Beziehungsprobleme?

  • Zitat

    Elijah ist jetzt dann bald 5, er ist ein Tierheimhund und lebt schon seit 4 Jahren in meiner Familie.


    Du hast den Hund seit 4 Jahren und bist in der Zeit in eine HS gegangen ?
    Was war denn bisher der IST-Zustand ?
    Ging er jemals vernünftig an der Leine ? Konntest du ihn je verläßlich rufen ?

    Wenn nein, dann frage ich mich, was du in der HS gemacht hast und wenn ja, dann ist die Frage, was ist jetzt anders !?

    Gruß, staffy

  • Guten Tag zusammen :D
    und Wow ich hatte nicht gedacht, dass ich so viele Antworten erhalte. :)

    Zunächst einmal, gestern Abend waren ich und mein Wauzi ganz arm, weil er kein Abendpappi bekommen hat und er mir so furchtbar leid getan hat :/
    Dafür bin ich dann heute morgens gleich mit Schleppleine raus. Zuerst hat er mir das Futter vor die Füsse gespuckt, so nach dem Motto "Behalte das für später auf, wenn wir zurück sind", danch hat sich der Hunger, glaub ich, zurück gemeldet und es konnte losgehen.

    Eine halbe Stunde Training mit Erfolg würde ich sagen. Er hat sich an früher erinnert, dass wenn er zieht Frauchen sich umdreht und geht, was ihm gar nicht passt. ;) Auch sein ganzes Frühstück hat er draußen verputzt.

    YorkieFan ich versuche so gut wie es geht Blickkontakt einzufordern. Aber ganz ohne Futter funktioniert bei uns leider überhaupt nicht. Vielleicht geht das besser wenn man einen Hund gleich als Welpen bekommt, wenn man quasi Mama-Ersatz ist.

    Sockensucher dein Beitrag gefällt mir sehr gut! Ich werde das nächsten Sonntag ausprobieren-hoffe das Wetter passt ;)

    bungee darf ich dich Fragen worauf diese Übung hinausläuft?

    springerle ich denke vom frei laufen lassen sind wir noch Meilen weit weg, aber ich werde versuchen das Apportieren des Futterbeutels mit einzubauen.Danke für die Nachricht: "Es funktionier!"

    staffy nein ich bin nur 1,5 quasi 2 Jahre HS gegangen, und er ist super brav auf dem Platz und auch bei den Prüfungen hat es super geklappt. Leider konnte ich die Gehorsamsübungen nie in den Alltag einbauen.
    Leinenführig war er nie, auf dem Platz immer und mit dem zurückrufen hat es auch draußen in der "Realität",wo Katzen,andere Hunde,Hasen etc. sind, auch nie geklappt. HS war immer eine separate Geschichte, deshalb fehlt sie mir auch nicht so wirklich, meinem Hund zum Ausgleich allerdings sehr!

    Ich melde mich wieder mit Neuigkeiten, danke an alle
    lg fabia

  • ich glaube diese probleme macht jeder hundehalter mal durch.

    auch wir haben das hinter uns.

    ich halte ebenfalls nichts davon alles mit futter /leckerli schön zu füttern.
    ein nur über futter gesteuerter hund kann ja garkeine richtige beziehung zu seinem menschen aufbauen.eine beziehung basiert für mich auf vertrauen ,nicht auf die aussicht auf futter.

    schließe mich da sockensucher und bungee an.

    auch wir haben viel probiert was leinen führigkeit betrifft.mir hat es geholfen,stehen zu bleiben und nur dann weiter zu gehen wenn hund ruhig sitzt,und dann auch erst wenn ich auf gleicher höhe bin und de ansage gebe weiter zu gehen.
    aber es hat lange gedauert bis wir da waren wo wir jetzt sind.
    bei ganz argen ziehen,wo wirklich alles wichtiger ist als der mensch,schicke ich sam auch heute noch ins down.das mache ich aus der bewegung ,bzw seinem laufen raus.,weiter gehts wenn ich auf seiner höhe bin und die ansage dazu gebe.manchmal erweitere ich das auch und sam muß liegen bleiben,ich gehe ein paar schritte voraus u. rufe dann(geht auch an der leine ).das so 2 o. 3x hintereinander und hund ist so gepestet das er brav neben mir läuft.
    kommt aber inzwischen nur noch ganz ganz selten vor.

    ich kann das buch von michael grewe ,"hunde brauchen klare grenzen,der weg einer freundschaft" sehr empfehlen.
    ich persönlich hätte mir gewünscht dieses buch gelesen zu haben bevor sam bei uns einzog..... naja,hat anders kommen sollen :-)

    wegen einem anderen problem ,haben wir auf anraten eines fachtierarztes, std bei dem michael grewe genommen.
    4 std haben gereicht und heute läuft sam täglich eine strecke ohne leine und auch das problem,das anderes interessanter ist als mensch,hat sich in luft aufgelöst.


    lg kirsten

  • Zitat

    bungee darf ich dich Fragen worauf diese Übung hinausläuft?


    klaro :D


    du lernst durch diese Übung, deinen Hund (und auch dich) besser zu beobachten.
    Meistens liegt da "ja der Hund begraben", dass dein Hund gelernt hat, dich zu manipulieren.
    Wie soll er dich dann ernst nehmen?

