Neuer Welpe, wieviel Action?

  • Hallo allerseits!

    Ich habe seit 4 Tagen meine kleine Tinka bei mir. Sie ist ein Labrador-Eurasier-Mix und nun 9 Wochen alt.
    Die ersten zwei Tage war ich total überfordert, hatte schonmal einen Hund als ich noch Daheim gewohnt habe,
    und im Vergleich zu ihr ist Tinka ziemlich quängelig. Kann aber auch sein dass ich mit dem Hund meiner Familie verwöhnt war, sie war ein Norfolk Terrier und unglaublich einfach und unkompliziert.
    Nun ja, das erste "Problem" ist die Hundebox. In der ersten Nacht herrschte totaler Terror, die Box stand direkt neben meinem Bett sodass sie mich sehen konnte, aber sie hat kaum geschlafen, und dadurch mein Freund und ich auch nicht. Er konnte sie mit zureden ganz gut beruhigen, allerdings soll man ja eigentlich ignorieren. Ist ja erstmal verständlich dass sie heult, direkt in der ersten Nacht. Leider ist das Handtuch was wir vom Züchter bekommen haben im Auto vollgekotzt worden, deshalb musste sie ohne Heimatduft schlafen. Naja, am zweiten Tag hab ich tagsüber ein wenig mit ihr geübt, viele Leckerchen versteckt und immer mal kurz zugemacht. Das hat ganz gut funktioniert, sie hat darin dann auch tagsüber zweimal geschlafen. Ich lag auf dem Boden die ganze Zeit neben ihr. Die zweite Nacht war dadurch schon ein bisschen besser, aber ab 5 Uhr morgens war wieder Schicht im Schacht, wir waren im Garten mit ihr und wollten sie danach wieder in die Box tun, das fand sie gar nicht gut. Ich weiß dass man sie "einfach" ignorieren muss, solange bis sie aufhört, aber sie steigert sich da total rein und hüpft gegen die Box (muss dazu sagen dass es eine Nylonbox ist mit Reißverschluß.. vllt wäre eine feste Box besser?). In einer Nacht hat sie zweimal gefiebt und zweimal waren wir mit ihr erfolglos im Garten. Wann weiß man, wann sie muss und wann sie sich nur anstellt? Sie soll ja nicht lernen dass sie nur fiepen muss und sie kommt in den Garten :???: Heute hab ich wieder versucht sie Mittags drin schlafen zu lassen, aber das wollte sie gar nicht. Kaum war sie einen Moment still, ich hab sie gelobt und sie rausgelassen, zack legt sie sich auf den Teppich und pennt da ein. Was macht man da also am besten? Immerwieder reinlegen? Sie tagsüber mit der Box in Ruhe lassen und sie schlafen lassen wo sie möchte? Sollte ich ihr jetzt schon einen festen Platz geben? Ich hab ein Körbchen im Wohnzimmer, wo ich mich sehr viel aufhalte, aber sie hat da reingepinkelt und seither wird es gemieden, trotz saubermachen und Decke waschen :-( Sie liegt hauptsächlich auf dem kühlen Parkett..

    Naja eigentlich war mein Hauptanliegen in diesem Thema ja der Auslauf :D Da hab ich mich wohl reingesteigert! Ich habe die letzten Nächte quasi nicht geschlafen und bin deshalb vielleicht ein wenig aufgewühlt..
    Also, jetzt nach 4 Tagen hab ich das Gefühl dass sie jetzt bereits unterfordert ist. Sie hört schon auf ihren Namen und kommt auf Abruf sofort. Gestern war ich das erste mal mit ihr draußen, einmal hier in der Nähe auf einer Wiese und einmal am Rhein. Das zweite Gassi hat gut funktioniert, sie ist wunderbar hinter uns hergelaufen und sogar interessiert ins Wasser getapst! Ich hab allerdings gelesen dass man am Anfang gar nicht soviel machen soll. Heute hab ich bei meiner kleinen Runde auf der Wiese 3 Hunde getroffen, und ich hatte das Gefühl dass sie es ganz toll fand. Und trotz der Hunde konnte ich sie abrufen. Danach ist sie sogar weniger ängstlich entlang der befahrenen Straße gelaufen..Reicht die Bindung also schon für ein Welpentreff? Oder sollte ich noch warten? Sie fiebt viel in der Wohnung und läuft hin und her. Ich ignoriere das zwar, aber ich denke mir sie braucht vielleicht ein klein wenig mehr Auslastung.. Oder kann es sein dass sie noch ihre Mama und die Geschwister sucht? Ich weiß dass man mit der Kleinen in dem Alter nicht so lange raussoll, ca das Alter mal zwei, bei mir also 18 Minuten.. aber wie oft am Tag? Das steht nirgendwo! Immer vor dem Essen? Oder jedesmal wenn sie muss?

