1-jähriger Mischlingsrüde aus Spanien

  • Hallo ihr Lieben :smile:

    ich bin seit heute hier angemeldet, da ich schon viele hilfreiche Tipps gelesen habe und mir sicher bin, dass ihr mir auch bei meinen Fragen und Problemchen weiterhelfen könnt :gut:

    Also, Stromer ist aus Nordspanien und ist wohl etwa ein Jahr alt. Er hat 4 Wochen lang bei einer Pflegefamilie gewohnt und ist nun seit Donnerstag bei uns. Er ist ein lieber, verschmuster und verspielter Hund. Allerdings gibt es ein paar kleinere Dinge, die er (neben den Grundkommandos, die er auch noch nicht so richtig beherrscht) lernen sollte.

    Zum einen schnappt er immer sehr schnell beim Spielen und auch wenn ich dann deutlich "no" sage und ihn ignoriere, scheint das keinen großen Eindruck bei ihm zu hinterlassen. Soll ich es trotzdem konsequent so weiter machen oder habt ihr evtl noch andere Tipps und Tricks?

    Eine andere Sache ist die: In der Wohnung läuft er mir eigentlich ständig hinterher. Entweder direkt oder aber, wenn ich mich länger als eine halbe Minute von ihm entfernt habe. Draußen allerdings beachtet er mich überhaupt nicht. Er hängt mit der Nase auf dem Boden und geht seiner Wege. Ich habe ihn immer an der Leine. Er zieht zwar nicht daran, aber das war es dann auch mit der Aufmerksamkeit. Als ich dann heute versucht habe durch schnelles Laufen und ein bisschen spielen seine Aufmerksamkeit zu kriegen, fing er ziemlich schnell an in die Leine zu beißen. Das ist ja auch nicht Sinn der Sache :???: ich will ihn draußen aber auch nicht nur mit Leckerlis locken müssen...

    Selbstverständlich werde ich mit ihm die Hundeschule besuchen, aber ich würde eben gerne, wenn möglich auch schon zu Hause ein bisschen was machen, damit es besser wird.

    Von einigen habe ich gelesen, dass ich ihn ignorieren soll und das hilft, um ihn aufmerksamer zu machen, aber er ist ja nun erst 5 Tage hier, ist das dann nicht ein bisschen zu früh? :/

    Es wäre wunderbar, wenn ihr mir den ein oder anderen Rat geben könntet =)

    Liebe Grüße

    Strömchen

  • Nur mit Leckerlies locken nicht, aber man kann sich damit auch interessant machen.

    Unser Hund bekommt beispielsweise sein Futter unterwegs draußen. Entweder als Belohnung für Dinge, die ich von ihm gefordert habe, oder eben auch als Spiel. Futter verstecken und suchen lassen, Futter werfen und er rennt hinter her. Das findet er super. Der Hund soll lernen, Frauchen/Herrchen ist draußen interessant. Da passieren tolle Sachen. Statt Futter könnte man natürlich auch Spielzeug nehmen, je nach Hund. Man muss nur etwas finden, was dem Hund Spaß macht und man zusammen macht.
    Das wird natürlich nicht den ganzen Spaziergang lang gemacht, der Hund darf ruhig auch mal schnüffeln und sein Ding machen.

    Bei unserem war es aber anfangs auch schwieriger. Als wir ihn noch im TH besucht haben, hat er uns anfangs mehr oder weniger ignoriert und wir hingen nur am anderen Ende der Leine, er hat gezogen und sein Ding gemacht. Das hat sich mit der Zeit und Futter ;) deutlich geändert. 5 Tage ist ja noch nicht viel, Stromer braucht auch noch Zeit, sich an euch zu gewöhnen und zu lernen, dass ihr spannend seid.

  • Danke für die schnelle Antwort :smile:

    Draußen füttern halte ich für eine prima Idee, allerdings steht er nicht so auf Trockenfutter, da müssen wir ihn erst umgewöhnen. Aber ich denke schon, dass das helfen wird... :D

    Mit dem Spielen draußen... er versucht dann, wie gesagt, seine Leine zu beißen. Soll ich dann abbrechen und ihn kürzer nehmen und stumm weitergehen?

    Ich will nichts falsch machen, daher meine vielleicht blöden Fragen :lol:

    LG

  • Hi Strömchen,

    also ich finde ja das dein Hund schon ziemlich viel in den letzten Wochen erlebt hat, insofern lass ihm einfach mal Zeit.

    Zum Spielen: Was für Spiele spielt ihr denn? Zerrspiele? Ich würde nicht nur dein Abbruchsignal sagen (was er ja auch noch verstehen muss), sondern körpersprachlich alles abbrechen: Spieli kommt weg, ich dreh mich mit hoch erhobener Nase weg und bin absolut langweilig und ignorant. Wenn dann Ruhe einkehrt, geht's sofort wieder los!

