Angst/Unsicherheit bei Kleinkindern!?

  • Hallo Zusammen,

    klein Andra ist mittlerweile etwas über Acht Monate alt und wir sind sehr glücklich mit ihr - sie hoffentlich auch mit uns! ;)

    Sie hört gut, zeigt keinerlei Aggression gegenüber Artgenossen und entwickelt sich eigentlich rundum prächtig!

    Das einzige Problemchen: Sie hat zeigt Angst/Unsicherheit gegenüber Kindern. Die kleinen Menschlein scheinen ihr äußert suspekt zu sein in ihrem Verhalten und den Bewegungsabläufen!
    Aktuellste Situation: Wir kommen am Hundesportplatz an und ich will sie aus dem Auto holen da sieht sie ein kleines Mädchen, geschätzte 3 Jahre alt. Das Kind stand völlig ruhig, hat keinen Mucks von sich gegeben....
    Andra sieht das Mädel, legt den Rückwärtsgang ein, bekommt ihren Hyänenkamm und fängt an das Mädel anzukläffen!

    Solche Situationen gibt es relativ oft und ich weiß nicht wie ich ihr die Unsicherheit nehmen kann.
    Ich kann ja schlecht zu den verängstigten Eltern gehen und fragen ob ihr Kind Andra nicht mal ein Leckerchen geben könnte damit sie ihre Angst verliert (quasi Kinder schön füttern)... :headbash:

    Habt Ihr bzw. Eure Hunde auch solche Probleme mit Kindern, habt Ihr es in den Griff bekommen und wenn ja, wie???
    Ich würde mich zahlreiche Tipps, Anregungen sehr freuen, ich komme da nicht weiter!

    LG

  • Gibt es Kinder in deinem Freunde/Bekanntenkreis? Ich würde ein Kind bitten sich deinem Hund gegenüber ruhig zu verhalten (bei einem Besuch) und ihn mit Leckerlies zu füttern. Erst einmal nur auf dem Boden sitzend.
    Irgendwann kann man es dann weiter machen, indem das Kind sich bewegt und deinem Hund dabei Leckerlies gibt.
    Später kommen weitere Kinder dazu.

    Alles natürlich mit deiner Aufsicht :)

  • Hundeplatz ist doch eigentlich der ideale Ort um Übungskinder zu rekrutieren ;)
    Zumindest ist das bei uns so. Die sind alle vom Laufalter an Hunde gewöhnt und auch den vernünftigen Umgang mit Hunden, die Impulskontrolle funktioniert gut (beim Kind.. nicht beim Hund)..

    Da würd ich doch mal rumfragen.

  • Guten Morgen,
    dieses Poblem war mein erster Grund, mich hier anzumelden und auch meine erste Frage hier.
    Inzwischen arbeite ich wie oben mit "zeigen und benennen", das hat schon ein Stück weiter geholfen, nachdem ich es verstanden hatte! :headbash:
    Ich habe den Winter bei C&A in der Kinderabteilung verbracht (Hund immer abgesichert und mit genügender Distanz zum Kind) bzw. jetzt ist jeder Spielplatz meiner!!
    Wenn ich ein Kind treffe, das sich nicht gleich erschreckt lass ich meinen Hund mal schnuppern (so sie es sich traut) und es gibt Leckerlie. Aber kein anfassen und streicheln!!
    ich habe auch eine unsichere Maus, die gleich drauf los geht, aber es wird besser.....
    man muss beim Zeigen und benennen sehr aufmerksam sein und das macht manchen Gang (z.B. durch die Stadt) eher anstrengend, aber es lohnt sich. Inzwischen geht sie neutral an Kindern vorbei. Wird sie direkt angesprochen, Kind rennt an ihr vorbei oder betritt unvorbereitet den Raum ist Theater, aber daran arbeiten wir noch.
    Ich nehme sie dann erst mal aus der Situation heraus und wir schauen aus der Distanz.
    Nehme ich sie übrigens hoch fängt sie böse an zu knurren, das habe ich mir schnell abgewöhnt. Wir gehen nur auf Abstand.
    ich finde inzwischen nicht mehr, dass mein Hund Kinder lieben muss, schnell abgeschminkt, aber neutrales Verhalten ist mein erklärtes Ziel.
    Wir sind auch noch nicht durch damit, aber es wird besser!
    Viel Erfolg und alles Gute!
    Jui und Lotte

  • Zitat

    Hundeplatz ist doch eigentlich der ideale Ort um Übungskinder zu rekrutieren ;)
    Zumindest ist das bei uns so. Die sind alle vom Laufalter an Hunde gewöhnt und auch den vernünftigen Umgang mit Hunden, die Impulskontrolle funktioniert gut (beim Kind.. nicht beim Hund)..