    Puh, ganz schön viele Fragen. Ich hoffe es ist nicht zu unübersichtlich :headbash:
    Ich würde mich über Tips sehr freuen!

  • Also Faustregel ist: 1 Minute pro Lebenswoche oder 5 Minuten pro Lebensmonat. Also 9 Minuten pro Rausgeh-Einheit, wobei ich das einerseits morgens und abends (und evtl mittags) machen würde und zwischendurch nur kurz zum Pinkeln.

    Was die Box angeht, ich verstehe, wie es dir geht. Ganz wichtig ist jetzt tagsüber die Box positiv zu besetzen. Ich habe das mit dem Clicker gemacht.
    D.h. erstmal musste sie die Verknüpfung Click--> Futter herstellen. Dafür hab ich mich einfach hingestellt und wahllos losgeclickt, ihr ein Leckerli reingestopft, wieder Click, wieder Leckerli... das habe ich einmal 2 Minuten lang morgens gemacht, dann war schon Schluss. Nachmittags dann hab ich angefangen, sie in die Box zu locken (aber nur mit der Hand, OHNE Leckerli) und sobald alle vier Füße drin waren gab es einen Click und SOFORT leckerli.
    Als Leckerli benutze ich immer Wiener Würstchen, die ich erst schneide und dann in den Mund nehme, um sie ortsunabhängig sofort parat zu haben.
    Normalerweise hätte ich es auch anders gemacht, also erst gewartet, bis sie die Verknüpfung Click-Futter ganz drauf hat und erst dann angefangen, bestimmtes Verhalten zu beclickern... aber da die Box ja möglichst schnell "gut" sein sollte hatte ich da auch nicht so viele Tage Zeit, wollte ja auch wieder gut schlafen :D Aber deswegen ist halt wichtig, dass auch beim direkten Boxentraining nach jedem Click sofort ein leckerli kommt.
    Nach einer Trainigseinheit (auch wieder nur 2-5 Minuten lang, etwa 5-10 Clicks) war es abends dann schon besser.
    Achso, und beim Boxentraining dann bei späteren Einheiten auch das Schließen der Box dazunehmen und beclickern, und das Ruhigbleiben in der geschlossenen Box... wenn die Box oben einen Reißverschluss hat, kannst du da einfach ein Stückchen offen lassen, damit du auch bei scheinbar geschlossener Box Leckerli reinplumpsen lassen kannst.

    Wichtig ist auch, dass du dieses Training dann nicht aufhörst, wenn's besser läuft, sondern erstmal konsequent jeden tag machst, damit sie die Box echt klasse findet. Auch würde ich die ersten zwei, drei Tage danach noch weiter dieses "einfach so"-Clickern machen, damit sie es wirklich verknüpft.
    Unterstützend geben wir zB Schweineohren und ähnliche Leckereien auschließlich in der Box. Da haben wir die Box dann zwar offen, aber sobald sie mit dem ohr aus der Box möchte, nehmen wir ihr das Ohr weg (grausam, jaja :D) und legen es in die Box zurück mit den Worten "in die Box". Das hat sie auch nach 8, 9 Mal verstanden ^^
    Was das Fiepen ohne Pinkeln in der Nacht angeht: Wenn ihr sie dann runternehmt, dann macht das ohne viel Trara und wortlos. Das heißt, wortlos runtertragen, NUR loben, wenn sie pinkelt, ansonsten genauso wortlos wieder hoch, damit sie keine Gelegenheit hat, ihren Spaß zu haben :headbash: So hat es bei uns zumindest superschnell funktioniert.

    Und um nochmal zum Thema zu kommen: Man tendiert eigentlich eher dazu, es zu über- als zu untertreiben, also mach ruhig schööön langsam. Möglicherweise reichen auch 2x 9 minuten am Tag, da musst du auf deinen hund gucken.

