Terror vor dem Gassigehen

  • Hoffnungsvoll wende ich mich an euch, da ich schon gemerkt habe, dass hier erziehungstechnisch einige pfiffige Menschlein unterwegs sind:

    Im Prinzip beschreibt die Überschrift schon das Wesentliche. Unsere Hündin ist eigentlich drin eher ruhig und entspannt. Aber wenn sie spitzt kriegt, dass es nach draußen geht, wird sie UNGLAUBLICH AUFGEREGT! Das spottet jeglicher Beschreibung! Naja, also eigentlich nicht immer, das ist ja so komisch.

    Manchmal reagiert sie auch mit normaler Freude, konkret: Sie läuft ein bisschen aufgeregt hin und her und wedelt mit dem Schwanz. Aber manchmal ist sie dann völlig am aussickern: Sie fängt dann plötzlich an zu jaulen, eher schon kreischen und rennt durch die Wohnung wie angestochen und terrorisiert uns regelrecht, also sie läuft aufgeregt zwischen unseren Bein rum. Manchmal wird sie dann so aufgeregt, dass ich denke, jetzt kriegt sie gleich n Herzkasper! Das macht uns richtig fertig. :dead2:

    Besonders wenn mein Freund und ich zusammen mit ihr spazieren gehen, oder wenn sie irgendwie (ob berechtigt oder unberechtigt) den Eindruck bekommt, es geht weiter weg, wenn ich z.B. einen Rucksack aufsetze, flippt sie aus.

    Ich brauch einfach mal jemanden, der mir richtig Schritt für Schritt erklärt, wie ich das Verhalten abbauen kann, das ist eine reine Quälerei für Hund und Halter!

    Freu mich riesig auf eure Hilfe!! :smile:

  • Ganz "einfach":
    Jacke an, Schuhe an, Leine nehmen, HB umlegen -> Hund flippt aus ... auf Sofa setzen und waaarten bis Hundi ruhig ist... alles wieder ablegen...
    einige Zeit später: gleiches Spiel von vorne... Wenn Hundi sich irgendwann nicht mehr aufregt, kann man einen Schritt weiter gehen und zur Tür gehen. Jedesmal wenn sie sich aufregt, abbrechen und sich ruhig irgendwo hinsetzen (Buch lesen oder so)

    Das ist ein langwierig und verdammt anstrengendes Training, kann ich dir sagen ;)

    Viel Erfolg =)

  • Hallo,
    ja, es ist eine Qual für den Hund und Halter.

    Ich würde mit dem Training wohl nicht beginnen, wenn Dein Hund dringend raus muss, sondern dann, wenn Ihr schon draußen gewesen seid. Alles Andere wäre für ihn Quälerei

    Gehe zur Tür, tue so, als würdet Ihr rausgehen, Hund dreht auf und Du gehst wieder zurück, bis er ruhiger ist. Dieses Spiel wiederholt sich, bis der Hund definitiv nicht mehr aufdreht, ruhig ist und dann geht Ihr raus.

    Ist dieses Ziel erreicht, kommt die Steigerung, in dem Du eine Jacke anziehst, den Schlüssel nimmst etc; wieder gehst Du zurück, wenn Hund aufdreht.

    So kannst Du das steigern, indem Du ihm die Leine anziehst etc.

    Du bleibst dabei ganz ruhig, keine Ansprache, nicht meckern.
    So kommst Du Schritt für Schritt dem Ziel näher.

  • :lepra:

    Ui! Okay, da habt ihr wohl recht, einen anderen Weg wird es nicht geben, oder? Hm, wird schwierig das in den Alltag einzubauen.

    Wir waren echte Idioten, es so weit kommen zu lassen! Wir hätten viel eher intervenieren müssen, plötzlich war es ein RIESENPROBLEM!

    Irgendwie ist sie auf die Idee gekommen, das wir nur rausgehen, wenn sie uns anständig drangsaliert, oder so. Naja, irgendwie sind wir wohl selbst dran Schuld. Man sollte die Marotten gleich "im Keim ersticken", nicht so martialisch gemeint, wie das jetzt klingen mag.

    Danke für eure Antworten!

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