    Da würd ich doch mal rumfragen.

    Finde ich ne gute Idee!
    Meine Tochter wird auch immer "rekrutiert" um unsichern Hunden ein wenig Bestand zu leisten. *gg*

    Der letzte Fall war die Hündin einer Freundin. Diese hatten ein Baby bekommen, und die Hündin reagierte sehr unsicher auf den Wurm der nun langsam anfing zu krabbeln.
    Wir sind besagt Freundin besuchen gefahren, und erst wollte die Hündin uns fressen und hat ein riesen Spektakel gemacht ... aber nach ner Weile in der wir sie einfach ignoriert hatten kam sie von ganz allein. Dann ging alles ganz schnell. Meine Tochter und die american Bulldog lagen nach zwei Stunden kugelnderweise auf dem Fußboden und aben sich gegenseitig gekrault und geputzt... :roll:
    Allerdings hat die Hündin das ganze noch nicht 100% auf ALLE kinder übertragen - da wird noch dran gearbeitet.

  • Ich habe auf dem Hundeplatz schon rumgefragt wer mir sein Kind zu Übungszwecken zur Verfügung stellt... :p
    Leider sind die Kinder der anderen schon älter und somit für Andra kein Unsicherheitsfaktor mehr!

    Mit dem 4 jährigen Sohn einer Freundin von mir habe ich es auch versucht, sie nimmt von ihm auch Leckerchen, allerdings quietscht der Kurze danach jedes Mal "Iiihhh, meine Hand ist gaaaaaanz nass", und dann geht Andra wieder steil! :roll:

    Ich habe jetzt mit dem Gedanken gespielt mich vor eine Grundschule zu setzen, in sicherer Entfernung, und sie die Kinder angucken zu lassen. Damit sie sich grundsätzlich erst mal an das Verhalten von kleinen Kindern gewöhnt!
    Und dann die Entfernung ganz langsam zu verringern und dann Leckerlies in den Hund zu werfen wenn sie ruhig bleibt!

  • Wir hatten das Problem!
    Welpen angeschafft, an alle möglichen Situationen, Umweltreize und Personen gewöhnt, aber keinerlei Kleinkinder im Bekanntenkreis.
    Wir haben das auch völlig vergessen...
    Die Quittung gab es recht schnell...
    Kinder, die jünger als sieben, acht Jahre waren, Kinder, die sich schnell und unkontrolliert bewegt haben, die laut waren...da hat er richtig Angst bekommen, nicht gekläfft, aber einfach den Rückwärtsgang eingelegt.
    Bei dieser Sache hab ich dann auch gemerkt, dass man Sachen, auf die der Hund nicht wirklich sozialisiert wurde zwar verbessern kann, aber man kann das, was man in dieser Zeit versäumt hat nie wieder zu 100% aufholen... :/
    Was hab ich gemacht?
    Ich bin an Kinderspielplätzen, Grundschulen, Kindergärten etc. einfach erstmal nur vorbeigelaufen, hab den Hund für jedes ruhige Verhalten bestärkt.
    Kinder kommen immer, fragen nach dem Hund, fragen, ob sie ihn streicheln dürfen.
    Ich hab nie NEIN gesagt.
    Ich hab denen immer gesagt, dass er Angst hat, hab ihnen ein Leckerchen in die Hand gedrückt und gesagt, dass sie den Hund kommen lassen sollen.
    Das hat gewirkt.
    Heute, der Hund ist fast sieben Jahre alt, ignoriert er Kinder, auch lärmende auf der Straße. Sprechen ihn Kinder direkt an geht er hin. Wenn die einigermaßen ruhig sind und unbefangen mit ihm umgehen - null Probleme. Sind sie selber hektisch, den Umgang mit Hunden nicht gewohnt, fixieren ihn gar mit den Augen geht er weg.
    Mehr kann ich nicht erreichen, aber damit kann man ein ganz normales Leben mit dem Hund führen!

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