• Unsere Ally ist nun 11 Monate alt und wir (oder besser ICH) haben ein großes Problem mit ihr, sie nutzt jede Gelegenheit um abzuhauen!

    Ich war eben draußen, nur ganz kurz ans Auto, Ally ist mitgekommen, ansich auch kein Problem, aber als ich ihr für nen Bruchteil einer Sekunde den Rücken zugedreht hab hat sie sich mal wieder auf gemacht ... ich habs sofort gemerkt und bin hinterher, Madamme dachte wohl "cooles Spiel", jetzt rennt sie mir auch noch hiterher ... :headbash:

    Tja, nun aber das Problem, wenn wir spazieren gehen lässt sie sich von mir schon recht gut abrufen, trotzdem hab ich sie normalerweise ab der Schleppleine, weil ich ihr halt nicht 100%ig traue dass sie auch echt kommt ... denn in Situationen wie eben kommt sie eben nicht, zumindest nicht zu MIR ...

    Ich bin ihr hinterher, die Straße runter und auch wieder zurück, sie bleibt stehen bis ich fast bei ihr bin, dann grinst sie mich förmlich an und gibt wieder Gas! Ich könnte Platzen!! :hilfe: Ich rufe, versuche sie zu locken, ich brüll sie an .... alles ohne Erfolg!


    Also bin ich dann wieder Heim, ohne Hund, hab meinem Mann bescheid gesagt, der hat die Leine genommen, ist los und kommt wenige Minuten später zurück, MIT Hund

    Wenn mein Mann den Hund sieht, ruft er in strengem Ton und zu ihm kommt sie dann :devil2: ich könnte mir vorstellen dass es vorallem an der tieferen Stimme meines Mannes liegt, aber ich könnte Platzen, denn eigentlich bin ICH die die alles mit den Hunden macht, ICH füttere, ICH erziehe, ICH geh raus mit ihnen, ICH Spiele mit ihr usw. Männe macht kaum was mit ihr, aber auf ihn hört sie :???:


    Kann mir mal jemand nen Tipp geben wie ich das in den Griff bekommen kann? Ich könnt grad echt platzen und ärgere mich total!!


    Jessica

  • Zitat

    Bevor ich wieder zig Anranzer in Richtung "Rudelführung alles quark" bekomme, sag ich lieber nix. :D

    Ich würds aber gerne lesen und mir meine eigenen Gedanken machen! Mich nervt das nämlich wirklich und ich hab momentan keine Idee wie ich das in den Griff bekommen soll ...

    Mit meinem Opi (Border) hatte ich zu Beginn dieses Problem auch, wir haben das damals geklärt, ich hab ihn sozusagen "verstoßen", hab ihn weggejagt, ne ganze Strecke, irgendwann hat er sich dann hingeschmissen auf den Boden und ich hab mich umgedreht, und bin Wortlos gegangen, er kam mir dann gleich hinterher, seitdem hatten wir NIE wieder ein Problem mit dem Abrufen!

    Tja, mit Ally geht das so aber nicht, mitlerweile hab ich Kinder, wir wohnen an einer Straße, hier ist kein Feldweg wo ich das praktizieren könnte usw. usw.


    Also ich bin WIRKLICH über jeden Tipp/Denkanstoß dankbar!!


    Jessica

  • Meine Idee hier erstmal als Ansatz:

    Sie scheint ja deutlich auf Deinen Mann zu hören.
    Ist er vieleicht im Allgemeinen der ruhige Part in der Familie?
    Lässt er den Hund auch mal einfach stumpf beiseite also ignoriert ihn?

    Könnte der Hund vieleicht in der Richtung unterwegs sein: Wenn Frauchen mit mir unterwegs ist, gibts fun , wenn Herrchen da ist muss ich eher gehorchen ?

  • Zitat

    Meine Idee hier erstmal als Ansatz:

    sie scheint je deutlich auf deinen Mann zu hören.
    Ist er vieleicht im Allgemeinen der ruhige Part in der Familie?
    Lässt er den Hund auch mal einfach stumpf beiseite also ignoriert ihn?

    Könnte Der Hund vieleicht in der Richtung unterwegs sein: Wenn Frauchen mit mir unterwegs ist, gibts fun , wen Herrchen da ist muss ich eher gehorchen ?


    Ja, könnte schon irgendwie sein, wobei ich im allgemeinen den Eindruck hab dass die Bindung zu meinem Mann stärker ist, wobei er echt fast nix mit ihr macht und das ägert mich ja dann noch viel mehr, ich reiß mir ein Bein aus und auf mich hört sie momentan echt garnicht ... außer beim Spaziergang (wenn wir üben), denn auch im Garten muss ich sie entweder einsammeln oder mich völlig zum Affen machen dass sie wieder rein kommt ... Männe geht zur Tür, ruft und Madamme kommt ... nur dummerweise ist mein Mann nicht immer da und wenn ich mit den Kindern allein bin ist es verdammt doof wenn ich dann dem Hund hinterrennen muss wie ne doofe! :devil2:

  • Da sie mittlerweile fast ein Jahr ist und wahrscheinlich schon genug Bindung da ist, schau doch einfach mal, was passiert, wenn du 1-2 Tage die "Dauerbespaßung" weglässt. Wenn Sie auf Kommandos nicht hört, gibts ein klares NEIN oder entsprechendes Signal als Abbruch zum vorherigen Kommando aber danach machst Du einfach was anderes, jedenfalls NULL mit dem Hund.