  • Hallo Thesie,

    erstmal Glückwunsch zum Zuwachs! Fotos wären prima :-)

    Mit 9 Wochen ist Tinka ja noch sehr jung und mangelnde Auslastung gibt es in dem Alter meines Erachtens quasi gar nicht, denn die ganze Welt ist so spannend, dass sie sich gar nicht langweilen kann.

    Zum Welpentreff kannst du von Beginn an gehen, da hat die Bindung auch nichts mit zu tun. Es geht vor allem um die Sozialisation mit anderen Hunden und da sind die ersten Monate entscheidend.

    Was den Auslauf angeht - ich kenne die Faustregel etwas anders, nämlich mit Monate * 5-10 Minuten (bei großen Rassen eher 5), das wären dann nur 10 Minuten. Was die Häufigkeit angeht - immer wenn sie gerade aufgewacht ist, nach dem (bzw. während des) Spielen(s)... Ich war mit dem Kleinen anfangs einmal die Stunde draußen, damit er stubenrein wird. Und jedes Mal ne Pipi-Party schmeißen - gaaaanz wichtig. ;-) Und gefüttert hab ich immer danach.

    Zu deiner Frage mit der Box habe ich keine rechte Idee, aber da kommen sicher Antworten. Kenny hat gerne darin geschlafen, war aber nur nachts darin und nach wenigen Wochen haben wir ihn auch so schlafen lassen.

    Es gibt übrigens auch ganz schöne Bücher zur Welpenerziehung!

    Liebe Grüße und viel Spaß mit der Süßen,
    Jo

  • Aaaalso... ;-) ich mach den Welpenwahnsinn ja auch gerade durch. Meine Labbi-Maus ist jetzt 15 Wochen alt, wir haben das Gröbste also hinter uns ;-)

    Zum Rausgehen: wie gesagt, 1 Minute pro Lebenswoche oder aber 5 Minuten pro Lebensmonat. Kommt im Schnitt aufs gleiche raus.
    Ansonsten, rausgehen:
    - nach jedem Spielen, Schlafen, Fressen und (vo allem viiiel) trinken, gerade jetzt im Sommer

    Du kannst ja vormittags und nachmittags mal jeweils 10min rausgehen oder auch länger draußen bleiben, wenn du z.B. ne Decke mitnimmst und sie sich mal hinlegen und ruhen kann. Diese Bewegungs-Faustregel gilt ja vor allem für Bewegung am Stück. Wenn ne halbe Stunde Pause auf ner grünen Wiese ist, geht das schon.
    Aber eben nur 1-2x täglich die "größeren" Runden machen, ansonsten nur zum Pipi-machen rausbringen. Dein Hund soll sich ja erstmal bei euch zuhause einleben, und das dauert länger, wenn ihr ständig draußen seid^^

    Wenn es mal zuviel für euren Welpen war, merkt ihr das daran das er:
    a.) erschöpft ist und ständig draußen stehen (oder gar liegen) bleibt
    b.) oben in der Wohnung/Haus völlig freidreht und rumspinnt (das hat meine bisher gemacht)
    Dann wirklich runterdrehen und einfach völlige Langweilertage machen ;-)

    Außerdem wird sie noch genug Action haben, wenn ihr erstmal mit dem Training beginnt und merhmals täglich Übungen macht. Da ist nämlich Konzentration gefragt und Welpi danach meist gaaaanz müde (außer es war zuviel des Guten). Maximal 3-5 Wiederholungen hintereinander. Dann erstmal Pause und den Hund in Ruhe lassen.

    Zur Box kann ich jetzt auch nix sagen, weil ich die Tür von Lucys Box nie schließe, da ich eh von ihren Tippel-Schritten nachts wach werde und im Bett sitze (außerdem schläft sie durch, seit sie 12 Wochen alt ist). Wobei sie auch bei einer geschlossenen Box keine Probleme gemacht hat (in den ersten Nächten).
    Trotzdem am Betsen einfach mit vielen Leckerlies üben, dort welche verstecken, immer in der Nähe der Box spielen (ihr Spielzeug immer mal wieder reinwerfen), sie ganz dolle loben und bekuscheln, wenn sie drin sitzt, etc.
    Da ich ja nicht weiß, wie euer Welpe mal wird, kann die Box nämlich später mal Gold wert sein, da sie auch gut geeignet ist, um den Hund zur Ruhe zu bringen.

