die beiden. Ab da war gut.

    Das meine ich mit "Ansage". Wobei das natürlich kein Dauerzustand sein soll, sondern als letzter Ausweg gemeint ist. Im Normalfall sollte ein "nein" reichen, oder noch besser: Dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu Zickereien kommt.

    Ich würde von Anfang an ganz klare Regeln einführen, z.B.:
    Wenn einer frisst, hat der andere Abstand zu nehmen.
    Es wird niemandem etwas zu Essen oder ein Spielzeug aus dem Maul genommen.
    Jeder hat einen eigenen Platz, auf den er sich zurückziehen kann. Der andere hat diesen Platz nicht zu betreten.
    usw.

    Gleiches Recht für alle.

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