    Letztendlich laufen die Tipss der anderen drauf hinaus, dieses Verhältnis umzudrehen. Aber dazu solltest du dir VORHER erstmal die kleinen, aber wichtigen Mechanismen bewusst machen, die eure Beziehung im Alltag prägen :)

  • Zitat

    staffy nein ich bin nur 1,5 quasi 2 Jahre HS gegangen, und er ist super brav auf dem Platz und auch bei den Prüfungen hat es super geklappt. Leider konnte ich die Gehorsamsübungen nie in den Alltag einbauen.
    Leinenführig war er nie, auf dem Platz immer und mit dem zurückrufen hat es auch draußen in der "Realität",wo Katzen,andere Hunde,Hasen etc. sind, auch nie geklappt. HS war immer eine separate Geschichte, deshalb fehlt sie mir auch nicht so wirklich, meinem Hund zum Ausgleich allerdings sehr!

    wenn das auf dem Hundeplatz geklappt hat und zuhause nicht, haste zu wenig zuhause geübt.. Hunde lernen auch ortsbezogen.

    Der Hundeplatz ist nur dafür da, um dir und dem Hund zu zeigen, WIE du WAS machen kannst. Aber wenn du das nicht in den Alltag integrierst ist das Training auf dem Hundeplatz für die Katz :)

  • Hallöle,
    unser Schleppleinentraining geht voran. Aber ich glaube es funktioniert weniger deshalb, weil mein Hund plötzlich seine Meinung geändert hat und furchtbar brav sein will sondern, weil ich permanent Spielchen spiele, Mäuse mit ihm suche, ihn Leckerchen suchen lasse, apportieren lasse, 100-m-Lauf veranstalte,Gehorsamsübungen wie am Hundeplatz von ihm verlange,-Rundumbetreung einfach! Ihm macht es sichtlich großen Spaß wenn Frauchen sich zum Affen macht!
    Aber ich habe diesbezüglich bedenken, denn was ist wenn ich mal krank oder verhindert bin? Ich merke einfach, dass er so viel mehr Energie wie ich hat.
    Und weiters waren wir gestern mit der ganze Famile draußen im Wald und es ist wirklich unmöglich sich nur eine Sekunde von ihm abzuwenden. Entweder geht sein starker Jagdtrieb wieder mit ihm durch und er ist total unansprechbar oder er beginnt wieder mit dem Schlittenhund-vorwärts-Kommando, nach dem Motto: "Wenn ihr mich nicht unterhaltet, ziehe ich mich dorthin, wo es mir Spaß macht.

    So gesehen bungee- funktioniert ein Spaziergang nur nach seinem Willen-alle Punkte für ihn oder mit getrennten Aktivitäten. Das heißt er läuft herum und beschäftigt sich und ich(wir) machen unseren Spaziergang. Das meinte ich ja in der Überschrift mit Beziehungsproblemen- es ist kein Mittelmaß zwischen uns, entweder muss ich den Hund zu etwas zwingen was hundefremd ist, einfach nur normal Spazierengehen verbunden mit seinen "Geschäften" oder ich hau mich in Dreck und Schlamm rein und mache einen auf Menschhund?

    Die Aktivitäten vom Hundeplatz haben wir nie zu Hause geübt, weil unser Trainer meinte, dass die Konzentration des Hundes nicht genug ist, um den ganzen Weg "Fuß" zu laufen und wir uns so die "Sauberkeit der Ausführung" am Platz zerstören. Deshalb habe ich diese Kommandos eigentlich nie einfach so verwendet, weil ich es auch übertrieben finde, dass der Hund hundertprozent richtig sitzen, liegen oder mit dem Genick nach oben neben mir herläuft. Zu Hause habe ich dann immer andere Wörter verwendet Platzii statt Platz oder "Sitzii" oder "Huck di nida" blöderweise sehr uneinheitlich und ich hab mich auch immer zufrieden gegeben, wenn er erst auf das dritte vierte Mal gefolgt hat.. :headbash:

    @omrani danke für den Buchtipp :) Es hört sich interessant an, ich werde es mir demnächst kaufen gehen.

    Danke fürs Lesen und für eure Antworten
    lg fabia

  • Finde ich einen sehr guten Anstoß - der Hund muss um deine Guns buhlen. Wie oft sieht man Leute im Park die verzweifelt hinter ihren Hunden her rennen und denken sie müssten alles dafür tun das Hunde ihnen zuhört aber so kann das ganze nicht klappen.

    Was das Thema Leinenführigkeit angeht hab ich mit mienem kleinen auch ewig gebraucht und wir haben alles durchprobiert. Über clickern, richtungswechseln etc. hat nichts funktioniert und das banalste überhaupt hat mich zum Erfolg gebracht. das Stehen bleiben.
    Du brauchst eine Menge geduld und wir sind auch jedesmal stehen geblieben egal was wir in den händen hatten wir sind immer stehen geblieben und siehe da, mittlerweile ist ein entspanntes Gassigehen an der Leine, ohne das er ständig bei fuß laufen muss- das will ich nämlich nicht, möglich.

  • Das mit der "Sauberkeit der Ausführung..." find ich echt skurill !
    Es ist natürlich immer scheisse fürn Hund ne Stunde langsam an der Leine zu laufen und dass durch den Wald zum Beispiel.
    Ich denke du musst dich nicht unbedingt in den "Schlamm schmeissen" ^^ aber vielleicht mal immer wieder kleine Konzentrationsübungen und beim Spazieren gehen immer wieder auf dich Aufmerksam machen. Ist natürlich noch ein weiter weg !
    Naja und das Thema dass er vielleicht zu viel Energie für dich hat, kann natürlich sein. Vielleicht machst du dir einfach mal Gedanken ob es nicht jemanden gibt der diese Energie teilt ..

    Hier mal ein Beispielvideo von mir und Nele bezüglich des Gehirnjoggings ^^ es beginnt mit "och neleeee ........... -.-" :DD http://www.youtube.com/watch?v=RmNoM2…channel&list=UL

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