    Meine ist eh immer sehr brav in der Wohnung, beschäftigt sich auch mit sich selbst und ihrem Spielzeug,wenn Frauchen mal faul ist oder den Haushalt schmeißen muss.
    Wäre es aber anders, würde ich da auch von der Box Gebrauch machen: Hund extrem nervös = Hund in die Box = Hund jammert = Hund ignorieren = Hund gibt Ruhe und legt sich meist hin (schläft evtl. sogar) = Box wieder öffnen, nachdem er ne Weile ruhig war = Hund bleibt artig. So lernt er dann, dass draußen Action angesagt ist und drinnen eben Ruhe zu herrschen hat ;-)

    So, dass war erstmal alles von mir :-) Viel Spaß mit eurem neuen Familienmitglied

  • Danke schonmal für die Antworten!
    Gut das mit der Fausregel zu wissen, das ist ja dann richtig kurz nur. Ich muss halt 5 Minuten laufen bis ich überhaupt bei der Wiese bin, wenn sie die Strecke läuft wär die Zeit rum ohne dass sie ins Grüne kommt.. Naja, jede Woche 2 Minuten mehr ;-)
    Jetzt akut ist das nächste Problem, dass sie nichtmehr in den Garten macht sonden lieber in die Wohnung. Kaum ist man zurück schon flitzt sie irgendwo hin oder wartet dass sie nicht beobachtet wird und macht dort. Gerade ein dicker Haufen auf den Flur :-(
    Dabei haben wir extra nachdem sie ihr Geschäft im Garten gemacht hat, gewartet und n bisschen gespielt, damit sie es nicht so verknüpft dass wir sie direkt wieder hochnehmen wenn sie gemacht hat. Das hat wohl nicht funktioniert. Jetzt setzt man sie im Garten ab, sie legt sich hin oder schnüffelt an den Büschen, legt sich wieder hin oder will graben. Ärgerlich, dabei hat es so gut angefangen!
    Was soll man den tun wenn man sie erwischt? Ich weiß dass man nicht schimpfen darf wenn man sie nicht ertappt, und wenn doch dann schnell in den Garten. Wir wohnen halt in der 4ten Etage und vielleicht hat sie keinen Nerv ständig hoch und runtergetragen zu werden? Sowas blödes das zieht mich gerade erstmal runter.

    Über Hilfe wäre ich sehr dankbar!

  • Zur Strecke: du kannst sie ja auch einfach die 5min tragen, damit sie ins Grüne kommt. Dann kann sie dort noch laufen und hat noch ihr volles Pensum zur Verfügung, um dort die Wiese zu erkunden ;-)

    Zum Geschäft machen:
    Gerade das ist wichtig: sie nach dem Geschäft machen wieder hochzunhemen und reinzutragen, damit sie lernt: "ich soll raus, um mein Geschäft zu machen und nicht, um zu spielen." Wenn diese Verknüpfung steht, kannst du danach auch mit ihr spielen, aber ein Großteil eurer Garten-Ausflüge sollte sich aufs Pipi-Machen beschränken.

    Wenn du sie dabei erwischst, kommentarlos hochnehmen und raustragen (es geht auch mit einem "Nein", wenn sie gerade hockt)
    Wenn du es nicht bemerkst, kommentarlos wegwischen und den Welpen ignorieren. Meine fand das Wischen nämlich immer ganz toll und dachte, ich will sie zum Spielen animieren ;-) Bloß nicht drauf eingehen!!!

    Das sie draußen manchmal nichts macht, sich dann aber gleich drinnen hinhockt liegt daran, dass sie:
    a.) noch nicht weiß, dass sie es draußen zu machen hat
    b.) dass die Welt so spannend ist, dass sie es vergisst und erstmal alles begutachten und erkunden will. Wieder im Haus merkt sie "ach, hier ist ja alles wie immer - langweilig", fällt ihr ein "Huch, da war doch noch was" und schwupp, schon liegt der Haufen da oder die hübsche Pfütze ;-)

    Ich kenne das Problem auch und ich wohne in der 6.Etage ohne Fahrstuhl ;-)

  • Das heißt mit anderen Worten, jedesmal kommentarlos rausbringen, Loben wenn sie macht, kommentarlos wieder hoch? Und spielen im Garten erst später? Und sie wird wirklich nicht erstrecht denken, jedesmal nachdem ich gemacht habe gehts direkt wieder hoch, dann lass ich mir lieber mal ein bisschen Zeit?

