komplette Handfütterung (draußen)
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ich weiß, das Thema wurde bereits (nebensächlich) in nem anderen Thread angesprochen. Mir geht es jetzt aber gerade wirklich nur um dieses Thema darum möchte ich das gerne abtrennen:
es kommt ja immer wieder vor, dass ich mich beschwere, dass Milo draußen zu wenig auf mich achtet. Er ist drinnen wirklich sehr an mich gebunden, genießt seine Streicheleinheiten, darf fast überall bei mir sein, kann aber auch mal alleine liegen.
Da ich vorher einen ziemlich ängstlichen Hund hatte, habe ich bei Milo einen doofen Fehler gemacht. Ich habe die ganze Umwelt für ihn spannend gemacht und mir so einen richtigen Entdecker rangezogen - der aber auch schon eine Entdecker-Natur hat!!!
Derzeit sieht es so aus: Wir gehen los (momentan an Schlepp, wegen Jagen + nicht auf mich achten) und er maschiert erstmal ein paar Bäume ab. Es gibt Blickkontakte, aber er möchte danach keine Party, nicht so unbedingt Leckerlies und auch kein Spiel. Zu mir kommen zwischendurch tut er ausschließlich auf Ansprache.
Wenn ich rufe kommt er, lässt er sich zu viel Zeit gibts ne Pause an der Leine, kommt er schnell wird gelobt und ne kleine Party gemacht.
Sieht er etwas sehr interessantes (anderer Hund oder so) kann ich ihn bremsen, meist auch noch abrufen, aber er ist stark darauf fixiert.Was ich mir wünsche, ist ein Hund, der ab und zu mal vorbeikommt, der sich mehr an mir orientiert und der draußen konzentrierter und nicht so ablenkbar ist.
Ich habe schon Blickkontakte gelobt, ihn oft rangerufen, Leckerlies geworfen, gespielt, UO...
Aber ich habe das Gefühl es ist ein mit allen Möglichkeiten rumgewerfe, aber nix richtiges.Irgendwie stehe ich am Ende immer vor der Entscheidung ob ich ihn eine ganze Zeit lang einfach komplett auf Spaziergängen füttere - wie es ja auch in dem anderen "Bindungs-Thread" geraten wurde.
Problem 1: eigentlich barfe ich (momentan aber nicht, darum bietet es sich gerade an) und ich habe einfach keine Lust den Pansen, die Knochen und die Innereien draußen zu geben. Gebe ich all das aber im Haus, ist meine komplette Draußenfütterung dahin.
Problem 2: es gibt Tage da gehen wir erst um 6 oder später. Er hätte also den ganzen Tag nix (was meine Mama nicht erträgt und ihn dann einfach füttern würde) und dann müsste ich ihm auf dem Spaziergang seine ganze Mahlzeit "reinprügeln"
Problem 3: Ich weiß einfach nicht ob diese "Methode" was für mich ist... Ich fühle mich, als müsste ich mich total zum Affen machen, nur damit mein Hund mir draußen besser folgt... Das ist für mich unnatürlich und sehr befremdlich.
Habt ihr sowas schonmal gemacht? Wie sah das aus, was waren die Erfolge? Kann ich das am Ende reduzieren und dann ist alles gut? Sollte ich was anderes probieren?
An welchen Stellen würdet ihr ihn dann füttern? Für Kommandoausführung, für selbständiges ankommen, oder für beides gleich? Das selbstständige Ankommen ist mir momentan eben wichtiger (komisch gesagt..)
Sind wir in großen Hundegruppen unterwegs, checkt er erstmal alles ab, orientiert sich danach aber viel stärker an mir. Wenn er sich auskennt und alles einschätzen kann, tut er es aber kaum.
Auf dem Hundeplatz kann er sich ebenfalls sehr gut an mir orientieren und sich auch konzentrieren.
So richtig auf diese Idee gebracht hat mich das Buch von Thomas Baumann. Er findet, dass in solchen Fällen auf komplette draußenfütterung umgestiegen werden sollte mit vernünftiger Auslastung dazu.
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Hi,
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Ich hab das mal kurze Zeit gemacht. Für uns hast nicht gepasst. Der Beutel wurde immer wichtiger, sie wurde angespannter. Sie fing an, den Beutel gegenüber anderen Tieren & Menschen zu verteidigen. War ne blöde Idee.
Mittlerweile denke ich, dass eine Fütterung zuhause und ohne grossartige Gegenleistung auch eine Art Sicherheitsbedürfnis erfüllt (und dadurch zur Bindung beiträgt).
Ich find den Beutel aber super geeignet um ab und zu mal eine Mahlzeit draussen zu verfüttern, suchen und stöbern zu lassen.
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Hi,
erst mal kannst Du mit Muttern einen Kompromiss schließen und nur einen kleinen Teil zu Hause füttern. (dann ist Mutter auch beruhigt, dass das arme Tier nicht verhungert
)
Mein Hund erhält auch einen Teil des Futters während des Trainings als Belohnung aus der Hand, außerdem bin ich der "Ressourcenverwalter", das macht mich wichtig!!
Kein Hund "arbeitet" umsonst (wir ja auch nicht meistens), somit solltest Du erwünschtes Verhalten in jedem Fall belohnen. Das können Kommandos, aber auch der Rückruf sein, was immer Dir wichtig ist und Du trainieren/ erreichen möchtest mit Deinem Hund.
ich glaube nicht, dass Du bis ans Ende Eures gemeinsamen Lebens der "Futterautomat" sein mußt, bei uns reicht jetzt auch immer schon mal ein Lob oder "Stimmparty", wenn etwas toll geklappt hat.
Aber zum Bindungsaufbau und Konzentration auf Dich ist das ein guter Start.
Und da Du einen "Aufgabenhund" hast solltest Du Dir vielleicht ein paar Übungen ausdenken, die kopflastig sind wie Nasenarbeit, Futterdummy apportieren ö.ä. (gibt im Forum irgendwo Tipps und Spielchen), so machst Du Dich auch interessant für Deinen Hund.
Das wären so meine Ideen dazu, bestimmt gibt es aber auch noch andere hier, die noch mehr wissen und Dir weiter helfen können!
Liebe Grüße, viel Erfolg und gute Nacht, ich muss morgen arbeiten
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Wenn Du Deinen Text nochmal liest, dann findest Du vielleicht den Fehler

