Frage zu Verhalten v. evtl. Zweithund

  • Hallo zusammen,

    heute ist zum zweiten Mal ein 5-jähriger schwarzer Schäferhundrüde zu Besuch bei uns. Er ist aus dem Tierheim, ein Fundhund. Er ist in erster Linie für meinen Mann und seinen Geschäftspartner, d.h. er geht mit ins Büro, ist mit den Männern dort, die sich abwechselnd um ihn kümmern werden. Abends kommt er mit zu uns nach Hause und auch an allen WE und freien Tagen/Urlaub ist er mit uns und der Familie zusammen.
    Er wird am Donnerstag vom TH kastriert.
    Wir haben ja schon unsere Katie (1-jährige Corgi Hündin), die sich über jeden Hund einen Pin in den Bauch freut. Nun ist es so, dass er sich aktuell überhaupt nicht für sie interessiert.
    Draußen ist er ganz intakter Rüde, er schnüffelt kurz an ihr, dann ist die Umwelt mit all ihren Gerüchen wichtiger. Heute hat er ihr kurz zur Begrüßung die Schnauze geleckt, das wars.
    In der Wohnung geht er ihr ganz aus dem Weg. Katie kommt immer mal wieder in aller Freundschaft zu ihm, aber er weicht sofort und geht weg.
    Könnt ihr mir bitte etwas zu seinem Verhalten sagen.

    Danke und viele Grüße, Mellie

  • Nicht jeder Hund ist ein Feuerwerk der Freude wenn er fremde Hunde trifft. Ich weiß nicht genau was genau ihr erwartet, wie das Verhältnis der Hunde sein soll, aber so wie es jetzt ist, ist es doch wunderbar. Er verhält sich angemessen einer Hundedame gegenüber und benimmt sich. Eine feste Freundschaft entwickelt sich nicht immer, wenn man 2 Hunde hat. Mal braucht es aber auch einfach etwas länger. Wenn er heute zum ersten Mal bei euch ist, ist er eh mit sehr vielen neuen Eindrücken beschäftigt und wird sich wohl erst später um den anderen Hund kümmern.

    Grundsätzlich ist ein neutrales Verhalten wie es der DSH zeigt immer wünschenswert. Liest sich nach einem gestandenen souveränen Hund. :D Glückwunsch.

  • ich finde das klingt super! Wäre doch echt nervig wenn die Beiden die ganze Zeit wild durchs Haus bolzen würden. Der Große klingt nach einem sympathischem souveränem Kerl!

  • Finde das ist ein sehr schönes Verhalten des Tierheimhundes. Ganz Gentlemen, nicht aggressiv oder unsozial.
    Vielleicht sind verschiedene Faktoren daran beteiligt das der Schäferhund nicht gleich vor Freude in der Luft spring.
    1) Das Alter. Bei Odin habe ich gemerkt das um so älter er wird, um so ruhiger wird er. Odin wird 4. Jahre.
    2) Nicht alle Rüden mögen Hündinnen. Das heißt aber nicht das er sie nicht akzeptiert. Es kann auch sein das der Schäferhund sich in der Dame mal verknallt. Nur wie beim Menschen kann das ein wenig dauern.
    3) Du bekommst ein Fundhund aus den Tierheim. Der wird wahrscheinlich einiges schon hinter sich haben. Es werden mit Sicherheit nicht nur positive Sachen gewesen sein. Besonders auch mit Artgenossen. Deswegen wird er auch erst mal abwarten, und die Lage peilen. Vertrauensverhältnis passiert nicht von heute auf Morgen, auch nicht bei Rüde-Hündinnen. Gib die beide Zeit sich einander zu gewöhnen. Denk daran du holst ein Hund aus den Tierheim, der auch die negativen Erfahrungen mitgemacht hat.

  • Vielen Dank für eure Antworten!!
    Dann hat sich mein erster Eindruck ja bestätigt, ich finde nämlich auch, dass er sich sehr ordentlich und souverän verhält. Ein feiner Kerl ist er! Und natürlich bekäme er alle Zeit der Welt, um sich hier einzugewöhnen. Morgen geht er mit ins Büro, mal sehen, wie das so wird.
    Ich finde es übrigens ganz toll von dem TH, dass wir ihn mit uns in vielen Situationen austesten können, damit wir auch sicher sind, dass es passt! Wir sind ja gebrannte Kinder und ganz besondere ich übervorsichtig.
    Als er gestern das erste Mal bei uns war, hats mich erst einmal umgehauen und die Situation von damals kam wieder hoch, ich musste weinen und war echt leicht gelähmt. Heute gehts schon besser :smile: !

    Einen schönen Abend euch!!

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