    Ich hab das Gefühl, dass sie am Anfang sehr wohl begriffen hat warum sie runtergenommen wird, aber jetzt plötzlich lieber in die Wohnung macht. Am Anfang hat sie noch gefiept und war ganz unruhig, jetzt geht sie plötzlich einfach weg wo keiner ist und macht heimlich :(

    Ich hab bemerkt dass sie die Einlage, die mal in der Box lag und bepieselt wurde (und deshalb jetzt ersetzt durch ein Lammfell, was sie anscheinend lieber mag), sehr gern zum pieseln benuzt. Jedesmal wenn ich es gewaschen hab und wieder hingelegt, ist sie promt draufgegangen um zu machen. Sollte ich das nutzen? Entweder die Einlage immer in meiner Nähe haben, und sobald sie draufgeht, rausgehen? Oder gar die Einlage direkt in den Garten legen? Wobei ich denke dass das Quatsch wäre, sie weiß ja eigentlich das auf Rasen machen gut ist..

    Das mit dem Clicker und den Extratollen Leckerlies in der Box werd ich auf jedenfall mal probieren! Und das Gassigehen reduzieren! Mal sehen wie die Nacht gleich wird, juhu! ;-)

  • Hi,

    Entspann dich! Es ist ein kleiner Welpi. Lebe dein Leben und zeig ihr deine Welt.

    Stubenrein ist bisher noch jeder Hund geworden ;) Einfach oft rausgehen, wenn sie draußen macht, loben! Braucht kein Leckerli sein, freu dich einfach dass sie es richtig gemacht hat, streichel sie und lass sie deine Freude spüren.
    Wenn sie drinnen gemacht hat, gründlich putzen und beim nächsten Mal schneller sein ;)
    Ehrlich, so viel kann man da nicht falsch machen. Ich denke, du machst dir sehr viele Gedanken. Zu viele Gedanken. Lass die ganzen Fragen einfach los und mach das nach Gefühl.
    Die Einlage würde ich nicht nutzen, sie soll ja eigenltich lernen dass sie genau auf sowas NICHT machen soll.

    Lass dich nicht runterziehen, ist doch völlig normal dass in den ersten Tagen einiges danebengeht. Das bessert sich bald.

    Zum Thema Box:
    Brauchst du die Box? Willst du, dass sie immer in der Box schläft? Dann solltest du es mit ihr üben. Wenn du nur Box trainieren willst, weil das gerade ach-so-schick ist und in jedem Forum und Welpenbuch drinsteht, vergiss es. Brauchen tut man sowas überhaupt nicht. Bei uns dienen die Boxen nur als offener, freiwilliger Schlafplatz.
    Zumachen konnte man bei unseren irgendwann von selber. Die haben einfach immer viel in den Boxen geschlafen und wenn sie mal einigermaßen erwachsen sind, akzeptieren sie dann auch "Tür zu" von ganz allein.
    Ich würde da kein großes Theater drum machen.

    Wenn ihr natürlich einen wichtigen Grund habt, warum sie die geschlossene Boxentür schon bald akzeptieren muss, dann solltet ihr das schon von Anfang an üben.

    Fürs Stubenreinheitstraining nachts ist die Box schon ganz praktisch, wir hatten für die ersten Tage einen großen Pappkarton bei unserem Rüden. Da konnte man von oben reinfassen und ihn streicheln. Wenn so ein Welpi die ersten Tage von daheim weg ist, ist es ja auch schwer für ihn und der Körperkontakt beruhigt ganz einfach.
    Unserer hat übrigens im Karton auch Party gemacht und sich irgendwann mit der Schnauze ein Loch nach draußen gefressen. *g*

    Zum Thema rausgehen: Ich hab das nach Gefühl gemacht. Ich habe niemals auf die Uhr geschaut. Ich wollte mich ja in Ruhe und ganz gelassen mit meinem Hund beschäftigen und nicht nach einem strengen Zeitplan durch die Gegend hetzen.
    Klar sollte er anfangs keine Wanderungen machen, aber ob der Spaziergang nun 5 Minuten länger oder kürzer ist, macht wirklich nichts aus ;)
    Erstmal reicht es, dem Hund die nähere Umgebung zu zeigen. In ein paar Wochen kannst du ihn dann auch mal woanders mit hinnehmen, aber nicht zu viel auf einmal!

