Bitte muntert mich auf....

  • Liebe TS,

    ich kann deine Gedanken durchaus nachempfinden. Als vor 5 Monaten unser Wirbelwind eingezogen ist, war ich anfangs überglücklich. Ich habe es mir auch einfacher gedacht als es nun ist.
    Wir haben soviel gelesen und sind im Gegensatz zu euch nicht hundeunerfahren. Der Hund wurde also größer und es taten sich "Baustellen" auf, die ich von unseren Hunde nicht kannte.
    Futterneid, extremes Territorialverhalten, kann nicht alleine bleiben. Ich kann dir sagen: ich war zwischenzeitlich auch mit den Nerven runter. Mein Freund ging arbeiten, ich blieb mit ihm zuhause. Bei mir staute sich der ganze Frust auch zeitweise auf.
    Doch: ich lernte meinen Hund kennen. Ich stelle fest, dass ich keinen Retriever im Haus habe, sondern einen wohl etwas schwerer händelbaren Hund. Aber damit haben wir uns beide arrangiert, wir besuchen fleißig die Hundeschule, nehmen Privatstunden und ich habe akzeptiert, dass der Hund ist, wie er ist. Ich habe akzeptiert, dass seine Baustellen vorhanden sind und das ich sie mit ihm zusammen meistern werde.
    Heute denke ich ganz anders und der Frust im Alltag ist wie geblasen. Wir kommen mittlerweile wunderbar miteinander aus, u.a. weil ich selbst in mich gegangen bin und vorallem weil ich professionelle Unterstützung habe. Ich frage viel und möchte viel lernen, was meinen Hund angeht.

    Ich rate Dir: lerne deinen Hund kennen! Akzeptiere, dass er evtl. nicht mit jedem Hund gut Freund ist. Trainiere das Alleinsein Schritt für Schritt. Fühlst du dich komplett überfordert, hole dir Hilfe. Der Hund ist noch nicht lange bei euch, gib nicht auf, wenn du ihn gern hast. Er muss noch viel lernen, dabei kannst du ihm helfen!

  • ich kann verstehen, wie frustriert und genervt du bist. alle wollten den hund und nun stehst du mit all der arbeit und der verantwortung allein da, während dein mann weiterhin sein eigenes ding macht.

    ich hätte ihm schon längst mal den hund in die hand gedrückt einschließlich aller seiner baustellen und hätte mir mit meinen kindern irgendwo einen schönen tag gemacht.

  • [quote="katinka62"]ich kann verstehen, wie frustriert und genervt du bist. alle wollten den hund und nun stehst du mit all der arbeit und der verantwortung allein da, während dein mann weiterhin sein eigenes ding macht.

    ich hätte ihm schon längst mal den hund in die hand gedrückt einschließlich aller seiner baustellen und hätte mir mit meinen kindern irgendwo einen schönen tag gemacht, und das nicht nur einmal. dann kann er eben nicht seinen interessen nachgehen, sondern muss sich in irgendeiner form kümmern und das bedeutet dann auch, nach lösungsansätzen für die baustellen zu suchen.

  • Im Grunde kannst Du doch Deinen Hund überall mit nehmen, aber lass ihn einfach nicht zu jedem fremden Hund hin.
    Dein Hund soll unterm Tisch abliegen und gut.
    Das alleine bleiben kann man trainieren, in kleinen aber konsequenten Schritten.
    Ich kann verstehen, dass das nicht alleine bleiben, ein großes Problem darstellt. Für mich wäre das auch kaum umsetztbar, da meine Hunde jeden Tag 4-5 Stunden alleine sind. Ich muss ja arbeiten gehen.
    Aber man kann das wirklich trainieren.
    Ich persönlich halte nichts von einer Hundeschule auf dem nur auf dem Platz geübt wird.
    Besser ist ein guter Trainer der euch im Alltag und vor Ort unterstützt und euch zeigt wie ihr euch am besten in bestimmten Situationen verhaltet.
    Damit kommt ihr schneller und erfolgreicher zum Ziel.

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