    Auf KEINEN Fall dem Hund hinterherrennen. Das heisst auch, KEIN Freilauf ausserhalb umzäunter Fläche.

    Lass in den 1-2 Tagen mal das Üben im Allgemeinen sein.

    Ggf. lies dir aber als Alternative die Umstellung auf Handfütterung durch.

  • Als erstes möchte ich hierzu noch folgendes sagen:

    Ich bin Hundeanfänger. Habe mich jahrzehntelang mit dem Thema Anschaffung ja/nein auseinandergesetzt.
    Seit dem entschluss zum JA wurden ( ich bin Leseratte ) VIELE Bücher gelesen , VIELE Foren gewälzt und vor allem: eine eigene Meinung gebildet.

    Derzeit lebe ich bei der Hundeerziehung von
    1. vielen Büchern
    2. eigenen Erfahrungen mit "fremden" Hunden
    3. Bauchgefühl bei der Erziehung meines eigenen Hundes

    Hier sieht es so aus:

    meinereiner: sorgt über Belohnung und Korrektur für die Erziehung und kuschelt
    Frau + Kind: Faxen mache, Dummheiten beibringen und Tricks üben.

    Und wir leben recht gut damit.

    Selbstverständlich ist im normalen Gehorsam ein Unterschied zwischen den beiden und mir zu sehen. Dies wird aber noch abgestellt.
    Auch ich habe noch Baustellen beim Hund aber wir sind dran und arbeiten dran.
    Hundekontakt an Leine geht noch fast nix an Kontrolle und sie hat scheinbar aus Vorzeiten eine Aversion gegen Dicke Männer.

    Dafür dass meine Süsse ausser Sitz bei Gabe von Leckerlies NICHTS ( auch keine Leine ) kannte und sie heute auf down auf 50 m in Teilen ohne Sicht zu mir bei minimalem Verkehr liegen bleibt und aufs komm wartet haben wir schon viel geschafft.

  • Zitat


    Auf KEINEN Fall dem Hund hinterherrennen. Das heisst auch, KEIN Freilauf ausserhalb umzäunter Fläche.


    Das war auch mein erster Gedanke zu Deinem Problem.
    .
    Casmir ist in seiner Rüpelphase auch zwei - drei Male ausgebüxt. Ich habe ihm noch hinterhergerufen - das hat das Hundchen jedoch geflissendlich überhört. Da kann man schon ausrasten!
    Ich habe erst einmal die Kinder versorgt und bin dann mit Leine hinterher (da war er auf der Spur seiner Hundefreundin, beim ersten Mal). 100m im Wald (auf dem Weg) habe ich ihn erreicht, angeleint und mit einem "Komm mit" ansonsten kommentarlos nach Hause gebracht. Der Rest des Tages war gelaufen, da ich einfach nur sauer war (Casmir hat keine Beachtung bekommen).
    Die Male dannach ist er relativ schnell von allein wieder gekommen - da mußte ich ja loben, daß er gekommen ist :headbash: . Aber: Ich habe daraus gelernt. Im Hof habe ich ihn fortan abliegen lassen ("Platz"), Leine eingeklinkt lag danneben. Auch im Garten gab es keinen Freilauf, sondern Leine und er mußte liegenbleiben, wenn ich die Hände frei brauchte.
    Das war sehr lästig. Doch wir haben die Rüpelzeit fast geschafft. Dadurch, daß er keine Gelegenheit mehr hatte auszureißen, hat er dies nicht zur Gewohnheit werden lassen. Er orientiert sich wieder gut an mir und ich kann ihn mittlerweile auch vorn im Hof wieder laufen lassen (auch wenn ich nicht ständig nach ihm gucken kann).
    .
    Ich würde es an Deiner Stelle auch so versuchen:
    - keine reine Bespaßung mehr
    - Rückruf ganz neu aufbauen (am besten auf Pfiff, der kann nicht ärgerlich klingen ;) )
    - Grundgehorsam konsequent einfordern (zB. besteh auf Sitz, wenn Du das gesagt hast - Platz ist zwar auch schön, war jedoch nicht gefordert)
    - Handfütterung ist keine schlechte Idee (alt genug ist sie dazu)
    - kein ungesicherter Freilauf mehr (sprich: Leine bzw eingezäunte Fläche)
    Paß auch auf, daß Du Dir den neuen Rückruf nicht gleich kaputt machst. Wenn ihr den Garten verlaßt würde ich sie nicht damit rufen, sondern ihr mit einem "wir gehen rein", "ins Haus", "komm mit" o.ä. ankündigen, daß ihr den Garten verlaßt. Sollte sie nicht mitgehen ... kannst Du sie im Garten zurücklassen?
    .
    Mach Dir keinen Kopp darum, daß sie bei Deinem Mann besser horcht. Unser Hund hört auch mehr auf meinen Mann. Ja, ich geb ihm sein Futter, kümmere mich um die Fellpflege, trainiere kleine Tricks mit ihm, geh mit ihm zur Hundeschule ... mein Mann hat regelmäßig die Morgenrunde und erzieht deutlich strenger als ich.
    Statt "abwärts" plus Handzeichen braucht es bloß ein leises Knurren seinerseits um den Hund vom Sofa zu scheuchen (sollte er sich draufgewagt haben - darf er nämlich nicht). Und dennoch liebt unser Hund meinen Mann!
    Wenn er abends nach Hause kommt, hat Casmir große Mühe liegenzubleiben - am liebsten würde er ihm auf den Arm springen :D .
    .
    VG Bianca

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