    Auslastung würde ich noch nicht mit dem Hund machen. Kein Welpe der Welt braucht zusätzlich zu der neuen Umgebung, all den vielen Reizen drinnen und draußen und der normalen Grunderziehung auch noch "Auslastung" in Form von Denkspielen etc. Das macht den Hund nur kirre.

    Bring deinem Hund bei, was dir wichtig ist. Zeig ihm die Orte, zu denen du ihn später mitnehmen willst. Vermeide unkontrollierte Spielgruppen mit anderen Hunden. Mehr brauchst du im ersten Jahr nicht tun :)

    Ich kanns nur wieder sagen, entspann dich! Es ist nur ein Hund. Hunde leben seit Tausenden von Jahren mit dem Menschen und die meisten funktionieren auch ganz von selber wunderbar.
    Ich denke, mit all den modernen Geschichten, was man alles mit dem Hund machen muss, macht man nur sich selbst und den Hund total verrückt.

    lg,
    Sanne

  • Hallöchen!

    Einige deiner aufgezählten "Probleme" kommen mir sehr bekannt vor!
    Wir hatten bei der Abholung auch Decke und Kuscheltier dabei und beides wurde nochmal schön über die Mama gerubbelt, damit es nach ihr duftet. Leider hat Zooey auf der Heimfahrt auch beides vollgebrochen...hmpf, ab in die Waschmaschine damit. Sie hat glücklicher Weise bei uns niiie gefiept, weil sie ihre Mama und Geschwister vermisst hat. In der ersten Nacht hat sie bei uns ohne Probleme in der Box geschlafen, wir hatten die Front mit Reißverschluss geschlossen und als sie mit ihren Pfoten und der Schnauze da dagegen stupste, bin ich wach geworden und mit ihr raus gegangen. Aber das war bisher die einzige Nacht, in der sie so ohne Probleme in der geschlossenen Box war. Nach zwei Nächten sind wir ins Schlafzimmer umgezogen und die Box steht seitdem neben mir, also neben dem Bett. Zooey schläft mal drin, mal davor auf der Decke. Sie hat nachts bisher aber noch nie reingemacht, sondern meldet sich brav. Allerdings hat sie die letzten Nächte immer Männchen am Bett gemacht und dann doch keine Anstalten gemacht, raus zu müssen. Also habe ich sie jetzt schon zwei Mal nachts "ignoriert", in dem Sinne, dass ich sie wieder auf ihre Decke/in ihre Box geschickt habe und sie hat sich wieder hingelegt und weiter geschlafen, so haben wir es letzte Nacht auf ganze 6 1/2 Stunden gebracht (von 22:30 Uhr bis 5:00 Uhr heute früh!). Ich habe einfach oft den Eindruck, dass sie sich nachts nur meldet, weil sie mit ins Bett will oder so. Dann kriegt sie ein NEIN, miekst kurz rum, wir ignorieren es und dann legt sie sich wieder hin, bekommt ein Lob und wir schlafen alle weiter.
    Ich denke mal du wirst eine Weile noch mit ihr nachts rausmüssen und wenns nur reine Vorsicht ist. Irgendwann entwickelt man ein Gefühl dafür, ob der Hund nun muss oder nicht. Zumindest kann ich es bei Zooey mittlerweile recht gut einschätzen. Sie kann immer länger anhalten und muss aktuell nicht mehr alle 2-3 Stunden sondern so 3-4 Stunden raus. Die Zeit wird immer länger, das ist toll! :gut:

