Wut kontrollieren, runterfahren / Stressabau

  • Hallo,
    kurz und knapp, ich bräuchte mal ein paar Tipps, wie ich die Frustrationsschwelle von meinem Hund erhöhen kann, bzw. er lernen kann, mit aufgestauten Aggressionen oder Wut besser umzugehen (z.B. wenn der Erzfeind ihn angebellt hat oder so, da ist er so wütend, dass er in die Luft fiepst und schreit, als würde man ihn zu Tode quälen :roll: er ist dann mega gestresst und bringt sich einfach nicht mehr runter, sieht immer aus, als würde er gleich platzen, ansprechbar ist er aber und hört auch noch auf Kommandos; es ist aber auf jedenfall ein enormer Stress für ihn).

    Tipps zum Stressabbau bei Wut wären vorerst auch schonmal nützlich...es dauert immer ewig, bis er wieder "ausgeglichen" ist.

    Danke!

  • Rennen allein bringt nichts...außer zusammen mit einem Hund oder richtig schnelles Tempo am Rad, aber das hab ich ja nicht immer mit...
    Zerren, Spielzeug usw. interessiert ihn (generell) kaum und bringt ihn nicht runter....
    Kauzeug darf er leider nicht mehr haben, da er sich jedes Mal verschluckt und schonmal um ein Haar erstickt wäre. :/ Seitdem er nichts mehr haben darf, ists auch merklich schlimmer geworden, aber das Erstickungsrisiko ist mir bei ihm echt zu hoch..

  • Beim Menschen ist es ja so, dass sich eine konzentrierte Beschäftigung mit irgendetwas stressregulierend wirkt.
    Einerseits Dinge, die die Körperwahrnehmung ansprechen, aber eben auch die mentale Fokussierung auf etwas.

    Ich hoffe, das war jetzt verständlich.

    Auf den Hund übertragen könnte das also irgendeine Übung sein, ein gezieltes Beschäftigen mit Anforderung an die Konzentration.

  • 1. würd ich mir überlegen, obs nicht doch eine sichere Möglichkeit gibt, ihm das Kauen zu ermöglichen. Vllt ein geeignetes Gummiteil, bei dem nichts abgeht od so. Gerade wo du selber schreibst, dass es schlimmer ist seit er nicht mehr darf.

    2. würd ich Atemübungen machen, um wirklich geziehlt Ruhe ausstrahlen zu können :-)
    Erst den Bauch "vollatmen", dann die Brust und dann noch bissl mehr - probier das mal in der Situation

    3. Ausprobieren, welche Übung ihm akut hilft. Bei einem verängstigten Hund hilft oft eine leichte Übung wie "Pfote", die durch den schnellen Erfolg Mut gibt. Ich würde versuchen, etwas vergleichbares zu finden.

    Lg :)

  • Entspannungssignal konditionieren fällt mir dazu noch ein.

    Und wenn dein Hund ansprechbar ist würde ich ihn mit ein paar Übungen beschäftigen.

    Und allgemein Trainieren, um solche Ausrastsituationen insgesamt zu verbessern. Da fehlen uns jetzt aber die Details zu Ursache und Gründe des Verhaltens.

    LG Lily und Happy

  • Hallo,

    kann das sein, dass Dein Hund jetzt so um die vier Jahre alt ist?
    Du hattest doch schon mal ein Problem mit Beissen, oder?

    Wenn er in den Jahren immer noch nicht gelernt hat mit Stress umzugehen, dann stimmt da irgendetwas generell nicht und ich würde Dir zu einem Trainer raten der sich die Sache vor Ort anschaut.
    Eventuell muss etwas generell in eurer Beziehung auch verändert werden, oder ihr habt noch nicht die richtige Beschäftigung gefunden.

    Ich gehe davon aus, dass es sich immer noch um Spikey handelt, oder?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hab ein entfernt ähnliches Thema mit meinem Schnurps. Wir machen nun auch konditionierte Entspannung, die in ruhigen Situationen geübt wird, damits später überall funktioniert. Das funktioniert durch Ausstreichen und massieren. Außerdem sollte man generell üben Emotionen zu regulieren.

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