Er darf drinnen bei Dir sein, kuscheln usw.
Reduziere das, ignoriere ihn, rufe ihn drinnen, wenn er nicht bei Dir ist.
Weise ihn ab, lass ihn nicht ohne vorherigen Abruf zu Dir kommen.
Wenn er drinnen seine Aufmerksamkeit bekommt, dann braucht er das draußen noch weniger.
Meine Dusty war ja ein Extremjäger. Handfütterung hätte bei ihr nichts gebracht, außer ich hätte sie lange hungern lassen.
So war es eben so, dass sie drinnen nichts bekommen hat, wenn sie ankam, aber sie bekam sofort Aufmerksamkeit, wenn sie auf meinen Ruf gekommen ist.
Dadurch, dass ich sie draußen auch endlich lesen konnte, habe ich sie von der Leine lassen können.
Dafür ist viel Disziplin notwendig. Draußen kaum Ansprache. Nur das Nötigste, an der Straße etc. ansonsten war Funkstille. Sobald Hund von alleine geguckt hat, gab es eine Rückmeldung von mir. Sie hatte ein Stopsignal, dies hatte sie auch einzuhalten.
Weiß nicht, ob Dir mein Geschreibsel weiterhilft
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daran hatte ich zusätzlich gedacht!
aber ich schaffe das glaub echt nicht... Meinst du komplett schmusen, streicheln usw. sein lassen oder eben extrem reduzieren? Und halt das Programm nur draußen durchziehen?
Also wie extrem muss man es dafür drinnen runterfahren, dass er draußen so drauf angewiesen ist? Und wie soll ich das schaffen?
Wenn ich das schaffen sollte, neige ich garantiert draußen dazu dann zu viel zu geben... kannst du mal genauer erklären, wie man das so einteilen könnte? Einfach damit ich nen Eindruck habe?
Weil drinnen komplett ignorieren kanns ja auch nicht sein, oder?
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Okay, ich habe mich wohl doch falsch ausgedrückt

Also, Dusty war so ein Hund, die kam aus der Küche vom Fressen und kam zu mir. Dann wurde sie in den Korb geschickt. (ignorieren)
Ich bin dann aufgestanden, bin raus gegangen und habe sie gerufen (ich agiere) und wenn sie kam, dann wurde sie gestreichelt, geknutscht und bekam auch mal Futter, nicht immer.Ich habe sie nicht den ganzen Tag ignoriert, ich habe nur ihre Aktionen Kontakt aufzunehmen ignoriert bzw. abgewiesen. Kontakt aufnehmen durfte sie aber sofort, wenn ich sie gerufen habe.
Meine Prinzessin war dann immer am "grinsen", weil sie das sehr genossen hat.
Am Anfang habe ich sie ziemlich zurück stecken lassen. Es sollte erstmal eine Grenze geben. Das war für sie sehr hart, aber für mich war ein Ziel in Sicht - Aufmerksamkeit draußen - Dusty ohne Leine laufen lassen können.Draußen kriegte sie immer Aufmerksamkeit, wenn sie mir Aufmerksamkeit gab. Sie wurde nicht gerufen. Sie war auch nicht an der Leine.
Ich bin auch oft einfach mal umgedreht und weggegangen. Wer aufpasst, der verliert den Anschluss nicht.
Du sollst also drinnen nicht komplett ignorieren, aber ihn nicht mehr agieren lassen.
Du hast einen Aussie, einen Manipulator, einen Streber und "Arsch". Zeig ihm einfach, dass er das "Spiel" mit Dir nicht machen kann

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okay... gut dann hab ich richtig mitgedacht.
ich versuch einfach mal mehr darauf zu achten! Im schlimmsten Fall passiert ja einfach garnichts!
Dass ich nen kleinen "Arsch" hier sitzen hab ist wahr :) Ich bin mal gespannt wie der kleine Arschi sich so macht...

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Wenn Du vorher weißt, es macht Dir Probleme, ihn zu ignorieren, dann mache Dir viele große bunte Zettel, wo Dein Ziel drauf steht.
Das hilft ganz viel, auch wenn es erstmal blöd aussieht.
Der kleine "Arsch" wird am Anfang auch mehr zu Deiner Mutter gehen, wird sie bedrängen. Versuch ihr zu zeigen, wie sie es handhaben soll.
Sie darf ihn füttern, aber nur, wenn er sich wegschicken lässt und sich dann rufen lässt.
Natürlich ist das am Anfang schwer, Dusty war eine krasse Kuschelmaus, die ist am liebsten in einen rein gekrochen, lag gerne im kompletten Körperkontakt. Aber dies durfte sie nur noch nach Abruf und Freigabe von mir.
Bin gespannt, wie Dein Bub sich verhält
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ich muss gerade denken, dass Mama schwerer zu "erziehen" sein wird als Milo... -
Zitat
ich muss gerade denken, dass Mama schwerer zu "erziehen" sein wird als Milo...Das glaube ich gerne
Halte ihr vor Augen, dass Milo dadurch wieder mehr Freiheiten bekommt, vielleicht hilft das
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