    Zur Auslastung...ich kenn mich mit der anderen Hunderasse nicht aus, aber unsere Zooey ist ja ein reiner Labrador. Und sie hat richtig Feuer unterm Arsch. Wir gehen mit ihr im Moment (sie ist 11 Wochen alt) ca. 10 Minuten am Stück raus und sie hat auch begriffen, dass sie relativ zügig ihre Geschäfte machen soll. Danach üben wir Leinenführigkeit (oberste Priorität für mich) und dann darf sie auch mal schnüffeln und schlendern und suchen...Wenn sie in Spiellaune ist, spielen wir meist zuHause ausgiebig, mit Zerrtau werfen und ein wenig raufen und sie rennt dann auch richtig hin und her und tobt sich aus. Wenn sie aber mit anderen Hunden spielt, sieht man ihr Temperament erst Recht ;-) Labbitypisch rennt sie halt jeden an, nach dem Motto "Naaaa, willste spielen?! WILLSTE SPIIIIEELEN?!?!?!" und nicht jeder Hund reagiert da mit einem zustimmenden Ja drauf ;-) Unsere Trainerin meinte, wir sollen unbedingt drauf achten, dass sie nicht nur mit Labradoren spielt, denn andere Hunderassen spielen viiiel ruhiger miteinander und das muss Zooey auch lernen. Sie rennt dann jedenfalls mit dem anderen Hund richtig um die Wette, bellt und fordert immer wieder zum Spiel auf, schnappt was auf (Stock, Stein usw.) und will es apportieren. Deswegen werden wir recht bald mit einem Futterdummy mit ihr arbeiten, denn sie zeigt absolute Apportierfreude.
    Es fällt uns leider recht schwer wirklich JEDEN Tag so eine Auslastung, also so ein ausgelassenes Spiel mit anderen Hunden, zu finden. Daher würde ich dir auf alle Fälle eine gute Welpenspielstunde empfehlen, wo sie auch mal mit anderen Hunden toben kann.Da siehst du vllt. auch schon, wie sie vom Temperament her ist. Zooey hat gestern mit der 4 Monate alten Pudeldame unserer Trainerin gespielt und die war am Anfang echt "geschockt", was dieses springende braune Etwas da von ihr will und warum es nicht ruhiger spielen kann. Aber auch Spielen will gelernt sein.
    Vielleicht hört ihr euch auch mal in der Nachbarschaft um, ob es da auch jüngere Hunde gibt, mit denen eure mal ausgiebiger toben kann. Ich denke, dass kein Spiel mit einem Menschen, das mit anderen Hunden ersetzen kann. So richtig rumtoben und buddeln und schubsen und Stöcke klauen und so.

    Ich wünsch dir jedenfalls noch viiiel Spaß mit der Kleinen und eine schöne Welpenzeit. Die ersten Tage waren für uns auch total anstrengend und wir waren unsicher, was wir mit ihr unternehmen sollen. Aber man entwickelt ein Gefühl dafür. Euer Welpe muss sich ja auch erstmal eingewöhnen und dann entsteht langsam ein gewisser Tagesrhythmus. Da wir später frühestens am frühen Nachmittag ausgiebig Zeit für Zooey haben werden, "trainieren" wir sie aktuell schon ein bisschen drauf, dass frühs nicht viel Action passiert. Dafür schläft sie vormittags auch die meiste Zeit. Ab Nachmittag will sie dann aber auch was erleben. Vielleicht könnt ihr das ja auch im Hinterkopf schon behalten.
    Ansonsten: ganz viel kuscheln und spielen, das macht beiden Spaß :gut:

    Viele Grüße!
    Bea

  • Ihr habt ja recht, ich mach mir wohl zuviel Stress.. Ich hoffe das hat sich jetzt nicht auf Tinka übertragen. Gestern hat sie ja das erste Mal heimlich in die Wohnung gemacht, dann hat mein Freund sich Abends mit ihr vor den Fernseher gelegt, damit ich n paar Stunden vorschlafen kann. Er ist dann allerdings eingeschlafen und somit kamen die beiden erst um 5 Uhr morgens ins Bett/Box. Er ist nochmal mit ihr raus, und kaum war er oben hat sie wieder ein Haufen in den Flur gesetzt. Dann hat sie allerdings ganz fein bis 9 Uhr geschlafen, da bekommt sie ihr Frühstück. Vorher noch Pipi im Garten, wunderbar! Aber dann hat sie das Futter verweigert! Hab ein bisschen mit ihr gespielt, mir fiel auf dass sie sich viel an den Pfoten und am Pipi leckt, und ihre Nase ist warm (aber n bisschen feucht). Gerade schläft sie immernoch neben mir in der Box, was mich ja freuen sollte, ich hoffe nur sie ist jetzt nicht krank! :-( ich warte bis zum Mittagessen und biete ihr nochmal was an. Wenn sie es dann immernoch nicht will, Tierarzt? Oder erstmal auf Hühnchen mit Reis umsteigen und auf morgen warten? Ich hoffe ich hab sie mit dem Gassi gestern nicht überfordert, waren ja 20 Minuten statt 10, und deshalb leckt sie sich die Pfoten..?

    Ich weiß ich sollte mich n bisschen entspannen, aber ich will ja nur alles richtig machen :-(.

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