    Zur Wohnung: Zum Einen muss er ja mal auschecken wo er da so gelandet ist und sich noch eingewöhnen, deshalb würde ich an deiner Stelle nun langsam ein "Decke"-Kommando aufbauen und entspannt trainieren. Dann kannst du ihn zukünftig an seinem Platz parken. Parallel dazu würd ich ihn halt einfach gucken lassen. Aber fürs im Weg rumstehen oder so nicht mit Ansprache und Aufmerksamkeit belohnen. Mein Hund ist nämlich beispielsweise übelst neugierig und liebt es geradezu sich als mobile Hürde überall zu postieren, damit ich bloß mit vollem Frühstückstablett rumsegel :P

    Was für eine Leine nutzt du denn draußen (Länge)? Ich würd z.B. eine Schleppleine von 5-10 m an den Hund machen, ein paar Leckerchen oder ein Spieli einpacken und einfach nix machen. Den Hund schnuffeln lassen etc., aaaaber immer wenn er dich nur irgendwie beachtet - sei es ein kurzer Blick, das Ohr in deine Richtung etc. (da muss man genau drauf achten) - belohnen! Stimmlich wie auch mit Lecker oder sowas. Er muss lernen das es sich lohnt auf dich zu achten.

    Alles in Allem: Lass ihm Zeit dich kennenzulernen und erwarte nicht zuviel. Grenzen bzw. Regeln würd ich zwar klar kommunizieren, aber ansonsten nix spektakuläres verlangen (neue Kommandos etc.).

    Viel Spaß mit deinem Stromer!

    PS: in die Leine beißen kenn ich von Enki genau in dem Alter und das ist bei ihm größtenteils Überforderung und Frust gewesen!
    Entweder wollt ich irgendwas was er nicht verstanden hat oder er hätte halt gern geschnüffelt etc.
    Da hat ein abwarten und aussitzen geholfen und falls die Leine ernsthaft in Gefahr ist ein Ablenkungskommando!
    Lustigerweise hat das bei uns immer aufgehört, wenn er ein "Sitz" gehört hat... da war er dann wohl zu sehr mit dem Hinterteil parken beschäftigt :)

  • Hallo!

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zum "Nachwuchs". Der sieht auf dem Avatar schon recht pfiffig aus, wenn er es ist.

    Ich kann dir nur berichten wie es bei meiner Auslandshündin war. Anfangs war die auch sehr anhänglich zu Hause. Klar, die kannte das nicht, wusste nicht wie sie sich verhalten sollte, was richtig und was falsch ist. Sie hat sich zwar auch am vorhandenen Ersthund orientiert, aber eben auch auf mich. Ich habe ihr dann mit der Zeit zu Verstehen gegeben was sie darf und was nicht und sobald sie das wusste, wurde sie auch entspannter, hat mich mehr in Ruhe gelassen und sich selber auch viel Ruhe gegönnt.

    Draußen war sie die erste Zeit auch so sehr von den Eindrücken abgelenkt, dass an Arbeiten in dem Sinne nicht zu denken war. Ich selber füttere draußen gar nicht, nur Leckerlies und da zogen Anfangs auch nur die Leckerlies mit Geschmackverstärker und so'n Zeug. Also billigstes Zeug, das entsprechend riecht. Aber nachdem sie ihre Umgebung kennen gelernt hat, hat sie automatisch begonnen sich auf mich zu konzentrieren (bis das Jagen anfing, aber da arbeiten wir dran).

    Das Leinenbeißen... Hat sie anfangs auch gemacht. Ich habe dann die Leine fallen lassen und mich drauf gestellt. So kam ich gar nicht erst in die Versuchung zurück zu ziehen, was sie noch angestachelt hätte. Es sind 2 Leinen drauf gegangen, aber irgendwann hat es den Reiz verloren, weil ich nur blöde rumstand und nicht mitgezergelt habe.

  • Okay, also Sitz und Platz festigen und dann eben noch "Decke"... das sollte doch machbar sein :D

    Ich habe eine 2m Leine, mit der gehe ich auch spazieren. Ich hab auch eine Schleppleine (10m), finde es aber gar nicht so leicht, damit umzugehen :ops:

    Wir werden in etwa 1 - 1,5 Monaten umziehen. Sollte ich trotzdem schon hier mit der Hundeschule anfangen oder dann warten, bis wir umgezogen sind? Auch wegen der Gewöhnung an uns...

    Danke für die Tipps auf jeden Fall :gut:

    Ja, das ist er auf dem Foto. Ein ganz süßer und ganz lieber... nur draußen, das ist ein bisschen frustrierend. Obwohl ich ja weiß, dass das alles neu und alles viel für ihn ist :smile:

    Werde das mit Leine fallen lassen und draufstellen mal ausprobieren. Bin gespannt :D

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